LittleHonda Master
  • Member since Jan 28th 2009

Posts by LittleHonda

    Die BMW G 650 Cross-Country hatte ich wegen ihres Fliegengewichts von 163 kg auf meiner Liste. Mit 650 ccm und 53 PS schien sie meine gewünschten Anforderungen zu erfüllen, wenn ich vom Einzylinder absehe. Ein Bekannter um neun Ecken, bzw. dessen Frau , hat so ein Teilchen in der Garage schlummern. Was liegt also näher als diese Gebrauchtmaschine anzugucken? So zog ich vormittags los.


    Der Zustand dieser BMW des Baujahrs 2008 mit etwas über 48 tkm auf der Uhr, war optisch fabelhaft, sorgsam abgedeckt stand sie zwischen zwei anderen, ebenfalls mit Plane versehenen, Motorrädern (alles BMW) in der Garage. Das Motorrad läßt sich prima schieben, da sie leicht ist, auch hier mußten die Fußrasten gleich mal meine Waden begrüßen.


    Erste Ernüchterung folgte prompt, im uneingefederten Zustand muß ich mein Bein ungewöhnlich hoch schwingen um aufzusteigen und sie erscheint mir auch, wenn ich drauf sitze, höher als ich es rein optisch angenommen hatte. Die Füße kommen nur knapp beiseitig mit den Zehen auf den Boden, obwohl die Sitzhöhe dank einer Verstellmöglichkeit bei 84 cm war. Die Besitzerin ist 1,75 m groß, fährt das Motorrad auf dieser Höhe, weil beide Füße sicheren Stand haben und ihr dies sehr angenehm ist.


    Die Sitzposition nahe am Lenker ist gut, der eine recht angenehme Breite hat, leider mußte ich mich dazu recht weit nach vorne recken. Der Kupplungshebel ließ sich relativ schwer ziehen. Das Display gefiel mir gar nicht, es sieht aus wie kleines Häuschen mit großem Eingangstor auf der linken Seite. Ebenso finde ich es komisch, wo die Tanköffnung angebracht ist, denn ich vermutete den Tank vorne nach dem Lenker. Das Fassungsvermögen von 9 Litern haut mich jetzt nicht vom Hocker. Wartungsfreundlich scheint sie nicht zu sein, denn ich nehme an, da muß ganz schön viel weggebaut werden um ans Innenleben vorzudringen.


    Trotz des Regens durfte ich damit fahren, weil ich versprochen hatte, danach beim Abwischen zu helfen. Der Wettergott war freundlich zu mir und verschaffte mir eine 30-minütige Regenpause, die ich gar nicht ganz brauchte, denn schon nach einer Viertelstunde war ich zurück.


    Angesprungen ist sofort, ich hörte ein dumpfes Motorengeräusch und sie vibrierte leicht. Das Motorrad stampft beim Anfahren, die Kupplung war nicht exakt zu dosieren, da ich viel Kraft in den Finger brauchte um den Hebel zu ziehen. Der dünne Gasgriff läßt sich gut dosieren, die Umsetzung war wegen des Rotax-Motors ungewohnt, irgendwie sofort zu spüren und etwas direkter als bei der Transalp.


    Die Sitzposition war für mich unbequem, die Arme waren zu fast gestreckt, der Kniewinkel irgendwie komisch, die Rasten für mich unglücklich positioniert und der Sitz, der zwar weder zu hart noch zu weich ist, von der Form her unpassend für mein Hinterteil. Der Schalt- und Fußbremshebel war prima zu erreichen, wär' es meine, würd' ich das Bremspedal so einstellen, daß es etwas später reagiert. Beim Bremsen rutschte ich zwei Mal fast auf die Tankattrappe . Gebremst hat sie gut, soweit ich mir da auf nasser Straße einen Eindruck verschaffen konnte. Eine sehr starke Bremsung habe ich nicht gemacht.


    In niedrigen Drehzahlen gibt's Ruckeleien aus dem Unterbau, liegt vermutlich am Einzylinder. Bei Tempo 70/80 ist sie wendig, geht gut durch wechselnde Kurven durch. Bei 110 km/h dachte ich, ich sitze auf einem Traktor, denn ich brachte sie nur mühsam so durch die Kurve, wie ich mir das vorstellte. Beim Gaswegnehmen bremst der Motor viel stärker ab als ich es gewohnt bin und sie will ganz anders geschaltet werden als meine Honda. Die Zahlen auf dem Display hab' ich nur mit Anstrengung ablesen können, da ich es gewöhnt bin nur kurz den Blick leicht zu senken, statt erst mal nach den Zahlenangaben zu suchen.


    Bei Langsamfahrt fand ich sie nicht so spurstabil wie meine Transalp, beim langsamen Wenden auf der Fahrbahn brauchte ich die Breite beider Fahrstreifen, was an mehr am schwergängigen Kupplungshebel als am Stützgas und der Manövrierbarkeit des Motorrads lag. Das Empfinden der Räder (vorne 19 Zoll, hinten 17 Zoll) war neutral. Feldwegchen hätte ich gerne mal ausprobiert, doch mangels Ortskenntnis und Nässe hab' ich davon abgesehen. Die übliche Anhalteprozedur mußte ich nur drei Mal turnen, worüber ich froh war, denn sie taucht doch etwas tiefer ein und der Sitz ist meinem "Rutschbereich" etwas breiter als der meiner Alp.


    Ich hab' die BMW wohlbehalten abgeliefert und dann wurde sie gleich wieder aufgehübscht. Die Dame, der diese 650 gehört, liebt ihre kleine Maschine, trotz ihrer diversen Problemchen und fährt damit sehr gerne. Sie bestätigte mir, daß auch sie sich anfangs an das Kurvenverhalten bei höherer Geschwindigkeit gewöhnen mußte und der Kupplungshebel derzeit nicht das gelbe von Ei sei.


    Erfahren konnte ich noch, daß ins Display schon mehrmals Wasser während einer Regenfahrt gelaufen ist, danach nicht mehr funktionierte und bereits zwei Mal ausgetauscht wurde. Ebenso, daß es vorkommen kann, daß der Motor im warmen Zustand nach der Pause bei einer Tour sich mehrmals bitten läßt, bevor er sich in Betrieb setzt und bereits der zweite Seitenständer dran ist.


    Ist das ein Motorrad für mich? - ganz klar: nein.

    Prima fand ich das leichte Gewicht, den Klang im Stand und das direkte Antraben beim Gas geben. Das Aussehen des Motorrads ist okay, nicht besonders schön, aber auch nicht häßlich. Die deutlich spürbaren Lastwechselreaktionen und das Stampfen des Motors fielen mir auf, ob ich damit langfristig zurecht käme, weiß ich nicht. Das Tankvolumen von 9 Litern, die Positionierung des Tanks und Bedienbarkeit des Verschlusses gefallen mir gar nicht. Sie ist zu hoch (ach nee, wer hätte das gedacht?), die Sitzposition müßte komplett angepaßt werden (Höhe, Sitz, Lenker, Fußrasten), insgesamt kann ich mir nicht vorstellen, daß dieses Motorrad bei mir daheim einzieht.

    Okay, überredet bzw. mit Argumenten überzeugt ...

    Meine Liste (in Reihenfolge meiner aktuellen "Haben-will-Skala", die sich geändert hat - Ducati Scrambler + Himalayan standen schon drauf) wird erweitert auf


    0. Honda Transalp 600 + 700 (läuft außer Konkurrenz, weil ich zwar genau weiß, daß sie paßt, ich gerne etwas anderes hätte)

    1. Honda CB 500 X (hatte ich gedanklich bei der CBF 500 als Alternative dabei)

    1. Royal Enfield Himalayan (bin mal gespannt, ob ich den Einzylinder mag)

    1. Honda NC 700

    2. Honda CBF 500 (hatte ich vor Jahren eine Woche als Leihmaschine, hat mir in der alten Version gefallen)

    2. Honda NC 750 X
    3. Yamaha MT 03

    3. Yamaha MT 07

    3. Triumph Tiger XCX 800 low (gucken kann ich mal, auch wenn 95 PS wegen der Versicherungsprämie nicht gewünscht sind)

    3 .Kawasaki ER 6 N bzw. Z 650

    4.. Yamaha XJ 6

    4. BMW 650 X Country fällt raus, hat mich nicht überzeugt

    4. Kawasaki Versys 300

    4. Kawasaki Versys 650 Probefahrt gemacht, fällt raus

    5. KTM 390 Adventure (bin mal gespannt, wie sie mir gefällt)

    5. Mash X-Ride 650 (darauf bin ich neugierig)

    5. Ducati Icon 800 cc Scrambler

    5. Suzuki SV 650


    Info zur Sitzhöhe

    Meine Transalp kann ich beidfüßig gerade so mit den Zehenspitzen halten, zum Anhalten rutsche ich nach links um auf dem Fußballen zu stehen. Das war bisher für mich okay, machte mir bei losem Untergrund das ein oder andere Mal Probleme. Ich kann sie nicht sitzend rangieren, was manchmal vorteilhaft wäre. Wenn ich nun ein anderes Motorrad kaufe, möchte ich's einfacher haben. (Daß die Breite der Sitzbank, und die Form auch dazu beitragen, ist mir bekannt.)


    Bemerkung zur Tieferlegung über Federbein

    Eine Freundin aus der Motorradgruppe hat ihre Transalp (ich glaub' Bj. 1993) über ein Federbein tiefer machen lassen. Da komme ich prima runter, aber dadurch verliert die Alp an Komfort (Federung) und Fahrdynamik (sofern man bei einer Transalp von "Dynamik" sprechen kann).


    Notiz zu meinen Motorrädern - neben der Transalp stehen daheim drei Oldies, die auch bei einer Anschaffung eines anderen Motorrads behalten werden. Deshalb liegt mein Fokus mehr auf einer kleinen Reise-Enduro.

    - Yamaha XS 400 (kleiner Tourer/Naked Bike, 1978, 38 PS, wird regelmäßig gefahren)

    - Honda CX 500 (Tourer, Kardan, 1982, 27 PS, abgepolsterte Sitzbank, wird sehr selten gefahren)

    - Honda CBX 650 E (Tourer, Kardan, 1984, 50 PS, wird häufiger gefahren)

    Hast du schon die Tiger 800 auf dem Zettel? Da gibst eine in Ultra low,

    Optisch gefällt sie mir und fahren wird sie sicherlich prima, doch auf meinem Zettel steht sie nicht, denn

    - die Motorisierung mit 95 PS ist mir zu viel (Hauptgrund)

    - die Sitzhöhe ist bei den ersten Baujahren bei 86,5 cm, beim aktuellen Modell 84 cm (niedrige Sitzbank), 86 cm Standard

    - das Gewicht liegt bei 215 kg voll getankt

    Die Probefahrt mit der Kawasaki Versys 650 stand heute an. Hingefahren war ich mit meiner Transalp um einen direkten Vergleich zu bekommen. Zwischen den beiden Motorrädern liegen Welten.


    Die Kawasaki ist minimal höher (1 cm) als meine Transalp (200 kg vollgetankt), allerdings deutlich schwerer (226 kg vollgetankt). Probleme bereitete mir die Lage der Fußrasten beim Aufsteigen und beim Anhalten, sie bohrten sich frech seitlich in meine Wade. Die Sitzbank ist nicht so rutschig, so daß mein gewohntes Anhalte-nach-Links-Rutschen nicht so lässig von statten ging wie üblich. Ich bin froh, daß ich die Versys dabei nicht hingelegt habe.


    Irritiert hat mich der elektronische Tacho, da ich mehr auf den Drehzahlmesser mit dem vertrauten Bild als auf die hüpfenden Zahlen im unteren Bereich guckte. Die Ganganzeige ist ebenso völlig ungewohnt, wie das Kontrollpanel der Blinker, die mal links und mal rechts aufleuchten.


    Das Fahrgefühl ist sehr ungewohnt. Das, im Vergleich zu Transalp (21 Zoll) kleinere, Vorderrad (17 Zoll) fand ich gut, da ich mich wendiger fühlte. Liegt vielleicht auch daran, daß die Kawasaki einen engeren Radstand hat. Auf dem Feldweg hab' ich das große Vorderrad etwas vermißt.


    Positiv ist, daß sie gut in die Kurven fällt und sich leicht wieder aufrichten läßt, ein Stups am Gas und sie ist wieder gerade. Langsamfahrt mit engem Lenkeinschlag aus dem Stand wollte mir nicht auf Anhieb gelingen, ebenso konnte ich sie nicht gleich innerhalb von zwei Parkplätzen eines Einkaufscenters wenden. Das ideale Stützgas zu finden war etwas schwierig.


    Der Kupplungshebel ist mir sympatisch, da er einstellbar war und sehr leicht zu ziehen. Mir kam der Druckpunkt zu früh, woran ich mich gewöhnen könnte. Ich würde mir die Hebel in eine andere Lage stellen, denn mit meinen Fingern mußte ich "bergauf" erst über die Hebel drüber, um diese umschließen zu können. Auf Dauer würde mich das tierisch nerven.


    Mit der Schaltung hatte ich anfangs kleinere Ungereimtheiten zu klären, denn der Weg, den der Schalthebel zurücklegt, ist deutlich kürzer als bei der Transalp. Der Abstand zwischen Raste und Schalthebel bzw. Fußbremse ist auch für Schuhgröße 38 bequem und sicher zu erreichen. Insgesamt fand ich, daß die Versys sich ruppelig schalten läßt, vor allem vom 6. Gang in den 5. Gang runter oder umgekehrt. Der Leerlauf hat sich mehrmals gekonnt versteckt.


    Das Gas bediente ich zu Beginn sehr zögerlich, da ich das Motorrad gar nicht kannte. Sie zieht viel flockiger los als meine Alp. Das Motorengeräusch empfand ich als angenehm, allerdings auch als lauter als bei der Transalp.


    Die Bremsen packen beherzt zu, doch das ABS kam, auch bei einer recht starken Bremsung, nicht wirklich zum Einsatz. Es hat zwei Mal "rumpel-rumpel" gemacht. Das ABS hätte ich gerne mal richtig aus voller Fahrt getestet, hab's mir im Hinblick darauf, daß sie eigentlich zu hoch ist, verkniffen, denn ich wollte sie, mangels sicheren Bodenkontakt mit den Füßen beim Stillstand, nicht unbedingt auf die Seite legen.


    Die Sitzposition nahe am Lenker ist angenehm und vertraut. Die Lenkerbreite für mich sehr gut. Die Spiegelform gefällt mir nicht, trotzdem konnte ich sie gut einstellen und alles prima sehen. Der Gasgriff ist ungewohnt dünn und hatte wenig Spiel, womit ich in den ersten Minuten ein bißchen zu kämpfen hatte. Das gab sich langsam im Laufe der Fahrt, trotzdem ist es mir zwei, drei Mal passiert, daß ich zuviel Gas beim Anfahren gegeben habe.


    Das Fahrwerk ist mir viel zu straff. Ich habe jeden Hubel, Unebenheit oder Querrille gespürt. Meine Alp trägt mich über solche Dinge fast wie eine Sänfte drüber. In langgezogenen Kurven bei Tempo um 100/110 km/h fährt sie fast wie auf Schienen und ich mußte aufpassen, daß ich auf der breiten Landstraße nicht in den führerscheingefährlichen Bereich komme. Die engen Rechts-Links-Kurven kleinerer, mit Bodenwellen durchzogenen Straßen, konnte ich prima fahren, sie ging total leicht von rechts nach links, abgesehen von den spürbaren Stößen. Sie fährt sich fast wie ein "Handtäschchen". Positiv daran ist, daß das Heck nicht gehüpft ist, was meine Alp gerne mal macht.


    Das Windschild hab' ich auf meiner knapp einstündigen Fahrt zwei Mal verstellt, fand keine Position, mit der ich zufrieden war. Wenn der Windzug angenehm über mich hinweg gleitet, schaue ich exakt auf die Kante der Scheibe. Das müßte ich ausknobeln, welche Einstellung die richtige für mich wäre.


    Wirklich sicher habe ich die Versys nicht bewegt, da ich mich nur zu 50% auf diesem Motorrad wohlgefühlt habe. Stellt sich nun die Frage - ist die Versys 650 ein Motorrad für mich?


    Jein ... von ihrer Motorleistung her durchaus überlegenswert, von der Optik her nicht, die Gußräder und die Frontansicht gefallen mir nicht. Ich müßte die Sitzbank abpolstern und mit einem glatteren Bezug ausstatten lassen (was kein großer Akt ist), trotzdem würde die Anhalteturnerei erhalten bleiben (niedriges Federbein ist keine Option für mich), die Brems- und Kupplungshebel für mich passend einstellen (auch kein Problem).


    Nein ... sie ist mir auf die Dauer zu schwer, beim Rangieren, beim Aufbocken, vor allem, wenn dann vielleicht noch Koffer drauf sind. Sie ist mir zu straff, ich müßte mich erkundigen, wie ich sie weicher bekomme, doch es ist fraglich, ob sie danach noch so schön fährt, wie mit ihrer straffen Einstellung. Die Fußrasten bohren mir unangenehm in die Waden, was beim Anhalten zu einer reflexartigen Ausweichbewegung meiner Beine führt, es wackelig wird und eine tolle Umwerfoption, auch beim Schieben machen die netten Fußablagen stets auf sich aufmerksam.


    Die Kawasaki Versys 650, die eigentlich gar nicht auf meinem Zettel stand, war es wert probegefahren zu werden. Ich bin um eine positive Erfahrung reicher. Kaufen werde ich sie nicht.


    Um die 300er-Version zu testen, muß ich mich nach Markt Berolzheim aufmachen, denn bei den beiden Händlern in meiner Gegend kann diese weder probegefahren, noch gemietet werden. Insofern hoffe ich auf einen goldenen Herbst.


    Wieder auf meiner vertrauten Alp sitzend, kamen mir die Gedanken, ob's denn nun wieder eine kleine Reise-Enduro sein muß oder besser ein Tourer, der von Haus auf eine niedrigere Sitzhöhe hat. Spätestens beim fröhlichen Durchfahren des heimatlichen Feldwegs war klar, Reise-Enduro ist noch lange nicht vom Zettel gestrichen.

    Möchtest du nicht zuerst in regendichte Klamotten investieren, bevor ein "neues" Mopped einzieht? ;)

    Nö, die hab' ich, nur nützen sie wenig, wenn sie in der Garage liegen bleiben, weil ich der Meinung bin, es wird ein trockener Tag. ;)


    Mit dem Verkäufer der Transalp habe ich mich noch nicht in Verbindung gesetzt. Ich möchte erst die beiden Versys-Versionen fahren.

    Ich hadere mit mir, in der Nähe wird eine Transalp in "50th Anniversaire"-Lackierung des ersten Baujahrs angeboten. Entschieden hatte ich mich ein max. 15 Jahre altes Motorrad, eher in Richtung 7 bis 10 Jahre zu kaufen oder neu, falls mich eins der Modelle total begeistert.


    Diese Transalp ist Bj. 1999, hatte 4 Besitzer und 27.400 km in 20 Jahren? Das ist extrem wenig. Auf dem Bild sieht sie ganz okay aus, was täuschen kann. Fahr' ich da jetzt hin und guck' sie mir an oder laß' ich es bleiben?


    2.500 Eurönchen soll sie mit Sturzbügeln, Kofferträgern, hoher Scheibe und Lenkererhöhung - alles nicht montiert - kosten. Aber die steht auf einem Hauptständer. Die abgepolsterte Sitzbank meiner bisherigen paßt da drauf - auch farblich. Es wäre schon mal eine technische Verbesserung eine 12 Jahre jüngere zu haben, die vorne und hinten Scheibenbremsen, statt hinten Trommelbremsen, hat.


    In Anbetracht dessen, daß diese hier fast dasselbe kostet, ohne Hauptständer, und mit Bj. 1991 ist die erst genannte doch passabler. Es ist wirklich schwierig für mich nicht jedes Mal nach "Transalp" zu suchen, obwohl ich mir vorgenommen hatte, andere Modelle bzw. Motorradtypen anzuschauen.


    Ich denk', ich wart' mal bis Mittwoch nach der Probefahrt mit den Versys-Modellen ab und überleg' mir das nochmals ganz genau, denn die ungeliebtet Anhalteturnerei bliebe mir erhalten und gerade die wollte ich nicht mehr haben.


    Vormittags hatte ich einen kleinen Ausflug zu einem Privatanbieter einer Honda CFB 500 gemacht, die ohne Bild als reiner Fließtext inseriert war. Bj. 2007 mit 57 PS und 38.000 km Laufleistung. Im gestrigen Telefonat klagen die Angaben glaubwürdig, so vereinbarte ich einen Besichtungstermin mit 72 km Anfahrt, hätte ich mir schenken können!


    Das Motorrad stand traurig eingestaubt in der hintersten Ecke einer Garage. Ich frag' mich manchmal, warum Dinge, die verkauft werden sollen, nicht wenigstens flüchtig abgewischt werden. Zugelassen mit seit drei Jahren abgelaufenen TüV !?! Ich wurde leicht grantig, denn im Telefonat wurde von TüV bis März 2021 gesprochen.


    Egal, da ich nun schon mal da war, hab' ich sie mir näher angeschaut und kam zu dem Ergebnis, daß da viele Verschleißteile (Flüssigkeiten, Reifen, Kupplungshebel, Blinkerglas) erneuert werden müssen. Angelassen habe ich sie nicht, da keine Batterie drin war. Höflich und bestimmt hab' ich dem Verkäufer wissen lassen, daß er mir den totalen Scheiß am Telefon erzählt hatte und ging. Schwang mich auf meine olle Alp und wurde auf der Heimfahrt 30 km vor daheim intensiv von den Wolken mitbetrauert, toll ich war klatschnaß.

    So, da hatte ich mir nun ein schönes Listchen mit den Modelle gemacht, die ich angucken wollte und bin gestern zum Kawasaki-Händler marschiert um eigentlich eine gebrauchte ER-6 anzuschauen. Doch wo bin drauf rumgeklettert?


    Die W 800 gefällt mir optisch sehr, sehr gut. Altes Aussehen mit moderner Technik. Ein schöner, klassischer Rundscheinwerfer, Chromschutzbleche, Zweizylinder mit 48 PS, 79 cm Sitzhöhe - alles genau nach meinem Geschmack. Warum Retro-Look neu kaufen, wenn daheim Original Vintage steht? :rolleyes:


    Also weiter die Welt der Kawasakis erkundet und bei einer Versys gelandet. Sanft die Höhe erklommen und festgestellt, hopperla, da kommt mein Fußballen auf der linken Seite sicher auf den Boden ohne, daß sich das Motorrad bedenklich zur Seite neigt. Es dauert ein Weilchen bis ich gecheckt hatte, daß mein Popöchen auf einer 300 X Platz genommen hatte, die mit einer tieferen Sitzbank von 82 cm ausgestattet war, statt der Standardsitzbank von 84,5 cm. Die schmalen Reifen fielen mir auf und das komische Cockpit, in dem sich mittig ein Drehzahlmesser befindet und rechts daneben die Geschwindigkeitsanzeige. Mhm, sehr gewöhnungsbedürftig. Die Sitzposition empfand ich als ganz angenehm, allerdings kann ich das eigentlich erst nach einer längeren Probefahrt beurteilen, ob's für mich paßt.


    Jetzt interessierte mich natürlich auch, ob die hier im Forum so viel beworbene 650 auch von mir Probe gefahren werden sollte. Tja, hier legt sich das Motorrad etwas mehr zur Seite wenn der Fußballen den Boden erreichen will. Rein gefühlsmäßig so hoch wie meine Transalp. (später nachgeschaut Versys 83,5 cm, Transalp 83 cm, auf's Bein-o-meter ist Verlaß) Wieso braucht man einen so riesigen Drehzahlmesser unter dem die Tachoanzeige angebracht ist? Das Teil hat 64 Pferdchen und einen 19-l-Tank, eine gute Kombination, wie ich finde.


    Nun hoffe ich, daß am Dienstag vormittags das Wetter trocken ist, denn ich habe Probefahrten vereinbart, für zwei Motorräder, die gar nicht auf meiner Liste stehen und laß' mich mal überraschen, was mich da erwarten wird. Fröhlich zog ich von dannen bis mir daheim einfiel, weswegen ich eigentlich dort war. Ne echt, :sostupid: selten doof!

    Bei einem Händler in Erlangen, der Honda, Yamaha uns Suzuki führt, hab ' ich auf seiner HP noch eine Honda CB 500 X, CB 500 F, Honda NC 700 X und 750 X , eine BMW F 650 GS und 700 als Gebrauchtmaschinen entdeckt. Da fahr' ich demnächst hin. Die NC-Modelle laufen auch im Verleih, das wäre auch eine Option das auf einer Tagestour zu probieren.

    Dankeschön für die Anregungen.


    Mit 50 PS und 600 ccm war ich bisher sehr zufrieden, die Angaben sind nicht zwingend, es kann mehr oder weniger sein. Ich möchte lieber ein Möppelgetier in Originalhöhe fahren und es, wenn es sich irgendwie vermeiden läßt, nicht über's Fahrwerk tiefer legen, sondern nur über eine abgepolsterte Sitzbank, so wie bei meiner alten Transalp.


    bratwurst
    Ein Hauptständer erleichtert mir die Wartungs- und Pflegearbeiten sehr. Das einzelne Motorrad braucht in der Garage damit weniger Platz, wenn noch andere drin stehen. An SV 650 hatte ich zwar kurz gedacht und sie dann wieder verworfen, warum kann ich nicht wirklich sagen.


    blahwas

    Die Versys, die Du verlinkt hast, finde ich extrem gewöhnungsbedürftig. Eine Originale werd' ich auf meinem Zettel notieren, mir auch ansehen und fahren. Über die Yamaha MT 07 hab' ich einiges gelesen, saß schon mal drauf. Mit einem Gewicht von 190 kg ist sie mir recht sympatisch. Es fehlt nur noch die Probefahrt um herauszufinden, ob sie mir liegt.


    schredder66

    Die V-Strom 650 konnte ich vor zwei, drei Jahren mal über's Wochenende fahren. Ich empfand ihren Schwerpunkt deutlich höher liegend als bei meiner Transalp. So richtig wohl darauf habe ich mich auf der V-Strom nicht gefühlt, weil die Sitzposition und der Kniewinkel für mich nicht optimal waren. Die Anhalteturnerei war grenzwertig.


    Die Icon ist eine Ducati. Mit der Marke habe ich gar keine Erfahrungen, weiß nicht, wie selbstschrauberfreundlich das Motorrad ist und weckt bei mir die Assoziation "teuer" bei den Ersatzteilen. Ich notier' sie mal unter "Angucken". Kann jemand etwas dazu sagen?


    ackerdiesel

    Das Motorrad kannte ich gar nicht - Mash X-Ride 650. Kommt auf den Zettel und nach einem Händler wird gegoogelt. Ich laß' mich mal überraschen von diesem Fahrzeug.


    BDR529

    Eine Bekannte aus der Motorradgruppe hatte eine Yamaha XJ 600 Diversion und war damit sehr zufrieden. Die XJ 6 ist die Nachfolgerin. Die Sitzhöhe von 78,5 cm ist prima. 10 kg mehr fahrfertiges Gewicht sind akzeptabel, da der Schwerpunkt tiefer liegt. Ob sie mir liegt mit 78 PS und ihrem buckeligen Tank muß ich probieren. Kommt auch mal auf den Zettel.


    Lille

    Kawasaki ER 6 N daran habe ich gar nicht gedacht. Optisch haut sie mich jetzt nicht vom Hocker, da gefallen mir die Zephyr-Modelle viel besser. Sitzhöhe ist okay, Gewicht mit 207 kg auch, 72 PS werd' ich testen. Das Modell schreib' ich auch auf meinen Zettel.


    Manuel, Lille, Fafnir

    Honda NC 700 und 750 X hatte ich nicht in meine Überlegungen einbezogen, weil's Vierzylinder sind. Sitzhöhe der NC paßt, bei X ist etwas zu hoch, die Motorisierung wär' genau das, was ich mir vorstelle und Hondas sind's auch. Gut, dann kommen sie auch auf den Zettel und werden zur Probe gefahren.


    Über die Royal Enfield Himalayan habe ich mich mit Gnome bereits ausgetauscht, der mir all meine Fragen ausführlich und geduldig beantwortete.


    mein Zettel mit der Reihenfolge meiner Favouriten:


    1. Honda Transalp 600 + 700 - Händler + privat

    1. Royal Enfield Himalayan - Händler

    1. Yamaha MT 07 (03 auch mal gucken) - Händler + privat


    2. Honda CBF 500 - privat

    2. Honda NC 700 - Händler


    3. Honda NC 750X - Händler + privat

    3. Yamaha XJ 6 - Händler + privat

    3 .Kawasaki ER 6 N - Händler + privat


    4. Mash X-Ride 650 - Händler

    4. BMW 650 X Country - Händler + privat

    4. Kawasaki Versys 650


    5. Suzuki SV 650 - privat

    5. Ducati Icon 800 - Händler + privat


    fällt raus

    Suzuki V-Strom

    Honda African Twin

    Honda Cross-Tourer

    Honda CBF 600


    Nochmals Danke für die Rückmeldungen.


    Nachtrag

    Mit der Suche lasse ich mir Zeit und schreib', welches Motorrad ich mir angesehen und getestet habe, was mir positiv und negativ aufgefallen ist. Andere Ideen sind weiterhin willkommen.

    Bei meiner Transalp (XL 600 V, Bj. 1987) nullt sich der Tacho demnächst zum 3. Mal. Es wird Zeit über ein anderes Motorrad nachzudenken. Ob es nun wieder eine kleine Reise-Enduro oder ein anderer Motorradtyp (Tourer, Naked, Scrambler) werden soll, weiß ich noch nicht. In meiner Garage stehen drei weitere Oldies, deswegen soll mein nächstes "Haupt-Motorrad" ein moderneres Fahrzeug sein.


    An der Transalp schätze ich ihre Zuverlässigkeit, das leichte Handling und die günstigen Unterhaltskosten. Es gibt wenig, was mich an ihr nervt und damit hab' ich mich in all den Jahren arrangiert. Doch je älter ich werde, desto unangenehmer wird die Rumturnerei beim Anhalten, denn ich bin nur 1,63 m. Stiefel mit Sohlenerhöhung brachten mir nicht den gewünschten Effekt.


    Mittlerweile fahre ich überwiegend Tagestouren, selten bis zu drei Tagen am Stück, bin dabei auf kleinen Landstraßen, kleinsten Nebenstraße, ab und an mal auf festen Erdreich, Schotter oder Feldwegen, unterwegs. Ich denke nicht, daß ich in der Zukunft nochmals mit dem Motorrad in den Urlaub fahren werde.


    Was stelle ich mir also vor?

    Gerne 2-Zylinder, gerne wieder Honda, fahrfertiges Gewicht unter 200 kg (Rangieren, Aufbocken), einfaches Handling (Serpentinen, enge Kurven in Langsamfahrt), günstiger Unterhalt, zuverlässig (Anspringen nach längerer Standzeit, nicht reparaturanfällig), langlebig (Motor, Getriebe), österreichtauglich (db-Grenze), großes Tankvolumen bzw. vernünftige Reichweite, gute Ersatzteilversorgung, Hauptständer, koffertauglich, Kette oder Kardan ist egal, und am liebsten als Gebrauchtkauf.


    PS und Hubraum sind nicht ausschlaggebend, ca. 50 PS und ca. 600 ccm wären ideal. ABS, LED-Licht müssen nicht sein und bitte möglichst wenig Schnick-Schnack. Baujahr ist auch nicht so wichtig, bis ca. 15 Jahre ist okay und der Preis orientiert sich nach dem Zustand des Motorrads. Schön wären einstellbare Hebel, die leichtgängig sein sollten. Absolutes Muß für mich sind eine Sitzhöhe von max. 80 cm und ein Hauptständer. Topcase- und Kofferträger, kann ich nachrüsten.


    Bisher habe ich in Erwägung gezogen

    - tiefer gelegte Honda Transalp (war irgendwie klar, oder?)

    - Honda CBF 500, alte Version - bin ich als Leihmaschine schon gefahren
    - BMW 650 X Country - kleiner Tank = 200 km Reichweite

    - Royal Enfield Himalayan - Einzylinder, 24 PS und 400 ccm sind okay

    - Yamaha MT 07


    Nicht in Frage kommen

    - Motorräder von Ducati, Moto-Guzzi, Aprilia, Benelli, Gas-Gas, Husqvarna, MV Augusta, Harley-Davidson und KTM.

    - Supersportler, Chopper, große Adventures-Bikes (+1.000 ccm), Bobber, Café-Racer


    Welches Motorrad sollte ich mir noch ansehen? Ich hoffe auf Eure Unterstützung bei der Entscheidungsfindung, Danke.

    Mir gefällt die Umfrage nicht, weil die Fragen nicht typisch für das Motorradfahren sind bzw. nicht genau genug darauf abgestimmt sind. Ich vermute, daß der Umfrageersteller selbt nicht mit dem Motorrad unterwegs ist.


    z.B.

    Eine Reisemotorrad kann/ist für jeden etwas anderes sein.

    Eine km-Angabe bei der Fahrleistung in der Saison wäre sinnvoller als eine Angabe in Wochen. Mehr als 5 Wochen gibt's gar nicht in der Umfrage.

    Hände/Handgelenke können durchaus auch weh tun, wenn viel gekuppelt werden mußte. Dies kann beim Punkt "sonstiges" nicht erläutert werden.

    Auch bei anderen Punkten wären ggfs. Erläuterungen zielführend.


    Ich hab' die Umfrage abgebrochen, weil ich, wie Lille die Vermutung habe, daß hier eher die Akzeptanz bzw. die Verkaufsmöglichkeiten für ein E-Book gecheckt werden sollen.

    Der ADAC hat mehrere dieser Trainingsanlagen.

    Eine Frage zu DOT bzw. PAD-Nr. und BKM-Nr. bei Motorradreifen.

    Soweit ich weiß, setzt sich die DOT-Nr aus Kalenderwoche und Jahreszahl zusammen, in den 90ern noch dreistellig, seit 2000 vierstellig.


    Auf meiner CBX, die aktuell nicht in Betrieb ist, sind neue Reifen nötig, wenn sie nächstes Jahr gefahren werden soll.
    Trotzdem würde ich gerne wissen, wie ich diese komischen Angaben des aktuellen Reifens entschlüssele.


    Da steht DOT 6 J XR und PAD 5114 - das sagt mir gar nichts. Was bedeutet die PAD-Nr.?


       



    Auf der CX 500, ebenfalls nicht in Betrieb, stehen für mich auch nicht definierbare Hieroglyphen.

    DOT-Nr. EBY2 und BKM 117. Was ist bitte BKM?


         


    Kann mir bitte jemand helfen, was diese Kombinationen aussagen? Das wäre prima, vielen Dank.