Wie Gleichgewichtssinn schulen? Erste Fahrstunde eher wackelig :(

  • Hallo Freunde!
    Ich bin momentan dabei mir den Traum vom Motorradfahren zu erfüllen und mache den A1-Schein. Den theoretischen Pflichtteil habe ich soweit fertig gehabt(Prüfung kann ich erst mit den Unterlagen vom Bürgerbüro machen), weshalb ich meine erste (Doppel-)Fahrstunde genommen habe. Nur leider lief diese nicht so wirklich gut.

    Ich saß seit fast zwei Jahren nicht mehr auf einem Zweirad gesessen, geschweige denn auf einem Gefährz, wozu ich meinen Gleichgewichtssinn brauche. Darüber machte ich mir schon einige gedanken, aber da man sowas nicht verlernt, hat es mich nicht daran gehindert diese Fahrstunden zu nehmen. Und das sollte ein ziemlicher Fehler werden.

    Als erster wurde ich gefragt, ob ich schonmal gefahren sei und ich sagte deutlich, dass dem nicht so ist. Danach wurde mir das Motorrad erklärt und durfte sofort drauf. Die anfängliche Aufregung war sofort vergessen und ich fühlte mich eigentlich richtig wohl. dass ich dick eingepackt war und einen behindernden Helm aufhatte, fiel mir gar nicht mehr auf. Lediglich mein Schweißfluss war abartig stark.

    "Gefahren" bin auf relativ engen Straßen voller Kinder und Autos in der Siedlung meines Lehrers, was mir anfang snatürluch nur Schrittgeschwindigkeit zulies. Und das war mein großes Problem. Ich zog die Kupllung, trat den ersten Gang rein, lies die Kupplung kommen und als das Motorrad anfing langsam zu ziehen, Gab ich SEHR sachte Gas und das Ding bewegte sich doch tatsächlich. Leider zog die Maschine trotz (vielleicht zu schwacher?) Gegenlenkbewegungen immer weiter nach rechts und ich nahm das Gas weg, zog die Kupplung und hielt an. Nach vielleicht 3-4 Metern. Sehr sehr peinlich. Hingefallen bin ich natürlich nicht, aber der Kommentar "lass dich doch nicht fallen wie ein nasser Sack" nagte doch schon ein wenig an mir. Nun gut, einen Witz gerissen und mutig weitergemacht. Doch es wurde und wurde nicht besser. "Fahren" konnte man das nicht nennen. Ein Fehler von mir war wohl ständig auf die Kupplung zu achten, anstatt geradeaus zu schauen. Gebracht hat es mir nämlich nix. Habe nicht anständig gerade fahren können, sondern eher Zickzack und ab und an Mal den Motor beim Anfahren abgewürgt.

    Nach einer halben Stunde meist Geschwindigkeitsloser Fahrt wie ein Betrunkener und teilweise Schieben durch Abkürzungen auf größere Straßen, ging es dann an einen Berg. So langsam gewöhnte ich mich an das Bike und nach nur ein paar mal mehr Motorabwürgen im zweistelligen Bereich, weil ich komischerweise nach dem Anfahren immer Gas weggenommen habe, fuhr ich doch tatsächlich meinen ersten Berg hoch und in meine erste Kurve ein (hatte Lehrer falsch verstanden, sollte gar nicht in die Kurve). Nunja, wenn auch nicht perfekt gerade, hielt ich das Motorrad in der Spur und fuhr den Berg hoch. Doch nach nur etwas mehr Rumfahrerei und uneinfühlsamen Bremsens waren meine Fahrstunden auch vorbei. Irgendwie eine Katastrophe, oder?

    Und in einem Tag sind meine nächsten Stunden und ich will mich nicht wieder blamieren Könnt ihr mir sagen, ob ich ein hoffnungsloser Fall bin? Ich meine, Fahrradfahren ist kein Problem. Hab mich probeweise danach mal wieder draufgesetzt und es ging, wenn auch die ersten Minuten wackelig, voran.

    Könnt ihr mir sagen, wie ich meinen Gleichgewichtssinn schulen kann? Ich habe nämlich keine Möglichkeit mir irgendwo ein Motorrad zu leihen und damit auf einem Parkplatz zu fahren oder so

    Was sagt ihr außerdem zu dieser Geschichte? Gibt es noch mehr solcher Fälle und bin ich wieder der einzige, der als Sonderfall geahndet wird?

    Grüße, euer leicht betrübter KleinerBiker

  • Hi bensi,
    erstmal herzlich willkommen im Forum der Gleichgewichtsgestörten(Wenn auch meist aus anderen Gründen als du )
    Und laß dich nicht von dir selbst unterkriegen. Dass du am Anfang nen Heidenrespekt vor der Mühle und den vielfältigen Umsturzmöglichkeiten hast, ist völlig normal und hat nichts mit Gleichgewichtssinn zu tun. Das liegt daran, dass du dich, wahrscheinlich aus deiner Angst umzufallen, verkrampfst. Bleibst du locker, geht bald alles von alleine, das wirst du sehen. Wie ich aus der Bemerkung deines Fahrlehrers entnehme scheint er nicht gerade der Diplomat zu sein. Manchmal baut sowas noch zusätzlichen Druck auf, der dich dann noch mehr verkrampfen läßt. Im Zweifelsfall wechsel den Fahrlehrer und sieh zu, dass du einen kriegst, der alles etwas lockerer sieht und einfühlsamer ist. Jedenfalls bleib am Ball, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Viel Erfolg weiterhin
    wünscht
    Leroy

  • Hallo Bensi!

    Erstmal willkommen im Forum!

    Ich kann Dir zwar keine schlauen Tipps geben, da ich selber erst den Führerschein mache, aber wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann seid Ihr die ganze Zeit sehr langsam gefahren, oder? Dann ist es ja kein Wunder, dass Du eher Schlangenlinien gefahren bist, denn die Stabilität beim Fahren kommt erst bei ein paar km/h mehr, durch die Kreiselkräfte am Rad stabilisiert sich das Ganze ab einer bestimmten Geschwindigkeit von alleine (wenn ich das recht in Erinnerung habe). Also Kopf hoch, Ohren steif und weiter üben!

    Viel Spaß bei Deinen weiteren Fahrstunden!

    Alex

  • Hi Bensin,
    Leroy damit Recht. Du hast einfach nur Angst vor den vielen Möglichkeiten die hinzufallen. Und das iss Dir dann peinlich. Erstmal solltest Du tatsächlich versuchen mit Dir selber klar zu machen, dass Du nur Respekt und keine Angst vor einem Gerät haben brauchst. Wenn Du das Gerät gut einschätzt und deine Fahrkünste auch, dann wirst Du Dich immer mehr steigern. Fast alle hatten Schiss. Ich hatte es nicht ganz so übel, weil ich schon Mofa und gern mal etwas ohne Lappen mit 125er geheizt bin. Ich hatte dafür aber auch so einen Lehrer, der glaubte er sei der Chef und dürfe mich annmachen. Lass Dich nicht unterkriegen, wenn er Witze macht solltest Du ihm irgendwie sagen, dass Du das nicht willst, wenn er nicht dumm iss, dann hört er auf. Wenns weiter so geht entweder wechseln oder Arschbacken zusammen und durch.

    Du wirst sehen, wenn Du Dich nicht verkrammst und immer mehr Angst verlierst und auf Deutsch gesagt Dir der Gefahr nicht ganz so klar machst, dann klappt das. Denn man darf als Biker nicht immer nur denken "ah hier kann was passieren, da muss ich, hier, da, hier, da, hier......." sonst kann man nie entspannt fahren.

    Es brauch Dir nicht peinlich sein. Es ging allen so! Ich halte von der Geschichte nichts Negatives!

    Viel Glück!

  • Mach dir deswegen mal keinen Kopf. Ein Motorrad mit einem Fahrrad zu vergleichen hinkt ein wenig, da das Moped doch um einiges schwerer ist - ist eine rein mentale Sache.

    Allerdings wundere ich mich etwas über deinen Fahrlehrer, denn bei vielen ist in der ersten Fahrstunde das Fahren auf dem Übungsplatz angesagt, vorallem, wenn du noch nie auf einem Bike gesessen hast. Da dort naturgemäß weniger Beobachter sind, ist dort ein Abwürgen oder im schlimmsten Fall auch ein Umfaller nicht so peinlich - obwohl das dir überhaupt nicht peinlich sein muss, ist wahrscheinlich auch einigen hier aus dem Forum schon passiert.

    Und lass dich nicht von ihm niedermachen, es sei denn denn dir macht es nichts aus - ansonsten solltest du wirklich drüber nachdenken die Fahrschule zu wechseln. Ist schliesslich deine Kohle und du sollst dich da wohl fühlen.

    Ausserdem sind grade was das Langsamfahren angeht doch viele Motorradfahrer unsicher - vorallem die, die ihre Maschine nur Sonntags bei Schönwetter rausholen - soll jetzt aber keine Kritik sein - auch hier macht die Übung den Meister. Denn je schneller das Bike fährt desto stabiler wird es - und dann kippt es auch nicht mehr um.

  • Danke schonmal für die ersten aufmunternden Antworten! Ihr seid echt super!

    Nun, das mit dem Übungsplatz ist so eine Sache. Hier in der Nähe gibt es keinen. Der nächste ist knappe 20-30km entfernt, weshalb die relativ Verkehrsberuhigte Siedlung, wo der Fahrlehrer wohnt, als Übungsplatz "missbraucht" wird. Die Straßen sind recht eng und das sind sehr viele Kinder, was mich wohl am meisten verunsichert. Wer will denn in seinen ersten Stunden schon einen Unfall bauen?

    Ja, das mit der Schrittgeschwindigkeit war wirklich so eine Sache. Als es mal etwas schneller den Berg hochging, hatte ich, wie gesagt, keine Probleme, auch wenn ich nicht völlig schnurgerade gefahren bin. In der Spur blieb ich und das sogar mittig. Aber ansonsten das typische gewackel und die resultierende Nervosität mit dem Motorabsaufen.

  • Nabend,

    du hast geschrieben, das Du langsam unterwegs warst.
    Der eigenstabile Bereich, also der Bereich in dem das Rotieren der Räder das Motorrad stabilisiert, beginnt etwa bei 30 Km/h.
    Es gibt nichts schwierigeres beim Moppedfahren, als das Langsamfahren.
    Daher mein Tipp: das Gas ist rechts.


    Fahrradfahren ist was ganz anderes. Das stelle ich jedesmal fest, wenn ich mich auf so ein Mordgerät setze.

  • In Antwort auf:

    Ja, das mit der Schrittgeschwindigkeit war wirklich so eine Sache. Als es mal etwas schneller den Berg hochging, hatte ich, wie gesagt, keine Probleme, auch wenn ich nicht völlig schnurgerade gefahren bin.




    Das Zitat habe ich eben markiert, dann runtergescrollt und Klaus' Kommentar gelesen.

    Mach dir keinen Kopp. Als ich das erste Mal mit manueller Schaltung gefahren bin (125er vom Kumpel um ein Feld herum), habe ich die Kupplung immer springen lassen, nachdem sie anfing zu greifen. Das lernt man aber schnell.

    Wenn man's noch nie gemacht hat und dann noch Schritt fährt, ist es ja klar, dass es schwierig ist.

    Pass mal auf, wenn du in einem Gang eine konstante Geschwindigkeit fährst, wirst du merken, wie das Motorrad von alleine in die Richtung fährt, in die auch du fahren willst.

    Halt uns auf dem Laufenden!

  • In Antwort auf:

    dann runtergescrollt und Klaus' Kommentar gelesen.




    Ich war schneller....


  • Morgen früh um knapp acht Uhr weiter. Ich hoffe, dass zumindest die Kinder noch schlafen und die ersten paar Straßen frei sind.

    Und diesmal lasse ich den Gashahn nicht los. Auf ein neues.

  • Hallo Bensi,

    ich bin auch gerade dabei den Schein zu machen. Mir ging es in der ersten Stunde genau so. Wir hatten so ca. 3 Grad Außentemperatur, aber ich hab geschwitzt wie ein Stier. In der zweiten gings dann schon deutlich besser.

    Hier mal für Dich einie Infos im Telegrammstil zum Inhalt meiner bishierigen Stunden:

    1. Stunde
    Einweisung Motorrad:
    - Cockpit, Schalter, Ständer, Lenkradschloß, Anlassen, Schalten

    Gefühl für die "Schwere der Maschine"
    - seitliches Kippen
    - Schieben der Maschine mit Bremsen bei eingeschlagenem Lenker

    Erste Fahranfänge
    - Anfahren und Anhalten (Schleifpunkt)

    2. + 3. Stunde
    Einweisung Kontrollen vor Fahrtantritt:
    - Lichtkontrolle:

    Anfahren und anhalten
    Spiegel (links, rechts und Schulterblick)

    Schalten in 2. Gang

    Grundfahraufgaben
    - Stop and go
    - Schritt fahren (Schleifpunkt und Bremse)

    Anfahren am Berg

    Kreisfahrt mit Sicherung durch Fahrlerer (Abstützen)

    Pendeln zwischen den Bordsteinen
    - Anfahren mit vollem Lenkeinschlag
    - von Bordstein zu Bordstein

    4. + 5. Stunde
    Anfangsübungen (zum warm werden und sich wieder erinnern)
    - Anfahren und anhalten
    Spiegel (links, rechts und Schulterblick)
    - Pendeln zwischen den Bordsteinen

    Freies Fahren mit Fahrlehrer im Auto hinter einem
    - Auf ruhigen Straßen (Wohngebiet) nach Ansagen des Fahrlehrers
    - Unter Beachtung der Vorfahrtregeln
    - Schalten bis in den 4. Gang
    - Kreisfahren im Kreisel

    6. + 7. Stunde
    Anfangsübungen (zum warm werden und sich wieder erinnern)
    - Anfahren und anhalten
    - Wenden zwischen den Garagen

    Freies Fahren mit Fahrlehrer im Auto hinter einem
    - Auf ruhigen Straßen (Wohngebiete, Landstraße) nach Ansagen des Fahrlehrers
    - Unter Beachtung der Vorfahrtregeln, Ampeln etc.
    - Schalten bis in den 6. Gang
    - Geschwindigkeit nach eigenem Ermessen unter Beachtung der Begrenzungen

    8. + 9. Stunde
    Freies Fahren mit Fahrlehrer im Auto hinter einem
    - Wohngebiete, Landstraße, Ortsumgehung(Kraftfahrtstraße 2 spurig in jeder Richtung) nach Ansagen des Fahrlehrers
    - Unter Beachtung der Vorfahrtregeln, Ampeln etc.
    - Schalten bis in den 6. Gang
    - Geschwindigkeit nach eigenem Ermessen unter Beachtung der Begrenzungen


    Also weiter machen, wird schon!

    Ich halte das für ein gutes Zeichen, wenn jemand es am Anfang langsam angehen läßt und nicht gleich versucht den "dicken Max" zu makieren.

    Viel Spaß und Erfolg

  • bikeole: Das hört sich ja klasse an wie dein Fahrlehrer das angeht.

    Und zu Bensi: Du wirst das schon schaffen, wenn du einmal das mit der Kupplung raus hast klappt das fast automatisch. Dann wirste garnicht mehr an die Sache mit dem Gleichgewicht denken. Und du wirst selber merken, wie schon andere geschrieben haben (Grüße an dieser Stelle), dass es sich viel leichter in der Balance halten lässt wenn du erstmal ein paar kmh schneller als Schrittgeschwindigkeit fährst. Wobei das nun kein anheizen zum schnelleren Fahren in den Fahrstunden sein soll.

    Viel Glück jedenfalls!

  • bikeole
    Da habt ihr das ja sehr behutsam angehen lassen bei deinen Fahrstunden. Ich hatte in der 1. Fahrstunde in ca 15 min das durchgekaut was du in den ersten 2 Stunden gemacht hast, dann ging´s ab über die Dörfer, in der 2. Stunde dann Grundfahrübungen und wieder über die Dörfer, 3. Stunde noch Autobahn dazugenommen, dann haben wir die Pflichtsachen abgespult, also Überlandfahrt, Beleuchtung usw., zwischendurch immer die Figuren gefahren, das ging alles sehr flott, darum habe ich auch nur die Mindestanzahl an Stunden gebraucht. Vielleicht bin ich ja ein Naturtalent Jedenfalls hat´s Geld gespart.
    Gruß
    Leroy

  • Hi Bensi,

    von mir auch erstmal ein Herzliches WIllkommen.

    Also wenn Du nur in Schrittgeschwindigkeit unterwegs warst wundert mich gar nichts....rein physikalisch ist das nämlich ein Unding dabei "wackelfrei" zu bleiben....
    Erst ab 20 km/h ist das Aufstellmoment so groß, daß man nicht mehr kippeln kann.
    Will Dein FL Dich vergraulen?

    Als Endurofahrer der öfter mal sehr langsam unterwegs ist, kaum über Schrittgeschwindigkeit, kann ich Dir sagen, daß es eigentlich die Höhere Schule des Motorradfahrens ist extrem langsam zu fahren....ausserdem ist das besonders anstrengend...

    Es wundert mich also rein gar nicht, wenn Du in engen Gässchen mit jeder Menge Fussvolk Probleme hattest Dich auf das Fahren und Bedienen der Maschine selbst zu konzentrieren....ich glaub auch nicht, daß man es so erlernen kann....

    Sag Deinem FL, daß Du erstmal auf einem Übungsgelände ohne Verkehr anfahren usw. erlernen willst....wer von ´nem Fahrrad nicht runterfällt kann auch Mopped fahren, Gleichgewichtssinn brauchts nur bei extrem langsam.....wenn´s schneller geht erledigt das die Physik...

    Und zum Abwürgen.....üben üben üben....viele Fahrschulbikes sind an der Kupplung viel zu früh eingestellt....das kann man ändern, denn eine Kupplung die auf halbem Hebelweg kommt ist für einen Anfänger besser als direkt hinter dem Griff...

    Ach ja und Kopf hoch wir alle mussten üben...Meister fallen ja nicht vom Himmel

  • Hallo erstmal,

    bei mir sind die Fahrstunden schon ein paar Tage her, deshalb muss ich ein wenig tiefer graben.
    Also als erstes denke mal dran: Es ist Deine Kohle! Du bezahlst Deinen Fahrlehrer für eine Dienstleistung! Er wollte Dich vermutlich nur auflockern, aber sag ihm einfach, dass Dich das noch Nervöser macht.
    Wenn Du gar nicht klarkommst, frag doch mal ob Du die erste Stunde auf nem leichteren Teil machen kannst. 125er oder so. Nur zum eingewöhnen.
    Bei meiner ersten Fahrstunde hab ich mit ner 80er angefangen und der hat mich über die Landstrassen gescheucht. Bis ich ihn mit seinem 50PS Golf Diesel fast abgehängt hab.
    Spass beiseite, ich kann mich den Vorrednern nur anschließen: langsam Fahren können, ist zwar ein Zeichen das man sein Motorrad beherscht, aber Du fängst ja schließlich erst an... Das ist, wenn Du Dich errinnerst sogar beim Radfahren so! Wenn man versucht gaaaanz langsam zu fahren, schauckelt man wie bei ner Seefahrt. Das Moped zieht sich quasi mit steigender Geschwindigkeit selber in die Bahn.
    Ich drück Dir die Daumen das Du es bald in denGriff bekommst und Dein Fahrlehrer doch keine Niete ist!
    Gruß Dirk

  • So, habe gerade die nächste Doppelstunde hinter mir.

    Anfangs lief es erstaunlich gut. Das Anfahren und Fahren selbst machte mir plötzlich keine Probleme mehr und gewankt habe ich auch nicht. Selbst das letztens so schief gelaufene Anfahren am Berg klappte reibungslos. Meine erste engere Kurve konnte ich sogar mit ein wenig Seitenlage nehmen.

    Da war also die erste Stunde verstrichen und der Lehrer sah, dass meine Kupplung wohl etwas zu schwergängig war. Also machten wir 2-3 Minuten Pause und er lockerte sie ein wenig, während ich meine Linke hand etwas entspannen durfte.

    Soweit, so gut und weiter ging es. Die Kupplung war etwas sehr locker, wie ich fand und weswegen ich erstmal wieder ein paar Mal den Motor abgewürgt habe. Und da fing es an. Durch das Funkgerät hörte ich plötzlich nur noch genervte "OHs". Da habe ich mich nochmal extra konzentriert und nach etwas eingewöhnung an den etwas eigenartigen Schleifpunkt kurz nach dem Griff ging es dann auch voran. Als nächstes haben wir dann das typische Stop and Go und Bremsübungen mit der Fußbremse aus verschiedenen Geschwindigkeiten. Anfangs ging es eigentlich und ich kam gerade zum stehen. Ich wurde sogar auch zum ersten Mal gelobt (juhu ), vor allem als ich das Motorrad trotz starkem Lenkereinschlag nach links schön sauber in die Bahn gekurvt habe. Das baute natürlich etwas auf. Doch dann passierte mir ein anscheinend ziemlich böser Fehler.

    Beim Bremsen, wobei ich mich aus reiner Rechtsfüßergewohnheit nach dem Bremsen instinktiv mit dem rechten Bein abstützen will und dementsprechend das Motorrad leicht nach rechts drücke, ist mir die Maschine fast aus den Händen geglitten. Ich war auf einer ziemlich unbefestigten "Landstraße" und habe mich mal wieder gegen meinen bewussten Willen rechts abgestützt, nachdem ich von der Bremse gegangen bin und bin an einer ziemlich aufgeweichten Stelle gelandet, da ich wohl etwas zu weit rechts gefahren bin, nachdem mir das befohlen wurde. Deshalb ist mir Maschine dann entglitten und wäre fast zur Seite gekippt. Als sie drohte den Boden zu berühren, habe ich anscheinend übermenschliche Kräfte entwickelt und sie mit größtenteils nur einem Arm hochgehoben und sie vor unschönen Kratzern und mich selbst vor viel Ärger bewahrt. Nunja, zumindest das mit den Kratzern blieb uns erspart

    "Was machst du da? Du machst mich echt Wahnsinnig, merkst du das?", hörte ich es in meinen Öhrstöpseln per Funkgerät brüllen. Und das nagte schon ganz schön an mir, nachdem doch alles, vor allem der Anfang, als ein großer Fortschritt zu beschreiben war. Nunja, dann war meine Stunde fast vorbei und ich durfte Richtung Garage fahren. Als ich dann nochmal den Motor abgewürgt habe durfte ich die letzten 20 Meter hinten sitzen. "Komm, für heute hast du genug...".

  • Nicht ohne Grund gehören Schrittfahren und Schrittslalom zu den Grundfahraufgaben in der Fahrprüfung -- und gelten als eher schwierig.

    Lass dich nicht entmutigen!
    Ich hatte am Anfang auch Schwierigkeiten mit der Kupplung, besonders wenn ich mich gerade auf etwas anderes konzentriert habe. Hilfreicherweise habe ich allerdings auf einem kleinen Parkplatz angefangen und nicht in einer belebten Wohnsiedlung...

    Irgendwo bei euch in der Nähe wird es doch einen Platz geben, wo man ein bischen ungestört Anfahren oder Slalom üben kann, oder? Das musst du in der Fahrprüfung sowieso machen.

  • armer bensi.

    wechsel den fahrlehrer.

    der macht dich nur nervös und dann macht das lernen erst recht keinen spaß.

    aber genau das sollte es: spaß am lernen und die vorfreude erhöhen!

    also: geschwind einen blick in die gelben seiten geworfen, die sachlage erklären und auf ein neues.

    UND: alles wird gut! wirst schon sehen....

  • hey bensi,

    ich glaub du bist echt an den falschen geraten. du bist der fahranfänger, aber die fehler macht dein fahrlehrer.
    beruf verfehlt : setzen 6

    such dir ne neue fahrschule und hab den ganzen spaß, den die sache bietet...

    das wird schon. mach dir keine gedanken, du hast super reagiert. wenn der depp das nicht merkt, dann ist das sein problem.
    inox


    Man muss auch mal auf ein Opfer verzichten können...
    (Werner Enke)

  • was is en des fürn assi-Fahrlehrer??

    also echt, such dir nen gescheiten, der darf dich doch net so stressen!
    lass dir von dem nix sagen, sag ihm dass du dir des gefallen lässt!
    also echt, beim Motorradfahren gehts ums Wohlfühlen, und so geht des net!

    mfg flo

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