Absicherung bei Probefahrt

  • :danke: , Klanor,


    super ausgearbeitet und formuliert, habe ich gleich abgespeichert. Auch, wenn ich mein Moepp in der naechstn Zeit grantiert nicht verkaufen will..


    Sowas kann man immer gebrauchen.

  • Quote

    Original von klanor


    Nicht ganz richtig. Bei geliehenen Gegenständen wird die Haftung außer Kraft gesetzt, weil man davon ausgeht, dass sich beide Parteien über das Risiko im Klaren sind. Darauf stützen sich im Übrigen auch die Versicherer...


    Ich habe mal für diesen meinen Fall ein Schriftstück aufgesetzt, das ich am nächsten Interessenten auszutesten gedenke.


    Ein Fahrzeug, welches bei einer Probefahrt verunfallt, ist nicht "geliehen" und wenn somit der Fahrer das Kfz beschädigt kommt er dafür auf.


    Wenn das Kfz eine Vollkaskoversicherung hat u. vom Fahrer / Käufer bei einer Probefahrt verunfallt, übernimmt die Vollkaskoversicherung den Schaden.


    Es handelt sich bei Probefahrten zum Zwecke eines Verkaufes nicht um das Ausleihen eines Gegenstandes, der bei verursachter Beschädigung durch den Ausleiher einen eventuellen Versicherungsschutz beanspruchen möchte.
    Beispiel: Ich leihe mir eine Digitalkamera von meinem Bekannten aus, diese lasse ich fallen, sie wird dadurch beschädigt und nun möchte ich meine Privathaftpflichtversicherung dafür aufkommen lassen.
    Ergebnis: NIX mit Versicherung!
    Dieses Beispiel trifft aber nicht auf eine Probefahrt zu. Da kein Ausleihen / Verleihen!

    Edited 3 times, last by RoteS4 ().

  • Eine Probefahrt dient ausschließlich dem Kennenlernen des Fahrzeuges zur Vorbereitung der Kaufentscheidung, ohne dass zugleich ein Besitzrecht übertragen wird
    OLG Köln, Beschluss vom 18.04.2005, Az. 19 U 10/05

    Zitat:


    Die Gestattung einer Probefahrt beinhaltet nicht den Abschluss eines Leihvertrages. Die Überlassung des Fahrzeugs dient in diesen Fällen ausschließlich der Kaufanbahnung. .........................

    Edited once, last by RoteS4 ().

  • Quote

    Original von RoteS4


    Ein Fahrzeug, welches bei einer Probefahrt verunfallt, ist nicht "geliehen" und wenn somit der Fahrer das Kfz beschädigt kommt er dafür auf.


    ...


    ...und damit du genau das alles nicht zu schreiben brauchst, habe ich dich doch zitiert.


    Meine Antwort bezog sich also auf den Satz, der mit "Ist wie überall im Leben" beginnt.


    Inukshuk: Ist völlig ausreichend (genügend gut). Allerdings auch ebenso völlig überflüssig, wenn beide Parteien die Rechtslage kennen.

  • klanor


    :danke: ... noch mal.


    Ich hasse diese Rechtsverdrehungen. Aber das mit dem genuegend gut oder ausreichend gut ist schon wieder sehr gut!


    sei's drum, ich vekauf meine Isabelle sowieso nicht ... wuerde mir vielzuviel Schmerzen bereiten.

  • Quote

    Original von Inukshuk
    .....................


    Ist Klanors Entwurf nun genuegend gut oder nicht?


    ?( X( :wall:


    Klar!
    :)

  • Quote

    Original von klanor
    .......................


    Inukshuk: Ist völlig ausreichend (genügend gut). Allerdings auch ebenso völlig überflüssig, wenn beide Parteien die Rechtslage kennen.


    Sehe ich nicht so.


    "Die Rechtslage" ist nämlich nicht so.


    Bei einem Privatverkauf haftet natürlich der Kaufinteressent wenn er das Kfz umschmeisst (obwohl auch schon Gerichte anders entschieden haben!) aber der Umfang der Schadenserstattung ist nunmal nicht komplett reguliert.


    Z. B. die Höherstufung, eigentlich ja die Herunterstufung der Schadensklasse geht immer zu Lasten des Versichrungsnehmers / Verkäufers.
    Diese finanzielle Differenz erhält i. d. R. der Verkäufer dann nicht vom Kaufinteressenten zurück. Es sei denn, man hat vorab .......... eine passende Vereinbarung unterschreiben lassen.

    Edited 2 times, last by RoteS4 ().

  • Quote

    Original von klanor
    Nachdem ich den ollen Audi heute vormittag inseriert hatte, haben sich vier Interessenten gemeldet.


    Da warst du wohl zu günstig ;)

    MO24 Team Reisen

  • Quote

    Original von klanor...
    Ich habe mal für diesen meinen Fall ein Schriftstück aufgesetzt...


    Was hälst Du von folgendem Passus:


    Der Kaufinteressent verflichtet sich, bei einem selbstverschuldeten Schaden, das Kaufobjekt zum ausgewiesenen Preis zu erwerben und den Verkäufer von allen, aus dem Unfall resultierenden Kosten, freizuhalten.


    Quote

    Original von perle
    ...der kann sich beim ADAC Musterverträge (sowohl zum Kauf als auch zum Verleihen) runterladen.


    Leider nur für Mitglieder

    Edited once, last by CHiP ().

  • Ich werde mir den Probefahrtvertrag wohl mal gleich kopieren :danke:
    Denn ich hatte schon mal das Vergnügen das mein damals zu verkaufendes Bike
    bei der Probefahrt gleich nach 50 Metern flach lag.
    War einiges dran und so habe ich mehr mit mir handeln lassen "müssen" als mir lieb war.
    Denn so hätte ich die keinem mehr verkaufen können...


    Fand ich allerdings sehr dreist das dann einiges bemängelt wurde, war erst durch den Sturz hervorgerufen wurde. X(
    War ja keine hochpreisige Kiste - aber denoch ärgerlich. :durchgeknallt:

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