zxcd Master
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Posts by zxcd

    Für alle, die es noch nicht gesehen, empfehle ich zwei Dokus über Valentino:

    1. Die Tales of Valentino von motogp.com, sortiert nach verschiedenen Kapiteln und zu sehen hier oder hier

    2. Die "In Depth"-Doku, ebenfalls unterteilt in mehrere Kurzkapitel mit brutal interessanten Einblicken in die VR46-Welt (sowohl privat als auch kommerziell), zu sehen hier.

    Sehe ihn zumindest in den Top 8 der WM-Wertung.

    Selbst das glaube ich nicht. Unter normalen Umständen wären da beide Monster Yamaha, eine Suzuki, eine Honda, 3-4 Ducatis und ggf. eine KTM vor. Dann wird's schon eng mit den Top 8.

    Richtig schön finde ich sie immer noch nicht, weil zu unruhig. Schwarz, weiß, blau, orange, grün, gelb, rot - irgendwie alles dabei und wild zusammengeklatscht. Aber ja, trotzdem besser als letztes Jahr. An dieses Petrol an Vales Bike wollte ich mich einfach nicht gewöhnen.


    Übrigens spricht WithU-Yamaha tatsächlich davon, mit Dovi um die WM fahren zu können. Ich sagen: Es werden 0 Podien. Ob man damit um die WM fahren kann? :grin:

    Ich sage jetzt mal so er war Hondas erfolgreichste Neuzugang in den letzten Jahren Er fuhr als Rookie zweimal auf´s Podest, Selbst erfahrene Fahrer wie der Espargaro schafft es nur einmal, oder gar noch schlimmer zigfach Weltmeister schafften nicht einmal halb so viele Punkte wie der "kleine" Marquez. warum schiebt man also so einen Fahrer auf die Reservebank ?

    Generell stimmt das schon, aber andererseits hat er nicht selten katastrophale Ergebnisse eingefahren. Auch wenn Nakagami (den ich wirklich für einen überschaubar talentierten Fahrer halte) die Ergebnisse zwar sehr selten nach Hause fährt, ist er dennoch regelmäßiger in den Top 10 vertreten als A. Marquez. Seine Sturzquote ist weiterhin viel zu hoch, seine Ergebnisse viel zu unkonstant, zumal ich auch keine wirkliche Entwicklung sehe.

    Ja klar, auch bei gleichen Fahrzeugen wird es weiterhin Unterschiede geben und der Wettkampf sich dann auf andere Baustellen verlagern (=> die besten Ingenieure, die besten Fahrer, der beste Kontakt zu Lieferanten wie der Elektronik etc).

    Nichtsdestotrotz sind wir ja zeitweise in Situationen angekommen, wo das Streckenlayout den Sieger bestimmt. Mugello und Österreich als Ducati-Strecken, Assen und Barcelona als Yamaha-Strecken und so weiter. Über eine Saison hin mag sich das vielleicht alles ausgleichen, trotzdem gibt derzeit die Strecke ganz klar den Favoriten vor.

    denke wir werden 2022 kein podest ohne ducati sehen

    Da halte ich gegen :)


    Generell bin ich aber auch der Auffassung, dass 8 Bikes eines Herstellers entweder am Limit oder sogar leicht drüber sind. Wenn das Fahrerfeld aus 30 Piloten bestehen würde und jeder Hersteller 4-6 Bikes liefern würde, wäre es was anderes. Aber Suzuki und Aprilia jeweils mit 2 Bikes vs. Ducati mit 8 Bikes ist schon ein wenig....nun ja.


    Andererseits: je mehr Fahrer das gleiche Bike haben, desto wichtiger wird auch die Komponente Fahrer. Eine Meisterschaft, in der alle Fahrer das gleiche Material hätten, wäre für mich persönlich ein Traum, weil der Reiz in der MotoGP für mich immer noch im Wettkampf der Fahrer und nicht im Wettkampf der Motorräder liegt (ich weiß, einige hier sehen das anders).

    Repsol Honda: Marc Marquez, Joan Mir

    Monster Yamaha: Fabio Quartararo, Franco Morbidelli

    Lenovo Ducati: Pecco Bagnaia, Jorge Martin

    RNF Yamaha: Andrea Dovizioso, Alex Rins

    Pramac Ducati: Johann Zarco, Enea Bastianini

    Ecstar Suzuki: Miguel Oliveira, Jack Miller

    VR46 Ducati: Luca Marini, Marco Bezzecchi

    LCR Honda: Pol Espargaro, Ai Ogura

    Aprilia Racing: Maverick Viñales, Aleix Espargaro

    Red Bull KTM: Brad Binder, Raul Fernandez

    Tech3 KTM: Remy Gardner, Pedro Acosta

    Gresini Ducati: Fabio di Giannantonio, Aron Canet


    Viel Risiko bei, gebe ich zu. Aber 1-2 Fahrer könnten das ganze so durcheinander wirbeln. Ich rechne fest damit, dass Rins und Miller auf dem Markt sein werden. Eventuell muss auch M. Marquez ersetzt werden. Und LCR muss meiner Meinung nach auch zwingend was tun. Und Oliveira sehe ich bei KTM nach der letzten Saison auch nicht mehr allzu lang - glaub da stehen die Zeichen beidseitig auf Trennung. Für KTM wäre es in Anbetracht der nachrückenden Fahrer okay und Oliveira passt in meinen Augen besser zu einem anderen Bike.

    1) Fabio Quartararo wird erneut Weltmeister.

    2) Darryn Binder führt die Crash-Statistik am Ende der Saison an und verliert seinen MotoGP-Platz umgehend wieder.

    3) Der Sachsenring wird wieder nur unter Auflagen (eingeschränktes Publikum o.Ä.) stattfinden.

    4) Wir erleben maximal 5 verschiedene MotoGP-Sieger.

    5) Aleix gewinnt das teaminterne Duell gegen Maverick, Raul Fernandez das gegen Remy Gardner.

    6) Joan Mir gewinnt erneut kein einziges Rennen in der Saison.

    7) HRC wird am Ende der Saison mindestens einen Fahrer austauschen (müssen)

    8 ) Morbidelli holt mindestens 20% weniger Punkte als Quartararo.

    9) Acosta, Ogura und Canet kämpfen um den WM-Titel in der Moto2 (d.h. konkret: alle 3 können bis 3 Rennen vor Schluss noch Weltmeister werden)

    10) Foggia wird Moto3-Weltmeister.

    Seine Ergebnisse 2017:

    11 - DNF - 9 - 3 - 6 - 8 - 4 - 15 - 11 - 15 - 4 - 5 - DNF - 3 - 6 - 15 - 2 - DNF

    WM-Platz 7 mit 137 Punkten (vgl. Dovi: 261)


    2018:

    DNF - 15 - 11 - DNF - 6 - 1 - 1 - 7 - 6 - 2 - 1 - 17 - DNF - DNS DNS - DNS - DNS - 12

    WM-Platz 9 mit 134 Punkten (vgl. Dovi: 245)


    Macht in 2 Jahren 3 Siege (2 davon back to back). In 2017 hat er in den Rennduellen mit 2:14 gegen Dovi verloren. 2018 lasse ich mal raus, weil er da die zweite Saisonhälfte kaum noch gefahren ist. Bis dahin war er aber auf Augenhöhe.


    Wenn man sich den Start in sein zweites Jahr anguckt (2 x DNF, 1 x 15, 1 x 11) kann man auch nicht sagen, dass er sich erst ans Bike gewöhnen musste.


    Gemessen an seinen Fähigkeiten, seinen Ansprüchen, der Performance seines Teamkollegen und vor mir aus auch seines Gehalts muss man hier ganz klar von einer Enttäuschung sprechen.

    Nur mal zum Vergleich: Rossis Ducati-Zeit war ohne Zweifel eine herbe Enttäuschung. Er hat 2011 139 Punkte geholt (wohlgemerkt bei einem Rennen weniger) und dabei seinen Teamkollegen geschlagen. 2012 waren es 163 Punkte, ebenfalls mit Sieg gegen den Teamkollegen. Heißt: Rossi hat beide Saisons mehr Punkte geholt als Lorenzo und dabei zwei Mal den Teamkollegen geschlagen. Wenn ich mir jetzt vor Augen halte, wie Vale für seine Ducati-Zeit zerrissen wurde, dann muss man das bei Lorenzo auch tun...

    Lorenzo hat in der Tat etwas Eingewöhnung gebraucht, aber am Schluß war er mit der Ducati wirklich stark.

    Sehe ich anders. Er hat sich lange Zeit extrem schwer getan. Als Ducati dann anfing das Bike zu modifizieren, ging es bergauf und es gab 3-4 Rennen, in denen er extrem stark war. Zeitgleich war er die letzten Saisonhälfte 2018 verletzungsbedingt gar nicht mehr am Start, so dass am Ende seiner Ducati-Zeit in 2 Jahren gerade einmal 3 Siege stehen. Gemessen an seiner Yamaha-Performance, seinen Erwartungen und der Ducati-Stärke (ich schätze Dovi nicht als besseren Fahrer ein, trotzdem hat er im selben Zeitraum 10 Siege geholt) kann man das schon als Enttäuschung bezeichnen.


    So oder so: Lorenzos grundsätzliches Talent wird hier niemand bestreiten, in Bestform war er unschlagbar. Und trotzdem hat er eine Eingewöhnungszeit gebraucht bzw. performte erst, als das Bike modifiziert wurde. Das unterstreicht meiner Meinung nach den Punkt, den ich eigentlich mit dem obigen Post ausführen wollte: Ein Bikewechsel ist selbst für Spitzenfahrer noch mal eine ganz andere Hausnummer.


    Quote

    Im Jahr drauf hätte er m.E. WM mit der Ducati werden können.

    Das hätte ich tatsächlich sehr gern gesehen. Rein vom Speed in den 3-4 Rennen im Sommer 2018: ja. Aber nach seiner Verletzung war er aus meiner Sicht ein anderer Fahrer. Das Karriereende kam dann ja schnell und konsequent. Ich glaube mit dieser Hypothek wäre er auch auf der Ducati nicht mehr zu alter Stärke zurückgekommen.

    Lin Jarvis sagte in der PK in Valencia, dass Yamaha versucht im Winter an Topspeed zu arbeiten, diese Verbesserungen aber vor allem aus dem aerodynamischen Bereich kommen sollen. In Bezug auf den Motor bzw. eine reine PS-Steigerung ist wohl nicht viel zu erwarten.


    Was den Bikewechsel angeht: Ja, die Ducati ist fahrbarer geworden, keine Frage. Aber ein Motorradwechsel hat schon so viele Spitzenfahrer vor arge Probleme gestellt. Zarco kam auf der Yamaha und Ducati klar, auf der KTM überhaupt nicht. Rossi in seiner Blütezeit hat sich an der Ducati die Zähne ausgebissen. Lorenzo kam auf der Ducati auch nur kurzzeitig zurecht, auf der Honda dann gar nicht. Aleix war auf der Suzuki mittelmäßig erfolgreich, ist bei Aprilia aber konstant schneller als Iannone, Vinales und Co.

    Die Liste könnte man endlos weiter führen, so dass ein Bikewechsel scheinbar viel komplexer ist, als man wohl zunächst denkt. Deswegen bleibe ich auch dabei, dass ein ganz ganz Großer für mich erst derjenige ist, der auf verschiedenen Bikes Siegfahrer oder gar Weltmeister ist. Sorry, Marc ;)


    Und noch eine Nachricht: Mike Leitner ist nicht mehr KTM-Teamchef.

    Rein formal ja, aber warum genau bekommt er sofort den Einstieg in die Moto2? Was qualifiziert ihn dafür bzw. warum hat man sich in seinem konkreten Fall dafür entschieden, ihn nicht wie üblich in der Moto3 beginnen zu lassen?