Zottelc4 Team MO24
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Posts by Zottelc4

    Ich sehe das eher wie hawkeye. Die Ergonomie/Adapter Thematik ist nur Technik. Bis jetzt gibt es keinen Markt für für möglichst schnell und einfach verstellbare Hebelagen, weil die Dinger zumeist einmal eingestellt werden und gut ist. Die Lösungen, die bei Sharing Fahrzeugen benötigt werden würden, wären jetzt einfach zu teuer.
    Das Thema Schutzkleidung ist ein ganz anderes. Ich verstehe es übrigens immer noch nicht, dass sich Menschen für eine Stadtfahrt mit dem Motorrad komplett in einen Panzer hüllen, für die gleiche Geschwindigkeit auf dem Roller ist aber ein möglicherweise sogar schlecht sitzender Helm ausreichend. ?( Aber auch da fehlt im Moment der Markt für Entwicklungen, die möglichst vielen verschiedenen Menschen passen und trotzdem brauchbar schützen. Auch das wäre sicherlich möglich, ist letztendlich auch nur Technik. Viel schwieriger ist, wie schon angesprochen, das Nutzungsprofil der Fahrer. Entweder stehen die Dinger nur rum, wie unter der Woche, Herbst Frühjahr zu einem guten Teil oder eben den ganzen Winter, oder es sind nicht genug da. Da ein Konzept zu erstellen, das sich rechnet, ist schwierig. Weiterhin haben eben viele von uns noch die emotionale Bindung zu ihrer Maschine. Dagegen gibt es keine Pillen.

    Alles Mögliche, aber noch kein Brett. Zudem sehe ich solche Objekte vorher. Mein "Problem" ist eher die Schmutz/Split/Schotter Fraktion, die man erst sehr spät sieht. Da hilft mir das Brett/Schlauch/Moppedreifen nicht die Bohne. Wieviel darf daliegen, dass ich einfach so drüber fahren kann? Ab wann versetzt es nur ein wenig? Ab wann wird es kritisch?. Das muss man sich selbst erfahren.

    Daß NIX passiert.


    Daß man also weder panikartig in die Bremse grabschen muss (und deswegen dann einen Abflug macht)
    Und daß man nicht panikartig auf die Gegenfahrbahn ausweichen und frontal in den entgegenkommenden LKW fahren muss.


    Das wären nämlich die normalen Reaktionen von... mmhh.. 90% ? der Motorradfahrer?

    Wann lag Dir das letzte Mal ein Brett auf der Straße im Weg?

    Ich bin auf der einen Seite bei Zottel, der mMn nach sagt dass das eigene Training das Beste ist


    NEIN!!
    Das habe ich nicht geschrieben und meine es auch nicht.

    und immer wieder und wieder üben das eigene Können massiv steigert.

    Das meine ich!

    Nur sollte man es am Anfang richtig! gezeigt bekommen, damit man weiss was richtig und was falsch ist.

    Und genau hier bin ich vorsichtig. Ich bin selber auf meinem Gebiet Profi und Experte. Ich berate und schule meine Kunden. Ich würde nie wagen zu behaupten, was richtig oder falsch ist. Ich kann nur Vor- und Nachteile verschiedener Aktionen aufzählen. Was richtig oder falsch ist, muss jeder für sich entscheiden. Und da ich immer noch dazu lerne, habe ich in der Vergangenheit einige Kunden eben nicht optimal beraten. Aber das wissen die auch.


    Lille
    Alles, was Du geschrieben hast, gilt auch für Trainer. ;)
    Auch die müssen das, was sie so erzählen immer wieder auf den Prüfstand stellen.

    Na ja, du hast den Sinn von SHT und die Qualifikation der Trainer in Frage gestellt, ohne selber an einem Motorrad-Training teilgenommen zu haben. Und das sehr pauschal für alle SHTs........interpretiere ich zumindest so. Und andere offensichtlich auch.


    War nicht meine Absicht. Tut mir leid, wenn das so rüber gekommen ist. Habe ich jetzt aber schon mehrfach erwähnt. Ich stelle es ausschließlich für mich in Frage und ja, für mich stellt sich auch die Frage nach der Qualifikation der Trainer. Ich kenne aus verschiedenen Bereichen zertifizierte Trainer, wo mich das Grausen packt.
    Ich würde mich immer fragen, woher hat mein Gegenüber die Qualifikation, mir etwas erzählen zu wollen.

    Nochmal zum mitschreiben für dich.


    Sei so gut und lasse diese Aggressivität draußen. Ich habe nämlich das Gefühl, dass einige hier keine Sekunde darüber nachdenken, was ich meine. Und ja, ich habe nur das Gefühl!
    Ich würde Deinem letzten Post gar nicht widersprechen wollen. Und wenn Du mal genau nachliest, habe Deinem Post davor auch nicht widersprochen. Warum also tust Du so, als ob ich geschrieben hätte, ein SHT sei sinnlos?


    Die Frage war "Sicherheitstraining für olle Hasen". Ich halte mich für so einen und schreibe, warum ich für mich zu dem Entschluss gekommen bin, ich werde keins machen. Wäre die Frage "Ich bin Anfänger, soll ich ein SHT machen?" gewesen, hätte ich anders geantwortet.


    @Wheeliyfahrer
    Ich wusste, dass das ungefährlich ist. Ob mir das jetzt ein Instruktor noch mal erklärt hätte keine Rolle gespielt. Dann wäre ich eben der einzige im Kurs gewesen, der das nicht hinbekommt.

    Genau so was sind Dinge, die man sonst selbst nicht machen oder nicht mal drüber nachdenken würde,

    Wieso habe ich es dann gemacht? Und nun zum x-ten Mal. Wenn Dir das geholfen hat, ist doch alles gut.

    Zusätzlich kommt dazu, dass jemand von außen einen Blick wirft und eventuelle Fehler sieht, die man an sich vorher nie realisiert hat.

    Ja, kann sein. Über Falsch und Richtig habe ich mich allerdings schon ausgelassen. Ich wäre nur schwer zu überzeugen, dass das, was ich seit so vielen Kilometern mache, ein Fehler sei. Und das im Zeitplan eines Trainings solche Diskussionen einkalkuliert sind, wage ich mal zu bezweifeln.
    Aber ich hätte da mal eine Frage. Was genau bringt mir das Erlebnis, auf gutem Asphalt in Schräglage über ein Brett gefahren zu sein? Wem ist das ansonsten schon einmal passiert? Wie hilft mir das bei den tatsächlichen Situationen, wie Schmutz, ein wenig Split, etwas Schotter, Bitumen, eine völlig glatt gefahrene nasse Straße?

    Bin ich echt so schwer zu verstehen? Oder begehe ich gerade ein Sakrileg?
    Mir werden Aussagen unterstellt, die ich nie geschrieben habe.

    Sorry aber das ist quatsch, bei einem SHT werden eben sachen gemacht die man sonst selten macht, und wo eben ein Experte dabei ist der einem zb sagt wo man fehler macht etc.

    Wo genau habe ich das bestritten?

    Und wenn man dann zb sieht, wie andere mit 20 Jahre alten Motorrädern Dinge vor einem machen, gibt sowas einem eben auch selbstvertrauen, das man es selbst machen kann oder das man wohl an seiner Bremstechnik arbeiten muss, wenn Person X auf seiner 20 jahre alten Maschine mit 1 Bremsscheibe vorne, einen kürzeren Bremsweg hat als man selbst.


    Geht in Ordnung. Als ich noch kein ABS-Motorrad hatte, wusste ich allerdings auch so, dass ich da noch viel Luft nach oben habe. Ist wohl mit ABS auch nicht anders.


    oder das man wohl an seiner Bremstechnik arbeiten muss

    Und das schaffst Du im Rahmen des SHT? So dass Du ein halbes Jahr später bei einer Notbremsung das dort gelernte instinktiv abrufen kannst? Respekt!


    Ich habe das immer wieder üben müssen. Ich habe bei niedrigem Tempo das Vorderrad bis zum Stillstand blockieren lassen. Ich habe dabei gelernt, es wieder zu lösen, wenn es seitlich weggehen wollte. So konnte ich mich nach und nach an die Blockiergrenze rantasten. Ich habe bei voller Fahrt das Vorderrad ganz bewusst kurz überbremst, um die Angst davor zu verlieren. Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Versuche ich gebraucht habe, bis es das erste Mal dabei gepfiffen hatte, so viel Schiss hatte ich dabei.


    Irgendwann wurden meine Bremswege nicht mehr kürzer. Ich war also entweder an meiner, oder an der Grenze des Motorrades angelangt. Welcher Tipp eines Instruktors hätte mir jetzt genau weiter geholfen?

    Ich schmeiss mir zb auch keine hölzer auf die straße und probiere mal ob ich in Schräglage drüber fahren kann oder werfe mir rollsplit vor dier räder.

    Ich auch nicht. Aber ich bin einmal in einer Rechtskurve "völlig überraschend" auf Schotter gestoßen, der von der Bankette auf die Straße gefahren wurde. Aufgrund von Gegenverkehr war Ausweichen nicht drin. Also drüber, was sollte ich sonst machen? Brauche ich jetzt einen Trainer, der mir sagt, "In den Gegenverkehr zu fahren, ist doof"?


    Drei Sachen habe ich dabei gelernt:

    • Es geht, wenn der Reifen irgendwo wieder Grip finden kann, ist aber eigentlich unwichtig!
    • Fahre immer so, dass Du den Schotter vorher siehst, das ist viel wichtiger!
    • Ich hatte vorher schon gesehen, dass die Bankette frisch geschottert worden sind. Auf die Idee, dass irgend welche Rindviecher mit dem Auto da drüber fahren, hätte ich kommen müssen. Für mich das Wichtigste!


    Für mich ist es extrem unspannend, in Schräglage über ein Brett zu fahren. Ich hätte das einem Profi auch so geglaubt. Ich will nicht in die Situation kommen, da drüber fahren zu müssen. Daran arbeite ich.


    Ich schreibe übrigens die ganze Zeit von MIR! Ich brauche das regelmäßige Üben, damit bei mir ein Trainingseffekt auftritt. Wenn das bei euch anders ist, dann Glückwunsch!
    Noch eins:
    Ich habe mir zuerst theoretisches Wissen angeeignet. Dann habe ich ausprobiert, wie ich z.B. mit verschiedenen Körperhaltungen am Besten um die Kurven komme. Klappt für meine Ansprüche ganz gut. Jetzt sagt mir ein Trainer, dies oder das sei falsch. Ich soll das mal so oder so machen. Habe ich aber schon hinter mir, und mir bringt es nichts. Und nun?
    In dem Moment, wo ein Trainer "richtig" oder "falsch", "immer" oder "nie" gebraucht, begibt er sich auf sehr dünnes Eis. Ohne mich damit vergleichen zu wollen :) , aber Jan Boklöv sprang immer so was von falsch....
    Wer so ein Training gut findet soll das machen. Ich mag Trainings in der Gruppe nicht. Ich bin auch beruflich Autodidakt, natürlich auf Basis eines Grundlagentrainings vor 15 Jahren. Allerdings habe ich damals schon den Trainer genervt, weil ich es viel genauer wissen wollte und alles Mögliche in Frage gestellt habe.


    Ein SHT macht nach der Fahrschule sicherlich Sinn. Wer Spaß daran hat, in der Gruppe zu üben, soll das auch machen, wenn ihn das weiter bringt. Aber das ersetzt nicht das anschließende Üben. Jedenfalls nicht bei mir.

    Es gibt sicher schlechte Trainings,

    Ich habe mit keiner Silbe geschrieben, dass mein Training ein schlechtes war.

    Vielleicht weißt du schon alles,

    Genau den Eindruck wollte ich damit vermeiden:

    Das geht jetzt nicht in die Richtung "Ich bin toll und die war doof",

    aber die meisten inkl. meiner Person sind nach der Fahrschule nicht ausreichend ausgebildet gewesen.

    Das ist wohl niemand.

    Wie kommst du auf die Idee, dass ein Rennfahrer dir nichts für den öffenltichen Straßenverkehr beibringen könnte?

    Das habe ich nicht geschrieben. Ich schrieb:

    Rennerfahrung nützt nichts für ein SHT.

    Das ist etwas völlig anderes. Prinzipiell kann mir jeder etwas über den öffentlichen Straßenverkehr beibringen. Aber die reine Rennerfahrung wird dazu nichts beitragen können.

    Wie kommst du auf die Idee, dass ein Kurventraining mit einem Renntraining gleichzusetzen wäre?

    Wo steht das? Ich schrieb ausdrücklich:

    Selbst ein Kurventraining erfordert für öffentlichen Straßen andere Inhalte, als für die Renne.

    Das bedeutet in etwas längerer Form nichts anderes als:

    Trainiert man bei einem Renntraining die Vollbremsung in Schräglage bis zum Stand? Trainiert man das Überfahren von Hindernissen in Schräglage? In einem Kurventraining (nicht Renntraining) wird dir nicht die schnellste Kurvenlinie beigebracht, sondern eine sichere.


    Ganz andere Inhalte eben.


    Erstaunlich, wie man das von mir geschriebene missverstehen kann. Eigentlich kann ich Deine Kernaussagen bis auf Kleinigkeiten unterschreiben. z.B.

    Ich kann nur meine eigenen Erfahrungen bewerten, aber bei meinen Trainings hat sich ganz sicher ein Trainingseffekt eingestellt.

    Das kann so nicht richtig. Ein Trainingseffekt stellt sich erst nach mehrmaligem regelmäßigem Training ein. Das bedeutet natürlich nicht, dass das einmalige Training gar nicht bringt. Aber man muss es anschließend auch weiter üben. Bei unseren Trainings gilt die Faustregel, dass ca. 50% der Inhalte des Trainings weg sind, wenn das Erlernte nach dem Training zwei Wochen lang nicht angewendet wird.


    Noch mal:
    Es war überhaupt nicht meine Intention, ein SHT oder anderes Training schlecht zu machen. Aber ich weiß, wie Trainings konzeptioniert werden, habe ich lange genug gemacht. Und dabei spielt das Thema keine Rolle. Die Frage ist immer, welche Inhalte kann ich in diesem begrenzten Zeitraum transportieren. Da muss man einfach Kompromisse machen. Und ja, auch mit Zertfizierungen hatte ich schon genug zu tun, um diese zumindest kritisch zu sehen.

    Deshalb werde ich auch keines machen.

    Das bezog sich nur auf mich. Dass ein Training für andere sinnvoll sein kann, ist doch logisch und völlig in Ordnung. Ich bestreite auch nicht, dass ich da etwas lernen könnte. Meine Güte, wer bin ich denn?


    Auf der anderen Seite bin ich in den letzten Jahren knapp eine halbe Million Kilometer in durchaus zügiger Gangart überlebt. Ich hatte zwei Alleinunfälle, einmal aus Unachtsamkeit, einmal auf Schnee und Eis. Ich habe in der Zeit vermutlich einen Großteil der Situationen, die einem so passieren können erlebt, oder selber vermieden. Das jetzt nur auf Glück zurückzuführen, halte ich für gewagt. Das, in Verbindung mit meiner großen Klappe, macht meine Nicht-Teilnahme zu einer win-win Situation für mich und den Trainer. :)

    Ich habe nie ein SHT mit Motorrädern gemacht. Ich habe mal ein Geländewagentraining gewonnen und gemacht, sowie mit der Firma ein SHT für PKW. Bei dem Geländewagentraining waren auch Standardübungen dabei, wie Bremsen auf der glatten weißen Fläche. Ich hatte da Meinungsverschiedenheiten mit der Trainerin, incl dem anschließenden Beweis, dass ich recht habe. Das geht jetzt nicht in die Richtung "Ich bin toll und die war doof", sondern jetzt komme ich dazu, was m. E. für alle SHT gilt.
    Bei der Teilnahme an einem SHT tritt kein Trainingseffekt auf. Daher muss der Trainer Lösungen aufzeigen, die einfach sind und das Fahrverhalten trotzdem verbessern. Für denjenigen, der solche Situationen tatsächlich trainiert, gibt es bessere Lösungen. Blockierbremse mit dem PKW ist Mist, aber besser, als viel zu schwach bremsen. Dicht an die Blockiergrenze ranzubremsen wäre besser. Das lerne ich aber nicht bei einem eintägigen Training. Wer das schon kann, wird bei einem Standard SHT nicht glücklich.Das wird es bei Mororrad-Tainings auch so geben. Deshalb werde ich auch keines machen.


    Dazu kommt die Frage, was den Trainer eigentlich qualifiziert. Rennerfahrung nützt nichts für ein SHT. Selbst ein Kurventraining erfordert für öffentlichen Straßen andere Inhalte, als für die Renne.

    Knapp 300 km heute Morgen, bei Nebel und Temperaturen zwischn 0° und 4°. An sich kein Thema, aber ich hätte wohl die Hose mit Futter anziehen sollen. Die Sommerhose (sehr luftdurchlässig) war wohl nur die zweitbeste Wahl. Wusste beim Pullern gehen gar nicht mehr, wo ich suchen sollte... ;( :P

    blahwas
    Stimmt. Und das mir... :-)


    hawkeye
    Ich lasse die Dinger nicht aus einem halben Meter Höhe fallen. Und tatsächlich habe ich auch schon die Biester an einem kräftigen Draht an den Lenkerenden aufgehangen, damit sie mir bei Radeinbau nicht im Weg sind. Aber das pure Gewicht der Sättel hält auch die Verbindung. Ist aber auch egal, ich wollte hier nichts besser wissen. Wenn ich das bei einem Kundenmotorrad machen würde, würde ich das wahrscheinlich auch anders machen. Und wer wie ich seine Motorräder auch im Winter und bei gesalzten Straßen fährt, sieht eine winzige Macke im Tauchrohr wahrscheinlich auch entspannter, als jemand, der mehr putzt, als fährt. Und auch das meine ich nicht im Geringsten abwertend. Nur weil ich mit meinen Moppeds eher rustikal umgehe, müssen das andere ja nicht machen. ;)
    Nur frage ich mich immer noch, was ihr so alles am Mopped macht, dass die lose hängenden Bremssättel laufend rumbaumeln... :)

    blahwas
    Ich verwende auch Lüsterklememn am Mopped. Zumindest da, wo kein Spritzwasser hin kommt, oder nur sehr wenig. Wenn man die mit etwas Sorgfalt verbaut, halten die ewig.

    Wie habe ich das früher beom Schrauben eigentlich immer gemacht? Ich glaube, die hingen einfach an ihren uralten Nicht-Stahlflexleitungen. Ich bin einfach davon ausgegangen, dass der Schlauch, der dermaßen hohe Druckkräfte beim Bremsen aushält, auch die albernen Zugkräfte abkann, wenn ein paar Gramm dran hängen. Da unten ist eigentlich außer Tauchrohr Bremsscheibe nichts, was ein Sattel berühren könnte. Und Beides sollte den gnadenlosen Aufprall eines Bremssattels, der aus wenigen Zentimetern Entfernung mit einer Beschleunigung die ungefähr bei Cos10° der Erdbeschleunigung liegt dagegendonnert, eigentlich aushalten. :)
    Aber immer wieder schön zu lesen, welche Arbeit man sich machen kann! :P

    blahwas
    Wenn Dir so ein Held seitlich vor das Motorrad fährt, Du ausweichst stürzt und Dich dabei schwer verletzt, vielleicht behindert bleibst, dann freust Du Dich, wenn die Kiste versichert sein muss. Nicht jeder ist Haftpflichtversichert. Übrigens, deckt die so etwas überhaupt? Ich halte das jedenfalls nicht für Überregulierung.

    Wann sollte man die letzte Fahrt mit dem Motorrad machen? Ja, die obektiven Kriterien sind mir auch klar, aber merkt man das selber?


    Das wurde auch im ZZR Forum diskutiert und hier mal ein Beitrag, der aus ärtztlicher Sicht geschrieben wurde:
    Zitat von User doc:


    Die nachlassende Leistungsfähigkeit im Rahmen des Alterungsprozesses ist
    schon spannend! Eines ist klar, alle im Straßenverkehr wichtigen
    körperlichen Leistungen nehmen mit dem Alter ab:


    Reaktionszeit je nach Komplexität der zu treffenden Entscheidung
    zwischen 0,6 bis 9 ms pro Jahr, der Alterungsprozess entsteht
    hauptsächlich durch Verschleiß im Bereich der Nervenhüllen, nicht der
    Nerven selbst.
    Die Sehschärfe nimmt ab, die Akkomodationsgeschwindigkeit (Anpassung
    hell/dunkel) nimmt ab, das Gesichtsfeld wird enger, die Sehschärfe nimmt
    ab, die Kontrastwahrnehmung nimmt ab, das Gehör wird schächer, der
    wahrnehmbare Frequenzbereich enger. Die Diskriminierungsfähigkeit (wo
    kommt ein Geräusch her) geht zurück. Die Geschwindigkeit der
    Muskelkontraktion wird langsamer, die Kraft nimmt ab. Der Geruch wird


    schlechter, usw. (Und ja, bei Männern nimmt auch die Potenz ab
    Aber eines nimmt selbst bis zum hohen Alter zu: Die Erfahrung. Diese
    kann bis zu einem gewissen Maß die körperlichen Defizite ausgleichen.


    Trotzdem muss man sich ab einem gewissen Alter ( die Grenze ist sehr
    individuell) sicher fragen, ob man einer ZZR noch gewachsen ist. Dann
    ist es Zeit sich nach einem Rentnerfahrstuhl umzusehen. Man landet dann
    wahrscheinlich zunächst auf einer GS, erst danach folgt der Rollator.


    Jetzt frage ich mich: Bekomme ich in zehn Jahren eine GS auf Rezept? :)
    Im Ernst, was meint ihr, merkt man als Motorradfahrer eher, dass es nicht mehr geht, als wie ein Autofahrer?

    Kann Motorradfahren auf über 800 Metern, bei 3°C, Nebel (in den Wolken eben) und leichtem Regen Spaß machen? Ja, unbedingt. Bei der Fahrt über die Rhön am Schwarzen Moor vorbei, hat die Stimmung etwas von Edgar Allen Poe. Der Blick aufs Moor, die Bäume und Büsche im Nebel wirken wie aus einem Film. Definitiv ein Hoch. Dass da schon über 200 km hinter mir lagen, hat da nichts ausgemacht.
    Ich weiß nicht, ob die Fahrt eine Woche später bei tollem Wetter in der Abendsonne schöner war.

    Manche machen das jedoch die ganze Zeit.


    Ja, ich! Wenn ich gemäßigt unterwegs bin, ist mir die Linie so was von dermaßen egal! Wenn es übersichtlich ist, fahre ich in Linkskurven auch auf die linke Spur. Warum auch nicht? Ich bin viel zu faul, um mich auf der Karre zu bewegen, um mir über eine Linie Gedanken zu machen, die bei dem Tempo nur theoretischer Natur ist.
    Bin ich zügig unterwegs, sieht das ganz anders aus. Aber das bin ich selten. Und ich überhole Fahrzeuge, die langsamer als ich unterwegs sind. Ich werde von Fahrzeugen überholt, die schneller als ich unterwegs sind. Macht mir einer eine schöne Strecke madig, weil er in Kurven zu langsam ist, aber auf der Geraden schnell, dann bleibe ich eben dahinter oder bin auf der Geraden schneller. Wo ist das Problem und worüber sollte ich mich aufregen?


    DIe Bedienung sieht gerade nicht, dass mein Bier leer ist. Das sind wirkliche Probleme!!! :P