Gelbatterie nach 2 Jahren defekt / Laut Händler falsch geladen

  • Hallo, ich habe vor 2 Jahren bei meinem Yahama-Händler eine neue Batterie erworben (160 Euro !!), bin heute noch sprachlos. Diesen Winter habe ich sie ordnungsgemäß ausgebaut u. ca. alle 2 Monate mal für 24 h an mein Ladegerät (Absaar Topline, 5 AMP 12 Volt mit Umschalter für Motorrad / Auto, 20 Amp) angeschlossen. Die Anzeige hat nie etwas angezeigt, ich hab einfach gedacht die ist defekt u. mich nicht abhalten lassen.
    Die Batterie hat sich aber nicht beeindrucken lassen u. ist nun kaputt, also mit Überbrücken per Auto kann ich meine R6 zum Laufen bekommen, die Batterie lädt sich aber einfach nicht. Hab jetzt das Motorrad zum Händler gebracht mit der Bitte die Batterie zu prüfen u. natürlich den 2-Jahres-Zustand = Garantie angesprochen. Der Händler sagt jetzt ich hätte die Gelbatterie mit meinem "alten" Ladegerät kaputt gemacht u. will mir natürlich eine neue verkaufen. Kann es tatsächlich sein ?
    Ich hab ja immer noch die Hoffnung, dass das Gerät ggf. tatsächlich die Gelbatterie nicht erkannt hat u. deshalb einfach gar nix passiert ist. Bedeuten würde dass ich sie nicht kaputt gemacht habe u. der Händler sich einfach mal in Bewegung setzen muß u. beim Hersteller eine Reklamation anleiern soll.
    Ich will keinen Elektrik-Vortrag haben, hilfreich wäre für mich eine Info wie "lass Dich nicht abhalten", oder "mach keinen weiteren Aufstand u. kauf Dir ein neues Ladegerät". Am liebsten natürlich Unterstützung ;o))


    SannscheinR6

  • Gelbatterien müssen mit einem Ladegerät mit einer IUoU - Ladekennlinie geladen werden.
    Dabei muß die U1-Phase mit 14,4 Volt laden, und die U2 Phase (Erhaltungsladung) mit 13,8 Volt,
    um die Sulfatierung der Elektroden zu minimieren.
    Gibbet z.B. hier zum guten Kurs


    GruHS
    Richard

    CN 07-355-3512

    ora et motora

  • Bin ich froh, dass ich die Finger davon lasse und meine Batterie weder ausbaue noch mit irgendeinem, wo möglich falschen, Ladegerät lade.
    Mein Motorrad ist nun 6 Jahre alt und hat immer noch die erste Batterie drin. Klar, nach dem Winter wurde mit dem Auto überbrückt, aber dabei habe ich mir bisher in meiner Motorradlaufbahn noch nie ne Batterie kaputt gemacht.


    Diese Wartungsfreien Batterien sind nun mal leider etwas teurer...
    In wieweit dort eine andere Batterie eingebaut werden kann, solltest du lieber noch mal genauer nachfragen. Nicht, dass da auch noch was bei schief läuft.


    Aus Fehlern wird mal klug... Und beim Motorrad sind solche Fehler nun leider einmal etwas teurer. *seufts*


    Morgen gibts nen neuen Hinterreifen, nachdem ich mir nen Draht in den nagelneuen Reifen eingefahren habe.


    Kopf hoch schreibt
    Nictom

  • Der Procharger von Louis lädt mit maximal 0,6 A, mein Optimate IV mit 0,8 A. Die 5 A des Absaar Topline sind imho zu viel für eine Motorradbatterie, gerade wenn das Ladegerät nicht über eine vernünftige Regelelektronik verfügt.


    LG
    Thilo

  • Hallo

    alle 2 Monate mal für 24 h an mein Ladegerät (Absaar Topline, 5 AMP 12 Volt

    Wenn das Ladegerät tatsächlich mit konstant 5 Ampere lädt und du es 24 Stunden drangelassen hast, hat die Batterie dadurch mit sehr großer Wahrscheinlichkeit einen Defekt.
    Maximale Ladeströmne und Ladezeiten sind übrigens oft direkt auf den Batterien angegeben oder stehen in der Anleitung, die jeder Batterei beiliegt. Als Faustfomel kann man sich merken: 10% der Nennkapazität der Batterie als Ladestrom für die Dauerladung. Für kurzzeitiges Schnelladen kann auch eine höhere Stromstärke angelegt werden, aber eben nur kurz.
    Also: neue Batterie und passendes Ladegerät kaufen.


    Wenn die Batterie vor dem ersten Laden bereits tiefentladen war, hat sie keinen Ladestrom angenommen. Man könnte also versuchen, mit einem Ladegrät das eine Entsulfatierungsfunktion hat(Optimate oder C-Tek), die Batterie noch einmal zu laden. Mit etwas Glück klappt das. Die volle Kapazität hat die Batterie dann aber meist nicht mehr.


    Grüße


    Hawkeye

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