Schmerzgrenze bei Tagestouren?

  • Jetzt kommts:


    Ich fahre am liebsten mit nem Kollegen, der Auto fährt.


    Was soll ich sagen, ich finde es total klasse, eine völlig andere Fahrzeugart zu jagen. Sein Miata mit ~150PS, 1 Tonne Gewicht und Semi Slicks geht im übrigen sehr gut ums Eck, aber sieht natürlich kein Land am Kurvenausgang, wenn die Drosselklappen auf Durchzug stehen. Übrigens kann er meine Regenkombi, meine Wasserflasche und meine Stulle transportieren und ich kann ohne Tankrucksack fahren :thumbsup:


    Mit seinen Turbo-Kollegen fahr ich aber ungern. Die sehen das ganze irgendwie ZU sportlich und fahren mich noch übern Haufen 8|

  • Nicht auf jedem Pass oben halten hat rein gar nichts mit Hetze zu tun. Nicht halten ist für mich eben schöner. Ich hab einen Flow und muss da nicht ständig anhalten. Mit Gruppen, wo so krasse Unterschiede sind, dass man auf jeder Passspitze 10 Minuten warten muss, bis der letzte da ist, fahr ich im übrigen eh nicht. Das Gruppenfahren hat sich für mich genau aus diesem Grund erledigt. X( Ich habe festgestellt, dass ich dafür einfach zu intolerant bin. Und ich geb zu, so was vermiest mir die Laune extrem. Anfänger ok, aber manche lernen es halt nie. Aber als Anfänger fährt man auch nicht in einer Gruppe mit. Hab ich mir das erste Jahr auch verkniffen.


    Das ist sowas von wahr. Anhalten wo alle halten muss nicht sein. Gucken kann man oftmals auch entlang der Pässe. Und manchmal steht einem die Laune halt mehr nach fahren als nach gucken. Das mit dem Flow hat auch was :thumbup: .


    Andererseits wäre ich überhaupt nicht beleidigt, wenn ich mangels fahrerischem Können aus der Gruppe ausgeschlossen werden würde. Wenn mir jemand zu langsam oder zu schnell fährt hab ich da auch keine Lust zu.


    Ist mir auch schon passiert. Ich war zu langsam in den Kurven und damit als Mitfahrer für eine Pyrenäen-Tour nicht geeignet ;( . Iss' halt so ...


    Naja, im Straßenverkehr gibt es ja genug andere Motorradfahrer, an die man sich mal dranhängen und deren Fahrstil beobachten kann. Auch dadurch hat man Vergleichsmöglichkeiten.
    Ob man langsam oder schnell ist sieht man außerdem dadurch, ob man von anderen Motorrädern überholt wird oder selbst überholt.


    Das ist überhaupt ein guter Aspekt. Da braucht man keine Gruppe den ganzen Tag blockieren um das rauszukriegen.


    Das ist SOWAS von wahr! Guide mit Berliner Saisonkennzeichen auf Alpenpässen bei Nässe, sage ich nur. Bah, was ein Hass Musste dauernd aufpassen, nicht zu dicht aufzufahren, nicht seine Linie zu kopieren, und dann doch noch ohne Umkippen um die Kurve kommen. Wenn er sie denn mal gefunden hat, und nicht in einem Ort mit 2 Wechselampeln 3x gewendet hat weil er mit seinem Navi nicht klarkam, inklusive falsch rum in Einbahnstraßen fahren. Baaah! Habe mich da nach 2 Stunden abgesetzt. Dafür opfere ich doch keinen Urlaubstag.


    Warst Du mit "Reisen und Erleben" aus Sankt Wendel unterwegs? Das passt exakt zu meinen Erfahrungen von einer Eifel-Tour mit denen.


    Ich sags ja, andere Leute braucht man eigentlich nur in den Pausen, aber nicht während der Fahrt.


    Eine Sichtweise, die was für sich hat ...


    Wobei grundsätzlich REDEN immer eine gute Idee ist. In der nächsten Pause das Problem absprechen und eine Lösung suchen. Zum Beispiel "Ich könnte mich mit X und Y von der Gruppe trennen und wir treffen und am Hotel heute Abend wieder" - das ist immer die bessere Lösung, als einfach nur vor sich hinzugrollen.

    Ab einem bestimmten Maß der Differenzen hilft reden nicht mehr. Da ist trennen angesagt.


    Zum Thema "Gruppenfahrten mit Anfängern": wenn eine solche Ausfahrt eindeutig als Blümchenpflücker-Tour ausgewiesen ist dann mag das okay sein. Jeder weiß, worauf er sich einlässt, tut an dem Tag was soziales und freut sich über die Gesellschaft in den Pausen. Kann auch schön sein und wird ja z.B. im BaWü-Bereich von der Futtertruppe immer wieder praktiziert. Wenn das ehrlich durchgezogen wird haben alle was davon.
    In einer Gruppe "normaler" Fahrer ist ein Anfänger m.E. überfordert.


    "Anfänger" hat m.E. fast nichts mit der Dauer seiner Fahrpraxis zu tun. Schon nach einer Saison kann ein(e) ambitionierte(r) Fahrer(in) soviel gelernt und geübt haben, dass er/sie keinen Vergleich mit Routiniers scheuen muss. Und manch eine(r) lernt's halt nie. Ist auch Charaktersache und die Frage, ob jemand seinen Fahrstil überhaupt perfektionieren möchte oder ob er/sie sich schon daran freuen kann wenn's rollt.

  • Quote

    Ab einem bestimmten Maß der Differenzen hilft reden nicht mehr. Da ist trennen angesagt.


    Hab ich was anderes geschrieben? :nanana:


    Auch "Wir fahren getrennte Wege" ist "geredet" ;) Oder verabschiedest Du Dich dann französisch.


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    In einer Gruppe "normaler" Fahrer ist ein Anfänger m.E. überfordert.


    Wiederum die Frage: "Was ist ein Anfänger?" - Oder was ist eine Gruppe "normaler Fahrer"?
    Wenn man 100 auf der Landstraße fährt? Oder 120? Oder 140? Alles schon erlebt - da komme ich mir dann extremst anfängerhaft vor....


    Quote

    "Anfänger" hat m.E. fast nichts mit der Dauer seiner Fahrpraxis zu tun. Schon nach einer Saison kann ein(e) ambitionierte(r) Fahrer(in) soviel gelernt und geübt haben, dass er/sie keinen Vergleich mit Routiniers scheuen muss. Und manch eine(r) lernt's halt nie. Ist auch Charaktersache und die Frage, ob jemand seinen Fahrstil überhaupt perfektionieren möchte oder ob er/sie sich schon daran freuen kann wenn's rollt.


    Ich schaffe es nach 4 Jahren noch immer nicht, das Knie auf den Boden zu bekommen. Da fehlt mir einfach die Ambition. Und nun? ;(


    Oder mal ganz ernsthaft: Wer bewertet mich nach welchen Maßstaben? Und wie bewertet derjenige sich selbst?


    Ich hab schon Leute erlebt, die sich als "ambitionierte Fahrer" beschrieben - wo ich dahinter locker einen Kamillentee aufbrühen und genießen konnte.


    Und ich hab schon Leute erlebt, die meinten "normal" oder "gemütlich" zu fahren, dann aber mit 140 davongestochen sind. Was soll ich dazu sagen? Wenn DAS "normal" ist, bin ich halt noch immer ein Küken.


    Ganz ehrlich - wenn ich den Spruch höre "Mit Anfängern fahre ich nicht.. mit Blümchenpflückern fahre ich nicht.. usw", dann geht bei mir die Klappe runter und das Thema ist gegessen. Weil ich WEISS, daß wenn ich mit demjenigen fahren würde, MÜSSTE ich schneller fahren, als ich ggf möchte, nur um nicht als "Anfänger" oder "Warmduscher" abgestempelt zu werden.
    Und ich hab keine Lust, mich auf dem Motorrad beweisen zu müssen. Ich habe keine Lust, von irgendwem "bewertet" zu werden, ob ich gut genug bin, um akzeptiert zu werden.

    *Lille*

  • Hm, ich glaube, T1000 wollte hier das Thema "Bewertung" gar nicht einbringen, sondern eher die Schwierigkeit, sich selbst einzuschätzen, wodurch es manchmal zu Problemen kommt.
    Ich mag es auch nicht, bewertet zu werden.
    Und nach welchen Kriterien auch immer - wie schnell jemand fährt... oder wie sauber die Kurvenlinie ist...? Schnelligkeit allein kann ja wohl nicht das Kriterium schlechthin sein - aber viele scheinen das wohl so zu sehen - nervig!
    Abgesehen davon fährt doch jeder mal gemütlicher oder schneller - je nach Laune und Tagesform - und nicht immer so, was gerade noch möglich ist, oder? Und in der Gruppe fällt so was nun mal mehr auf als wenn man allein herumkurvt.


    Gegenseitige Rücksichtnahme ist immer in Gruppenfahrten gefragt, wie auch immer. Aber es gibt schon Extremfälle - da kann ich T1000 gut verstehen.
    Man muss halt seine Prioritäten setzen - wer nur vorführen will, was er drauf hat, sollte besser nie versuchen, in einer geselligen Gruppe zu fahren. Und wer arg gemütlich herumtuckern will und sich immer bedrängt fühlt, wenn andere einem dann ein Stückchen davonfahren wollen, der sollte vielleicht auch mal darüber nachdenken, ob ein derartiges Schleichtempo ein wenig viel verlangt sein könnte für die anderen,
    genauso wie die Leute, die alle halbe Stunde eine Raucherpause brauchen...etc.


    Aber in der Regel spielt sich doch alles irgendwie dazwischen ab, und dann würde ich auch erst mal ein wenig Rücksichtnahme erwarten, bzw. irgendwann verbal darauf eingehen, bevor man ans Ausschließen bzw. Sichabsetzen denkt. Zumindest sollte alles im besten Einvernehmen abgehen. Und normalerweise kriegt man das auch hin. Und es bricht niemandem eine Zacke aus der Krone, wenn man mal in den Rückspiegel schaut und vielleicht mal etwas Tempo herausnimmt, damit der Nachfolgende sich nicht verirrt... :grin:
    Ich habe mich auch mal ausgeschlossen, nachdem mir klar geworden war, dass in der Gruppe nur riesige, kurvenlose Bundesstraßen mit Haufen Pausen angesagt war, mitten in den Ardennen, vorbei an all meinen Lieblingskurvenstrecken... da habe ich mich höflich verabschiedet mit ein paar Ausreden. Manchmal geht´s halt nicht anders. Und dann ist das auch ok so.


    liebe Grüße
    Buckbeak
    PS: Ghost Rider: Habe ich auch mal gemacht, mit Auto - war lustig! :)

  • Ich bezeichne es als Völkerverständigung, wenn ich mit Sportwagenfahrern unterwegs bin :thumbup:
    RICHTIGE Sportwagen vom Schlage eines 911 o.ä. gibt es in meinem Bekanntenkreis nicht...




    Sollte jeder mal ausprobieren! Ein Blick übern Tellerrand schadet nie. Immer diese gegenseitige Verachtung nervt doch nur...

  • Hm, ich glaube, T1000 wollte hier das Thema "Bewertung" gar nicht einbringen, sondern eher die Schwierigkeit, sich selbst einzuschätzen, wodurch es manchmal zu Problemen kommt.


    Das Thema "sich selbst einschätzen" meinte ich durchaus auch.


    Zum einen muss ich mich selbst einschätzen. Aber über- oder unterschätze ich mich und meinen Fahrstil?
    Und dann muss ich mit meiner Einschätzung mich den Erwartungen der andern stellen. Decken sich deren Beobachtung mit meinen Einschätzungen? Oder bin ich eben nicht so gut/schnell, wie ich meine, und werde ich die Gruppe ausbremsen? Werde ich den Anforderungen nicht genügen?


    Und auf solche Bewertungen hab ich eben keine Lust. Und je nachdem wie die Tour angesagt ist, verzichte ich eben darauf. Als "schnell" angekündigte Touren meide ich generell.

    *Lille*

    Edited once, last by Lille ().

  • Meine Antwort bezog sich mehr auf:

    In der nächsten Pause das Problem absprechen und eine Lösung suchen.

    Da ist eben manchmal nicht mehr viel zu besprechen.


    Oder verabschiedest Du Dich dann französisch.

    Wie geht das? Einfach links abbiegen und gut iss?


    "Was ist ein Anfänger?" - Oder was ist eine Gruppe "normaler Fahrer"?

    "Normal" ist "wie ich bin" :grin: .
    Ne, normal ist, wie die meisten sind.
    Mit "Anfänger" bezeichnet man gern jemanden, der sich sub-optimal verhält. Wie ich schon oben geschrieben habe, hat das nicht unbedingt mit der Dauer des Besitzes einer Fahrerlaubnis zu tun. Insofern ist Anfänger vielleicht das falsche Wort wenn man jemanden umschreiben will, der nicht fahren kann.


    Ich schaffe es nach 4 Jahren noch immer nicht, das Knie auf den Boden zu bekommen. Da fehlt mir einfach die Ambition.

    Das mit der Ambition ist das, was ich oben mit "Charaktersache" zu umschreiben versucht habe. Wenn jemand etwas bestimmtes gar nicht will dann wird er es in hundert Jahren nicht lernen. Das mit dem Knie am Boden halte ich dabei für das kleinste Problem. Blöder für Gruppenfahrten ist es zum Beispiel, wenn ein Mitfahrer beim Abbiegen gar nicht schon an zweiter oder dritter Stelle mal nach rechts und links gucken will um dann, wenn er dran ist, zügig (nicht riskant) abzubiegen. Nein, der Kerl stellt sich hin und fängt in aller Ruhe an zu gucken und wenn die ganze Gruppe vor ihm schon hundert Meter weg ist entschließt er sich, auch mal loszufahren. Und am Abend erzählt er Dir dann, dass er 80 in den Ortschaften fahren musste, um an Dir Raser dranbleiben zu können. DA liegen die Probleme im Gruppenfahren.


    Wer bewertet mich nach welchen Maßstaben?

    'Bewerten' mag sich doof anhören. 'Beurteilen', 'einschätzen', 'abschätzen' sind vielleicht schöner, letztlich läuft das aber alles auf das Gleiche raus: man versucht im Vorfeld einer Tour rauszukriegen, ob das harmonieren könnte. Dass das mit Worten nicht geht ist ja meine Rede. Da hilft nur eine Probefahrt. Dann sieht man schon ...


    Ganz ehrlich - wenn ich den Spruch höre "Mit Anfängern fahre ich nicht.. mit Blümchenpflückern fahre ich nicht.. usw", dann geht bei mir die Klappe runter und das Thema ist gegessen. Weil ich WEISS, daß wenn ich mit demjenigen fahren würde, MÜSSTE ich schneller fahren, als ich ggf möchte, nur um nicht als "Anfänger" oder "Warmduscher" abgestempelt zu werden.
    Und ich hab keine Lust, mich auf dem Motorrad beweisen zu müssen. Ich habe keine Lust, von irgendwem "bewertet" zu werden, ob ich gut genug bin, um akzeptiert zu werden.

    Ich glaub' da verwechselst Du was. Wenn ich mit einem "Anfänger" fahre (was auch immer ihn als solchen kennzeichnet, siehe oben) dann muss ich überhaupt nicht schneller fahren als er (wo ja nur "schnelles fahren" auch keinen Könner auszeichnet). Wenn ich von jemandem aber weiß, dass er einen Fahrstil pflegt, der mich an jeder Ecke aufregt, dann finde ich es nur konsequent wenn man mit so jemandem nicht fährt.

  • Warst Du mit "Reisen und Erleben" aus Sankt Wendel unterwegs? Das passt exakt zu meinen Erfahrungen von einer Eifel-Tour mit denen.


    ne, mit jemandem aus einem anderen Forum bei einem Treffen von ca 30 Mann. Am nächsten Tag war ich dann Guide einer Gruppe. :)


    Wenn ich Guide bin bespreche ich solche Sachen wie:
    -Tempolimit +/- 0, 10, 20
    -gewünschte Pausentakte
    -Durchmogeln? (ab 3 Fahrzeugen eh sinnlos)
    -Verhalten beim Überholen (Linien, Zeichen)
    -Verhalten auf Autobahnabschnitten (letzter schert zuerst aus)
    -Abbiegen im Rudel, oder als Staffellauf? Ich schleiche normalerweise vor einer Abbiegung so lange rum (bzw fahre etwas langsamer), bis alle da sind = Rudel


    Am liebsten fahre ich mit handverlesenen Leuten, die ich kenne, und auch die ich mich verlassen kann :thumbup: Aber man muss ja auch offen für neue sein. Mehr als 6 Leute sollten es bei einer Tagestour aber nicht sein.


    Da haben wieder mal toll das Thema gewechselt :whistling:

  • ne, mit jemandem aus einem anderen Forum

    Na dann kann ich Dir bestätigen, dass man sowas auch für Geld erleben kann.


    Thema gewechselt: ja, ist aber immerhin noch artverwandt.


    Um wieder zurück zum Thema zu kommen: meine gestrige Tagestour, die ich alleine gefahren bin, hat 413 km mit sich gebracht und ich war dazu von 11 Uhr bis 18:30 Uhr unterwegs. "Rollendes Rad" (die Fahrzeit von meinem Fahrradtacho) waren 6:00 h. Es waren keine AB-Abschnitte dabei sondern nur deutsche und österreichische Land- und Kreisstraßen. Und sechs Berge und Pässe :D .

  • habe letzte woche meine längste tagestour gefahren


    ca. 1300 km


    von mitte italien nach hause
    start 9 uhr ankunft am nächsten moren um 2 uhr
    wieder erwartend war ich am ende der fahrt noch munter


    gruß
    der12er

  • ca. 1300 km ... start 9 uhr ankunft am nächsten morgen um 2 uhr


    1300 km in 17 Stunden: macht einen Gesamtschnitt von 76 km/h. Das ist beachtlich.
    Wie war der Pausen-/Fahranteil? Nur AB?


    Damit hast Du Avancen auf die Eisenarsch-Auszeichnung: IBA
    Da hab' ich mal einen Bericht in einem Tourenfahrer-Heft drüber gelesen. Seehr interessant ... :grin:

  • der nächste tag war eine null rund :grin:


    der größte teil war leider Autobahn
    die poebene ist für`n arsch
    macht keinen sinn überland zu fahren
    (was wir auf dem weg hin gemacht haben :thumbdown: )


    ösiland nur landstraße


    ab füssen dann wieder Autobahn
    im dunkeln macht landstraße auch keine freude

  • Mein Arbeitskollege hat auch schon eine harte Tour hinter sich, ein Tag 1300km bis nach Italien dann eine Übernachtung und den Tag drauf 1300km wieder zurück. Auf ner Panigale, respekt! Mein längstes war bisher ca. 500km hat mir aber fürs Erste auch gereicht.

  • Ich schreib mal in diesen Thread um keinen neuen eröffnen zu müssen:


    Es geht um eine Tagestour von Gütersloh nach Grömitz (rund 370km und fast 7 Std Fahrzeit ohne Autobahn). Die Frage, die sich mir als Anfänger stellt ist, ob das für mich machbar ist?! Ich werde zwar voraussichtlich alleine fahren, aber ich schrecke etwas vor der Fahrzeit zurück. Zeitpunkt wird Anfang April sein, falls das eine Rolle spielt..


    Wie habt ihr denn so angefangen? Ist das machbar wenn man bis dahin vielleicht zwei, maximal drei Monate wirkliche Fahrerfahrung ohne Mann im Ohr hat?


    Gruß Max

  • Hallo Max,
    naja, das ist eine nicht anspruchsvolle Strecke, da wenig Kurven und eher flach - das schaffst Du bestimmt locker, vermutlich auch unter sieben Stunden Fahrzeit. Aber lass Dir Zeit, also fahr früh los und mach immer wieder mal kleine Pausen - dann wirst Du es auch genießen (und kannst für uns ein paar Fotos sammeln... :grin: ).
    Hoffentlich hast Du dafür einen schönen Tag. Bei Unwetter ist alles viel anstrengender...
    Letztendlich ist es auch eine Kopfsache, ob man so was "schafft" oder nicht - manche Leute haben keine Lust auf längere Strecken - da helfen auch 20 Jahre Fahrerfahrung nichts. Als ich nach Führerscheinerwerb und Kauf meines ersten Motorrades sofort 300km vom Verkäufer durch die Eifel nach Hause gefahren bin (und Schimpfe von meinem Freund erhalten hatte, weil man das ja auch gefahrloser und bequemer über die Autobahn hätte erledigen können), war ich einfach nur glücklich, obwohl das natürlich anstrengend war...aber geschafft hatte ich es trotzdem gut.


    Eine gewisse Kondi ist natürlich immer sinnvoll. Wenn man vorher regelmäßig auch mal längere Strecken gefahren ist und auch das Motorrad sitztechnisch optimal passt, dann ist alles einfacher.


    liebe Grüße
    Buckbeak

  • Ja bei Unwetter oder der Gleichen werde ich mir das wohl nicht antun, zumindest noch nicht als komplett unerfahrener Anfänger. :P Da noch zwei Freunde das selbe Ziel haben, die aber mit Auto fahren ist das meine Alternative.


    Fotos werde ich bestimmt machen und es ist gut zu hören das diese Strecke auch für Anfänger gut machbar ist. Wenns zu anstrengend wird mach ich halt ne Pause und fahr den Rest Autobahn.


    Also was die Kopfsache angeht, kann ich nur sagen das ich da ziemlich bock drauf hab :thumbsup:


    Gruß Max


    PS: vllt fährt ja noch einer am 03.04. (Mittwoch) in die Richtung oder am 07.04. (Sonntag) in die Gegenrichtung und hat Lust mich ein wenig zu begleiten?

  • PS: vllt fährt ja noch einer am 03.04. (Mittwoch) in die Richtung oder am 07.04. (Sonntag) in die Gegenrichtung und hat Lust mich ein wenig zu begleiten?


    Du kannst dann ja zeitnah, also ein, zwei Wochen vorher, nochmal eine Anfrage ins Forum stellen und nach Begleitung suchen. Wobei "mit jemandem mitfahren" anstrengender sein kann, als wenn man alleine fährt und sein Tempo selbst bestimmt.


    Begleitung kann gut sein - wenn derjenige sich auf einen Anfänger einstellt, und man selbst die entsprechende Ruhe hat, auch ggf mal zurückzufallen. Aber Begleitung kann eben auch anstrengend sein, wenn man jemanden erwischt, der mit einem Anfänger nichts anfangen kann und keine Rücksicht nimmt. Das ist psychisch anstrengend. Und wenn der Kiopf leer ist, mag auch irgendwann der Körper nicht mehr.



    Ansonsten - machbar ist es. Kommt aber auf viiiiele Dinge an.


    Das Wetter - hat man Erfahrungen bei Regen schon mal gemacht, z.B. in der FS? Oder erwischt es einen das erste Mal?
    Hat man seine Bekleidung bei Regen getestet? Die erste Regenfahrt ist oftmals eine Test- bis Tauchfahrt und man merkt, wo überall noch Verbesserungspotential ist.
    Wie sind die Temperaturen? Bei Kälte macht's keine Laune, bei großer Hitze kann es je nach Strecke auch anstrengend werden. Eben immer auch: Passen Wetter und Kleidung zusammen? Passen auch die Handschuhe zum Wetter usw.


    Dann ganz einfach die Jahreszeit: Wie lang sind die Tage? Wenn man lange Tage hat, morgens beizeiten in die Puschen kommt und sich dadurch unterwegs mehr Zeit lassen kann, macht das den Kopf frei. Lieber kommt man Mittags um drei "zu früh" am Ziel an, als daß man morgens Zeit verschenkt und letztendlich in die Dunkelheit reinfährt.


    Dann kommt's natürlich auf die Strecken an. Kleinste Landstraßen, oder auch Bundesstraßen? Wie wird navigiert? Nach Karte, Roadbook oder Navi? Mit Karte über kleinste Straßen ist für einen Anfänger anstrengender als einfach nur eine Säuselstimme zu folgen.


    Dann hatte Buckbeak ja schon geschrieben: das ist landschaftlich und fahrtechnisch keine so schwierige Gegend. Da werden die vielen kleinen Ortschaften unterwegs wohl anstrengender sein als die - dann erholsamen - Strecken dazwischen.


    Ich würde ab Gütersloh wohl ein erstes Stück auf die AB gehen, um erstmal das dichtbesiedelte Gebiet hinter mir zu lassen. Dann später auf die Landstraße wechseln. Hamburg enttweder weiträumig umfahren, oder auch hier nochmal auf die AB wechseln.


    Und ansonsten kann man sich ja im Hinterkopf einen "Plan B" zurechtlegen. Wenn man merkt, es wird zu anstrengend, oder man hat sich mit der Zeit verschätzt, kann man immer noch auf größere Straßen wechseln.

    *Lille*

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