Jupp Master
  • Member since Jun 23rd 2021

Posts by Jupp

    Ja - ist leider Vereinsarbeit funktioniert nur, wenn alle zusammenarbeiten. Aber wenn es losgeht mit Machtspielen, ist der Spaß rum.

    Habe ich auch ein paar durch. Etliche Jahre Angelverein, Sportverein, THW - überall der selbe Zirkus. Braucht mir keiner mehr mit kommen.

    Ja, das ist schlimm, wenn man das Vertrauen in ein Moped verloren hat.


    Das kenne ich von der BMW Rockster. Damals hatte sich die alle vier Hinterradschrauben der Einarmschwinge gelöst, als ich mit Landstraßentempo unterwegs war. Das hatte zur Folge, dass ich kreuz und quer über die gesamte Fahrbahn schoss. Mein Glück war, das gerade in diesem Augenblick kein Gegenverkehr unterwegs war und ich nicht zu Fall kam.


    Die anschließende Recherche ergab, dass auch ein paar GS Fahrer davon betroffen waren. Manchen brach sogar die Einarmschwinge während der Fahrt. Zum Glück ging alles glimpflich aus. Da gab es echt erschreckende Bilder. Die BMW wurde damals in Zahlung gegeben, als ich die Dicke neu kaufte. Ich konnte mit diesem Moped einfach nicht mehr unbefangen fahren.

    Moin Andreas,


    was die Sitzhaltung betrifft, ist Cruiser nicht gleich Cruiser. Es gibt Mopeds, da sitzt man wie in einem Gynäkologenstuhl. Andere Cruiser hingegen sind von der Körperhaltung her etwas "fahraktiver". Das Wohlbefinden einer Sitzposition empfindet jeder individuell.


    Die meiste Zeit meines Lebens bin ich alter Sack "Sporttourer" gefahren (rechte Position im Bild oben) und empfand das Sitzen als sehr angenehm. Seit 13 Jahren fahre ich nun die Dicke und empfinde auch diese Körperhaltung als sehr komfortabel. Allerdings nehme ich diese Sitzhaltung als deutlich "fahrpassiver" wahr, als bei einem Sporttourer. Wie bereits erwähnt wurde, ist man damit weniger Vorderrad orientiert. Man ist quasi entkoppelt.


    Touren von mehreren hundert km am Stück sind kein Thema. In dieser Sitzposition mach auch das Langsamfahren deutlich mehr Spaß. Zudem sitzt man im Moped und nicht darauf. Bei möglichen Unfällen kann das evtl. sehr von Nachteil sein. Mein nächstes Moped wird wieder etwas in Richtung Sporttourer werden.

    So "leicht" sind die Teile gar nicht. :D
    Grundsätzlich wäre ich einem E-Bike nicht abgeneigt, wenn die üblichen Aspekte passen würden. Obwohl ich ja noch mit "lauten" Mopeds aufgewachsen bin, empfinde ich diese "Ruhe" beim Fahren als etwas sehr Schönes. Ich sehe es ja beim Pedelec, wie herrlich es ist, sich nahezu lautlos durch die Natur zu bewegen.

    Dazu kann ich mal etwas aus eigener Erfahrung beisteuern. Ca. 28 Jahre habe ich junge Menschen ausgebildet. Die Dienststelle, in welcher ich damals arbeitete, legte sehr großen Wert auf gute Umgangsformen, Pünktlichkeit und Interesse an dem, was man macht.


    Die Mädchen und Jungens waren durch die Bank weg top motiviert und richtig gut. Es gab in dieser Zeit nicht die kleinste Beanstandung. Wir hatte viel Spaß und damals konnte auch einmal ein eindeutig zweideutiger Spaß gemacht werden - alles gut und nie unter die Gürtellinie. Man merkte sofort, wenn die Auszubildenden vom Land kamen. Durch das Landleben waren diese alle geprägt selbstständig zu arbeiten. Das war bei den Städtern hingegen komplett anders, aber auch noch alles im Grünen Bereich.


    Richtig extrem war es bei den Schülerpraktikanten. Welches Klientel dort vorstellig wurde, kann man sich nicht vorstellen. Null, wirklich null Interesse an dem was man macht. Ständig ein sch* Handy in den Flossen, die Mädels aufgebrezelt bis nach Meppen, aber nicht die einfachsten Dinge auf den Schirm kriegen. Ein damaliger Kollege von mir, welcher seit Kurzem in Rente ist, erzählte mir, dass sich das Klientel generell zum Negativen gewandelt hat, also auch bei den Auszubildenden.

    Hier bei uns am Ort an der Küste gibt es genau nur eine einzige wirklich gute Freie Werkstatt. Bei der ist es aber so, dass man dort die Kundenmopeds mangels Platz draußen im Regen stehen lässt. Meine Cali II setzte damals schon leichten Flugrost an, was mich arg verstimmte. Alle anderen (Marken-)Werkstätten kann man komplett in die Tonne treten. Überheblichkeit und fehlendes Berufsverständnis. Echt übel. Bei den PKW Werkstätten sieht es auch nicht besser aus. Inzwischen fahre ich 50 km einfache Strecke bis zur Werkstatt meines Vertrauens. :(

    Schon seit Jahren fahre ich mit Autonavis am Moped durch die Gegend.


    Am längsten habe ich ein gebraucht gekauftes Nüvi 2595 LMT in Nutzung. Dazu habe ich noch eine Art Cover, wo ich das Navi vor Regen schützen kann. Funktioniert soweit recht zufriedenstellend.


    Im Laufe der Jahre hatte ich ergänzend reichlich andere Navis. Tomtom, Navgear und wie sie alle heißen. Das Nüvi 2595 hat sich für mich von allen am besten geschlagen, weil robust.


    Irgendwie sehe ich es nicht ein, für ein Mopednavi so exorbitant viel Kohle auf den Tisch zu legen. Wenn man sich die ganzen Bewertungen ansieht, scheinen diese mit reichlich Unzulänglichkeiten bedacht zu sein.

    Wenn dir beides gefällt nimmst du ein Mittelmaß und schaust dir ne BMW R nineT an. :P

    Die R1200R, auf der die R nineT basiert, hat schon gut Schmalz. Ist nicht zu schwer und der Motor macht echt Spaß, wenn man die Charakteristik eines Zweizylinders mag. Ich bin seit meiner Güllepumpe 1983 dem V2 erlegen. Mir gefällt die Charakteristik dieser Motoren. Aber auch ein Drilling könnte mich reizen, zumal dieser Motor beide Welten vereint.

    Ob das alles eine Empfehlung für das erste eigene Moped ist? :D

    Das habe ich nicht gesagt, sondern ich bezog mich auf Drehmoment.

    Welches Motorrad ist denn das? Kenne kein einziges Motorrad mit über 200Nm. :/

    Eine VN2k mit knapp 2,1 l Hubraum und ein paar interne Optimierungen. Die VN der Serie 1 hatte serienmäßig bereits 177 Nm, die Serie 2 noch 166 Nm, wegen der Euro 3 Norm. Wenn man das ganze Geraffel ausmistet, ein paar entscheidende Komponenten ändert und alles entsprechend auf dem Prüfstand optimiert, sind 200 Nm und mehr kein Hexenwerk. Die Mechaniker des Umbaus waren damals sehr in der Viertelmeilen-Szene aktiv.


    Das der Panzer gut nach vorne geht, zeigt die Tatsache, dass der 5. Gang, welcher eigentlich eine Art lang übersetzter Overdrive ist, wie ein kürzer übersetzter Fahrgang wirkt. Noch heute suche ich regelmäßig den nicht vorhanden 6. Gang, weil sich der 5. so quirlig fährt. Und ich fahre dieses Moped seit 13 Jahren. Es macht einfach nur Spaß dieses Drehmoment zu spüren. Aber um meine Dicke geht nicht. Es gibt einige Harleys, die mit Milwaukee-Eight Stage IV Kits (2.147 cm³) gute 123 PS am Hinterrad bringen. Die Big Bore-Kits nicht zu vergessen oder speziell umgebaute Victory zu nennen. Auch die Rocket bietet gutes Potential. Die Szene bietet da einiges. Ich bin da nicht auf dem Laufenden.


    Sandman, du hast absolut recht, so ein Trumm Metall ist sicher nix zum Kurvenräubern. Eine solche Masse Eisen möchte eher geradeaus.

    Back to Topic, wollte den Threat nicht sprengen.

    Die 100Nm brauchst du aber auch so gut wie nie. Wer meint, sein Moped müsste unbedingt unter 2000U/min noch ruckelfrei und mit sofortiger Wirkung möglichst kräftig beschleunigen . .

    Haben ist besser als Brauchen, sagte mal mein Dozent zu mir.


    Vor Kurzem hatte ich eine Z900RS unter dem Hintern. Ein mich optisch sehr ansprechendes Moped mit einem tollen Motor. Leistung war für meine Bedürfnisse immer mehr als genug vorhanden. Dazu war die Lütte leicht wie ein Fahrrad um die Ecken zu zirkeln. Wirklich ein feines Moped, und nun könnt ihr mich hauen, aber das Drehzahlniveau war einfach nicht meins.


    Als ich dann wieder auf meinem Panzer saß, war alles irgendwie tiefenentspannter. Die Dicke blubbert schön niederfrequent und wenn ich den Hahn aufdrehe, kommt Dank Drehmomentwelle (> 200 Nm) souverän Bewegung in die Fuhre ohne dabei hektisch zu wirken. Soll heißen, die Geräuschkulisse passt für mich besser zur Geschwindigkeit.


    Höher drehende Mopeds animieren mich unbewusst immer ganz automatisch zum Schnellfahren. Obwohl ich ja aus dem Alter schon lange raus bin, knistere ich dann doch wieder deutlich flinker durch die Botanik. Dieses Phänomen habe ich schon ein paar Mal bei mir bemerkt.

    Hatte der Rückenwind und ist dir hintendrauf geklatscht? 8o


    Aber freut mich dass du so viel Freude an deiner kleinen MT hast :thumbup: Gibt sicher nicht viele die das 125er Fahren so genießen.

    Moin zusammen,

    vor über 20 Jahren war ich mal für 'ne Woche oder so mit dem PKW im Westerwald zu Besuch. Dort stand in der Garage eine 125er Daelim oder Hyosung herum, die man mir anbot, fahren zu können, wenn ich denn wollte. Nun ja, eher wohl nicht, so mein erster flüchtiger Gedanke aus dem Bauch heraus.


    Da das Wetter aber recht gut war, und meine Bekannten arbeiten mussten, setzte ich mich dann doch mit hochgeschlagenem Mantelkragen, Sonnenbrille und tief in die Stirn gezogenem Jethelm auf das Föppchen und knisterte mit ganzen 125 ccm durch den Westerwald. Ich befuhr viele kleine Nebenstraßen mit einigen Serpentinen, wo ich auch mit einem "richtigen" Moped, wie meine damalige Cali EV, nicht wirklich hätte schneller fahren können (und wollen).


    Ich hatte dabei unerwartet viel Spaß, dass ich fast jeden Tag mit dem Föppchen unterwegs war und fühlte mich während dieser Zeit keineswegs unter motorisiert. Es war Entschleunigung pur für mich. Deshalb bin ich der Kubikzahl 125 treu geblieben.

    Quote

    Besonders geil finde ich das Bollern und Fehlzünden beim Gaswegnehmen, insbesondere aus höheren Drehzahlen.


    Ich mag es gar nicht sagen, aber wenn ich mit der Dicken durch die Straßen gefahren bin, gingen die Alarmanlagen der Autos an. Dieser tiefe Bass ließ nicht nur die Autos vibrieren.


    Hörprobe


    Damals fand ich es geil und heute muss ich das alles nicht mehr haben. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass man mit zunehmendem Alter Ruhe zu schätzen weiß, k.A.

    Moin zusammen,


    mit Unterbrechungen fahre ich seit 47 Jahren motorisierte Zweiräder und seit 43 Jahren Motorrad, also Moped. Eigentlich mag ich gut klingende Zwei- oder Dreizylinder-Motoren. Tiefe Bässe, sonorer Klang - Ducs, Guzzis und dergleichen. Meine Dicke geht auch in diese Richtung. Die offene V&H aus USA-Land klang derart geil (Schiffsdiesel like), dass ich sehr viele positive Rückmeldungen bekam. Nach einer Weile tauschte ich diese dennoch gegen eine TÜV konforme Miller-Anlage aus und bin nicht weniger zufrieden damit.


    Allerdings ist es so, dass ich seit geraumer Zeit die Stille mindestens ebenso genieße. Erstrecht, wenn ich mit dem Pedelec in der Botanik unterwegs bin. Unsere Hündin hat Angst vor lauten Motorengeräuschen und Knallereien. Das mag möglicherweise ihrer unschönen Vergangenheit geschuldet sein, zeigt aber auch, dass Lärm etwas negatives bewirkt.


    Wenn ich ehrlich bin, wäre ein nahezu lautloses Moped genau mein Ding Andere Zeiten erfordern halt andere Sichtweisen. Sich lautlos durch die Natur zu bewegen hat auch was. Ist ja mit dem Wassersport nicht anders. Segeln z.B. ist noch schön urtümlich und leise. Es ist weniger aufdringlich.


    Wenn ich die Wahl habe, werde ich mich immer für leise entscheiden. Im Übrigen finde ich es beeindruckend, wieviele Mopedfahrer lieber leise als laut unterwegs sind. Hätte ich so nicht vermutet.


    Grüße von der sonnigen Nordseeküste.


    Jupp

    Hatte je eine Le Mans III, Le Mans IV, Le Mans 1000 Sondermodell mit Vollverkleidung, Cali II, Cali EV 1100 i und nie größere Probleme damit gehabt. Einzig die Bosch LiMa Anker machten gelegentlich mal Probleme (Sollbruchstelle zur ersten Lage hin). Da es die gleiche LiMa wie bei den 2 Ventil Boxern ist, kann man eher von einem deutschen Problem reden.


    Die Le Mans 1000 und die Cali II hatten knapp 100.000 km auf der Uhr, als ich sie verkaufte und liefen beide wie ein Uhrwerk. Die Le Mans III IV und 1000 hatten einem nahezu identischen Verbrauch etwas mehr als 4 l/100 km und das, obwohl die 1000er Motoren auf echte 90 PS zurecht gemacht worden waren (DoZü etc. pp.). Lediglich die 850er Le Mans III war motorseitig unberührt. Ich hatte selten so sparsame Motoren wie die der Le Mans unterm Hintern.

    Moin,
    hatte 2009 das gleiche Problem. Fahre seitdem eine VN 2000 Classic und habe den Kauf nie bereut. Der Klang der original Auspuffanlage ist dezent, aber schön bassig. Optisch jedoch für mein Empfinden zu wuchtig.


    Deshalb kam eine Vince & Hines Aupuffanlage ohne Kat drunter, die mir doch zu laut war. Es ist nicht schön, wenn im langsamen Vorbeifahren durch den tiefen Bass die Alarmanlagen der Autos ausgelöst werden. Darauf folgte eine dezente Miller Anlage mit Kat, die optisch gut zum Moped passt, aber klanglich nicht zu aufdringlich ist. Das Moped wurde per PC und AT vernünftig abgestimmt (> 200 Nm, Vmax > 200 km/h) und gut war's.


    In 12 Jahren keinerlei Defekte oder sonst was. Stelle das Moped im Herbst in die Garage und im Frühjahr springt sie auf Schlag an. Fahre sie immer noch sehr gerne, weil sie für lange Touren gemacht worden ist. Der Verbrauch bewegt sich je nach Fahrweise zischen 5,2 und 6,5 l/100 km = im Mittel 6 l/100 km und ergibt eine Reichweite von ca. 300 km mit einer Tankfüllung.


    Ich sitze äußerst bequem auf der breiten Sitzbank und durch die Trittbretter kann man den Knie-/Beinwinkel wunderbar variieren - für mich als Kniegeschädigter immer noch perfekt. Liegt zudem in deinem Budget. Da bekommst du viel Moped (> 400 kg) fürs Geld.
    Munter...