LittleHonda Master
  • Member since Jan 28th 2009

Posts by LittleHonda

    Danke Dir.


    Den Tank anzugucken, ist wichtig, daran hatte ich nicht gedacht. Die Checkliste les' ich vorher nochmals genau, das kann nicht schaden.


    Gut, dann nehme ich das Motorradstarthilfekabel mit und einen Kanister Benzin, schaue vorher in den Tank, ob's da arg blättert bzw. noch altes Benzin drin ist. Meine Bedenken wären, daß sich alter Dreck dabei in die Vergaser zieht, was unangenehm wäre. Andererseits sauber gemacht werden, muß er sowieso.


    Die Familie hat keine Preisvorstellung, da keiner von ihnen Motorrad fährt. Ich hab' mich an der Veröffentlichung von der Gebrauchtberatung aus der Zeitschrift Motorrad von 2013 orientiert und die, von mir geschätzten, Kosten für Neuteile abgezogen.

    Es geht um eine


    Honda CB 750, RC 42

    Bj. 2000, 73 PS,
    HU 12/2014, stand seither in der Garage

    Laufleistung schätze ich auf 50 bis 60 tkm


    Grundsätzlich ist die CB 750 ein Langläufer, ein zuverlässiges Motorrad, einfach und solide, hat einen wartungsarmen hydraulischen Ventilspielausgleich. Gelesen habe ich, daß es Probleme mit dem Steuerkettenspanner der Lichtmaschine geben kann, der fürchertlich rasselt und ziemlich aufwendig auszutauschen ist.


    Ich kenne den Vorbesitzer, der mittlerweile leider verstorben ist, weiß auch, daß seine Fahrzeuge regelmäßig in einer Werkstatt gewartet und repariert wurden. Die Sevenfifty war sein Zweitmotorrad, ich konnte es vor zehn Jahren ca. 50 km fahren, damals lief sie seidenweich, ich kam mit den Füßen prima runter und vom Motorradtyp her, liegt es mir.


    Die Familie hat mich angesprochen, ob ich Interesse an der Honda habe und mir zwei Bilder zugemailt. Anschauen kann ich das Motorrad und dessen Unterlagen Mitte/Ende Januar. Eine Preisvorstellung wurde nicht genannt, inseriert wurde das Motorrad nicht.


             



    Ausgehend von einer fahrtüchtigen Honda mit TüV, schätze ich den Preis für das Modell auf ca. € 2.000 bis € 2.200. - Nach so langer Standzeit muß viel erneuert werden (Reifen, Öl, Filter, Batterie, Bremsflüssigkeit, Bremsbeläge, Kette, Vergaserreinigung, ggfs. Gabelöl, Ritzel), dann lande ich bei € 500 bis € 700.


    Ich werde die CB besichtigen, bin mir allerdings nicht sicher, ob ich mir eine solche "Baustelle" antun soll.


    - Worauf soll ich beim Anschauen achten?

    - Was kann ich überhaupt testen, wenn ich den Motor nicht anlassen kann? Soll ich das ggfs. probieren?

    - Wie sieht es mit den Ersatzteilen für dieses Modell aus, sind diese noch problemlos zu bekommen?

    - Wie beziffert Ihr die Kosten für die zu ersetzenden Teile?

    - Welcher Preis ist für diesen Zustand akzeptabel?

    - Würdet Ihr mir vom Kauf abraten?


    Wäre prima, wenn Ihr mir bei der Entscheidungsfindung helfen könntet, Danke.

    Meine "alte Dame" behalte ich vorerst mal, denn ich mag sie. ;)


    Mit ihrer hohen Laufleistung und ihren alltersbedingten Macken wird sich dafür vermutlich kein Käufer finden und so lange noch Platz in der Garage ist, bleibt sie einfach da. Das Angebot mit dem kürzeren Federbein behalte ich im Kopf und komme ggfs. auf Dich zu, Danke Dir.

    Der Gedanke an ein anderes Motorrad schwirrt immer noch durch meinen Kopf und ich hab' mich über die Feiertage durch's Netz gewühlt um Informationen zu suchen.


    Trotzdem hab' ich mich mal um meine alte Dame gekümmert und ihr eine kleine Kur (Öl, Bremsflüssigkeit, Zündkerzen, Kabel gecheckt etc.) mit gründlicher Reinigung gegönnt. Sie wurde mittels Durchschieben der Gabel minimal tiefer.


      


    Mal sehen, ob und wie sich das auswirkt. Getestet wird , sobald das Wetter trocken, nicht mehr so windig und die Temperatur einigermaßen paßt.

    Die Ausweichübung hat er mir so gezeigt, dass ich hinten drauf saß und ihm über die Schulter gelinst habe, während er in der Altion erklärte, was er wann macht. Also zB „Kupplung ziehen, ‚n Moment vor der Handbremse steigste auf die Hinterradbremse und ziehst dann die Vorderradbremse...Bremsen lösen, nach links schwenken, jetzt nach rechts Fahrspur wieder einnehmen“. Ich: hä??? Er: „okay, nochmal. Festhalten“:grin:

    Das hat mein Fahrlehrer (Anfang der achtziger Jahre) auch so gemacht. Die ersten vier Fahrstunden habe ich auf einem riesengroßen Parkplatz eines Industriebetriebs verbracht. Der Fahrlehrer fuhr von der Fahrschule aus mit mir hinten drauf dort hin, dann wurde mir alles erklärt, er hat's gezeigt, dann ist er mit mir als Sozius gefahren und dann übte ich. Es gab viel Lob und sachlich Kritik. Dieser Mensch hatte eine Engelsgeduld und konnte sehr bildhaft erklären.


    Die Fahrschule hat schon damals auf eine komplette Schutzausrüstung bestanden, auch bei Klasse 1b, und hatte einen entsprechenden Fundus an Kleidung. Im Straßenverkehr wurde ich sowohl auf dem Motorrad als auch mit dem Auto begleitet. Mal vorne weg oder hinter her, je nachdem, was gerade dran war. Mir hat das Fahren hinter dem Fahrlehrer, der auch auf dem Motorrad fuhr, geholfen das Kurvenfahren zu erlernen. Über Funk (ich konnte nur hören, nicht antworten) sagte er mir anfangs, welchen Gang, wo ich hinschauen und wann, ich was zu tun habe. Später, wenn ich voraus fuhr, kamen freundliche Hinweise oder Korrekturen von hinten.


    In dieser Fahrschule, beim selben Fahrlehrer, habe ich zwei Jahre später Klasse 1 und 3 gemacht. Die ersten zwei Stunden wieder auf dem Parkplatz, erst dann im Straßenverkehr gefahren. Der Fahrlehrer war der Meinung, man müsse erst wissen, wo die Hebel sind und für was sie bewirken, bevor man auf die Straße darf.


    Für die Mädchen und Frauen gab es einen Techniknachmittag, die Teilnahme daran war freiwillig und die Plätze schnell weg. Hier wurden uns so Dinge wie Reifenwechsel, Ölkontrolle und Scheibenwischerwechsel gezeigt und praktisch geübt. Der Fahrlehrer ermunterte uns dazu alles zu fragen, was uns nicht klar war. Jede Frage wurde geduldig beantwortet. Das war in einer reinen Mädchengruppe einfacher als in der gemischten Gruppe.


    Im Vergleich zu meinen Alterskameraden, die in anderen Fahrschulen ihren Führerschein gemacht haben, habe ich für jede Klasse etwa sieben bis zehn Fahrstunden mehr gehabt. Die Fahrstunden kosteten, wenn ich mich recht erinnere, für's Auto DM 25 und für's Motorrad DM 28, waren also um ca. DM 2 bis 3 teurer als in anderen Fahrschulen und sie waren jeden Pfennig wert.


    Das Highlight, nach bestandener Prüfung als ich den Führerschein in den Händen hielt, war, daß ich das Fahrschulmotorrad von der alten Messe ganz alleine bis zu Fahrschulgarage fahren durfte. Das war ein unvergeßliches Feeling.

    Meine Motorräder sind alle alt. Zwar zahle ich dafür wenig Versicherung und wenig Steuer, allerdings ist die Ersatzteilsuche zeitaufwendig bis das passende, gute Gebrauchtteil gefunden ist und die Preise liegen teilweise auf dem Niveau des Neuteils von damals.


    Wenn alte Motorräder nicht regelmäßig nachgeschaut, gewartet und repariert werden, dann sind sie nicht voll einsatzbereit. Ich kann aus meiner Erfahrung nur sagen, Oldtimer zu fahren ist, alles im allem gesehen, nicht wesentlich billiger als ein aktuelles Motorrad (abgesehen vom Kaufpreis) zu fahren.


    Meine Gründe Oldies zu fahren, haben nichts mit Wertsteigerung und wenig mit dem günstigen Unterhalt zu tun. Nein, das ist etwas ganz anderes


    Mit der XS 400, Bj. 1978, mein erstes, eigenes Motorrad, verbinde ich viele schöne Erinnerungen, erste Reisen und selbstständig werden. Viele Winter hat sie mich zuverlässig befördert als ich noch kein Auto hatte und später, wenn das Auto bei kalten Wetter gezickt hat. Sie ist kein besonderes Sammlermodell, eher ein mit Patina alt gewordenes Alltagsfahrzeug.



    Meine CBX hat eine Formgebung, die mir gut gefällt, besonders der Tank. Sie hat eine interessante Motortechnik (selbstregelnde Hydro-Stößel), die damals ihrer Zeit voraus war und einen Kardanantrieb, den ich sehr schätze.


    In 2020 bin ich wenig gefahren, etwas über 7.000 km.


    An einigen trockenen Tagen fuhr ich mit der XS in die Arbeit, die an einem Vormittag auf dem Parkplatz umgeschmissen wurde. War ärgerlich, klärte sich relativ schnell auf und der Schaden war klein (Schalthebel). Eine längere Tour (450 km) hab' ich auch auf ihr absolviert und wieder mal festgestellt, die kleine Madam kann mit den Großen in den kleinen Kürvchen durchaus mithalten, beim Sprint auf gerader Strecke sehen wir leider nur die Auspufftöpfe von hinten. Egal, Spaß macht mir die kleine 400er immer noch. Ich hoffe, sie hält noch lange.


    Mit der Transalp war ich auf Tagestouren unterwegs, überwiegend in Franken und der Oberpfalz, sowie einer längeren Tour nach Österreich. Ich hab's genossen und bis auf ein selbstverschuldetes Malheur keine Probleme mit ihr gehabt. Schön deppert von mir beim Putzen versehentlich den Killschalter zu erwischen und bei der nächsten Ausfahrt wie bekloppt nach dem Fehler suchen, ohne dieses nette Schalterchen auch nur eines Blickes zu würdigen. Die Transalp wird im Laufe der nächsten Saison durch eine andere, etwas moderne Maschine ergänzt. Eigentlich wollte ich sie ersetzen, aber mein Popometer ist da strikt dagegen, denn 33 gemeinsame Jahre sind einfach prägend.


    Die CBX stand bis Ende des Sommers wegen völlig überalterten Reifen und eines Vergaserproblems, was mir ganz schön Kopfzerbrechen machte. Nachdem alles behoben war, fuhr ich eine schöne Tour mit ihr und fragte mich, warum ich sie nicht schon eher wieder fit gemacht hatte. Die CBX ist ein Oldie und darf nur bei schönen Wetter vor die Tür. Da ich mit ihr nicht so locker umgehen kann wie mit der Transalp oder XS, bin ich weniger und vorsichtiger mit ihr unterwegs.


    Die CX hat in dieser Saison nur zwei, drei Testrunden um ihre Garage gemacht. Sie läuft nicht mehr so schön wie sie soll und ich bin dem Problem noch nicht auf die Spur gekommen. Sie springt sofort an, fährt im 1. Gang wunderbar, darüber hinaus zickt sie. Wenn ich es über den Winter nicht selbst lösen kann, schicke ich sie im März zur Kur, neue Reifen sind für sie auch nötig. Die CX ist auch ein Schönwetterkandidat.


    Ich freu' mich auf 2021, die Suche nach einem anderen Motorrad und das Fahren mit meinen Oldies.

    Ich würde Dir empfehlen, Dir Basiskenntnisse der polnischen und russischen Sprache anzueignen. Das kann schon mal die ein oder andere Tür im übertragenen Sinn öffnen.

    Ein gelbes Schild mit "Durchfahrt verboten" hat reinen Aufforderungs-/Hinweischarakter, da es kein offizielles Verkehrszeichen gemäß der StVO ist. Verkehrszeichen sind in der StVO gelistet - hier ein Auszug

    https://www.verkehrszeichen-on…r_in_deutschland_stvo.pdf


    Gelistete Verkehrszeichen werden ausschließlich auf Anordnung der zuständigen Behörde bzw. der Gemeinde angebracht.


    Die Kennzeichnung als Privatgrund mittels Schild macht darauf aufmerksam, daß hier nicht sofort erkennbarer Privatgrund ist und Fremde nicht erwünscht sind. Es ggfs. schafft die Grundlage, daß dort parkende Fahrzeuge abgeschleppt werden können. Andere Schilder, wie z.B. "Betreten der Baustelle verboten" weist auf eine Gefahr oder eine Rechtslage hin, die einem technisch oder juristisch unkundigen Durchschnittsmenschen eine Gefahren- bzw. Folgeneinschätzung ermöglicht bzw. hilft diese zu vermeiden.


    Wenn dieser Fußweg seit 30 Jahren für die Öffentlichkeit zugänglich war, könnte das Gewohnheitsrecht greifen. Oder es besteht ein allgemeines Wegerecht (steht im Grundbuch) für Anrainer oder ähnliches. Der jetzige Eigentümer hat die Möglichkeit, diesen Weg sperren zu lassen (Aufwand, Kosten etc.), dann stünde dort ein offizielles Verkehrsschild mit roten Rand.

    Auf meiner gestrigen Tour durch Altmühltal konnte ich eine Motto Guzzi V 85TT ansehen und probesitzen. Optisch gefällt mir diese Maschine sehr gut, mein Popometer entschied sich anders. Sie ist mir zu hoch und zu schwer, daher habe ich sie nicht gefahren. Schade, denn der Kardanantrieb wäre schon klasse. Ein Freund, der mich bei meiner Motorrad-Anguck-Fahrt begleitete, fuhr sie und war begeistert. Auf dem Soziussitz wollte ich nicht mitfahren, denn ich bin eine grottenschlechte Beifahrerin.


    So ging's weiter zum nächsten Halt. Die Triumph Tiger XCx 800 ist ein sehr modernes Motorrad, etwas zu modern für mich. Was da so alles verbaut ist, da frag' ich mich, ob ich das überhaupt nutzen würde. Tempomat, Farbdisplay und die verschiedenen Fahrtbereiche für Straße, Regen, Sport, Off-Road überfordern mich derzeit. Optisch empfinde ich das Motorrad als so la-la, es reißt mich nicht vom Hocker. Ich finde die Blinker zu klein geraten und der Schnabel erinnert mich sehr an BMW.


    Ihre rund 220 kg, vollgetankt, ließen sich überraschend gut, wenn auch nicht leicht, rangieren. Vermißt habe ich den Hauptständer, den es bei der tiefen Ausführung anscheinend nicht gibt. Die Sitzposition ist gewöhnungsbedürftig, zwar kamen meine Füße bei einer Höhe von 78 cm gut zum Boden, nicht ganz plan, aber auch deutlich mehr als der Fußballen, aber wohl gefühlt habe ich mich nicht. Durch den Form der Sitzbank kann ich nicht weit genug am Tank sitzen, so wie ich es gewohnt bin und mußte daher "lange" Arme machen um zum Lenker zu kommen. Die Spiegel lassen sich gut einstellen, die Sicht nach hinten empfinde ich trotz in der Höhe sehr schmalen Spiegel als prima.


    Die Probefahrt war eine gefühlte Katastrophe. Für 95 PS hatte ich noch kein Gefühl, was dazu führte, daß ich etwas zu zackig losfuhr und das Schalten war mehr als anfängerbescheuert - ich hab' mich geschämt. Der Blinkerschalter ist für meine Hand etwas ungünstig angebracht, ich muß den Daumen weit abspreizen um hin zu kommen. Einmal hab' ich versehentlich den Menüknopf erwischt, was mich leicht verwirrte.


    Die Bremsen funktionieren sehr gut, sprechen sehr früh an, was ich nun so gar nicht kannte. Der Motor klingt angenehm, läuft ruhig und daß es ein Dreizylinder ist, wäre mir nicht aufgefallen, wenn es mir vorher niemand gesagt hätte, denn das Gas spricht direkt (für meinen Geschmack zu direkt) an und ruck-zuck war ich im führerscheingefährlichen Bereich. Sie fährt in Langsamfahrt stabil geradeaus, bei der Anfahrt an die Ampel kam ich nicht ins Wackeln, meine linker Fuß fand sofort sicheren Stand, auch war keine lästige Fußraste im Weg. Der Sitzpolsterung ist angenehm, nicht zu weich und nicht zu hart, aber für mich ungünstig geformt. Der Kniewinkel hat gepaßt, hätte gern noch etwas weiter sein können.


    Nach etwa 30 km habe ich angehalten um mit meinem Begleiter, der in weiser Voraussicht auf mein Motorrad gestiegen war und hinter mir herfuhr, zu tauschen. Sein Kommentar (Du fährst wie ein Volltrottel) bestätigte mich, nein, mit dieser Tiger kann ich mich nicht anfreunden und sie ist nichts für mich. Er hat den Rückweg auf der Tiger genossen, den Straßen- und Sportmodus probiert.


    Der Händler war sehr bemüht mir eine anderes Motorrad schmackhaft zu machen. Ja, durchaus optisch einladend und nach meinem Geschmack. Die Triumph Bonneville mit ihrer weiß-blauen Lackierung hat einen ganz eigenen Charm und liegt mit 55 PS bei 900 ccm eher in der PS-Range, die ich anvisiere. Auch die TS 120 ist sehr klassisch, gefällt mir optisch prima, kommt mit ihren 80 PS und 1.200 ccm nicht in Frage.


    Damit fallen zwei Motorräder aus der Liste raus und es bleiben übrig

    Yamaha MT 03, 07

    Royal Enfield Himalayan

    Ducati Icon 800 cc Scrambler

    Kawasaki Versys 300

    KTM 390 Adventure

    Mash X-Ride 650



    Heute habe ich mir eine Transalp 600 angeschaut, Bj. 93, HU 05/21, weinrot, über Federbein tiefer gelegt, 64 tkm, Hauptständer, Kofferträger und hohe Scheibe, die ich in einem Anzeigenportal gefunden hatte. Nach ausführlichen Telefonat hab' ich mich mit meiner ollen Alp aufgemacht um den direkten Vergleich zu erfühlen.


    Diese rote Transalp stand unter eine Plane in der Garage. Sie war sauber und sollte unfallfrei sein. Woher die deutlichen Kratzer an der linken, vorderen Verkleidung kommen und wo das kleine Gitter des Lüftungsschachtes abgeblieben sei, wurde mir nur sehr dürftig mit "Umfaller" erklärt. Der rechte Seitendeckel wackelte, meine Vermutung, daß eine Haltenase gebrochen ist, bestätigte sich als ich den Deckel abmontierte. Die Verkabelung an Batterie war sehr abenteuerlich, Steckdose und Heizgriffe wurde mir gesagt.


    Mhm, wer's glaubt, dachte ich mir, egal, Probefahrt mache ich. Das Lenkkopflager habe ich auch geprüft und einen leichten Rastpunkt festgestellt. Die Kette war gefettet, leichtläufig ohne auffallende Geräusche, hatte keine Haifische und ich konnte sie nicht mit der Hand weit vom Kettenrad wegziehen, der Durchhang war etwa drei Finger breit.


    Positiv fiel mir auf, daß der Seitenständer der neueren Baujahre nicht mehr mittels Feder einklappt, sondern draußen bleibt, was für mich als kleiner Mensch wirklich vorteilhaft beim Absteigen ist. Sie stand auf Metzler-Reifen (2 Jahre alt) und hat Givi-Kofferträger dran. Das Öl sah sauber aus, das Vorderrad hatte nur ein minimales Wuchtgewicht drauf, ebenso das Hinterrad. Noch kurz den Reifendruck mit dem Taschenmeßgerätchen kontrolliert, dann stand der Testfahrt nichts mehr im Wege.


    Die rote Dame hat sich sehr bitten lassen um endlich anzuspringen. Der Chokehebel blieb nicht da, wo sein sollte, sondern ging munter wieder zurück. Der Motor lief rund, ruhig und alle Beleuchtungsteile funktionierten. Der leicht nach unten hängende Blinker an der linken Heckseite entging mir nicht.


    Gefahren ist diese Transalp genauso wie eine Transalp fahren soll, einzig die hintere Bremse war etwas ungewohnt, da meine Alte noch Trommelbremsen hat. Die Stellung des Bremspedals würde ich für mich etwas verändern, das war mir zu hoch. Etwas komisch fühlte sich der kleinere Kniewinkel an und daß meine Füße ohne jegliche Turnerei sicher auf den Boden kamen, was wirklich genial ist. Der Sitz war viel weicher als bei meiner jetzigen, da er nicht abgepolstert war. Schalten ließ sie sich traumhaft.


    Beim Fahren auf einem Feldweg habe ich die Unterschiede zu meiner ollen Alp dann deutlich gespürt, da ging die Rote nicht so komfortabel drüber. Einmal gab's ein deutliches "Klong" vom Motorschutz zu hören. Was mich stutzig machte, daß sie bergab beim Gaswegnehmen deutlich bröbbelte und auch die ein oder andere Fehlzündung von sich gab. Das sollte bei dem geringen km-Stand eigentlich nicht sein. Ja, ich hab' sie gejagt, auch ein kleines Stückchen über die Autobahn, was ihr richtig Spaß zu machen schien. Sie hat sich nicht so aufgeschaukelt wie's meine Alte tut, war alles im Rahmen des Vertretbaren.


    Dem Verkäufer habe ich gesagt, was mir aufgefallen ist und begründet, was ich dafür zahlen möchte. Auf meinen vorgeschlagenen Preis ist er nicht eingestiegen, der war schon irritiert als ich alleine und auch noch auf einer Transalp dort aufgeschlagen bin. Wir sind so verblieben, daß er sich die Sache überlegen will und mich dann kontaktiert. Daran glaube ich nicht wirklich, andererseits, wer kauft schon vor dem Winter ein altes Motorrad mit einigen Defekten?

    Ja, vermutlich schon.


    Andererseits kannst Du nach der Fertigstellung von Deiner auch sagen, ich kenne jede Schraube und jedes Teil an der Transalp. Es scheint Dir auch Spaß zu machen an dem Motorrad zu werkeln.

    und wie sind die BT46 so?


    Ausgewählt hab' ich sie, weil mir die Metzeler, die vorher montiert waren, zu hupfelig waren und ich ein Profil wollte, das auch zur alten CBX paßt.


    Ich empfinde sie als sehr angenehm, sie haben einen guten Grip (nasse Kürvchen waren heute kein Problem), das Abrollgeräusch ist leise, sie verhalten sich stabil in der Schräglage, kein Hoppeln über die Profilkante, bei langsamen Geradeausfahrt sehr spurtreu. Wie langlebig sie sind, weiß ich noch nicht.

    Hoch

    CBX morgens aus der Werkstatt abgeholt, neue Kupplung, frisches Motor- und Kardanöl, neue Bremsbeläge, neue Reifen (BT 46)

    480 km bei trockenen, teils sonnigen Wetter durch den Rangau und durch's Altmühltal getourt - neue Reifen müssen schließlich eingefahren werden ;)

    Danke, stimmt V 85 TT heißt sie korrekt. Ich hab' sie gesehen und sie hat mir gefallen. Wird mir wohl auch so gehen, daß sie zu hoch und zu breit sein wird. Geguckt und Probegesessen wird trotzdem.


    Reiseenduro steht an erster Stelle auf der Wunschliste, dann kommen alle anderen, die mich interessieren (MT) oder die mir optisch gefallen (Ducati Scrambler). Die Tourer hab' ich raus genommen, weil ich davon bereits zwei habe. CX 500 und XS 400 - sind zwar Oldtimer, aber beide technisch einwandfrei, die CX auch optisch in sehr guten Zustand, die XS hat altersgemäße Patina.


    Das tatsächlich Ausgrenzkriterium setzt sich aus meiner Größe und Beinlänge, so wie dem Aufwand und den Kosten für die eventuelle Anpassung des Motorrads zusammen. Weitere Überlegungen sind Unterhalts-, Wartungs- und Reparaturkosten, bzw. was kann ich an dem jeweiligen Modell selbst machen.


    Objektiv betrachtet, brauche ich kein weiteres Motorrad, auch wenn die Transalp weg wäre. Auch meine Fahrleistung von ca. 7.000 km in der Saison rechtfertigt es eigentlich nicht, mehrere Motorräder zu haben. Ich will einfach ein modernes Zweirad haben, bei dem ich mir keine große Gedanken um die Ersatzteilbeschaffung machen muß, falls mit mal ein Mißgeschick (Umfallen etc.) widerfährt oder Verschleißteile ersetzt werden müssen. Nach einer funktionierenden Bremspumpe für meine XS habe ich ein halbes Jahr lang gesucht.

    Soderle, hab' mal meine Liste aktualisiert.


    Raus geflogen sind

    Honda NC 700, NC 750 X, CBF 500, CB 500 X - keine Reiseenduros bzw. 750 X, CB 500 X haben mir beim Probesitzen nicht zugesagt

    Kawasaki ER 6, Suzuki SV 650 - sind keine Reiseenduros


    übrig geblieben sind (die Transalp läuft außer Konkurrenz).

    1. Yamaha MT 03, 07

    1. Royal Enfield Himalayan

    2. Ducati Icon 800 cc Scrambler
    3. Motto Guzzi V 800 TT

    4. Triumph Tiger XCX 800 low

    5. Kawasaki Versys 300

    5. KTM 390 Adventure

    5. Mash X-Ride 650


    Sitzprobe auf der Himalayan habe ich heute gemacht. Sie ist minimal zu hoch, was sich durch leichte Veränderung der Sitzbank lösen ließe. Insgesamt hatte ich ein angenehmes Gefühl als ich aus ihr saß. Sie hüpft fast von alleine auf den Hauptständer und ist angenehm leicht. Fahren war leider nicht möglich, da ich keinen Termin dafür vereinbart hatte. Wrd' ich nachholen.


    Die Motto Guzzi hat sich in die Liste geschlichen, weil ich heute an der Tankstelle eine gesehen habe, die mir gefiel. Mit 80 PS zwar etwas überdimensioniert für mich, allerdings mit Kardanantrieb, der mir sehr sympatisch ist. Die wird noch genauer angeguckt und wenn möglich, auch mal gefahren.

    "Tach..!"


    Nimm die Transe, ..müsstest doch langsam gemerkt haben, dass alles andere Zeugs nur Behelf ist. Wenn du hier fertig bist, wurden dir sowieso alle auf dem Markt befindlichen Föppchen vorgeschlagen. Aber schön, dich zu lesen, du besitzt eine gute Wahrnehmung..für das Verhalten der Motorräder und kannst das auch gut rüberbringen.


    Gruß vom Töff.


    Na, daß alles andere Zeugs nur Behelf ist, so knallhart würd' ich das jetzt nicht formulieren. Da wäre meine kleine XS 400 jetzt ganz schön beleidigt, wenn sie das gelesen hätte.;)


    Natürlich weiß ich, was eine Transalp kann und nicht kann, ich hab' sie schon ein paar Jahrzehnte. Insofern bleibt der Kauf einer Alp noch eine gute Option, wenn mich kein anderes Motorrad so begeistern kann, daß ich mich dafür entscheide. Es wär' eben schön, auch mal etwas anderes zu haben.


    Danke. Es macht mir durchaus Spaß unbekannte Möppelgetiere zu "erfühlen" und meinen Eindruck zu schreiben.