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Sandman spielt gerne im Dreck
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Posts by Sandman

    Zu dem Thema könnte ich ganze Romane schreiben . . aber letztlich habe ich noch immer das bekommen was ich mir vorgestellt habe und auch beim Kauf von privat (noch nie neu beim Händler gekauft) hat es immer gut geklappt. Man muss nur Geduld haben, wobei beim Kauf und Verkauf von inzwischen 12-15 Motorrädern auch schon reichlich Erfahrung dazu kommt.

    Schönes Beispiel gefällig:


    Eine Suzuki Freewind aus der Familie: Instandgesetzt, sehr guter Zustand, alle Unterlagen, Extras, Checkheft . . . mit nur 17000km auf dem Tacho steht zum Verkauf:


    Die ersten vier Anfragen: Was ist letzter Preis . . oder: Ich hole morgen ab, für 600€ . . "ja ne, is klar"


    Dann der erste Anruf: Hallo, ist wegen die Moto, ist zu teuer! . . "dann musst du noch sparen"


    Dann der erste wirkliche Interessent mit langem Telefonat: Ich bin vor vor 30 Jahren auch noch gefahren, ich kenne mich aus, wissen Sie ich bin 78 und Rentner, die Maschine soll für meine Enkelin sein, die hat jetzt . . . nach 5 Minuten Familiengeschichte: . . also ich habe da eine andere gesehen, für 650€ weniger, aber die steht in München . . . "ja und" . . ich kann ihnen nicht mehr bezahlen, als die in München kostet . . "sorry, nicht mein Problem, kommen Sie doch vorbei und schauen sich die Maschine an, die Enkelin können Sie gleich mitbringen, dann können wir gerne noch verhandeln, aber kein Preis am Telefon" . . das geht nicht, wissen Sie, als Rentner habe ich nicht so viel Geld und bis nach München komme ich nicht, ihre Maschine ist zu teuer, ich kenne mich aus . . er lässt sich in seinem Redeschwall nicht unterbrechen, nach weiteren 5 Minuten lege ich auf.


    Dann der erste mit Besichtigungstermin, ein Motorradfahrer mit angeblich viel Erfahrung, auch mit der Freewind: Macht einen sympatischen Eindruck, checkt aber nur den Lack und ein paar Äußerlichkeiten. Kann ich eine Probefahrt machen? . . Klar, aber die Autoschlüssel und der Ausweis bleiben hier . . . Er steigt auf, dreht den Zündschlüssel und betätigt den Anlasser . . der Choke ist gleich da oben am Lenker und den Sprithahn sollte man vorher auch aufmachen . . .

    kaum läuft die Freewind, dreht er wie wild am Gas und fährt mit schleifender Kupplung vom Hof, die Füße hängen runter und er findet den zweiten Gang nicht.

    5 Minuten später ist er wieder da . . fährt ja ganz gut, aber die ist mir zu teuer . . machen sie mir ein Angebot . . . 500€ unter VB . . . sorry, 200€ unter VB kann ich noch machen . . . ne, das ist mir zu teuer . . Ok, 300€ unter VB, letztes Angebot . . . ne, ist mir zu teuer . . dann einen schönen Tag noch.


    3Tage später ein Anruf: Ich bin vor vor 30 Jahren auch noch gefahren, ich kenne mich aus, wissen Sie ich bin 78 und Rentner, die Maschine soll für meine Enkelin sein, die hat jetzt . . . es nervt.


    5 Tage später dann: Hallo, ich interessiere mich für die Freewind, wann kann ich vorbei kommen? . . Am Wochenende steht ein älterer aber sehr rüstiger Mann mit Frau vorm Haus, begrüßt mich freundlich und checkt als erstes, ganz ohne Kommentar das LKL, die Radlager, die Speichen, die Schwinge, die Federung, die Bremsen, die Kette und die Reifen. "darf ich den Motor starten" . . selbstverständlich . . er zieht den Choke, schaut nach dem Benzinhahn, schaltet die Zündung ein, schaut ob der Leerlauf drin ist und startet den Motor . . wartet die ersten 3 Minuten im Leerlauf und hört nach auffälligen Geräuschen. "darf ich kurz die Straße runter fahren, meine Frau bleibt als Pfand hier" . . bitte sehr, er setzt seinen mitgebrachten Helm auf und rollt geschmeidig aus der Garage, nach 2 Minuten ist er wieder da . . "gut, was können Sie am Preis noch machen?" . . 200€ unter VB . . . mmh, 300€ unter VB? . . treffen wir uns in der Mitte, 250€ unter VB . . . "einverstanden, Hand drauf" Der Rest geht in schriftlicher Form am Esstisch mit einem Kaffee über die Bühne, auf eine Anzahlung verzichte ich. 3Tage später ist er mit einem Anhänger da und holt die Maschine gegen Barzahlung ab . . . geht doch.

    Viele Biker behalten ihre Mopeds scheinbar deutlich länger als das früher der Fall war. Warum sollte man bspw. ein 10 Jahre altes Motorrad, welches womöglich bereits ABS besitzt, bei einer moderaten Laufleistung gegen das neue Exemplar der Baureihe ersetzen?

    Und so einige Tausend Euros dabei drauflegen.

    Nur weil das neue Ding vielleicht 5 PS mehr hat, anstelle von Rundinstrumenten ein TFT-Display im Cockpit hat oder mehr elektronische Fahr-Modi besitzt.

    Sehe ich im Prinzip genau so. Wobei viele sowieso nicht allzu hohe Fahrleistungen zusammen bekommen. Von der Handvoll Ausnahmen mal abgesehen, fährt der Durchschnitt hier im Forum (habe für 2021 alles unter 1000km und alles über 10000km mal weggelassen) gerade mal 4500km/Jahr.

    Nach 10 Jahren sind das 45000km, also kein Grund nur deswegen eine neue zu kaufen.

    Andererseits gibt es sicherlich auch einige, die mit dem ersten eigenen Motorrad dann doch nicht zufrieden sind, oder im Laufe der Zeit einfach nur eine andere Art Motorrad fahren möchten.

    Mir sind die immer recht, die wegen 5PS oder mehr digitaler Ausstattung eine neue Maschine kaufen . . . ich kaufe die alte. :)

    Messen gibt ein ersten Anhaltspunkt, ist die angegebene Sitzhöhe schon deutlich höher als die Schrittlänge, braucht man fast nicht mehr zu testen.


    Allerdings gibt die Federung beim Draufsitzen etwas nach, und auch die Breite der Sitzbank macht was aus. Bei manchen sind die Fussrasten unglücklich platziert, so daß man beim Abstützen damit in Konflikt kommen kann.. also hilft letztlich nur Probesitzen.


    Wenn jemand kräftiges greifbar ist, kann der die Maschine in der Waagerechten halten, so daß man das möglichst real ausprobieren kann.

    Sandman da lohnt es sich doch schon über einen Neukauf nachzudenken.


    Im Zweifel neu kaufen ohne Rücksicht auf den Preis und wenn das Ding da ist und man schon was Günstigeres auf dem Gebrauchtmarkt gefunden hat, das Neumotorrad inserieren und (vermutlich) mit Gewinn verkaufen.

    Darüber habe ich auch schon nachgedacht, aber mein Finanzministerium spielt da nicht mit. ;) Eine neue EXC 350 (Six Days MY 2022) kostet Minimum 11400€ =O . Meine aktuelle würde (zum Rechnen) ca 5000€ bringen. Ich kann (darf) aber nicht mehr als +50% vom Ertrag in die neue investieren . . also etwa 7,5 - 8t€. Dafür findet man immer noch eine gute gebrauchte Six Days aus 2019/18.


    Es könnte evtl. auch eine Beta werden, die haben auch eine 350er 4T im Programm, fährt ähnlich gut und kostet mal eben 1500€ weniger als die KTM. :italia:

    Ja, das versucht selbstredend jeder, wobei auch da gilt: In den Motor und in die Gabel kann man nicht reinschauen, auch der Verkäufer nicht.


    Einziger Anhaltspunkt ist die Laufleistung (eigentlich sogar nur die Bh), die regelmäßig gemachte Wartung, der allgemeine Zustand und die tatsächliche Anwendung, also ob die bei Rennen bzw. bei Sport Veranstaltungen eingesetzt wurde. Hobby "Endurowanderer" belasten das Material erheblich weniger.

    Da muss man ein Stück weit dem Verkäufer vertrauen, deshalb ist es der Verkäufer und sein Umfeld welches ich mir als erstes anschaue und entsprechende Fragen stelle, noch bevor ich die Maschine in Augenschein nehme.

    Oft sind es die Kleinigkeiten, also lieber offensichtliche Gebrauchsspuren statt rundherum neue Plastikteile oder glänzende Aluteile aus dem Zubehör vorzufinden.


    Wenn ich eine kaufe ist es letztlich das gleiche. Wobei man davon ausgehen kann, das eine 4-5 Jahre jüngere Maschine deutlich weniger Bh und entsprechend deutlich weniger inneren Verschleiß hat. Der Markt ist recht überschaubar, wobei selbst alte und offensichtlich ausgelutschten Modelle immer noch zu enormen Preisen angeboten (und die oft auch noch gezahlt) werden.

    Klar, wenn ich eine neue (gebrauchte) kaufe, lege ich immer was drauf, so 2-2500€. Aber das ist sie dann auch wert, zumal ich oft lange suche und mir 5-6 Maschinen anschaue, bis ich die passende finde.

    Ich würde ja die KTM behalten und hegen und pflegen.

    Das wird irgendwann sehr teuer, die Motor Revision kostet selbst mit max. Eigenleistung mindestens 700€. Insbesondere die Gabel kannst du so pflegen wie du willst, irgendwann sind die Buchsen ausgeschlagen und die Dämpferelemente ausgenudelt. Eine Revison kostetet dann u.U. mehr als eine gebrauchte Ersatz Gabel von der du den Zustand aber auch nicht kennst und eine neue wird es nicht unter 1600€ geben.


    Es gibt schon bei den normalen Verschleißteilen bzw. der Standard Wartung genug zu tun, da muss man sich nicht auch noch mit aufwendigen und teuren Erhaltungsmaßnahmen rumschlagen. Also wird das Teil (ist ja nur Mittel zum Zweck) irgendwann verkauft und völlig emotionslos eine jüngere angeschafft. ;)

    Wenn ich innerhalb von 4 Wochen Ersatz für meine KTM finden würde . . würde ich das mit der auch machen. Leider ist der Gebrauchtmarkt für Sport Enduros ziemlich überschaubar . . und teuer sind die auch :grin:


    Hey . . du wolle KTM kaufe? 8o

    Ich suche seit Monaten eine Nachfolgerin für meine Saxonia (aka KTM EXC 350 Bj 2012) . . da finde ich doch tatsächlich das gleiche Modell bei mobile, exakt die gleiche Ausführung (gabs nur 2012/13), mit zwar deutlich weniger km, aber auch keine Rekluse Kupplung (hat meine, kostet neu ca 1000€).


    Der Preis (wenn auch VB) liegt bei 6300€ =O . . . ich habe für meine vor 3 Jahren 5500€ gegeben, incl. Rekluse Kupplung und einem Sack voll E-Teile.

    Bleibt nur noch eine Lösung um die Entfernungen zwischen den Bildern messen und schnell auf "0" zurück setzen zu können. Die meisten original Tachos haben zwar eine Tages km Anzeige, die ist aber mit 100m Schritten zu ungenau und lässt sich mal eben nicht so schnell zurück setzen.


    Früher habe ich einen Fahrradtacho verwendet der eine Zusatzfunktion "Navi vor" hatte (Sigma BC1200). Das Teil irgendwo für ein paar Euro gebraucht aus dem I-Net besorgt, vorsichtig aufgeschnitten und die Rückstellkontakte mit einem Kabel nach außen verlängert, das Loch mit Silikon verschlossen und irgendwo im Sichtbereich montiert. Dann am linken Lenkerende einen billigen Rollerschalter (Hupentaster, Anlasserknopf . .) montiert und fertig war die Fernbedienung.

    Die erhältlichen Tripmaster sind dagegen sehr teuer, können aber auch nicht mehr.




    Inzwischen gibt es eine Lösung als App auf dem Handy. Der Rally Navigator oder der Rally Tripmaster als Basic Version kosten nichts und damit lässt sich die Anzeige mit einfachem Tippen schnell zurück setzen. Also nur noch das Handy irgendwo ans Moped gebastelt und . . los gehts. :dakar:


    Die Kiste wäre damit auch schon fertig . . fehlt nur noch die Halterung am Moped.


    Ich habe damals einen Ausleger zwischen den Spiegelhaltern gebaut. Einfach eine ca 8mm Stahlstange gebogen und die Enden mit den Spiegelaufnahmen verschweißt. Die Stange so gebogen, das die quer, und noch über dem Cockpit die Box tragen konnte. OK, habe nie Spiegel dran gehabt, deshalb diese unkonventionelle Lösung.

    Bis 2015 bin ich sogar noch mit beidem gefahren, Papier RB und Tripy.




    Bei der KTM und der Beta meines Kumpels habe ich eine Lenker Querstrebe besorgt und daran die Box befestigt. Ist ein wenig aus dem Sichtbereich, aber ihn hat das nie gestört.





    Ich würde aktuell einfach eine RAM Mount Halterung verwenden. Mit einer Kugel am Moped und einer an der Box. In Verbindung mit dem langen Ausleger-Knochen ist man da sehr flexibel und kann bei Bedarf auch gleich ein Tripy anbringen.

    Ich habe auch schon selbst gemachte RB Halter aus einer Frischhaltedose gesehen. :) Die ganz modernen haben so einen Deckel zum Clipsen und sogar eine Dichtung da drin. Auch eine Elektro-Box mit undurchsichtigem Deckel hab ich schonmal gesehen. Der hat einfach ein Fenster rein geschnitten und das mit einer kleinen Acrylplatte wieder verschlossen.


    Mein Kumpel hatte vor Jahren mal eine kleine Alu-Blechbox ohne Deckel verwendet. Einfach eine durchsichtige Plastikplatte zurechtgeschnitten, draufgelegt und rundherum mit Tape fixiert . . damit ist er jahrelang die Touren gefahren. Nicht schön, geht aber auch. ^^

    Ich glaube, da hatte ich das gleiche . . wobei ich mir das als Muster hab schicken lassen, direkt mit den Rändelschrauben und den Scharnieren für den Deckel :)


    Das hier sollte auch passen: Spelsberg


    Habe mal nachgezählt, ein 150km RB besteht aus ca 24 Blättern im Format DINA5 (hochkant), ein 200km RB sollte dann aus ca 30 Seiten bestehen. Also einfach 15x DINA4 Blätter quer teilen und die dann in der Länge (etwas überlappen lassen) mit Tesafilm zusammenkleben und aufrollen. Damit habt ihr eine Testmuster für den Halter.

    Hier ein Vorschlag zur weiteren Verbesserung. Die Scheiben sollten mindestens 4cm Durchmesser haben, ich habe damals zwei kleine Holzrädchen (schön runde Kanten) aus dem Bastelshop draufgeschoben, die sitzen ausreichend fest und dienen letztlich nur der Führung des Papiers. Der Durchmesser sollte ca 4cm betragen.



    Damit beide der unteren Rollen angetrieben werden, und auch als eine Art "Bremse", habe ich die beiden mit einem (oder zwei) starken Gummibändern (bzw. Dichtringen) verbunden. Eine Patentlösung gibt es da aber nicht, das muss man ausprobieren.


    An der oberen linken Welle wird später gedreht, die lässt sich ein Drehgriff mit etwas größerem Durchmesser anbringen. Unten wäre eine kleine Kurbel praktisch, beim ersten Aufrollen auf die untere Welle dreht man sich sonst schnell einen Wolf.


    Forstsetzung folgt . . .

    Und - das passiert auch alten Hasen - der Geschmack und die Anforderungen können sich auch verändern. Auch wenn man neue Leute und andere Facetten des Motorradfahrerens kennenlernt.

    So ist es, meine ersten Motorräder hab ich nach damaligem Budget und meinem damaligen Geschmack entsprechend gekauft. Irgendwann hatte ich eine klassische (keine alte) Sport Maschine in die ich in über 12 Jahren viel in technische Verbesserungen investiert habe. Bis mir ein damaliger Kollege sagte: " Schau dich doch mal nach was anderem um, da sind viele gut funktionierende Motorräder auf dem Markt, die zuverlässige und ausgereifte Technik bieten. Da wird ganz sicher was passendes für dich dabei sein" . . 3 Monate später hatte ich eine andere und die Erkenntnis: "Das hättest du schon früher haben können".


    Inzwischen bin ich von den Sportlern weg und lege mehr Wert auf die Sitzposition, die Ergonomie und das Handling. Das hat mich vor 12 Jahren von einer 1000er auf eine 750er gebracht, mit 50PS weniger, aber deutlich mehr Fahrspass. Der lässt sich auch nicht am Design oder der Farbe ablesen, den muss man selbst erfahren, also ab und zu mal was anderes ausprobieren. :)

    So wie Christoph es schreibt, sehe ich das auch. Zum Einstieg und für evtl. spätere Rallys kommt man am Papier RB nicht vorbei. Das Tripy ist zwar letztlich nichts anderes, aber die ganze Bedienung und das eigene Messen von Entfernungen zum Abgleich mit dem RB fällt völlig weg. Mit dem Tripy kann man sich mehr aufs Fahren konzentrieren und ist auch schneller unterwegs, aber das eigene "Tun" fällt damit weg.


    Mein alter "Wingman" hat erst vor drei Jahren auf Tripy umgestellt. Vorher ist er ca 15 Jahre lang nur mit Papier gefahren. Er sieht das ähnlich, es geht etwas verloren, wobei nach 15 Jahren kann man es mit Papier in- und auswendig.