Reifengrösse Fahrverhalten

  • Hallo. :)


    Aktuell hab ich an meinem Motorrad diese Reifengrössen


    Reifen (vorne)120/70-ZR17 Reifen (hinten)
    180/55-ZR17


    aber irgendwie schwirrt bei mir im Hirn ein Neukauf vor :S .


    Die neue Tiger hat :
    Vorne 110/80 ZR 19 2,5 Zoll
    Hinten 150/70 ZR 17 4,25 Zoll



    Welche Vor-/ Nachteile haben denn eigentlich schmälere Reifen.Ich bin mit meiner vom Fahrverhalten sehr ,sehr zufrieden.Passt alles wunderbar.


    Bei ner Probefahrt merkt man eher den Unterschied nicht so ,oder?Ist bei schmäleren Reifen das Handling noch besser??? :D

  • Um ein umfangreiches Thema einfach zu machen: Schmale Reifen fördern das Handling. Sieht zwar an der Eisdiele nach nix aus, fährt sich aber besser. Allerdings haben schmale Reifen mit hohen Motorleistungen Probleme, weil die Aufstandsfläche eben kleiner ist.

    Gruß
    Zottel

  • Schmale Reifen fördern das Handling


    ... und der größere Felgendurchmesser macht es wieder kaputt. Es fahren ein paar Leute mit kleineren, breiteren Straßenreifen/-felgen auf der Tiger umher.

    MO24 Team Reisen

  • Na ja - das aktuelle Tiger Modell - die 1050 er kommt aber auch mit 120 / 180 daher. Die (ganz) neue 800 er läuft auf 110 / 150 bzw. bei der Geländeversion sogar nur auf 90 / 150 - weil da ein 21 Zoll Vorderrad drin ist - während in der "Strassenversion" vorne ein 19 Zoll Vorderrad drin ist.


    Aber die Kombination mit 110 / 150 ist denke ich schon sehr flink im kurvigen Terrain.


    Gruß Fafnir!



    :mo24:

    :respekt: ist das Produkt einer guten Erziehung....

  • Aber was könnte der Grund sein für so dünne Schlappen?


    Bautechnisch bedingt?


    bei der Geländeversion könnte ich es ja noch verstehen,da es anscheinend vom Handling her im Gelände Vorteile bringt.


    Aber die Strassenversion?? :S

  • Micka
    Aus genau dem gleichen Grund. Besseres Handling im kurvigen Geläuf.


    Auf meiner Erna war vorn ein 110er, hinten ein 130er. Das ist wie Fahrrad fahren in Kurven. Sie fiel schon fast von selber in Schräglage. Auch das schnelle Umlegen von rechts nach links war überhaupt kein Problem.
    Auf der Fazer sind ein 120er und ein 180er. Mal abgesehen vom ganz anderen Möp-Typ muss ich hier in Kurven wesentlich mehr arbeiten. Vor allem, beim schnellen Umlegen mit dem 180er Schlappen hinten.

    Die Schwierigkeit, mit den meisten Leuten umzugehen, besteht darin, zu ihnen gleichzeitig ehrlich und höflich zu sein.
    André Heller

  • Aha!


    aber warum hat dann z.b eine KTM Super Duke (Bekanntermassen ein richtig gutes Kurvenwetzgerät :D 120/180er Schlappen)??



    :whistling: Irgendwie kapier ich das nicht :grin:


  • Weil die Super Duke nunmal 100Nm und 120 PS oder sowas hat. Ein schmalerer Reifen ist da wahrscheinlich nur noch am Wimmern und Rutschen.
    Es ist eben immer alles ein Kompromiss. In dem Fall eben ein Kompromiss aus Handlichkeit und Traktion.

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  • Hallo,


    na dann ist es ja fast ein Wunder,dass meine Z1000 damals, die immerhin auch schon 98 PS hatte, mit Ihrer hinteren Asphalttrennscheibe (4.50-18) überhaupt gefahren ist.


    Breitere Reifen benötigen bei gleicher Kurvengeschwindigkeit eine größere Schräglage, daher fühlen sich schmalere Reifen handlicher an. Der wesentliche Grund für die breiten Reifen heute ist einzig und allein die Optik. Es mag sein, dass die breiten Reifen einen besser zu kontrollierenden Grenzbereich haben und daher im Rennsport Ihre Berechtigung haben. Für Otto- Normal- Moppedfahrer bringt das außer erhöhten Kosten kaum etwas.


    Grüße


    Hawkeye

  • Naja, es gibt auch so etwas wie subjektives Befinden:
    Ich bin mal zwei Motorräder im Wechsel gefahren: das eine mit schmalen Reifen, das andere mit breiten.
    Obwohl die schmalen Reifen wendiger waren und so leicht in die Kurven kippten, was irgendwie auch schön war, hatte ich ein satteres Fahrgefühl bei den breiteren Reifen: die fühlten sich so an, als ob sie nicht aus der Spur zu bringen seien ... das gab mir ein sichereres Gefühl, obwohl ich mehr drücken musste in den Kurven.


    Optisch wäre mir das egal gewesen - aber ich habe für mich festgestellt, dass mir ein reines Straßenmöp (mit breiten Reifen) mehr entgegen kommt... und darum würde ich mir keine Enduro (zur reinen Straßenbenutzung) kaufen - aber das ist sicherlich auch alles Gewöhnungssache.


    liebe Grüße
    Buckbeak

  • Hallo,


    das Fahrverhalten eines Moppeds hängt doch nicht einzig und allein von der Reifenbreite ab. Dafür sind viele Faktoren, wie Radstand, Nachlauf, Lenkkopfwinkel u.a. mit verantwortlich. Die Kontur des Reifens spielt auch noch eine Rolle. Die Aussage "breitere Reifen=satteres Fahrgefühl" kann man so nicht stehen lassen.


    Grüße


    Hawkeye

  • So ganz grob gesehen schon. Natürlich gibt es noch andere Faktoren, die beeinflussend hinzukommen.
    Aber ich habe das schon auf mehreren Motorrädern festgestellt, z.B. auch beim Vergleich F650CS mit F650GS (alte Einzylinder) - die sind sich mit ihrem gleichen Motor sehr ähnlich - die CS (mit breiteren Reifen) liegt satter auf der Straße... aber ich behaupte nicht, dass sie darum besser sein muss. Ein subjektives Gefühl halt. Und es stimmt schon: das Fahrwerk ist bei beiden Modellen nicht ganz gleich. Aber bessere Vergleichsmodelle wird man wohl kaum finden.



    liebe Grüße
    Buckbeak

  • Quote

    Weil die Super Duke nunmal 100Nm und 120 PS oder sowas hat. Ein schmalerer Reifen ist da wahrscheinlich nur noch am Wimmern und Rutschen.
    Es ist eben immer alles ein Kompromiss. In dem Fall eben ein Kompromiss aus Handlichkeit und Traktion.


    Ich habe erhebliche Zweifel, dass es Probleme mit schmaleren Reifen gäbe! Meine ehemalige hatte 82 Ps und 150er Reifen hinten. Damit war es überhaupt kein Problem die 80 PS auszufahren, auch nicht im ersten Gang. Da rutschte und wimmerte nix, absolut nichts. Meine aktuelle kommt mit 180ern daher... Ich bin mir zu 100% sicher, dass die nur fürs Auge und den Reifenhändler drauf sind. Mit einem vernünftigen Tourengummi würde da ein 150er auch keine Scherereien machen. Das Handling wäre aber spürbar gesteigert, wie auch höhere Geschwindigkeiten bei Schräglagen. Nee, nee... das ist in allererster Linie etwas fürs Auge, sonst nix.


    Um das mal in Relation zum Rennsport zu setzen:


    Bei Superbikes mit mehr Leistung und höherem max. Drehmoment haben sich die Reifenbreiten bei rund 180 eingependelt. 190er werden nur eingesetzt, wenn viele schnelle Kurven auf der Strecke anzutreffen sind. Der Grund dafür ist der gesteigerte Abrieb, der mehr Gummi braucht. Bei Moto-GP-Maschinen ist man bei 200er Schlappen.

  • Hallo

    z.B. auch beim Vergleich F650CS mit F650GS

    Da dürfte der wesentliche Unterschied die Profilgestaltung bzw. die Reifenkontour sein.Hat die CS nicht auch kürzere Federwege oder ist zumindest anders abgestimmt?


    Und genau weil man eben nicht bis auf die Reifenbreite gleiche Fahrzeuge vergleicht, ist der Rückschluss von Reifenbreite auf satteres Fahrgefühl eben nicht haltbar. Für Dich hat sich dann die CS besser angefühlt als die GS, was aber nicht ursächlich an der Reifenbreite liegt.


    Grüße


    Hawkeye

    Edited once, last by hawkeye ().

  • Doch, lag an der Reifenbreite - da bleib ich jetzt mal stur. :)
    Ich bin schließlich nicht nur diese Motorräder gefahren - das war jetzt nur ein Beispiel - und bei allen schmalbereiften Modellen ist mir dieses ähnliche Gefühl untergekommen.
    Und mir war das Erfahren dieser verschiedenen Modelle damals wichtig - ich wollte wissen, ob ich mich mehr Richtung Enduro orientiere oder nicht...das hat auch mit schlecht und gut nichts zu tun - ein anderes Fahrgefühl halt. Beide haben ihre Daseinsberechtigung.


    Mehr wollte ich auch wirklich nicht sagen.


    liebe Grüße
    Buckbeak

  • Du solltest dir eher überlegen, warum bei der Street Triple oder anderen sportlicheren die Reifen so breit sind, das is nämlich das eigenartige!


    Das beste ist man hat nen schönen schmalen Reifen.
    Hauptsächlich werden die breiten Reifen aber aus Optikgründen montiert. Genauso wie beim Auto möglichst große Felgen, was für den Straßenverkehr auch nur Nachteile mit sich bringt.


    Der einzigste Vorteil von breiten Reifen ist beim Motorrad:
    Durch den breiten Vorderreifen kann man besser in Kurven reinbremsen, durch den breiten Hinterreifen besser aus Kurven rausbeschleunigen.


    Ob man das wirklich im Straßenverkehr ausreizt ist wieder ne andere Frage.


    Aber Rennmotorräder brauchen eben diese breiten Reifen und weil das Straßenmotorrad ja auch sportlich sein soll und das bei den Rennmotorrädern auch cool aussieht, macht man das

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