Tomy1971 Master
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Posts by Tomy1971

    Genau das ist der Punkt. Mal wird es geahndet, mal nicht. Von mir aus muss man es mit den Strafen nicht übertreiben, aber einheitlich wäre halt schön. Fahrer räumt einen anderen Fahrer ab, stürzt aber selbst => keine Strafe. Fahrer räumt einen anderen Fahrer ab, stürzt aber nicht selbst und/oder kann das Rennen in den Punkten beenden => Strafe.


    Gab es da heute einen konkreten Auslöser für oder wie kommst du auf die Aussage?

    Da bin ich mit der Zitierfunktion nicht klargekommen. Die Frage von zxcd bezieht sich auf das was ich zur kaputten Aero geschrieben habe.


    Meine Gedanken warum ich das geschrieben habe: Unmittelbar vor dem zweiten Sturz von Quartararo hat der Kommentator auf Servus gemeint, dass sein Rennen auf jeden Fall vorbei wäre und dass deutlich zu sehne wäre, dass die Yamaha auf der Geraden nicht mehr gerade aus fährt. Der zweite Sturz ist zwar angeblich wegen der kaputten Traktionskontrolle passiert, aber unnötig gefährlich ist die Sache trotzdem in meinen Augen. Assen ist was die reine Höchstgeschwindigkeit angeht, eine der langsamen Strecken, aber auf anderen Strecken sind sie beim Anbremsen nach der langen Geraden 340 bis 360 km/h schnell. Wenn da das Bike nicht stabil ist oder sich der Bremsweg nur ein paar Meter verlängert und andere Bikes in der Nähe sind, wird es eben gefährlich.


    Grundsätzlich bin ich sowieso der Meinung, dass man beim Thema Aero zurückrüsten sollte und vermutlich auch bei der Leistung. Wenn die Bikes für die Strecken zu schnell werden, sollte man nicht die Strecken ändern, sondern die Bikes.

    @ Morbidelli: Ich kann mich da nur anschließen, bei ihm scheint etwas im psychischen Bereich nicht zu stimmen. In der augenblicklichen Verfassung kann man ihm nur zu einer Pause bzw. zu einem guten Psychologen raten.

    @ Honda und Yamaha: Was für eine Klatsche. Die beste Honda auf Platz 12 und die beste Yamaha auf Platz 16. Da wird einem echt schwindlig.

    @Vinales: Ich habe mich bisher immer negativ über Vinales geäußert, aber bei Leuten, die sich selbt im Weg stehen, freut es mich immer besonders, wenn sie Erfolg haben. Er wirkt tatsächlich anders als vor zwei oder drei Jahren, entspannter und in sich ruhender. Auch wenn ich immer noch nicht daran glauben kann, es würde mich freuen, wenn bei ihm der Knoten platzen würde. Das Talent hat er auf jeden Fall und jung genug ist er auch noch.

    @Espargaro: Man of the day, mehr gibt es nicht zu sagen.

    @Ducati: starke Teamleistung und vermutlich das beste Bike im Feld, aber Fahrerweltmeister werden sie halt so nie.

    @Quartararo: Tja, Fehler passieren und es ist letztlich nichts passiert. Was ich aber nicht verstehe, ist die Strafe. Die MotoGP entwickelt sich da in Richtung Formel1, d. h. Strafen gibt es nur bei Sachen, die so dramatisch sind, dass man es nicht auf sich beruhen lassen kann (Zarco am A1-Ring) oder um dei WM spannend zu halten. Dass permanent unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden, ist für mich nicht nachzuvollziehen, bzw. sieht nach Absicht aus. Es hat vor einigen Jahren geheißen, dass die MotoGP so schnell geworden ist, dass man aus Sichherheitsgründen jeden Sturz bei dem ein zweiter Fahrer in Mitleidenschaft gezogen wird, bestrafen will. Vor dem Hintergrund ist die Strafe gegen Quartararo OK, aber warum macht man es nicht konsequent (Nakagami)?

    @Sicherheit: Ich glaube, man muss darüber nachdenken, Bikes mit fehlender bzw. beschädigter Aero die schwarze Flagge zu zeigen.

    Finde ich auch. Zeigt meiner Meinung nach auch, dass die MotoGP genau weiß, dass sie sich in einer gefährlichen Situation befindet (extrem regionaler Fokus auf Spanien/Italien, zu viele aerodynamische/elektronische Entwicklungen, ggf. 'aussterbendes' Publikum für Rennsport, Ducati-Übergewicht in der Serie, das Wegfallen von Idolen wie Rossi u.v.m.)


    Ich hoffe sehr, dass das Ergebnis der Umfrage dafür sorgt, dass wir enge und spannende Rennen mit vielen Überholmanövern haben, die aber auf natürlichem Wege entstehen und nicht durch irgendwelchen künstlichen Regelungen wie DRS in der F1.

    Bei manchen Fragen (=> mehr Promis & Glamour-Faktor an der Rennstrecke? Punkte fürs Qualifying? Punkte für die schnellste Rennrunde?) wird mir Angst und Bange um meine Lieblingssportart...

    Ganz schön lange Umfrage.

    zxcd: Ich teile deine Meinung. Ich hatte bei einigen Fragen auch ein merkwürdiges Gefühl. So nach dem Motto, was ist jetzt der Hintergrund der Frage. Selbst bei der Frage nach den Ticket-Preisen habe ich mich schwer getan. Überspitzt gesagt, ein WoE an der Rennstrecke ist in Summe so teuer, dass es fast schon egal ist, was das Ticket kostet. Richtig merkwürdig wurde es für mich dann bei Fragen nach Unberechenbarkeit, Gefährlichkeit, Sprintrennen, Unvorhersehbarkeit, Reglement, Promis und Glamour, etc. Ja, ich will spannende Rennen und Überholmanöver sehen, aber keine künstliche Spannung, sondern gleichwertiges Material. Ich brauche keine Unfälle und schon gar keine Toten. Und was ich bestimmt nicht brauche, ist eine amerikanisierte Entertainment-Veranstaltung mit mehreren Zehnminuten-Rennen und Show-Rahmenprogramm zwischen den Rennen. Vielleicht bin ich nostalgisch, aber meine Traumveranstaltung, hätte was von früheren 24 Stunden-Rennen. Ein Wochenende Volksfest (Party für die Besucher und nicht für die Fernsehzuschauer) und die Rennen am Sonntag als Höhepunkt. Da man das Geld aber mit den Fernseh- bzw. Internetzuschauern macht, fürchte ich, dass die Pläne der Dorna eher in Richtung leichtkonsumierbare 20 Minuten-Events mit viel Glamour rund rum gehen werden.

    Ich verstehe euere Gedankenspiele nicht ganz. KTM hat schon vor Beginn der Saison klar gesagt, dass Acosta 2023 auf jeden Fall in der Moto2 fahren wird. Davon sind sie bisher auch noch in keinster Weise abgerückt und ich halte das auch für glaubwürdig. Bei KTM ist 2023 kein Platz für einen Rookie frei und den Druck Acosta bereits für 2023 etwas anbieten zu müssen, haben sie nicht, weil bei den anderen Teams kein Platz für einen Rookie ist. 2024 sieht die Welt dann anders aus.

    @Bradl: Ich kann da nur zustimmen. Er macht wirklich nicht die beste Figur. Er hat sich auf Servus mehrfach ziemlich gefrustet geäußert. MM93 hat wohl alles was die letzten zwei Jahre entwickelt wurde, in die Tonne klopfen lassen. Das Zwischenergebnis ist ein Bike, dass offensichtlich instabiler ist, als alle anderen. Es ist aber halt auch so, dass er Testfahrer ist und damit Teil der Entwicklung. Für das Bike, das Honda gerade hat, ist er damit eben auch mitverantwortlich.

    @Peco: Ob das Bike wirklich unbeschädigt war, kann ich nicht beurteilen. Unabhängig davon verstehe ich seinen Frust in der Situation. Er hat selbstverschuldet die WM endgültig weggeworfen. Ob der da tatsächlich noch einen Punkt hätte holen können, spielt eigentlich keine Rolle. Allerdings stimmt es schon, es gibt Fahrer, die hätten auf jeden Fall zumindest versucht weiterzufahren.

    @Ducati: Im Grunde sind sie schon wieder in der Situation, dass sie Zarco alle Unterstützung geben müssten.

    Habe mir heute erst das Rennen angeschaut.

    Tja, Big Points für Quartararo. Das was Espargaro passiert ist, darf eigentlich nicht passieren. Er ist aber trotzdem nicht der erste und wird auch nicht der letzte sein, dem das passiert. Er ist halt jetzt, der Trottel des WoE. Richtig tragisch wäre es allerdings, wenn die 9 Punkte die WM entscheiden würden.

    @ Ducati: Darf eigentlich auch nicht passieren, dass die Hälfte der Ducatis nicht ins Ziel kommen, wird aber trotzdem auch immer wieder passieren. Zwei Ducatis auf dem Podium sind zwar schön, aber weder Martin noch Zarco helfen, wenn es um die Fahrer-WM geht. Hier scheint sich zu bestätigen, was ich geschrieben habe, die vielen Ducatis werden sich die Punkte gegenseitig wegnehmen.

    @Nakagami: Ja natürlich war das ein Rennunfall und ja natürlich wird auch das immer wieder vorkommen, ABER für soetwas hätte es früher in der Amateurklasse Prügel gegeben. Spitz innen auf die erste Kurve zustechen, überbremsen und dann noch andere mitnehmen. Viel gefährlicher geht es nicht mehr. Was ich endgültig nicht mehr verstehe ist die Rennleitung. Es hat mal vor ein paar Jahren geheißen, dass ein Sturtz bei dem man einen anderen Fahrer mitnimmt, eine Bestrafung nachsich zieht. Klar war es keine Absicht von Nakagami und klar ist er bisher nicht durch überharte Fahrweise aufgefallen, aber das ist nicht der offene Vereinspokal des MSC HInteroberpfuiteufel, das ist die Moto-GP. Da könnte man eigentlich Konsequenz erwarten.

    Morbido 13. hinter Binder und 33 Sekunden hinter Quartararo und P. Espargaro letzter. Das verstehe wer will.

    Ich wünsche MM auf jeden Fall, dass die OP erfolgreich ist. Gesundheit ist unersetzbar und die Basis für Lebensqualität. Ob und wie es mit seiner Karriere weitergeht ist da in meinen Augen zweitrangig.

    Ach, die Diskussion ist doch müßig. Einerseits hat es schon immer Ausnahmefahrer gegeben, die den Unterschied ausgemacht haben, aber andererseits ist es auch immer wieder so, dass die Fahrer ein Bike brauchen, das zu ihnen passt. Aktuelles Beispiel ist Aprilia. Vinales war zu Suzuki-Zeiten klar schneller als A. Espargaro. Wenn man danach geht, müsste Vinales die WM überlegen anführen. Tut er aber nicht. Biaggi, Rossi, Stoner, Marquez hatten alle den Ruf, dass nur sie mit ihrem Bike wirklich schnell fahren konnten. Erinnert sich noch jemand an die Saison 2008. Stoner Vizeweltmeister und Melandri 17. und damit vorletzter Fixstarter auf dem gleichen Bike, dabei galt Melandri damals als große Hoffnung. Was ich damit sagen will ist, dass es immer die Kombination Fahrer und Motorrad ist, die passen muss. Die Kombination Quartararo/Yamaha ist immerhin so schlecht, dass sie beste Chancen haben, wieder Weltmeister zu werden.


    Insgesamt ist das Feld in meinen Augen ungewöhnlich ausgeglichen. Es gibt keinen Dominator mehr und jede Marke hat mindestens einen Fahrer in der Top-10 der WM. Was will man als Fan mehr? Meinen Geheimfavoriten Suzuki kann ich abschreiben. Ich denke, dass sowohl beim Team als auch bei Mir und Rins die Luft raus ist. Mein zweiter Geheimfavorit Martin kommt ebenfalls nicht in die Gänge, dabei hat er letztes Jahr ausgesehen wie der zukünftige Weltmeister. Wenn überhaupt, dann ist die KTM vermutlich das schwächste Bike im Feld. Dass selbst D. Binder mehr Punkte gemacht hat als Gardener und Fernandez sagt in meinen Augen schon was aus. Honda ist auch im Nirgendwo. Bei Ducati glaube ich, dass das Werksteam am Anfang der Saison zu viele Punkte hat liegen lassen, außerdem nehmen sich die vielen Ducati-Fahrer gegenseitig die Punkte weg. Sprich ich kann mir nicht vorstellen, dass Bastianini Weltmeister wird und bei Bagnaia sind die 40 Punkte Rückstand einfach zu viel. Soll heißen, für mich läuft alles auf einen Zweikampf Quartararo (und ich traue es mir kaum zu sagen) A. Espargaro hinaus. Espargaro halte ich inzwischen für alt und abgeklärt genug, dass er die einmalige Chance nutzt. Er ist bisher nicht gestürzt und holt in den Rennen raus was geht und die Kombination Quartararo/Yamaha ist einfach sauschnell. Aber wer weiß, vielleicht schreiben Quartararo und Espargaro die nächsten beiden Rennen zwei Nuller und die Welt sieht wieder ganz anders aus.


    Themawechsel, noch niemand hat eine Zeile darüber geschrieben, dass P. Acosta in der Moto2 angekommen ist. Was sich in Le Mans angedeutet hat, hat sich heute bestätigt. Der Kerl ist schneller als der Rest. Ich sehe da den nächsten Dominator auf uns zukommen, auch wenn es dieses Jahr vermutlich doch noch nichts mit dem von mir prognostizierten WM-Titel wird. Das erstaunlichste dieser Moto2-Saison ist für mich allerdings, wie konsequent Sam Lowes die Saison vergeigt.

    Suzuki zieht sich zurück? Das ist eine Bombe. Allerdings habe ich so etwas schon befürchtet. Die Saisonen 2020 und 2021 fanden praktisch ohne Publikum statt und 2022 stehen wir vermutlich am Anfang einer Wirtschaftskrise. Dass da die Marketingbudgets auf den Prüfstand kommen ist in meinen Augen normal und MotoGP ist halt letztlich eine Marketingveranstaltung. Ich hätte auf Aprilia getippt, aber Suzuki ist sicher der zweite Wackelkandidat. Von daher letztlich konsequent von Suzuki. Ich kann mir gut vorstellen, dass die nächsten Jahre heftige Schritte zur Kostensenkung notwendig sein werden.

    Was für eine Demonstration von Fabio. Heute hat alles für ihn gepasst. Mir im Pech, aber ich glaube trotzdem, dass der WM 2022 eine Suzuki fahren wird. Den größten Sprung hat in meinen Augen aber Aprilia gemacht. Unglaublich, dass A. Espargaro schon wieder auf dem Podest steht. Dafür muss Honda wohl gewaltig nachlegen.

    Und so viele Optionen hat er meines Erachtens momentan nicht.

    Das sehe ich ähnlich. Von außen betrachtet, ist Quartararos Verhalten unverständlich. Er lästert laufend öffentlich über die Yamaha und sagt recht deutlich, dass er von Yamaha weg will. Aber welche Optionen hat er tatsächlich?

    KTM? Hat mehr als genug Fahrer. Ich sehe da keinen freien Platz. Außerdem passt das von den Sponsoren her nicht.

    Aprilia? Wenn Aprilia schon A Espargaros Gehaltforderungen nicht erfüllen können, oder wollen, wie sollen da Quartararos Vorstellungen erfüllbar sein? Außerdem würde ich doch stark bezweifeln, dass die Aprilia wirklich das bessere Bike ist.

    Ducati? Quartararo statt Miller ins Werksteam wäre natürlich ein cooler Move, nur was macht Ducati dann mit Bastianini und Martin? Außerdem würde dann Quartararo die WM gewinnen und nicht Ducati, daher meiner Meinung nach ebenfalls keine realistische Option

    Suzuki? Das Team Mir und Rins scheint zu harmonieren und Suzuki hat gute Chancen 2022 wieder WM zu werden. Warum etwas ändern? Selbst wenn einer der beiden Suzuki verlassen sollte, würde Quartararo immer noch nicht passen. Suzuki hat bisher immer mit Rookies gearbeitet. Ich vermute, dass liegt auch am Budget. Fazit: Kann ich mir nicht vorstellen, dass es da überhaupt ernsthafte Verhandlungen gibt.

    Honda? Neben Ducati die einzigen, die sicher kein Problem mit Quartararos finanziellen Vorstellungen hätten, nur Quartararos Fahrstil ist komplett anders als der von Marc Marquez. Wenn man sich anschaut, wer auf dem Marquez-Bike schon alles gescheitert ist, frage ich mich, ob sich das Quartararo wirklich antun will. Außerdem wäre er bei Honda die klare Nummer 2 hinter Marquez. Fazit: Für mich nur nach dem Karriereende von Marquez realistisch, aber dann bleibt im Fahrerlager sowieso kein Stein mehr auf dem andern.

    Was bleibt dann noch? Richtig, Yamaha.

    Cool was Yamaha seitdem gemacht hat.

    WER will da eigentlich noch fahren?

    Tja, wer kann sich noch an das Albumcover von You 've come a long way, baby von Fatboy Slim erinnern?


    I sage nur: I'm #1 so why try harder


    Oder bewusst böse: Die Fahrer nölen schon seit Jahren rum, dass die Yamaha zu wenig Grip am Hinterrad hat und Leistung fehlt. Trotzdem klebt die 1 auf einem Bike mit drei Stimmgabeln im Logo. Wenn ich im Yamaha Topmanagement wäre, wüsste ich nicht, ob ich das Budget für einen größeren Umbau des Bikes oder einen komplett neuen Motor freigeben würde.


    Ähnlich bei Honda. Ich habe am Anfang von MMs MotoGP-Karriere mal ein Interview gesehen, wo jemand von Honda gesagt hat, dass Honda eigentlich zwei MotoGP-Bikes gebaut hat. Das "normale" und das von MM, das so extrem ist, dass kein zweiter damit schnell fahren kann, aber MM will es so und ist damit schneller als jeder andere. Ich habe das damals für Marketinggedöns gehalten, aber wenn es jetzt heißt, dass MM die Entwicklungsarbeit von Bradl in die Tonne klopfen lässt und das Bike wieder ganz auf sich zugeschneidert haben will, ist an der Sache möglicherweise doch etwas Wahrheit. Auch hier gilt, was würdet ihr als Honda-Manager machen? Die Wünsche von MM ignorieren und ein Bike bauen, mit dem jeder schnell sein kann, in der Hoffnung, dass mittelfristig schon wieder jemand auf der Honda Weltmeister werden wird, oder darauf setzten, dass MM wieder gesund wird, noch ein paar Jahre fahren kann und ihm das Bike hinstellen, dass er will.


    Will sagen, ich kann schon verstehen warum Honda und Yamaha so handeln. Problematisch wird es halt, wenn auch ein Quartararo die Schwächen der Yamaha nicht mehr umfahren kann - was vermutlich schon der Fall ist - oder die Marke wechselt - was durchaus möglich ist - , bzw. wenn sich herausstellen sollte, dass MM eben doch nicht mehr der Alte wird und seine Überlegenheit vorbei ist.

    Wenn würdet ihr denn nehmen?

    Ich denke, für eine Entscheidung ist es noch zu früh. Ende letzter Saison hat für mich das zukünftige Dreamteam Bagnaia + Martin geheißen. Wenn man rein nach den Ergebnissen der ersten beiden Rennen geht, müssten nächstes Jahr im Werksteam Bastianini + Miller sein. Ich denke, man muss einfach noch ein paar Rennen abwarten.

    Yamaha hat glaube ich das gleiche Problem wie Honda vor 2 Jahren. Bei beiden hat sich angedeutet, dass das Bike den Zenit überschritten hat, aber bei Honda hat M. Marquez alle Probleme zugefahren und bei Yamaha war es letztes Jahr Quartararo. Aus Yahmaha-Sicht war die 2021er Saison sogar die erfolgreichste seit Jahren. Das Erwachen kommt halt irgendwann. Bei Honda nach der Verletzung von M. Marquez und bei Yamaha eben in dieser Saison auf der Rennstrecke. Ich schließe mich michaduc an, 2022 wird weder Honda noch Yamaha Weltmeister werden. ABF kann ich auch nur recht geben, Miller wird nächstes Jahr nicht mehr im Ducati-Werksteam sein.

    Ich denke, dass sich die Ducati-Fahrer die Punkte gegenseitig wegnehmen werden, so dass es dieses Jahr einen Überraschungs- wenn nicht sogar einen Sensations-Weltmeister geben könnte. Nach dem Rennen heute, könnte man sogar etwas Spielgeld auf A. Espargaro setzten. Mein Favorit nach drei Rennen bleibt aber Mir. Stürzt praktisch nie und ist doch immer gut mit dabei. Das könnte bei der langen Saison und den vielen unterschiedlichen Siegern der Schlüssel zum Erfolg sein.

    Mein verspätetes Fazit: zwei Rennen und wir sehen betroffen, alle Fragen offen. Vor der Saison bin ich davon ausgegangen, dass Bagnaia Weltmeister wird oder wenn nicht, dann entweder Martin oder M. Marquez. Aktuell sieht es aber eher so aus, als würde einer von den Dreien um den Titel mitreden können. Selbst wenn man die Punkte vergisst, die beiden Ducatis waren auch vom Speed her nicht dabei. Bei M. Marquez hat es für mich mehr nach Pech ausgesehen. Die Runde war nicht im Kamikazemodus. Die Konsequenz ist halt trotzdem wieder eine Gehirnerschütterung und Doppelbilder. Jahrelang hat es so ausgesehen, als könnten ihm die vielen Stürze nichts anhaben, aber die letzten 2 Jahre kommt es knüppeldick. Der Vergleich mit Lorenzo 2008 wurde schon gezogen. Dass der WM-Titel aller Voraussicht nach wieder weg ist, ist das eine, aber wenn er nicht aufpasst, beendet er seine Karriere als Sportinvalide. Könnte glatt sein, dass meine Prognose von 2021, dass wir einen Überraschungsweltmeister sehen, mit einem Jahr Verspätung eintritt. Bei der langen Saison wird es auf Konstanz ankommen und da könnte Mir am Ende wieder ganz oben sein.

    In der Moto2 ist ein Sieg und ein zweiter Platz schon eine Ansage von Vieti. Hätte ich so nicht erwartet.

    Endlich geht es los. Ich freue mich und bin echt gespannt.
    Bisher waren die Testzeiten im Winter sogut wie immer ohne jede Aussagekraft, aber am Freitag gilt es dann.

    Mal sehen, ob die Ducatis wirklich so dominant sind und ob sich die Yamahas tatsächlich so schwer tun.

    Ach ja und dann bin ich gespannt, ob Acosta so stark ist wie von mir erwartet.

    Mit M. und A. Marquez ist es wie mit Michael und Ralf Schumacher. Der eine ein Genie und der andere zwar für uns Normalsterbliche ebenfalls unerreichbar schnell, aber wenn man vom höchsten Niveau ausgeht, eben doch nur zweite Wahl. Ich sehe es wie ZXCD, A Marquez ist der Preis den M Marquez verlangt hat, um bei Honda zu bleiben. Wenn M Marquez nicht mehr fährt, ist A Marquez sofort weg. Da ich davon ausgehe, dass M Marquez 2022 wieder fit ist, bleibt es ein Gedankenspiel.