Kupplung schwergängig

  • Guten Abend,


    die Kupplung von meinem Motorrad lässt sich nur sehr schwer bedienen. Wenn ich normal fahre stört mich das eigentlich nicht so arg, allerdings hatte ich vorgestern ein ADAC Training und da hat mir nach ein paar Stunden ordentlich der Unterarm bzw. die Hand weh getan, da es auf Dauer dann doch extrem anstrengend wird.


    Kann man da irgendwas dagegen machen, dass die Kupplung wieder leichtgängiger ist? Ich hab bei den anderen Teilnehmern mal an der Kupplung gezogen, bei fast allen ging es wesentlich leichter.


    Ich habe eine "Seilzug" Kupplung, einen Behälter für Flüssigkeit hab ich nur an der Bremse.


    Danke und Gruß,


    Schneiber

  • Ja genau, es lässt sich echt nur schwer nach hinten ziehen.


    Wo soll denn das Öl hin? An welche Stelle muss ich das hinmachen?


    Was für Öl soll ich dafür verwenden?

    Edited once, last by Schneiber ().

  • Ich habe Lagerfett verwendet, ging auch. Erst ausgebaut, mit Bremsenreiniger gereinigt (da lief schon alles glatt) und dann nochmal Fett drauf und wieder eingebaut.

  • Wie bekomm ich das raus, ob das Teflon ist?


    Hab eine CBR600F PC31, Baujahr 1997. Also schon etwas älter. ;)


    Aber den gesamten Kupplungshebel ausbauen. Ist das arg kompliziert? Und wo ich dann ölen soll, weiß ich immernoch nicht. Denkt ihr es liegt am Lager vom Hebel oder wie? Denn am Anfang, wenn ich zwar schon am Hebel zieh aber noch nicht auskuppel, dann geht das schon leichtgängig. Erst wenn ich halt richtig auskuppel wirds schwer. Wird dann wohl eher am Seilzug oder an der Stelle liegen, wo das Seil aufhört?

    Edited once, last by Schneiber ().

  • Das kann am Bowdenzug liegen, das kann an den Kupplungsfedern liegen.
    Im letzeren Fall hast Du einfach Pech - mit schwächeren Federn kann es u.U. zu Kupplungsrutschen kommen.


    Ansonsten bau (= hänge) den Bowdenzug einfach aus, hol Dir zur Not von Louis den Bowdenzugschmierer und das passende Spray dazu.


    Auskunft über das bei Dir verbaute Material erteilt Dir Deine Markenwerkstatt, wenn Du ihnen den Zug mal zeigst.
    Für einen 5er in die Kaffeekasse werden Sie ihn Dir wohl auch gleich vor Ort schmieren.


    Servus,


    Holger

    Vor zehn Jahren: Quidquid agis, prudenter agas, et respice finem!
    Heute: Quaestiones ne curamus, sed solvimur.

  • Danke für den Hinweis, ich denke mit dem 5er in der Kaffeetasse wird es leider nicht reichen, denn ich hab das Motorrad privat gekauft, weiß noch nicht mal wo hier der nächste Honda Händler ist. ;)

  • Wenn es schon so schwer wird, wie du beschrieben hast, solltest du dich schonmal auf den Kauf eines neuen Kupplungszugs einrichten.


    Übergangsweise kannst du ihn wieder gängig machen, indem du Caramba oder o.ä. harmloses Kriechöl hinein spritzt. Wenn das nicht hilft, das Ganze nochmal als Spülung nach Entfernen des zugs aus dem Mantel.


    Auf keinen Fall das ansonsten als Allheilmittel beschworene WD 40 verwenden. Das entfernt schmierfähige Substanzen eher, als dass es dauerhaft für Leichtgängigkeit sorgt, und bei einem Teflonmantel ist es erst recht schädlich.

  • Ich hatte es mal an einer GSX. Da war es allerdings nicht der Zug, sondern die Umsetzung zum Ausrücklager. Da war die Schnecke mit altem Fett und Schmier zugebacken.


    Aber meistens ist es die einfache Lösung.


    HoTi

  • Könnte sein, daß Dein Vorgänger "10% härter Kupplungsfedern" aus dem Zubehör eingebaut hat - eine echte Unsitte, finde ich.


    Eventuell einfach mal Originalfedern besorgen und einbauen. Damit könnte der Spuk auch beseitigt sein?!

  • Ohje, so viele verschiedene Ursachen und Lösungen. Da blick ich als Laie ja gar nicht mehr durch.


    Naja entweder ich muss jetzt halt damit leben oder ich werde es einfach bei der Inspektion im Frühjahr mal anmerken, dann ist es vielleicht nicht so teuer, wie wenn ich nur deswegen hingehen würde.


    Aber danke für eure Hilfe!

  • Konzentriere Dich einfach auf das Ölen / Fetten des Bowdenzuges.
    Es ist auch für einen Laien eine lecht zu bewältigende Arbeit.



    HoTi

  • Ok könnt ihr mir dazu nur etwas ausführlicher erklären, wo ich da etwas ölen soll?


    Muss ich da irgendwie da den kompletten Zug ausbauen und quasi das Seil aus der "Hülle" rausholen?


    Hab da echt keine Idee wie das aussehen soll.

  • Moin,


    - Zug ausklinken, dazu schau dir mal die Befestigung am Hebel an, dann schaffst du das schon.
    - Oben etwas Kriechöl zwischen Stahlseil und Mantel, nicht zu sparsam, soll schließlich bis unten fließen, aber auch nicht zu freigiebig, soll schließlich nicht unten raustropfen.
    - Zug ein paar Mal in der Hülle bewegen
    - Zug wieder einhängen in den Griff.


    Das wars, ist wirklich "basic"


    TOM, hydraulische Kupplung verbaut

    Edited once, last by Kater_Tom ().

  • Quote

    Original von biboty
    Für einen Teflonzug ist das aber nicht gut - durch normales Fett quillt er auf.


    LG Sabine


    Man liest das an ganz vielen Ecken, es ist trotzdem nicht wahr.
    Also wenn das so wäre, dann würde Deine Teflonpfanne beim Anbraten mit etwas Öl sofort vernichtet.


    Teflon (PTFE) ist im Gegenteil extrem unempfindlich gegen fast alles.


    Zitat aus Wikipedia:
    * PTFE ist sehr reaktionsträge. Selbst aggressive Säuren wie Königswasser können PTFE nicht angreifen. Der Grund liegt in der besonders starken Bindung zwischen den Kohlenstoff- und den Fluoratomen, da Fluor das Element mit der stärksten Elektronegativität ist. So gelingt es vielen Substanzen nicht, die Bindungen aufzubrechen und mit PTFE chemisch zu reagieren.
    * Äußerst beständig gegen alle Basen, Alkohole, Ketone, Benzine, Öle usw.; unbeständig nur gegen sehr starke Reduktionsmittel wie Lösungen von Alkalimetallen (z. B. Natrium) in flüssigem Ammoniak oder gegen sehr starke Oxidationsmittel wie elementares Fluor bei höheren Temperaturen; Einsatztemperatur bis 260 °C (bei Temperaturen über 400 °C werden hochtoxische Pyrolyseprodukte wie z. B. Fluorphosgen (COF2) freigesetzt, die zu Teflonfieber führen); frostbeständig bis -270 °C; nur nach Vorbehandlung klebbar; Schweißen möglich, aber nicht üblich; leicht wachsartige Oberfläche (nicht so ausgeprägt wie bei PE); physiologisch unbedenklich


    Also keine Sorge bei Teflonröhrchen, in denen Züge laufen.


    Viele Grüße, Rainer

    Edited once, last by rasch ().

  • Natürlich wird der Tefloninnenzug NICHT zerstört, wenn der Bowdenzug mit "herkömmlichen" Öl oä geschmiert wird! Das Problem ist das VERKLEBEN des "Abriebes" der Stahlseele mit Schmutz und Ölpartikeln und eine daraus resultierende Schwergängigkeit des Zuges. Deshalb Bowdenzüge mit Innenzughülle aus Teflon NUR mit speziellem Teflon-Bowdenzugspray schmieren !

  • Quote

    Original von Meise
    Natürlich wird der Tefloninnenzug NICHT zerstört, wenn der Bowdenzug mit "herkömmlichen" Öl oä geschmiert wird! Das Problem ist das VERKLEBEN des "Abriebes" der Stahlseele mit Schmutz und Ölpartikeln und eine daraus resultierende Schwergängigkeit des Zuges. Deshalb Bowdenzüge mit Innenzughülle aus Teflon NUR mit speziellem Teflon-Bowdenzugspray schmieren !


    Moin,


    was mir jetzt Gedanken macht ist ja nun folgendes:
    Wenn es da Abrieb gibt, egal, ob nun vom Bowdenzug oder der Hülle, so wird der jeweilige Part immer dünner... Irgendwann ist er dann weg, bzw. so dünn, dass er reißt oder durchgescheutert ist...
    Eben damit es keinen/ weniger Abrieb gibt, verweden wir ja nun Öl in nem sich bewegenden System...
    Gibt es in der Tat so viel Abrieb, dass der "verklebt"?? Naja, wirst schon Recht haben, immerhin gibt es ja nicht umsonst spezielle Pflegemittel...


    TOM, interessiert

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