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  • Reisebericht Goslar Lauenförde Villa Löwenherz und ...ach lest es doch selber

    Wir schreiben das Jahr des Herren 2006, es ist Ende September und wir haben einen wunderschönen Spätsommer. ( ich sage ja, Gott muss ein Biker sein )

    Was macht nun der normale durchschnitts Biker mit solch einem Geschenk, solch einem Wetter ??? Richtig er setzt sich auf seinen Feuerstuhl und spult Km ab immer und immer mehr.

    Gesagt, getan. Es ist Sonntag, der glühende Feuerball am Himmel nimmt das Wort Sommer sehr Wörtlich und lässt wärmende Strahlen auf die Erde regnen.

    Mein Nachbar und ich wollen das Wetter nutzen und eine Kleine Ausfahrt machen.

    Um 10:15 Uhr sitzen wir auf unseren Mopeds.

    Zündung, Choke, Start... es ist immer wieder ein geiles Gefühl wenn der V2 unter mir willig und ohne zu murren seinen Dienst aufnimmt. Langsam setzen wir uns in Bewegung, das Ziel...die Villa Löwenherz, ein Hotel nur für Biker. Ich habe schon oft darüber gelesen, war aber noch nie da, dass sollte sich nun ändern.

    Die Planung sah wie folgt aus, gemütliche Anfahrt, Tasse Kaffee einwerfen, gemütliche Rückfahrt, halt eine nette Spazierfahrt.

    Da ich ja nicht auf der Flucht bin und auch etwas von der Landschaft sehen will ( an dieser Stell möchte ich mal Easy ganz lieb grüssen :-))) ) habe ich für die Tour ca. 4 Stunden eingeplant.

    Aber wie das so ist im Leben, erst einmal kommt es anders und zweitens als man denkt. Dazu später aber noch mehr.

    Also erst mal los, von Goslar Richtung Langelsheim um dann über Seesen weiter nach Kreiensen zu fahren.

    Moment, Langelsheim - Seesen...da gibt es doch eine schöne Kurvenreiche Strecke durch den Harz......

    OK……, wenn es auch ein bisschen weiter ist, der Sprit ist ja zurzeit günstiger geworden, die Sonne scheint und Schluss endlich ist ja der Weg das Ziel. :-)))) also ab durch den Harz.

    In Seesen angekommen geht es direkt und ohne Umschweife weiter nach Kreiensen. Auf diesem Streckenabschnitt nichts besonderes, ich genieße die Fahr und freue mich über das geile Wetter und die Heerscharen von anderen Bikern.

    Kreiensen liegt nun schon hinter uns, da sehe ich hoch oben auf einer Anhöhe einen alten Burgturm. Sieht ja Interessant aus, ob man da wohl hoch kann?
    Das Dörfchen heißt Greene, die Burg trägt den nicht anders zu erwartenden Namen Burg Greene...so steht es jedenfalls auf dem Schild welches mir entgegen kommt. Ach was soll’s, es ist ja Sonntag, die Sonne scheint, also Blinker links und ab zur Burg. Da ich ja schon von Haus aus ein sehr bequemer Zeitgenosse bin, entschließe ich mich mit dem Töf direkt in die Burg hinein zu fahren, auch wenn ich mir vorstellen kann, das der eine geöffnete Flügel des Tores sicher nur Fußgänger hindurch lassen soll. Aber egal, mein Moped ist immer da wo ich bin und passen tut das ja auch also ist das für mich gebaut und fettich &#61514;…...



    So, nun stehe ich da, genau mitten im Burghof direkt vor dem imposanten Turm Bauwerk. Da sehe ich ein Schild stehen, dass mir verkündet, dass hier in dem Jahre 1308 wohl sehr fleißig gearbeitet wurde. Mit andern Worten, ist diese Burg also noch fast Neu und bestimmt ist auch noch Garantie drauf. &#61514;
    Der Rest der Burg ist leider nicht mehr so gut erhalten, aber an Hand der Grundmauern sind die Ausmaße dieses Architektonischen Meisterwerkes noch recht gut zu erkennen. Was hält mich eigentlich noch, ab auf den Turm und die Aussicht genießen. Auf den Weg nach oben, empfinde ich Mitleid für die armen Schweine die das Ding hier hingestellt haben. Endlich erreiche ich den "Gipfel", kurz bevor mich meine Kräfte verlassen... puhhhh
    Man reiche mir ein Sauerstoffzelt...leider ist aber kein Scherge da der mir das dringend benötigte Utensil reichen kann, so muss es wohl oder übel auch ohne gehen.

    Der Ausblick ist wunderbar, schlicht Atemberaubend...hier hat die Natur eine Landschaft hingestellt, wie zu den Karl May Festspielen in Bad Segeberg.... ( und ich Hirni habe kein Foto gemacht )mein Nachbar stellt fest, das dass genau das richtige für seine Höhenangst ist……

    Ups...also wieder runter... .

    So wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen, noch schnell ein paar Fotos gemacht, man will ja daheim zeigen was man alles erlebt hat.



    Wie bestellt, sehe ich eine Inschrift: "Wir mahnen allen die Freiheit"... . Wen das nicht zum biken passt, na was dann???
    Nach abgeschlossner Fotosaison geht es weiter, dem Ziel entgegen. Es folgen wunderschöne Kurvige Strecken, scheiss langweilige gerade Strecken und dann das ersehnte Ziel.



    Die Villa ist liebevoll gepflegt und ich stelle mit Freude fest, das auch noch andere Biker die gleiche Idee hatten und sich nun das Mittagsmahl schmecken lassen. Zu moderaten Preisen bekommt man Bratwurst und Pommes, eine Cola brauche ich auch noch und bin erstaunt dass man mir nen halben Liter reicht, ich lasse mir das Prachtgelage schmecken.

    Die Villa Löwenstein ist alle mal einen Wochenendausflug wert, nicht nur wegen der Villa an sich, nein auch das Weserbergland kann sich sehen lassen. Zum Mopedtreiben einfach ideal, auch die Strassen sind in einem guten Zustand, so steht einer Ausfahrt nichts im Wege.

    Nachdem wir nun voll gefressen sind könnte man ja die Heimreise antreten...man könnte aber auch, wo man ja nun schon mal hier ist auch mal noch ein bisschen die Gegend erkunden.

    Fassen wir also noch mal zusammen;

    -ich bin satt, das ist schon mal wichtig
    -die Sonne scheint,
    -der Sprit ist billiger geworden,
    -die Landschaft ist einfach nur Herrlich

    -und irgendwie habe ich ja noch gar keine Lust wieder nach Hause zu
    fahren.

    Logischer Schluss: Fahren wie noch ein " bisschen".
    Bad Karlshafen ist ja nicht weit, da könnte man ja mal hin... .
    Dort angekommen, haben wir keine Lust anzuhalten und folgen einfach nur der Strasse...schöne Kurven haben die hier... .

    Ein Wegweiser zeigt Richtung Hannoversch Münden... wir folgen dem Wegweiser und kommen auch tatsächlich dort an.










    Es folgt ein kleiner Stadtrundgang, wir bestaunen den Weserstein, finden an einem Gebäude hinweise auf vergangene Flutkatastrophen, und beschließen, das wir uns dann doch mal besser auf den Heimweg machen bevor die nächste Flut kommt und uns eiskalt erwischt.

    Zu Hause...war da nicht was...ups es ist la schon 16:30 Uhr nun aber schnell über die BAB nach Hause.

    Kurze rede langer Sinn, um 18:00 Uhr waren wir wieder zu hause.
    Ich habe voll das fette Grinsen im Gesicht…. meine Frau hingegen….war recht angepisst ( zu recht muss ich aber auch sagen ), das ich mir die volle Packung Moped gegeben habe.

    Nach der kleinen Standpauke habe ich aber immer noch das fette Grinsen im Gesicht und zehre an der Erinnerungen an diesen Tag.

    Logisch, das ich mir das noch mal geben muss. :-)))))))))))))))))))))))))))


    In diesem Sinne………………….



    lg Mitch [align=center]

  • Hallo,
    schöner Reisebericht und tolle Bilder!

    Grüße Annette

    P.S. Die Standpauke scheint aber
    milde ausgefallen zu sein, wenn es nach Wiederholung schreit.
    Wir freuen uns dann auf die Bilder.

    Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Aber leben muß man es vorwärts. (S.Kierkegaard)

  • He Wolfgang...schön das Du es doch noch geschafft hast ENDLICH ins Forum zu kommen......


    Ich freu mich......

    lg Mitch [align=center]

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