slomo Professional
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Posts by slomo

    Don Carlos


    Ich bin krass beeindruckt! Selbstverständlich ist es völlig Ok, sich auf einen Einzelaspekt zu stürzen und den ganz toll zu finden. Selbstverständlich ist es ebenso Ok, das Gesamte zu sehen und es dann eben nicht so toll zu finden. Wenn du das für Trollerei hältst: Chapeau!


    Was, wenn ich mehr über Münch weiss, als du glaubst? Den Prototypen der Mammut 2000 hat Münch z.B. 1995 selbst konstruiert. Und letztlich passte es ins Bild, dass auch dieses Motorrad kalkulatorisch wie vermarktungsseitig ein Schuss in den Ofen war. (S)Ein roter Faden. Bei allem Respekt: Die Geschichte von Münch ist eine Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen. Obendrein ist der Gute mit so gut wie keinem einzigen seiner Geschäftspartner zurechtgekommen.


    Mit mächtig Zuckerguss und zusammengekniffenen Augen lassen sich natürlich die enormen Probleme ignorieren. Dann bleiben natürlich ein paar hundert Motorräder und ein genialer Tüftler. Geschenkt. Geniale Eigenbrötler, die sonst nix zuwege bringen, gibts wie Sand am Meer.


    Wetter ist eh Bombe, und der Zossen scharrt mit der Hufe.

    Respekt vor Menschen scheint Deine Stärke zu sein


    Womit sollte sich Friesel Münch als Mensch denn so meinen Respekt verdient haben? Kannte ich ihn? Sind er und ich jemals miteinander umgegangen? Und wer von euch hat denn ach so viele Jahre Münch begleitet, um sich ein wirkliches Bild von ihm zu machen?


    Ihr wollt euch doch nur einen Mythos bestätigen, der bei einer Überprüfung ebenso wackeln würde wie 300 vs die historische Schlacht bei den Thermophylen.


    Als Leistung stehen da ein paar aussergewöhnliche Motorräder, die nicht marktfähig waren. Toll! Aussergewöhnlich Dinge zu bauen, die sich schlecht verkaufen. Hat man so noch nie gesehen! Wahnsinn. Da ist es nur konsequent, dass die Mammut 2000 ebenfalls aus kalkulatorischen Gründen kolossal gescheitert ist.


    hanjiro
    NIEMALS! Im web2.0 wird ge-R.I.P.-t, was die Tastatur hergibt. Einfacher geht die eigene Imagepflege nicht. Vorgebliche Betroffenheit schlägt echtes Engagement und Aktivität. Perfekt! ;)

    So neu isses ja nicht: Polizei blitzt an Unfallschwerpunkten und gefährlichen Stellen, Ordnungsamt und private dort, wo es sich lohnt. Punktehandel, Messverfahren juristisch anzweifeln, Kassen der Städte, Kommunen und Länder auffüllen, etc.. Und nu?


    Die fünf mal, die ich in meinen 25 Jahren Führerschein geblitzt wurde, hat es jedes Mal zurecht geblitzt: Ich war zu schnell. Dreimal davon auf dem Motorrad und nicht von hinten, also nur zweimal bezahlt. So lange man sich dabei im punktefreien Bereich bewegt, ist es in Deutschland ohnehin ein billiges Vergnügen.


    Vor wenigen Wochen ist übrigens ein zehnjähriges Mädchen vor den Augen Ihrer Zwillingsschwester von einem 7,5 Tonner in den Tod gerissen worden. Das Mädchen war uns und unseren Kindern bekannt. Der Unfall geschah 100 Meter von unserer Haustür entfernt an einer Ampel. Der LKW-Fahrer ist mit überhöhter Geschwindigkeit in den Ort gefahren ohne seine Fahrt danach nennenswert zu verlangsamen und hat über 50 Meter vor der Ampel die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Er hat dabei den Ampelmast abgerissen und das dort wartende Mädchen ebenfalls. Ich kam wenige Minuten nach dem Unfall dort mit meinen Kindern vorbei.


    Die Straße ist eigentlich kein Unfallschwerpunkt, sieht man von den relativ häufigen Blechschäden an der Ampel ab. Sehr wohl ist uns Anwohnern bekannt, dass sowohl ortsaus- und einwärts hohe Geschwindigkeiten gefahren werden. Haben wir auch schon mal der Polizei gemeldet, die leider kein Interesse mit Verweis auf die Unfallhäufigkeit gezeigt hat. Die Straße ist werktags stark befahren. Lohnenswert für die Stadt.


    So, Homer. Was meinst du? Lieber kommunale Abhocke und Mädchen am Leben? Oder doch lieber Mädchen tot und Geschwindigkeitsmessungen dort, wo die Unfallhäufigkeit hoch genug ist?

    Bei einer so selektiven Betrachtung und Heroisierung denke ich nur Autobahn. Aber meinetwegen: Waren mal verdammt gute Motorräder mit heute exorbitantem Sammlerwert und so gut wie überhaupt nicht käuflich zu erwerben. Ich bin ganz aus dem Häuschen.

    Was es nicht so viel besser macht. Pleiten durch Selbstbereicherung dürften im Bereich der KMU ohnehin die absolute Ausnahme sein.


    Und WARUM es schief ging, war in Münchs Fall eine ganz einfache Geschichte: Missachtung einfachster kaufmännischer Grundsätze und Desinteresse an kaufmännischem.

    @ Zottel
    Bobbys Beiträge sind nun wirklich nicht so arg. Und Meises Fortschrittsaversion lädt nun ausgerechnet in Bezug auf Münch zu ein paar Frotzeleien ein. Erstes Sereinmotorrad mit Einspritzung, erstes Big-Bike, ... und total geschäftsUNfähig.


    Ich find alte Männer wie Uli Wegener, die versessen ihren Weg gehen auch ganz toll. Wirklich faszinierend wird es allerdings für mich erst, wenn sie im Guten erfolgreich waren/sind. Womit wir fast bei Nelson Mandela wären.


    Wer schon mal eine Firmenpleite mitgemacht hat, dürfte vielleicht nachempfinden, was Münchs geschäftliche Unfähigkeit für seine Mitarbeiter und deren Familien bedeutet hat. Und es sagt IMHO ebenfalls etwas über sein Verantwortungsbewusstsein aus. Da habe ich schon mehr Respekt seiner Ehefrau gegenüber, die die Sperenzchen ihres Mannes so treu mitgemacht hat. Nur mal so...

    Ich habe ehrlich gesagt kaum etwas für moderne Technik im Retrogewand übrig. Eine Guzzi California 1400 oder eine Honda cb 1300 s zählen zu den wenigen nicht sentimentalen Umsetzungen, die mir gefallen. Aber vermeintlich unsportliche Antriebe in einem modernen, zukunftsgerichteten und sportlichen Umfeld, wie es früher auch bei Buell oder der Yamaha MT 01 der Fall war, haben mich schon immer angemacht.


    Wenn vom Concept Roadster 80% in einer hoffentlich kommenden Serie übrig bleibt und die Möhre im Gegensatz zur 9T auch noch ein ordentliches Fahrwerk bekommt, kauf ich mir diese erste echte Boxer-Schwanzverlängerung in ein paar Jahren. Scheissegal, ob andere Nackte mit teils deutlich über 150 PS aufwarten oder nicht. Dann muss meine bessere Hälfte doch den Führerschein machen... :grin:

    Es ist schon eigenartig: Menschen, die WIRKLICH etwas geleistet haben, die WIRKLICH besonders waren von ihrem Charakter und Können, scheint "hier" niemand zu kennen bzw. gekannt zu haben...


    Hat der nicht damals total fortschrittlichen zukunftsweisenden Motorradbau betrieben...? ;)

    Dir ist nicht zu helfen :grin:


    Mal angenommen, meine bessere Hälfte - was selbstredend absolut rein theoretischer Natur und eine völlige Schnapsidee ist! Wer fährt denn schon mehr als 4.000 km im Jahr? - käme mit auf eine mehrwöchige Tour durch Schweden und Norwegen... Wie soll denn da noch ein Fön mit? Und wo kann man den anschliessen? ;)

    Ich kann mir nicht helfen, aber das Ding will mir einfach nicht gefallen. Vielleicht ist es nur die güldene Gabel, die mich stört... Aber als die die R nine T beim Höker gesehen habe, hat sich bei mir nicht ein Funke der Begeisterung gerührt. Da macht mich die aktuelle GS schon mehr an. Und wenn ich an meine Einsatzzwecke denke, war das Motorrad schon bei den ersten Bildern aus dem Rennen.


    Und Boxer-Sound ist Boxer-Sound, egal ob leise oder laut.

    So nicht ganz korrekt. Lichttechnische Einrichtungen - so im Beamtendeutsch - sind durchaus auch bei Bekleidung reglementiert.


    Ja? Wo denn?


    ich meine, zu meiner Zeit (Ende der 70er) lernte man, dass mit mind. 20 km/h Differenz überholt und dann zügig ganz nach rechts durchgewechselt werden muss ... [...] Und wenn mit 20 km/h Differenz überholt wird, dann regt sich nach meiner Erfahrung auch kaum jemand auf


    Den Eindruck habe ich ganz und gar nicht! Wenn ich auf der Autobahn einen LKW, Reisebuss, Wohnwagengespann u.ä. mit Navi 130km/h überhole, ist jedes zweite Überholmanöver von drängelnden Nervbüdeln begleitet. Und denen ist es auch nicht bewusst, was es mit den 130 Richtgeschwindigkeit eigentlich auf sich hat...

    Ich sehe oft Fahrradfahrer, die mit blinkendem Licht unterwegs sind. Ist das zulässig?


    Es gibt - noch ;) - keine Vorschrift zur Beleuchtung von Klamotten. Die gibt es nur bei Fahrzeugen. Sofern man sich einfach an die üblichen Konventionen ( rot hinten, weiss vorne) hält, sollte das keine Probleme machen. Hilft halt nur im Dunklen. Gibts ja auch schon:

    Hier geht es aber um den Vergleich zwischen einem beleuchteten Fahrzeug und einem beleuchteten Fahrzeug, dessen Fahrer zusätzlich noch eine Warnweste trägt.


    Das wäre völlig überflüssig. Dazu habe ich schon zu oft Motorradfahrer mit und ohne Signalfarben aus dunklen Waldstücken kommen sehen. Wer hierzu ernsthaft einen wissenschaftlichen Vergleich fordert, braucht auch eine verifizierte Messreihe zur These "Nachts ist es kälter als am Tag", um sich Abends wärmer anzuziehen.

    Zumal man dann ja nicht gleich mit einer Warnweste oder Neongelben Jacke rumgurken muss.


    Da gibt es ja auch noch andere alternativen [Reflektorgurt]


    Neonfarben haben allerdings nicht den primären Zweck (Scheinwerfer-) Licht zu reflketieren, sondern eben UV-Licht in sichtbares Licht umzuwandeln und dadurch heller zu erscheinen. Das funktioniert bereits tagsüber. Reflektoren funktionieren vor allem im Dunkeln. ;)


    Ob jemand, der ein beleutetes Moppes nicht erkennt, eine Warnweste eher sieht, müsste man wohl mal untersuchen.


    Da gibt es nicht so wahnsinnig viel zu untersuchen. Im Vergleich zu normaler Kleidung verfünffacht eine Warnweste die Sichtbarkeit des entsprechend bekleideten Körperteils. Wer seine Sichtbarkeit also erhöhen möchte, kann es auf diesem Weg tun.


    Letztendlich ändert es aber nichts an der Tatsache das man etwas "besondere" eher wahrnimmt als etwas was an jeder Ecke zu sehen ist.


    Ich glaube nicht an den gern vorgebrachten Gewöhnungseffekt. Dazu gibt es schlicht und ergreifend viel zu wenige Neonfarbenträger. Selbst wenn alle Schüler und Motorradfahrer diese Farben tragen würden: Sie halten sich nur selten bei den selben Verkehrswegen auf. Oder wie häufig verabredet ihr euch zum geil rumheizen vor dem Schulzentrum Harsewinkel?


    Das die "Nicht-Warnwestenträger " sich zum Teil über diejenigen lustig machen,die Warnwesten tragen, stimmt.


    Das finde ich recht unproblematisch. Problematischer finde ich, dass "Nicht-Warnwestenträger" sich gerne durch Warnwestenträger provoziert fühlen, und denen oft mal zeigen wollen, wie man supergut Motorrad fährt. Funktioniert oft auf Geraden, gefährdet jedoch schnell mal die Gesundheit am Ende der Geraden. Schon oft erlebt!


    Ich fahre nun schon seit vier Jahren mit Warnweste und habe keine Zweifel daran, dass sie die Erkennbarkeit von Motorradfahrern verbessert. Das löst zwar nicht alle Risiken des Motorradfahrens in Luft auf, trägt aber schon mal einen weiteren kleinen Teil dazu bei. Insofern ist es mir völlig wurscht, ob eine Pflicht kommt, oder nicht: Es gibt weitaus Wichtigeres!


    Nur als Tipp für MC-Schisser-Hangarounds: Kauft günstige Westen und keine Motorradjacken mit Neonfarben. Dann ist es leichter und billiger mit dem Austausch, wenn die Weste einfach nicht mehr sauber werden will.

    Ich finde auch, dass man Privatkredite nicht pauschal negativ bewerten sollte. Vernünftig kalkuliert (Ein Haushaltsbuch hilft dabei enorm!) und die Risiken bewusst vor Augen geführt und mögliche Lösungen andenken, dann funktioniert das schon ganz gut. Das muss einem nicht wie ein Mühlstein um den Hals hängen, wenn der Abstand zur Schmerzgrenze respektvoll gewählt wird. ;)

    Naja, Fahrraddiebstahl ist schon was anderes...


    Klar, das ist aber nicht der Punkt! Möchtest du eine eine Straftat bei der Polizei anzeigen, ist diese auch verpflichtet, die Anzeige aufzunehmen. Selbst wenn du nur einen Kugel Kaugummi bei Karstadt klaust.