Jupp Master
  • Member since Jun 23rd 2021

Posts by Jupp

    Es war eigentlich nicht mein Wunschmoped. Damals stand ich vor der Wahl ganz aufhören zu müssen oder Gynäkologenstuhl fahren. Zu der Zeit fuhr ich eine BMW Rockster, aber meine beiden Knie kamen damit nicht mehr klar. Der Kniewinkel war für mich nicht auszuhalten.


    Somit standen mehrere Mopeds zur Auswahl. Harley, Suzuki, Kawa, Yamaha, Victory usw. Da ich aber unbedingt die BMW in Zahlung geben wollte, spielte für mich die Höhe der Inzahlungnahme eine große Rolle. Beim Thema Kundenfreundlichkeit fielen schon mal gleich mehrere Händler durch. Damals hatte ich den Eindruck, dass man einfach keine Motorräder verkaufen wollte. Man ließ mich wie Hein Blöd im Laden stehen, obwohl ich mir die entsprechenden Modelle intensiv angesehen habe. Ich war im Umkreis von 80 km überall zu schauen.


    Letztendlich wurde es die VN, weil mir ein Kawa Händler um die Ecke die besten Konditionen bat. Die Probefahrt passte einwandfrei für meine Knie und gut war. Das ist ziemlich genau 13 Jahre her und die Dicke hat mich nie im Stich gelassen. Wenn ich im Frühjahr den Erststart mache, springt sie immer auf Schlag an, als ob ich einen Tag davor noch damit gefahren sei. Sie läuft und läuft und läuft.


    Und ich fahre sie immer noch so gern wie am ersten Tag. Bis auf den Motor und den Auspuff (Miller, leise) wurde sonst nichts geändert. Das Moped entschleunigt ab dem ersten Meter Fahrt. Kraft ist immer und mehr als genug vorhanden. Selbst bei 180 km/h ist noch genug Punch nach oben da. Da ich sie nie ausgefahren habe, weiß ich nicht wieviel da noch kommt. Ist mir nicht wichtig. Böse Zungen behaupten, das Moped habe sogar einen Zapfwellenanschluss...


    Bei der letzten Inspektion hatte ich eine Z 900 RS SE als Leihmaschine. Ein wirklich handliches und schönes Moped. Aber ich war froh, als ich wieder den stampfenden 2,1 l Zweizylindermotor unter mir hatte. Draufsetzen und Entschleunigung pur. Mit der Vance & Hines Anlage klang sie wie ein V8. Allerdings gingen beim Vorbeifahren durch den tiefen Bass die Alarmanlagen in den PKW an (kein Witz). Das war mir dann doch zuviel des Guten.

    Dazu fällt mir ein alte Geschichte ein. Zu Zeiten meiner ersten Guzzi, Anfang 1991, gab es einen Guzzifahrer, welchen ich von der Arbeit her kannte. Ein begnadeter Selbstschrauber vor dem Herrn. Der gab mir damals den Rat, ein paar Tropfen von einem Teflonzusatz, welcher mit in den Endantrieb des Kardans kam, auch mal in das Getriebe zu geben. Dieses würde sich positiv auf das Schaltverhalten auswirken. Bei einem Selbstversuch beim Bohren in ein Blech habe dieser Zusatz den Bohrer vom Material abgleiten lassen, sodass er nicht bohren konnte.


    Gesagt getan, aber eher nix davon gespürt. Beim nächsten Mal habe ich gleich eine ganze Tube davon rein getan und das Ergebnis war verblüffend. Das Getriebe ließ sich ungleich besser schalten. Seit dieser Erfahrung habe ich in allen meinen Guzzis diesen Zusatz ins Getriebe gegeben.

    Aber vermutlich ohne V-Power-Diesel sondern mit 0815-Plörre.

    Klar, es wird zwar nur "normaler" Diesel sein, aber dieser muss schon gewissen Anforderungen genügen. Dieser ist auf See verschiedenen Einflüssen ausgesetzt. Ob da noch Additive zugefügt werden, weiß ich nicht. Grundsätzlich wird der Diesel an Bord durch Seperatoren gejagt, bevor dieser zu dem Maschinen gelangt. Hier gibt es noch die üblichen Kraftstofffilter.


    Wenn der Kollege den PKW als Neuwagen gekauft hat, ja. Wenn der Wagen ein Gebrauchtkauf war, wovon man ausgehen kann, relativiert sich der Aufschlag zum Hochpreis-Diesel etwas. Unterm Strich gesehen bliebe die Frage zu klären, ob und was der Hochpreis-Diesel (Additive) bezüglich der Lebenserwartung bei den Hochdruck-Einspritzsystemen tatsächlich ausmacht. Ich denke aber schon. Manchmal ist aber ein Wunsch Vater eines Gedanken.

    Ein Turbolader unterliegt u.a. dem Verschleiß der Turbinenblättern. Hier wird durch Fremdkörper (z.B. Staub) in Form von kleinen Partikeln Material an den Blättern abgetragen, sodass diese im Laufe der Zeit ihre ursprüngliche Form verändern. Die Turbinen fördern weniger Luft in den Brennraum. Der Motor verliert Leistung.

    Keine Ahnung, denke aber schon, dass das gelegentlich vorkommen wird.


    Man sieht an den qualmenden Fahrzeugen, wo als Ursache oft defekte Einspritzventile zu nennen wäre. In meinem Umfeld habe ich einen Arbeitskollegen (Soldat und Vielfahrer), der fährt einen Audi A6 3,0 TDI. Dort war es tatsächlich so, dass ein paar Einspritzventile nicht mehr in Ordnung waren. Im Zuge einer Reparatur hat er gleich alle austauschen lassen, da das Fahrzeug schon reichlich Strecke (> 300.000 km) gemacht hat.


    Gerade die Hochdruck-Einspritzventile (> 1.200 bar Einspritzdrücke) sind sehr empfindlich. Das sind hoch präzise Bauteile mit sehr geringen Fertigungstoleranzen. Ich denke, dass die Spritqualität (Additive) auf Dauer schon eine gravierende Rolle spielen dürfte, was die Haltbarkeit solcher Systeme betrifft.


    Bei der Marine wurden und werden immer noch regelmäßig Proben aller Betriebsstoffe zwecks Untersuchung und Qualitätskontrolle an die WIWEB geschickt. Man überlässt hier nichts dem Zufall. Viele Diesel-Motoren laufen oft über Wochen am Stück.

    Vor ein paar Jahren habe ich mal einen Threat in einem Forum gelesen, darin ging es um Markendiesel vs. Noname, respektive Normaldiesel vs Ultimate & Co. Eine der Foristen war Chemiker und hat sich der Sache einmal professionell angenommen. Dabei kam heraus, dass der Sprit ansich überall der gleiche war. Allerdings machten die Additive den kleinen, aber feinen Unterschied. Dieser Chemiker stellte fest, dass die teuren Spritvarianten bestimmte Additive beinhalten, welche für die empfindlichen Hochdruck Einspritzsysteme enorme Vorteile bieten würden. In den Foren war bekannt, dass man beim Tanken der Diesel z.B. immer einen kleinen Schluck Zweitaktöl zugeben konnte, um das Leben des Einspritzsystem zu verlängern.

    Die beste mir bekannte Currywurst in Süddeutschland gabs oder gibts in der Stuttgarter Börse, ist dort aus Thüringer.

    Die gibt es hier im Norden in Hamburg nahe der Reeperbahn. Eine ganz unscheinbare kleine Wurstbude mit dem Charme der 60er Jahre. Immer, wenn ich bei Blohm und Voss zu tun hatte, war ich regelmäßig Stammgast dort. Das Publikum war eine sehr interessante Mischung, weil dort nur die alteingesessenen St. Paulianer einkehrten. Dort gab es quasi das alte St. Pauli gratis zur Currywurst dazu. Es war damals eine echt schöne Zeit, die ich nicht missen möchte. Die vielen Gespräche und Döntjes - es war herrlich.

    Alter Falter.

    Habe mir gerade mal einen kurzen Video-Ausschnitt von Maxwrist angesehen. Leckomio, das würde ich aber mal Todessehnsucht nennen wollen. Da braucht nur ein Fahrzeug für ihn unerwartet nach links abbiegen und dann hat er den Salat... Nicht nur, dass er sich selbst gefährdet. Sorry, für mich unverantwortlich. Warum gehen solche Leute nicht auf den Kringel?


    Wie kriegen das akustisch regelmäßig mit, wenn selbsternannte Max Biaggis den Hahn aufreißen. Da erwartet man unbewusst das Quietschen von Reifen und einen dumpfen Aufprall. Ist aber zugleich erleichtert, wenn diese Geräusche ausbleiben.


    Fördert nicht gerade die Toleranz/Akzeptanz der Autofahrer gegenüber uns Mopedfahrern.

    Natürlich, du hast Recht. Schreibfehler, ich meine die VTX. Meine VN ist die Kawasaki VN 2000 Classic (Vulcan) in vollem Ornat. Die wiegt leer 380 kg und mit allem Klimbim dran und drin (Koffer, Scheibe, Sturzbügel, Sprit etc.) gute 420 kg (eher mehr, möchte ich meinen). Habe gerade mal nachgesehen, allein der Motor wiegt 132 kg. Fast alles was wie Metall aussieht, ist Metall bei diesem Moped. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass meine Dicke so schwer ist. Wie gesagt, beim Fahren merkt man diese Masse weniger.

    Ihr ahnt gar nicht, wie sehr ich hier an der Küste eine _richtig gute_ Currywurst vermisse. Die Küstenbewohner sind da völlig Schmerz befreit und kloppen 'ne bessere Bockwurst auf den Grill und nennen das dann auch noch Currywurst. <X Geht gar nicht.

    Die VN ist sogar noch etwas schwerer als die VX. Beim Fahren merkt man das hohe Gewicht eher nicht, beim Rangieren dafür umso mehr, allein schon wegen dem langen Radstand. Das Moped lässt sich ganz easy fahren und liegt satt auf der Straße = Möbelwagen, oder Länge läuft, wie man hier an der Küste so sagt. Allerdings ist es in engen Serpentinen eher nicht von Nachteil, wenn man lange Arme sein Eigen nennt. ^^

    Ich muss sagen, bei der VN wackelt rein gar nix, egal welches Tempo, egal welche Beladung/Gepäck und ob mit oder ohne Hände am Lenker. Die hält den Kurs wie ein großer Tanker.

    Meine Erfahrung:
    Durch Ultimate ist das Moped etwas sparsamer. Preiswerter ist jedoch nicht, somit ist es also egal was ich tanke.

    Hatte 5 Guzzis im Laufe der Zeit: Le Mans 3, Le Mans 4, Le Mans 5 als Sonderedition mit Vollverkleidung, Cali 2, Cali EV.


    Fahrwerk der Cali 2 war im Vergleich zu den anderen schlechter. Die Gabel schien sich beim Bremsen zu verwinden. Alle anderen Fahrwerke waren über jeden Zweifel erhaben. Stoischer Geradeauslauf ohne die geringste Unruhe, selbst mit Koffern und voller Beladung. Top Bremsen (Integralsystem) und geniale Aerodynamik bei den Verkleidungen.

    Moin,

    Pendeln könnte auch vom Lenkkopflager kommen. Das Schleifgeräusch und/oder das Rattern eher nicht. Hier würde ich auch auf Radlager tippen. Wenn die Achse zu viel Spiel bekommt, weil Radlager zerbröselt sind, pendelt das Moped. Ich würde das Vorderrad mal von Hand quer zur Fahrtrichtung auf Lose prüfen. Noch besser: Das Moped vorne aufbocken, das Vorderrad von Hand bewegen und das Geräusch lokalisieren.