Tomy1971 Professional
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Posts by Tomy1971

    Irre Silly Season. Hat es so extrem schon lange nicht mehr gegeben. Insbesondere, dass tatsächlich das halbe Fahrerfeld das Team wechselt. Das Ergebnis ist in meinen Augen aber spannend und gut. Fragen gibt es auch noch einige, z. B. steigt außer Aldeguer noch jemand auf? Wer ist 2025 weg? Kommt Razgatlioglu?


    Ich weiß, dass ich mir immer viele Gedanken über die Zukunft mache. Aber dennoch, m. M. hat die MotoGP bei den Fahrern ein strategisches Problem. Man hat sich so vom Rest der Welt abgekoppelt, dass es nur noch einen Weg in die MotoGP gibt und das ist über den Red Bull Rookies Cup. Das bedeutet aber auch, dass man schon mit 14 oder 15 nach Spanien gehen muss um in die MotoGP zu kommen. Entweder du bist Spanier oder deine Eltern müssen richtig tiefe Taschen haben. Eine MotoGP, die immer mehr zur internationalen spanischen Meisterschaft wird, kann aber wohl kaum das Ziel sein. Rossis Versuch mit der VR-46 Academy etwas Vergleichbares in Italien aufzubauen ist aus heutiger Sicht gescheitert. Für mich sieht es so aus als hätten weder Yamaha noch Ducati Interesse an dem Projekt. Honda hat zwar mit dem Asia Talent Cup ein ähnliches Projekt am Start, aber der Erfolg ist da bisher ausgeblieben bzw. es hat noch niemand aus dem Asia Talent Cup bis in die MotoGP geschafft. Aus den USA gibt es überhaupt keinen Weg mehr in die MotoGP und aus dem Rest von Europa eben auch nicht mehr.

    Das wäre die nächste Bombe wenn es stimmt: Maverick Viñales soll Aprilia mitgeteilt haben, dass er 2025 nicht mehr bei Aprilia fährt! Der gut informierte Ricard Jove soll das im Youtube Channel von Jorge Lorenzo gesagt haben.


    Angeblich hat er von Honda ein finanziell hoch dotiertes Angebot vorliegen :O Aber Die Diva Viñales und Honda? Das kann doch nicht funktionieren =O

    Außerdem sollen Pramac (Ducati?) und GasGas ebenfalls Interesse haben.


    Ich bin gespannt… Aus Viñales Sicht macht das nicht wirklich Sinn, jetzt wo er sogar Rennen mit Aprilia gewinnt… Oder hat er Angst vor Jorge Martin? :bg:

    Ich sehe da den gleichen Sinn wie bei Quartararo. Und ja, es macht sehr wohl einen Unterschied, ob ich 4 Mio. im Jahr verdiene oder 10 Mio. Spannende Entscheidung, Geld und angeblich eisiges Betriebsklima oder angenehmes Arbeitsumfeld und sportlichen Erfolg.

    Zum Thema Entwicklung: Klar fehlt uns als Außenstehenden der letzte Einblick. Nur ich glaube nicht, dass die Fahrer großen Einfluss auf die Entwicklung der Bikes haben. Das war vielleicht noch in den 1980er- oder 1990er-Jahren so, als die Teams bessere Bastelbuden waren. Das hat sich inzwischen dramatisch geändert. Wenn man sich die Bikes anschaut, dann wird die Zeit gerade mit der Aero geholt. Die Optimierung erfolgt da am Computer und im Windkanal. Dazu kommen noch alle möglichen Sensoren und Data-Recording für alles uns nichts. Welches hochwertigere Feedback soll der Fahrer da überhaupt geben können? Außerdem muss man sich mal den Kalender anschauen. Die Trainingszeiten an den Rennwochenenden sind so knapp, dass nicht wirklich Zeit zum Ausprobieren und Entwickeln ist und bei über 20 Rennen, bleibt auch kaum Zeit unter der Saison groß zu testen.


    Bei dem Motorsport Total Artikel bin ich mir einerseits sicher, dass er den Kern trifft aber andererseits glaube ich, dass er am Problem vorbei geht. Ja, Honda scheint noch immer nicht zu verstehen, wo die Reise gerade hingeht und nur um sich selbst zu kreisen. Das ist der Eindruck, den ich als Fan auch habe. Aber dann wird im Artikel der Motor der Honda als Hauptproblem genannt. Offen gesagt glaube ich nicht, dass der Motor der Honda das Problem ist. In meinen Augen ist das Problem von Honda die Aero. Im Winter habe ich geschrieben, dass die Yamaha immer noch aussieht wie die Bikes des letzten Jahrzehnts. Yamaha hat das Problem erkannt und arbeitet daran. Inzwischen sieht die Yamaha aus wie eine halbe Aprilia und siehe da, die Performance wird langsam besser. Die Honda sieht dagegen immer noch aus, als hätte man das Bike von 2017 genommen und vorne ein "Ducati-U" und hinten einen Baumarktspoiler hingeschraubt. Meine Vermutung ist, dass die Aero der Honda nicht funktioniert, bzw. dass sich die Aerodynamik beim Bremsen und Einlenken schnell und für den Fahrer nicht beherrschbar verändert und zudem am Kurvenausgang zu wenig Abtrieb erzeugt wird. Dafür spricht in meinen Augen auch, dass die Hondafahrer so oft stürzen. Will sagen, ich denke, dass Honda verstehen muss, was aerodynamisch rund ums Bike passiert und in welchen Situtationen die Aero nicht funktioniert. Das scheint mir zielführender als weiter an Motor und Rahmen herumzuoptimieren.

    Ich gebe zu, dass ich gedacht habe, dass Marquez zu KTM geht, wegen seinen persönlichen Sponsoren. Aber irgendjemand hat es schon geschrieben, MM93 ist auf dem Weg zur Legende. Er ist schon jetzt auf Augenhöhe mit Doohan, Rainey und Schwantz und kann ein zweiter Rossi werden und wäre sogar noch jung genug um die Rekorde von Agostini zu knacken. Das hat mehr Marketingwert als Bagnaia, Martin und Bastianini zusammen. Honda hat Doohan, Yamaha hat Rossi und Suzuki hat Schwantz, aber Ducati hat noch niemand. Jetzt gibt es die Chance den Namen Marquez mit Ducati zu verbinden. Selbst wenn ihn Bagnaia die nächsten 5 Saisonen bügelt, lohnt sich MM93 auf Ducati für Ducati und wenn er noch einen oder zwei WM-Titel für Ducati holt (was in meinen Augen gut möglich ist) hat Ducati sowieso gewonnen. Ich vermute, dass man Marquez und/oder den Sponsoren weit entgegengekommen ist. Außerdem wer sagt, dass nicht nächstes Jahr ein Repsol-Logo auf der Ducati ist?


    In meinen Augen war auch klar, dass Ducati zwei Fahrer verlieren wird. Am ehesten hätte ich mir noch vorstellen können, dass Bastianini ein Kundenteam akzeptiert. Da aber bei Aprilia ein Platz und bei Pierer vermutlich sogar zwei Plätze frei sind, war auch klar, dass Bastianini ebenfalls entweder im Werksteam oder weg ist. Ich denke, dass es sowohl bei Aprilia als auch bei Pierer mehr Kohle als auf einer Kunden-Ducati geben wird und sowohl bei Pierer als auch bei Aprilia lebt die Chance Weltmeister zu werden. Auf einer Kunden-Ducati eher nicht.


    Bezüglich sympathisch, Marquez ist der erfolgreichste Fahrer des letzten Jahrzehnts, ist jung genug um noch zwei oder drei WM-Titel zu gewinnen und hat den höchsten Marketingwert aller aktiven Fahrer. Ich denke nicht, dass ihn seine Ansage unsympathisch macht. Er hat nur ausgedrückt, was Sache ist, oder anders, bei der Ausgangslage und den vielen freien Plätzen in den Werksteams wäre er ja wohl komplett dämlich, wenn er bei Gresini bleiben oder zu Pramac gehen würde.

    War die gleiche Situation wie bei Marc und Pecco in Portimao.

    Aber es gab ja mal die Regel das man bei einer Berührung eine + 1 Platz Strafe und bei einer Berührung mit Crash des Gegners eine LLP bekommt.


    Wurde bei beiden wieder nicht angewend

    Zumindest Martin gegen Bastianini war für mich ein klassischer Rennunfall, ähnlich wie Bagnaia gegen Marquez in Portimao. Wenn man anfängt das zu bestrafen, wird es schwierig. Aber was Valentino_Rossi_46 schreibt stimmt, es hat mal die Regel gegeben, dass Berührung mit Crash automatisch eine LLP bedeutet. Ist aber glaube ich nie wirklich konsequent umgesetzt worden. Genau da sind wir wieder beim Thema. Der Job der Stewards ist undankbar ohne Ende und sich unbeliebt zu machen, ist Teil der Stellenbeschreibung, nur ich verstehe ihre Entscheidungen immer noch nicht. Da braucht mir auch keiner was von zusätzlichen Kameraperspektiven und Daten zu erzählen. Sie finden schlicht keinen Maßstab und entscheiden mal so und mal so. Wenn man überlegt für was Bastianini letzte Woche eine LLP bekommen hat, hätte heute Oliveira auch eine Strafe bekommen müssen. Wenn man die Regel Berührung mit Crash = LLP nicht wieder abgeschafft hat, müsste es sowieso Strafen hageln.

    Ich behaupte mal, von den Top 4 in der WM werden nächstes Jahr nur noch zwei bei Ducati fahren, Bagnaia und wer auch immer. Die andern beiden werden weg sein. Einer bei Aprilia und einer bei Pierer.

    Ist mir schon klar, dass die Idee hinter dem Posting ist 93. Ducati Sieg für die 93. Nur MM93 mag Mugello nicht besonders und ich glaube, er hat in der MotoGP auch erst einmal in Mugello gewonnen. Ein Sieg von Marquez ist da nicht wahrscheinlich. Bleibt Pierer und Acosta. MM93 kann dann den 93. Ducatisieg in Assen klar machen.

    Meine Zusammenfassung vom letzten WoE, passt fast wortgleich auch für dieses WoE.

    Wer will Martin in dieser Form den Titel nehmen? Am ehesten Bagnaia, aber der macht in Summe erstaunlich viele Fehler. Marquez? Daran glaube ich nicht mehr.

    Wenn Aprilia nicht einmal in Jerez gewinnen kann... und Pierer hat nur Acosta


    In meinen Augen bisher eine Saison voller Verlierer und ganz wenigen Gewinnern.


    Macht aber nichts, die Rennen waren kurzweilig und darauf kommt es an.

    zxcd: Stimmt, Marquez wird nächstes Jahr 32. Rossi war 34 als er zu Yamaha zurückgekommen ist und wurde anschließend noch 3x Vizeweltmeister und 1x WM Dritter. Will sagen, die beiden Saisonen 25 und 26 hat Marquez auf jeden Fall noch und danach beginnt sowieso eine neue Ära. Dann hast du natürlich recht, eigentlich müsste Ducati Martin und Marquez ins Werksteam holen und versuchen Bagnaia und Bastianini in anderen Ducati-Teams unterzubringen, nur das wäre schon ein krasser Move. Marquez wegen dem Marketingwert und Martin wegen der sportlichen Leistung. Außerdem, wie Valentino_Rossi_46 geschrieben hat, Marquez fährt im vermutlich organisatorisch schlechtesten Kundenteam auf dem Vorjahresbike um Podestplätze und ist auf WM-Rang 3. So schlecht ist das sportlich nicht. Und ja, Marketingwert ist mindestens so wichtig wie sportlicher Erfolg. Warum sonst hätte sich Yamaha die letzte Rossi-Saisonen antun sollen?

    Außerdem gibt es etwas, das gegen Martin spricht und das ist seine Persönlichkeit. Im besten Fall wird er als Charakterkopf in Erinnerung bleiben, im schlechtesten als unsympatischer Proll. Ein leicht zu vermarktender Sympathieträger wird er aber bestimmt nicht mehr. Da sind glattgebügelte Typen wie Bagnaia oder Basianini deutlich leichter zu verkaufen.


    Womit ich Valentino_Rossi_46 recht geben muss ist, dass es wohl unmöglich ist alle vier, sprich Bagnaia, Bastianini, Martin und Marquez zu halten und damit ist es halt möglich (wahrscheinlich), dass Ducati die Situation nicht auflösen kann, sprich zwei der Vier verliert.

    Es bleibt auf jeden Fall spannend. Ich denke, dass Ducati kaum etwas anderes übrig bleiben wird, als Marquez 2025 ins Werksteam zu holen. Marquez hat die 2010er Jahre geprägt und könnte ein zweiter Rossi werden. Fürs Marketing ist er wertvoller als Bagnaia, Bastianini und Martin zusammen. Dass er zu Pramac geht, kann ich mir wie ABF nicht vorstellen.

    Außerdem gibt es immer noch Pierer. Marquez und Acosta bei Pierer wäre für Ducati eine Art Worst Case. Der erfolgreichste Fahrer der 2010er und der Fahrer dem vermutlich die Zukunft gehören wird in einem Team. Sollte dann auch noch Martin zu Aprilia gehen, hätte Ducati im Fahrerpoker komplett verloren.

    Trotzdem liegt der Ball bei Ducati. Wenn klar ist wer 2025 im Ducati-Werksteam fährt und die Entscheidung soll ja angeblich in Mugello verkündet werden, werden die anderen Entscheidungen schnell fallen.

    Verlierer der Saison bislang ganz klar für mich Rins, Morbidelli und Augusto Fernandez.


    1) Bei Rins hätte ich gedacht, dass ihm die Adaption zur Yamaha viel einfacher fällt und er mit Fabio auf Augenhöhe oder nahe dran sein wird. Das ist bislang ja überhaupt nicht der Fall.


    2) Morbidelli hätte ich nach den 2 letzten verlorenen Jahren bei Yamaha ebenfalls einen Neuanfang zugetraut, zumal man letzte Saison nie genau wusste, wie viel Schuld er und wie viel die Yamaha an den Ergebnissen. Wenn man sich nun aber anschaut, was Jorge Martin aus dem Bike rausholt und wo Morbidelli landet, dann sind das Welten. Klar, er hatte Pech mit der Verletzung zu Saisonbeginn, aber alles in allem ist das doch sehr enttäuschend.


    3) Bei Augusto Fernandez ist es ähnlich wie bei Morbidelli: Wenn man sieht, was der Teamkollege (dazu auch noch Rookie) aus der Kiste holt, dann ist sein Platz zum Saisonende wohl sehr sicher vakant.

    Die drei und auch die genannten Gründe unterschreibe ich sofort. Besonders von Morbidelli hätte ich mir mehr erhofft. Ich finde ihn ultrasympatisch, aber bisher ist sportlich nicht viel gekommen. Wenigstens war das WoE OK.


    Wer mir aber fehlt ist Bezzecchi. Bisher war das eine Katastrophensaison für ihn. Ich bin fest davon ausgegangen, dass er deutlich schneller ist als Digia, nur da ist bisher nichts.


    Und auch wenn ich nicht viel von ihm erwartet habe, gehört Marini wohl doch auf die Verliererliste. Schlechtester Hondapilot und als einziger Stammfahrer noch keinen WM-Punkt ist nichts auf das man stolz sein kann. Ich hätte erwartet, dass er zumindest so gut wie Nakagami ist.


    Millier zeigt zwar das, was ich erwartet habe, aber Verlierer ist er trotzdem. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er bei den verfügbaren Fahrern 2025 noch bei KTM ist.


    Bei Binder weiß ich nicht recht. Ja, die Ergebnisse sind solide, aber Pedrosa ist bei den Wildcard-Einsätzen kaum langsamer und Acosta ist mit dem Bock deutlich schneller unterwegs. Vor der Saison habe ich ihn als Spitzenfahrer und erweiterten WM-Favoriten gesehen. Jetzt muss ich aber sagen, wenn Pierer Weltmeister wird, dann nicht mit Binder.


    Mir sehe ich nicht auf der Verliererliste. Er ist bester Honda-Fahrer und wenn man sich anschaut wie oft er stürzt, gibt die Kiste eben nicht mehr her.

    Geht mir genau so. Wenn man bedenkt, dass seine MotoGP-Karriere bis Katar eigentlich vorbei war und einzig durch den Umstand verlängert wurde, dass Marini sich für den Wechsel entschieden hat, ist das schon sehr überraschend. Wie Marini heute über den Wechsel denkt, will man sich gar nicht vorstellen....

    Wäre tatsächlich interessant. Allerdings ist Marini jetzt in einem Werksteam, wird ordentlich Gage bekommen und kann direkt an einem neuen Bike mitentwickeln. Wenn ein Bike rauskommt, mit dem man 2025 irgendwo zwischen WM Rang 5 und 10 landet, hat er vieles richtig gemacht. Das ist eine andere Herausforderung, aber ich glaube nicht, dass er auf einer Ducati deutlich besser als Digia wäre. Sogesehen könnte es für ihn schon passen.

    hAnD90 Stimmt schon, aber er hat sich selbst damit möglicherweise selbst um ein besseres Ergebnis gebracht. Meine Theorie war ja nicht, dass er auf einen Unfall der beiden ersten hätte warten sollen, sondern das zu dem Zeitpunkt des Manövers alle 3 sehr dicht beinander waren und auch Marquez noch Chance auf den Sieg gehabt hätte. Die Chance auf die Situation von Oliveira 2020 (?) in Spielberg wäre sehr hoch gewesen, wenn alle 3 dicht beinander in die letzten Kurven einbiegen. So hat er einen Platz gut gemacht (wie gesagt: aus der Perspektive alles legitim), aber er hat sich eben auch jede Chance auf P1 genommen.

    Ich verstehe deinen Punkt und wir werden es nie wissen. In meinen Augen hat MM93 das Maximale für sich herausgeholt. Dass Bagnaia noch einen Angriff auf Martin gestartet hätte, möglich und sogar wahrscheinlich, aber dass sie sich dabei beide so behindern, dass Marquez vorbeischlüpfen kann, da ist doch einiges an Wunschdenken dabei. Außerdem glaube ich, dass es nach Jerez für Marquez psychologisch wichtig war, dass er Bagnaia besiegt hat. Wie gesagt, für mich alles richtig gemacht und ob du recht hast und es doch noch besser gegangen wäre, werden wir nie erfahren.

    Wieder ein Sonntag voller guter Unterhaltung.

    Die Moto3 wird wohl ein Zweikampf zwischen Holgado und Alonso werden.

    Die Moto2 ist eine Wundertüte. Garcia und Roberts hätte ich nie soweit vorne gesehen, dafür läuft es bei Aldeguer noch nicht rund. Vor der Saison dachte ich, dass Aldeguer alles in Grund und Boden fahren wird. Da muss noch was kommen.

    Und dann MotoGP!

    Ein riesen Wochenende für Martin. Wer will ihn in dieser Form stoppen?

    Dann MM93. Unglaubliches Überholmanöver gegen Bagnaia und zwei Mal vor Bagnaia im Ziel. Das ist psychologisch wichtig. Nur glaube ich inzwischen nicht mehr an den WM-Titel für Marc.

    Bagnaia, WM Rang 2 und trotzdem gefühlt einer der Verlierer des WoE

    Bastianini unauffällig, macht alles richtig und ich kann mir vorstellen, dass er noch ein Wörtlein mitreden wird, wenn es um den WM-Titel geht und trotzdem wird er wahrscheinlich am Ende aus dem Ducati-Werksteam fliegen. Die Welt kann bitter sein.

    Einen Gewinner gibt es doch noch, Digia. Er hat geliefert was er kann und ist inzwischen klar vor Bezzecchi. Hätte ich nicht erwartet.

    Acosta: Dass so ein Fehler mal kommt war klar. Für mich kein Beinbruch.

    Quartararo: Für mich der tragische Held. Hat gezeigt, dass er sein Geld wert ist und dass er in einer anderen Liga als der Rest der Japaner fährt. Nur wie MM93 kann auch er das Bike nicht andauernd überfahren. Das geht eine Runde, aber nicht die ganze Renndistanz.

    Ansonsten für mich nur Verlierer. Beste Pierer auf Rang 8, Aprilia doch noch nicht ganz auf Augenhöhe mit Ducati und die Japaner ein Trauerspiel. Zarco im Herbst seiner Karriere auf Platz 12 bester Fahrer auf einem japanischen Bike, das sagt wirklich alles.

    Das die Superbikes, wenn sie die gleichen Bremsen und Reifen bekommen, ähnlich schnell sind ist kein Geheimnis. Sie sind aber immer noch schwerer und haben auch weniger Leistung. Und die Moto2 hat einheitliche Motoren.

    Genau das ist aber das Problem der MotoGP. Königsklasse ist nur Königsklasse, wenn sie klar schneller ist als die anderen Rennserien und außerdem offensichtliche Unterschiede erkennbar sind. Im Automobilrennsport hat man sogar die Gruppe C beerdigt, als sie ähnlich schnell wurde wie die Formel 1. Dabei hätte die Gruppe C meiner Meinung nach sogar mehr Vermarktungspotenzial gehabt als die Formel 1. Das ist aber eine andere Geschichte.


    Bei den Motorräder muss man schon echt Interesse haben, um den Unterschied zwischen Superbikes und MotoGP erklären zu können. M. M. sind die Hauptunterschiede Bremsen, Reifen, die Ride Hight Devices und die Verkleidungen, sprich die Aero. Dass Motor und Rahmen eines Superbikes zumindest grundsätzlich auf meinem Serienteil aufbauen müssen ist da in meinen Augen schon zu vernachlässigen und der Gewichtsunterschied ist minimal. Ich bin mir sicher, 2027 wird es heißen die MotoGP sind Superbikes mit besseren Bremsen aber weniger Hubraum. Mit Carbon-Bremsen wären die Superbikes schneller, bla.... Die Diskussion wer ist wirklich Königsklasse wird garantiert wieder kommen. Ich vermute, dass man die Superbikes einbremsen wird. Wie auch immer das dann konkret aussieht.


    Das Abgrenzungsthema zur Moto2 sehe ich auch nicht. Selbst mit 850 ccm dürften zwischen beiden Klassen 100 PS liegen. Optisch sind 85 ccm Unterschied aber tatsächlich nicht viel und zählen tut halt der Blick des Gelegenheitszusehers.

    Im Grunde hat sich vieles abgezeichnet, nur ganz verstehe ich die Idee hinter den neuen Regeln nicht.

    Uneingeschränkt gut finde ich nur, dass man alle Ride Height Devices verbietet.

    Beim Rest habe ich meine Zweifel, aber ich bin weder Ingenieur noch Marketingexperte.


    Hubraumreduktion auf 850 ccm

    OK, die Leistung muss runter und das war wohl der kleinste gemeinsame Nenner. Mit den 75 mm erlaubten Bohrung verändert sich der Hub kaum und die Motoren werden langhubiger. Damit will man vermutlich verhindern, dass die Drehzahlen steigen, was bedeutet, dass die Leistung tatsächlich zurückgehen müsste. Nur warum dann 20 Liter Sprit? 15% weniger Hubraum aber nur 10% weniger Sprit hört sich für mich so an, als hätte man ab 2027 relativ gesehen mehr Treibstoff als derzeit. Das wird in Summe keine 15% Leistung kosten. Mutig finde ich die Aussage auf MotoGP.com, dass die Hubraumverkleinerung die Bikes straßentauglicher machen soll. Die Aussage ist für mich völlig sinnbefreit.

    Fazit: Wenn es die Hersteller wollen OK, nur viel Leistung wird das nicht kosten. Bei 1000 ccm bleiben und den Tankinhalt auf 18 oder sogar nur 16 Liter verkleinern wäre billiger gewesen. Nebenbei stellt sich noch die Frage, wie man die Superbikes einbremsen will. Während der 800-ccm-Zeit ist jedenfalls immer wieder die Frage aufgetaucht, ob die MotoGP tatsächlich die schnellsten Motorräder sind und ob nicht insgeheim die Superbikes die Königsklasse sind. Ich vermute, dass die Diskussion wieder losgehen wird.


    Weniger Motoren und Einschränkungen bei der Übersetzung

    Da fehlt mir der technische Sachverstand, aber ich glaube nicht, dass das echte Gamechanger sind.


    E-Fuel:

    Für mich ein Marketing-Gag.


    Senkung des Mindestgewichts

    OK, 5KG sind nicht viel, aber zusammen mit den kleineren Motoren dürfte dass für höhere Kurvengeschwindigkeiten sorgen. In meinen Augen kontraproduktiv. Soll vermutlich sichern, dass die Superbikes nicht doch plötzlich schneller sind. Hätte ich trotzdem nicht gemacht.


    Reduktion bei der Aero

    Ist dringend nötig, aber in meinen Augen nur sehr halbherzig umgesetzt. Andererseits, wenn man da wirklich konsequent wäre, welchen Unterschied zu den Superbikes würde es dann tatsächlich noch geben? Dennoch in meinen Augen sind die Regeln schlecht für die Rennspannung.


    Dann: Dass BMW tatsächlich in die MotoGP einsteigt, glaube ich erst, wenn eine BMW im Grid steht.

    Und: Ich bleibe dabei, richtig spannend wird es Anfang der 2030er. Dann wird der Wechsel von den Verbrennern zu E-Bikes kommen und die Karten völlig neu gemischt.


    Schließlich: Es ist eh egal was ich denke, die Regeln sind gemacht.