Schrecksekunden - Eure Erfahrungen

  • Ich denke da muss jeder seinen eigenen Weg finden. Ich fahre bewusst langsamer als ich könnte weil im Straßenverkehr einfach kein Platz für Fehler ist und zu viel Unwegsamkeit sind. Ich verstehe aber auch Manuels Einstellung, mir geht das mit Sardinien so - mehr als ne Schnelle Woche darf ich da nicht machen weil ich da schlicht in einen rausch verfalle und deutlich zügiger am ende der Woche immer unterwegs bin als ich eigentlich wollte. Und dann stell ich jedes mal fest, uff wäre da wieder einer einen Stück auf deiner spur entgegen gekommen, da wäre null spielraum mehr für mich gewesen. Das Problem ereilt mich dort immer schneller, nachdem ich paar mal da war, man die Strecken stellenweise kennt usw ...


    Auf der anderen Seite haben alle Sportarten/Hobbys irgendein Risiko. Wir sind Jahrelang viel tauchen gewesen, das kann auch mal ins Auge gehen und auch Tödlich enden.

  • ch habe nach der Unfall Situation für mich beschlossen dass wenn ich wieder so eine Situation habe und auch wenn nichts passiert ich aufhören werde mit Motorrad fahren.

    Das ist mir in den ersten Wochen nach bei meinen Stürzen (es waren nur 2 in den vergangenen 12 Jahren) auch durch den Kopf gegangen. Hat sich später aber wieder gelegt. Bin insgesamt aber etwas vorsichtiger bzw. vorausschauender unterwegs. Insbesondere in unbekannten Gegenden und wenn die Umstände (Wetter, Verkehr, Straßenbelag. . ) schon nicht optimal sind. Letztlich hat man aber keinen 100% Einfluss auf sowas, und wenn der Spass am Fahren erst einmal wieder kommt . . .


    Möglicherweise spielt bei mir aber auch das Offroad Fahren eine Rolle im Hinterkopf. Da stürzt man doch mal häufiger, was aber in den allermeisten Fällen bei niedrigerer Geschwindigkeit (als auf der Straße) und oft weichem Untergrund passiert. Da steht man wieder auf, checkt kurz sich selbst und das Moped und fährt weiter.

    Das ist dann auch schnell aus dem Kopf verschwunden.

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • Auch mit einer NTV kann man Fahrfehler begehen und sich um den Baum wickeln. Da fahr ich lieber Fahrrad, damit tue ich sogar was für die Umwelt und halte mich fit.

  • Ich verstehe aber auch Manuels Einstellung, mir geht das mit Sardinien so - mehr als ne Schnelle Woche darf ich da nicht machen weil ich da schlicht in einen rausch verfalle und deutlich zügiger am ende der Woche immer unterwegs bin als ich eigentlich wollte. Und dann stell ich jedes mal fest, uff wäre da wieder einer einen Stück auf deiner spur entgegen gekommen, da wäre null spielraum mehr für mich gewesen. Das Problem ereilt mich dort immer schneller, nachdem ich paar mal da war, man die Strecken stellenweise kennt usw

    Das ist genau mein Punkt. Ich weiss was geht. Und ich muss mich bremsen das nicht auszureitzen.


    Bin insgesamt aber etwas vorsichtiger bzw. vorausschauender unterwegs. Insbesondere in unbekannten Gegenden und wenn die Umstände (Wetter, Verkehr, Straßenbelag. . ) schon nicht optimal sind. Letztlich hat man aber keinen 100% Einfluss auf sowas, und wenn der Spass am Fahren erst einmal wieder kommt . .

    Ich erkunde auch lieber neue Sachen anstatt immer wieder und wieder die gleiche Strecken zu fahren (außer die Sauerlandtour).


    Vll fahr ich auch nur noch auf der Renne und sonst auf der Straße garnicht mehr. Wer weiss.

  • Schwieriges Thema, dass mich auch die letzten Jahre beschäftigt. Ich habe meinen Anteil "sportlicher" Fortbewegung auf der Straße reduziert und verlege mich mehr in Richtung Offroad und entspannteren Touren im Bummeltempo. Das Risiko kann man durch geringeres Tempo schon deutlich reduzieren.

    VG
    Michael

  • Schwieriges Thema, dass mich auch die letzten Jahre beschäftigt. Ich habe meinen Anteil "sportlicher" Fortbewegung auf der Straße reduziert und verlege mich mehr in Richtung Offroad und entspannteren Touren im Bummeltempo. Das Risiko kann man durch geringeres Tempo schon deutlich reduzieren.

    Ich würde nur noch offroad machen, wenn es irgendwo erreichbar legal möglich wäre. Man erlebt viel mehr und das Entdeckungspotential ist deutlich höher.


    Rennstecke gefällt mir aber noch mehr, aber dann bräuchte ich entweder einen Transporter oder einen Hänger, der an 320 Tagen im Jahr nur rumsteht bzw. der Transporter viel zu groß ist für andere Sachen. Rennbike mieten wäre auch noch eine Möglichkeit.

  • Ich hatte dazu auch schon viele dunkle Gedanken. Und siehe, ich fahre doch wieder. Ich bin zwar nicht der langsamste, aber 99,9999% der Zeit zu 100% in meinem Wohlfühltempo (oder langsamer) unterwegs. Und ich kenne mittlerweile so viele Fallstricke wie z.B. Asphaltglätte, dass ich mir zutraue, auch in 40 Jahren noch zu fahren.


    Gegen blinde Autofahrer hilft halt nicht so viel. In Bosnien war anfangs kreuzbrav unterwegs, weil ich es nicht einschätzen konnte, wie da gefahren wird. Noch langsamer zu fahren hätte in der Situation aber vermutlich auch nicht geholfen, nicht übersehen zu werden. Ausweichen geht ironischerweise auch leichter, wenn man schneller ist. Dafür geht anhalten natürlich besser, wenn man langsam ist.

    MO24 Team Reisen

  • Rennbike mieten wäre auch noch eine Möglichkeit.

    Auch ganz schön teuer. Dann fast schon lieber einen Hänger rumstehen lassen.

    Bin gerade bei Bike-promotion.com gelandet - ab 300€/Tag geht's los.

    Was ich aber ein wenig verwirrend finde:

    Quote
    • 60 Euro/Tag für Vollkaskoversicherung mit 4.000€ Selbstbeteiligung

    Schadensfall:

    Die Schadenshöhe beträgt im Schnitt ca. 3.500 EUR. Wir behalten eine Kaution von 4.000 EUR von Deiner Kreditkarte ein, um den Schaden bzw. einen Teil davon zu decken. In 99% der Fälle reicht das.

    Bezahlt wird übrigens nur der wirklich entstandene Schaden, nicht die komplette Kaution.

    Sollte der Schaden doch höher ausfallen wird ein Gutachten erstellt und auf der Basis dieses Gutachtens mit Dir abgerechnet.

    Wofür ne Vollkasko mit 4k€ SB wenn nach Unfall auf Basis des Gutachtens abgerechnet wird? Sollte das nicht die VK dann covern?

    "Reality is on a delay. For you, nothing is now. Realizing this fact is unsettling. If we can only react to the past, how do we manage to navigate the present? It's easy to spiral into a treatise on free will while in the fetal position, overthinking our forever past." - Kyle Hill

  • Ich würde nur noch offroad machen, wenn es irgendwo erreichbar legal möglich wäre. Man erlebt viel mehr und das Entdeckungspotential ist deutlich höher.

    Dafür gibt es den Sandman, aber für Offroad vor der Haustür kann auch der nicht sorgen. ;)


    Rennstecke gefällt mir aber noch mehr, aber dann bräuchte ich entweder einen Transporter oder einen Hänger, der an 320 Tagen im Jahr nur rumsteht bzw. der Transporter viel zu groß ist für andere Sachen.

    Irgendetwas muss man immer in Kauf nehmen, gibt nicht viele die alle Möglichkeiten haben. Zumindest kann so ein Anhänger dann auch für den Transport der Offroad Maschine genutzt werden. Oder man Teilt sich den mit Bekannten, oder leiht sich einen bei Bedarf.

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • Für kurze Zeit bzw. hin- und wieder ist Leihen sicherlich günstiger .


    Mein kleiner Anhänger hat mich vor 15 Jahren gebraucht gerade mal 150€ gekostet. Habe nochmal 150€ reingesteckt und etwas Arbeit. Den benutze ich mindestens 2x im Monat (Sauerland oder Holland) und auch für 1x im Jahr eine Mehrtagestour in F, B, PL, I mit Anfahrten von 350-1200km. Der hat sich also schon 10x bezahlt gemacht. ;)


    also einfach alle Straßen für dich schottern?

    Ja bitte, wahlweise auch einfach nur Erde oder Sand drauf lassen . . Offroad rules ^^

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • Die finanziellen Aufwendungen beim Anhänger sind absolut zweitrangig.


    Nicht jeder hat die Möglichkeit, so ein Teil sorgenfrei dauerhaft bei sich abzustellen. Das ist das Problem in den allermeisten Fällen.


    Gruß,

    Thomas

  • Nicht jeder hat die Möglichkeit, so ein Teil sorgenfrei dauerhaft bei sich abzustellen. Das ist das Problem in den allermeisten Fällen.

    Das ist wohl war, aber wo ein Willi . . da ein Weg (frei nach meinem Schwiegervater)

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • Ich hatte dazu auch schon viele dunkle Gedanken. Und siehe, ich fahre doch wieder. Ich bin zwar nicht der langsamste, aber 99,9999% der Zeit zu 100% in meinem Wohlfühltempo (oder langsamer) unterwegs.

    Ich war bei meinem Unfall auch sehr in meinem Wohlfühltempo unterwegs. Das man nicht alles in der Hand hat ist mir völlig klar.

  • Das Problem des Wohlfühltempos ist aber, dass dieses Tempo im Laufe der Zeit ansteigt, weil man sich daran gewöhnt. D.h. aber nicht nicht, dass das Risiko nicht mit steigt.


    Wenn ich heute mit höherer Schräglage als früher durch die Kurven fahre, habe ich trotz aller Erfahrung weniger Sicherheitsreserven, bei gleicher Reaktionszeit längere zurückgelegte Strecken und längere Bremswege. Und wenn man einem Unfall nicht mehr ausweichen kann, weil man beim Abbiegen übersehen wird, schlägt man mit höherer Geschwindigkeit ein.

    Jetzt könnte man sagen, dass man ja besser fährt als früher, aber das würde auch gelten, wenn man insgesamt langsamer und weiter entfernt vom Grenzbereich fährt.

    @ Manuel: Wärst du 10 oder 20% unter deinem Wohlfühltempo gefahren, wärst du vielleicht gar nicht abgeflogen oder zumindest weniger hart eingeschlagen.


    Ob einem das dann noch Spaß macht ist natürlich eine andere Frage. Aber langsamer ist schon sicherer. Muss jeder für sich entscheiden, wie viel Risiko man eingeht.

    VG
    Michael

  • Das Problem des Wohlfühltempos ist aber, dass dieses Tempo im Laufe der Zeit ansteigt, weil man sich daran gewöhnt. D.h. aber nicht nicht, dass das Risiko nicht mit steigt.


    @ Manuel: Wärst du 10 oder 20% unter deinem Wohlfühltempo gefahren, wärst du vielleicht gar nicht abgeflogen oder zumindest weniger hart eingeschlagen.


    Ob einem das dann noch Spaß macht ist natürlich eine andere Frage. Aber langsamer ist schon sicherer. Muss jeder für sich entscheiden, wie viel Risiko man eingeht.

    Das sind genau meine Überlegungen. Und ich weiss, dass ich irgendwann wieder da sein werde wo ich vorher war. Auf unbekannten Strecken fährt man automatisch langsamer.


    Ich hätte noch genug andere Hobbies außerhalb von Motorrad fahren die meinen Erkundungsdrang befriedigen*, so ist das nicht. Nur müsste ich mir dann wohl einen neuen Freundeskreis suchen, davor hab ich mehr Angst.


    * Ich könnte mir wohl vorstellen mit meinem E-Fahrrad Familie und Freunde besuchen zu fahren. Eine Tour auf dem Fahrrad hin und dann zurück mit der Bahn. Meine Öko Seite im Leben kommt hevor. :D Dann wähle ich grün und beschimpfe alle Moppedfahrer als Umweltsäue :D

  • Man darf auch ohne Fahrradurlaub die Grünen wählen, auch wenn man fliegt. 8o


    Ich hatte das nach meinen Stürzen auch immer eine Weile, Mal mehr Mal weniger, zum Teil habe ich sogar als Beifahrer im Auto mitgebremst. ^^

    JubiFT2010 Edersee :mo24:
    FT 2011&2012 Kirchhasel :route88:
    Meisentreffen 2011, Eifeltreffen 2011 :mo24:


    :thumbup:

  • Man darf auch ohne Fahrradurlaub die Grünen wählen, auch wenn man fliegt. 8o

    Die Grünen vertreten leider Positionen wo der Motorradfahrer in mir anfängt zu weinen.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!