Wieviele km darf gebrauchtes ein Motorrad maximal haben?

  • Da das Thema die letzten Tage ein paar Mal hochkam und ich mit der Aussage "31.000km in 12 Jahren ist ein Witz" schon herbe Kritik gesammelt habe, würde ich das Thema gerne zur Diskussion stellen.


    Wieviele km bei einem Gebrauchtmotorrad sind okay, was ist zuviel? Inwieweit berücksichtigt Ihr hierbei das Alter des Motorrades?


    Mein erstes Motorrad, die Breva, hatte beim Kauf 21.000km, und war 5 Jahre alt -> rund 4000km/Jahr
    Mein zweites, die DR350, hatte 18.000km und war 17 Jahre alt -> rund 1000km/Jahr (war mit 31PS/350ccm und Stollenreifen aber auch kein Langstreckenfahrzeug)


    Die versys habe ich mit 26.000km und 4 Jahren gekauft -> rund 6500km/Jahr


    Auf der andern Seite kenne ich eben auch Pappenheimer, die sich ein Neufahrzeug kaufen und im ersten Jahr 20.000km runterreißen. Das wären nach 5 Jahre 100.000km. 8|
    Sollte ein Motorrad eigentlich halten - wenn man so die Berichte im www ansieht. Aber verkaufbar wäre es wohl nicht mehr. Oder?


    Deswegen würde mich eben einfach interessieren: Woran macht Ihr fest, ob eine Laufleistung noch akzeptabel ist, oder wovon lasst Ihr die Finger?


    PS - und nein, ich habe keine Schwanz, dessen Länge ich hier vergleichen könnte. ;)

    *Lille*

    Edited once, last by Lille ().

  • Meine Bandit war 12 Jahre alt und hatte etwa 24.000 km runter. Im Schnitt also 2000 km/Jahr. War aber, bis auf ein paar Kleinigkeiten sofort fahrbereit (nur ich nicht, da der Schein noch in Arbeit war). Hab mich draufgesetzt und fand, "jo, die passt, nehm ich". Bis jetzt nicht bereut.

    Live is a bitch, and you have to pay for it.


    Treffen? Ich bin dabei!

  • Ein Motorrad was ich mir kaufen würde darf maximal 30000km haben und sollte max. Bj.95 sein. Beim Auto ist 100000km meine persönliche Schmerzgrenze.
    Aber trotzdem können auch 31000km gerade bei Maschinen die gerne aufm Ring eingesetzt werden zu viel sein.


    Gruß
    Enrico

    Wenn der Polizist sagt "Papiere", und ich sag "Schere" - hab ich dann gewonnen? :grin:

  • Ich mach das vom Hubraum bzw. von der Literleistung abhängig. 30.000km sind für ne 125er ne Menge, wie ich finde. Für meine Bandit ist das eigentlich ok, lediglich die Kupplung ist jetzt etwas durch. Bei nem riesen Chopper mit 1.6l dürfte das wohl kein Problem sein. Natürlich kann man das nicht pauschalisieren, aber ich stelle das zusammen mit dem Alter des Fahrzeuges stark in einen Zusammenhang.


    Aber auch zu wenig km sind bei gewissen Altersbereichen schlecht, wie ich finde. Wenn das Ding so alt ist wie ich, aber nur 10.000km hat dann ist das eine geringe jährliche Laufleistung. Praktisch genauso wie Lille es bereits gesagt hat. Scheckheftpflege ist auch ein gutes Kaufargument für mich.

    Grüße vom Fuchsteigkringel




    2010-2011: Kawasaki ER-5 (crashed)
    2011-2013: Suzuki GSF600 Bandit GN77B (sold)
    2013-2015: Husqvarna SM610i.e. (sold)

    2015-202x: BMW F 800 R

  • Kilometergrenze? Keine feste. Ich finde es albern im Vorraus zu sagen "Ich kaufe kein Motorrad mit mehr als X km" - Mein Auto hat über 250.000km gelaufen und ist in besserem Zustand als so manches wesentlich jüngere Fahrzeug!


    Wenn bei einer Besichtigung also raus kommt das alles okay ist und zudem allgemein bekannt das das Fahrzeug auch für hohe Km-Leistungen gut ist... Warum nicht? Gekauft hab ich mein Auto mit weit über 200.000km auf dem Tacho. Und ich sorge dafür das es das H-Kennzeichen in ein paar Jahren bekommt.

  • Ich sehe das ähnlich wie Phil.
    Es ist abhängig vom Alter, welcher Motor, wie genutzt, Zustand usw.
    Bei einer gepflegten GS mit 10 Jahren und 60.000 auf der Uhr habe ich deutlich weniger Bauchschmerzen wie bei ner 10 Jahre alten R 6 mit 30.000. Auch oder gerade wenn beide Artgerecht bewegt wurden. :grin:

    If you don´t live for something you will die for nothing


    Zwei Zylinder sind genug, .......... wenn mann 1000 ccm hat 8o

  • Mir ist die Laufleistung weniger wichtig. Ich achte auf
    -> einen guten Pflegezustand (Besitzer hat in sein Möpp investiert und es nicht verlottern lassen)
    -> auf ein vollständiges Serviceheft (bloß keine Bastelbude vom "Experten")
    -> auf möglichst wenige Vorbesitzer (Ein Vorbesitzter + hohe Laufleistung = Das Möpp ist so gut, dass der Besitzter auch viel fahren konnte/wollte/durfte)


    Gruß - Pendeline

  • Ich mach das vom Hubraum bzw. von der Literleistung abhängig. 30.000km sind für ne 125er ne Menge, wie ich finde. Für meine Bandit ist das eigentlich ok, lediglich die Kupplung ist jetzt etwas durch. Bei nem riesen Chopper mit 1.6l dürfte das wohl kein Problem sein. Natürlich kann man das nicht pauschalisieren, aber ich stelle das zusammen mit dem Alter des Fahrzeuges stark in einen Zusammenhang.


    Finde ich auch.


    Ansonsten ist die Laufleistung schon ein wichtiges Kaufkriterium für mich, aber nur um Gesamtzusammenhang, um Maschinen zu vergleichen. Wenn die Maschine gut da steht und der Vorbesitzer sowas wie Sachverstand und ein Gespür für Pflege hat, ist das okay.
    Meine Sportster ließ sich beim Besichtigen nichtmals mit Starthilfe anlassen, aber der Typ hatte Plan von dem Ding und konnte mir glaubwürdig machen, dass die Karre OK ist - was dann letztlich auch so war.

    Der siebte Sinn der Westfalen: Der Starrsinn.

  • Die Laufleistung ist mir nicht so wichtig.


    Ich achte auf den Pflegezustand und darauf, wie sich der Motor anhört und "anfühlt" ,wenn ich eine Probefahrt mache.


    Serviceheft interessiert mich auch nicht sonderlich,da bei den alten Motorrädern,die ich eigentlich immer habe, fast nie noch eins vorhanden ist. ^^
    Das würde mich nur bei neueren Moppeds interessieren.


    Und ich achte darauf, was für einen Eindruck der Verkäufer auf mich macht.
    "Labertaschen" und Klugscheißer können ihre Moppeds behalten,auch wenn sie noch so wenig auf der Uhr haben.
    Wenn rein vom Gefühl her da etwas nicht stimmt,auch wenn ich in dem Moment noch nicht mal den Finger direkt darauf legen kann,bleibt das Motorrad da,wo es ist.


    Ich habe in meinem Leben auch schon zweimal dieses Bauchgefühl ignoriert und bin dabei jedes mal gewaltig reingefallen.


    LG Sabine


    Edit


    Ein Motorrad dürfte also bei mir ruhig 80.000 + runterhaben,wenn alles andere stimmt. :)

  • Mein Motorrad hat 50.000 km runter und ist 7 Jahre alt. Rein rechnerisch also rund 7.000 km / Jahr. So... und nun? Sagt das gar nichts.
    Denn gekauft habe ich sie 2010 mit 25.000 km auf der Uhr (5.000 km/ Jahr). Ich habe die gleiche Strecke nochmal dazu in zwei Jahren zurück gelegt (12.500 km / Jahr).


    Ich habe meine Maschine mit jeder Menge äußerlichen Macken gekauft, die einen ordentlich Preisnachlass ergeben haben. Technisch war und ist sie top.
    Und ich weiß, dass sie wegen der Menge der Macken (und ohne ABS) quasi unverkäuflich ist - egal, wie der technische (Pflege)Zustand ist.

    Die Schwierigkeit, mit den meisten Leuten umzugehen, besteht darin, zu ihnen gleichzeitig ehrlich und höflich zu sein.
    André Heller

  • Eine feste grenze habe ich eigentlich auch nicht.


    Najagut ich habe auch erst 2 Motorräder gekauft und davon war eins neu.





    Ansonsten mache ich die Km eigentlich vom Motor bzw dem Motorrradtyp und dem allg. Zustand abhängig.



    Meine persönliche Grenze bei der SV waren 40.000km. Da ich der Meinung war das das für den Motor in der Susi erstmal eine solide Anfangsleistung ist und er bei ordentlicher Pflege sicherlich ü 100.000km macht, auch wenn ich die mit diesem Motorrad wahrscheinlich eher nicht knacken werde.



    Am Ende wurde es dann eine die beim Kauf um ca. 20.500km drauf hatte. Bei EZ 12/03 also nichtmal 2.300km pro Jahr. Ist Meiner Meinung nach eine relative Kilometerleistung aus Jahr gesehen, aber mehr als 3.500-4.000km fahre ich auch eher nicht im Jahr. Sollte ich später mnal über etwas mehr Einkommen verfügen und sich noch ein paar Bekloppte finden lassen dann könnten es sicher mehr werden, denn dann könnte ich es mir durchaus Vorstellen auch mal 1,2 Wochen Urlaub mit dem Motorrad zu machen.


    Aber so als Student kommen die KM eben nur über die Wochenendrunde und Gelegentliche Autobahnfahrten zusammen.

  • Vollkommen Banane wieviel Kilometer der Ofen auf der Uhr hat. Wie schon erwähnt zählt der Eindruck des Verkäufers und der Pflegezustand. Und das Wichtigste: Es sollte einem immer bewusst sein, dass je nach Motorradtyp, Motorradgewicht und Fahrprofil bestimmte Verschleissteile einfach an der Reihe sind. Das kann bei einem 600er Rennsemmel, der 30.000km schonungslos betrieben worden, ist der Motor sein. Das kann aber auch bei einem dicken Tourenschiff das Federbein sein, welches nach 100.000 km mit voller Beladung durch ist. Nur kann man es den (Verschleiss)teilen nicht ansehen ob sie in den nächsten 1000, 5000 oder 10.000km den Geist aufgeben.... ;)

    Der Norden fängt da an, wo die Leute aufhören zu

  • Quote

    Vollkommen Banane wieviel Kilometer der Ofen auf der Uhr hat. Wie schon erwähnt zählt der Eindruck des Verkäufers und der Pflegezustand. Und das Wichtigste: Es sollte einem immer bewusst sein, dass je nach Motorradtyp, Motorradgewicht und Fahrprofil bestimmte Verschleissteile einfach an der Reihe sind. Das kann bei einem 600er Rennsemmel, der 30.000km schonungslos betrieben worden, ist der Motor sein. Das kann aber auch bei einem dicken Tourenschiff das Federbein sein, welches nach 100.000 km mit voller Beladung durch ist. Nur kann man es den (Verschleiss)teilen nicht ansehen ob sie in den nächsten 1000, 5000 oder 10.000km den Geist aufgeben.... ;)


    Guter Aspekt! Es muss nicht unbedingt der Motor sein, der den finanziellen "Totalschaden" für das Motorrad bedeutet.


    Oft läuft der Motor noch, aber es stehen alle möglichen Verschleissteile an (Kupplung, Bremsscheiben, LKL, Federbein, Radlager), sodass eine neue Gebrauchte - zumindest für den Nichtschrauber - günstiger kommt.


    Ist wie bei den Autos: Die meisten werden nicht ausgesondert, weil ein kapitaler Motorschaden vorliegt sondern weil es nicht rentabel ist, mehr in eine alte Kiste zu investieren...

  • Mal ne kleine Auflistung, was so auf einen zukommen kann, wenn man sich ein älteres, leistungstarkes und schweres Mopped anschafft und den Gaul dann auch artgerecht bewegt (Gelistet sind nur die grossen Posten, Bremsflüssigkeitswechsel, Ventilspielkontrolle, den normalen Inspektionskram mal nicht mitberechnet):


    Gekauft mit 140.000km (0km) [TEILEpreise in €]:


    - neuer Kupplungsnehmerzylinderdichtsatz 140.500 (500km) [30]
    - neue Reifen 141.000km (1000km) [180]
    - Gabeldichtringe & Öl 144.000km (4000km) [35]
    - neues Radlager vorne 146.000km (6000km) [20]
    - neue gebrauchten Bremsscheiben vorne & neue Beläge 146.000km (6000km) [170]
    - neue Sitzbank 150.000km (10.000km) [200]
    - neue (gebrauchte) Kette 150.000km (10.000km) [0]
    - neuer (gebrauchter) Anlasserfreilauf 152.000km (12.000km) [100]
    - Hinterradumbau auf FZR-Felgen vorne und hinten und dementsprechend neue (Reifen Avon Azaro) 154.000km (14.000km) [Nur Reifen: 120]
    - neues Lenkkopflager 154.000km (14.000km) [50]
    - neue (gebrauchte) Bremse hinten und dementsprechend neue Beläge 154.000km (14.000km) [35]
    - R1-Bremsen vorne und dementsprechend neue Beläge 154.000km (14.000km) [100]
    - gebrauchtes Öhlins Federbein hinten 154.000km (14.000km) [150]
    - Wilbers vorne + Gabeldichtringe & Öl 154.000km (14.000km) [100]
    - neuer Kettensatz (DID ZVMX) 154.000km (14.000km) [120]
    - neue (gebrauchte) Auspuffanlage, Sammler und Krümmer von XJR (alter Sammler weggerostet und spektakulär auf der A2 verabschiedet) 158.00km (18.000km) [200]
    - neuer Kupplungsnehmerzylinderdichtsatz 158.00km (18.000km) [35]
    - neue Bremspumpengeberzylinderdichtsatz 159.00km (19.000km) [35]
    - neuer (gebrauchter) Motor mit ca. 50.000km auf der Uhr, da der Alte zwischen 1,3 und 1,7 L Öl auf 1000km geschluckt hat 159.00km (19.000km) [250]
    - neue Schwimmernadelventile 159.00km (19.000km) [50]
    - Federbeinüberholung bei FRS 164.000km (24.000km) [200]
    - neue Reifen (MPR2) 169.000km (29.000km) [250]
    - neue Gabeldichtringe & Öl 177.000km (37.000km) [35]
    - neue Bremsbeläge vorne und hinten (sinter) 177.000km (37.000km) [70]
    - neue Reifen (MPR2) 181.000km (41.000km) [250]
    - neue (gebrauchte) Reifen (MPR3) 191.000km (51.000km) [100]
    - neue Lager der Federbeinanlenkung 193.000km (53.000km) [160]
    - neue Reifen (MPR2) 196.000km (56.000km) [180]
    - Bremsscheiben vorne + hinten, neue Beläge vorne (kein sinter) 196.000km (56.000km) [200]
    - Vergaserultraschallreinigung 196.000km (56.000km) [80]


    Aktuell: 205.000km (65.000km) Zylinderfussdichtung sifft...


    ...to be continued ;)

    Der Norden fängt da an, wo die Leute aufhören zu

    Edited 2 times, last by henne ().

  • henne:


    Ok - bei einer FJ 1200 ist das wirklich "scheißegal"! :grin: Aber z.B. bei einer (Extrembeispiel) 2-Takter - und dann noch einer mit wenig Hubraum - na ja da würde ich schon bei 20.000 km sehr vorsichtig. Man kann schon sagen, je mehr Hubraum und je weniger Leistung dabei desto besser halten die Dinger. Eine 1000 er mit 100 PS und vier Zylindern - geht doch so gut wie gar nicht kaputt! Nichts desto trotz: Pflege muss sein - da stimme ich biboty voll zu. Aber wie gesagt - Maschinen wie eine XJR 1300 oder eine 1250 er Bandit oder eine Honda CB 1300 kannste fahren bis der Arzt kommt. Schönes Beispiel dafür sind auch die alten Eisenschweine von Yamaha - eine XS 1100 mit Kardan gilt ja erst ab 100.000 als "eingefahren! :grin:


    Gruß Fafnir!

    :respekt: ist das Produkt einer guten Erziehung....

  • henne:


    Ok - bei einer FJ 1200 ist das wirklich "scheißegal"! :grin: Aber z.B. bei einer (Extrembeispiel) 2-Takter - und dann noch einer mit wenig Hubraum - na ja da würde ich schon bei 20.000 km sehr vorsichtig. Man kann schon sagen, je mehr Hubraum und je weniger Leistung dabei desto besser halten die Dinger. Eine 1000 er mit 100 PS und vier Zylindern - geht doch so gut wie gar nicht kaputt! Nichts desto trotz: Pflege muss sein - da stimme ich biboty voll zu. Aber wie gesagt - Maschinen wie eine XJR 1300 oder eine 1250 er Bandit oder eine Honda CB 1300 kannste fahren bis der Arzt kommt. Schönes Beispiel dafür sind auch die alten Eisenschweine von Yamaha - eine XS 1100 mit Kardan gilt ja erst ab 100.000 als "eingefahren! :grin:


    Gruß Fafnir!



    Ja. Das klingt immer toll wenn man vor seinem Eisenfass steht und diese Geschichten mal wieder zum besten gibt. Natürlich laufen die Motoren der dicken Karren ohne weiteres 1,2,3,400.000km. Aber: Zumindest beim XS/FJ/XJR Triebwerk nimmt der Ölverbrauch unweigerlich zu und die Kompression lässt auch mehr oder weniger stark nach. Das Fahrwerk steckt diese Distanzen auch nicht mal eben weg, gerade weil die Dinger so fett sind. Und wenn man halbwegs siegfähiges Material erhalten will, muss man auch hier einige Verschleissteile austauschen. Im Gegensatz zur RGV 250 nur etwas später...ausserdem hängt die Beantwortung der Frage auch davon ab, wieviel Kilometer der einzelne ungefähr mit dem Mopped fahren will?

    Der Norden fängt da an, wo die Leute aufhören zu

  • Man kann schon sagen, je mehr Hubraum und je weniger Leistung dabei desto besser halten die Dinger.

    So kann man das schon gut stehen lassen. Zusätzlich noch "... und je mehr Zylinder sie hat". Denn der Verschleiss verteilt sich da dann auch auf mehrere Zylinder.


    Es ist aber so, wie "henne" es auch so schön beschrieben hat, dass ein Motorrad nicht nur aus dem Motor besteht sondern auch alle anderen Teile die Kilometer fressen müssen. Die meisten Motorradfahrer hegen und pflegen aber ihr "Baby" und meistens sind auch defekte Teile irgendwann mal ersetzt worden. Ich glaube das es einige ältere Motorräder gibt an denen nur noch der Rahmen original ist und alles andere schon im Laufe der Jahre getauscht wurde. Das ist auch grundsätzlich gut so.

  • Ja - ne ist klar! Hatte das auch wirklich jetzt mehr auf den Motor bezogen - alles andere unterliegt natürlich dem normalen Verschleiß der bei allen größeren Motorrädern ähnlich ist, allein schon deshalb weil viele Teile baugleich sind über die Modellpalette hinweg.


    Gruß Fafnir!

    :respekt: ist das Produkt einer guten Erziehung....

  • Bis wieviel km man eine Maschine kaufen will hängt neben der Restlebenserwartung des Fahrzeugs auch davon ab, was man damit vor hat, sprich, wieviele km dazu kommen und wie lange man sie behalten will. Und wenn man eh alles umbauen will (Custom oder Renner oder ...) dann darf der Gesamtzustand auch schlecht sein.


    Sorgen mache ich mir um die Erhaltungswürdigkeit von japanischen Viertaktern (ohne Supersportler) allgemein ab:
    -1-Zylinder 50000 km
    -2-Zylinder 80000 km
    -4-Zylinder 120000 km


    Das ist der Bereich, wo ich erste Defekte erwarte, für die man seltene Teile benötigt (Vergasermembran?) oder den Motor öffnen muss (Kettenspanner?).


    Meine NTV habe ich mit 50000 km gekauft, da war sie 12 Jahre alt und sah geleckt aus. Jetzt ist die 18 Jahre, hat 98000 km und ist "runtergeritten". Für meine Zwecke war der km-Stand am oberen Ende meines Erwartungsfensters, aber der Gesamtzustand und Vorbesitzer haben mich überzeugt.


    Die Versys habe ich bei 3000 km mit 2 Jahren gekauft, jetzt ist sie 23000 km und 3 Jahre gelaufen. Der km-Stand war wesentlich niedriger als ich akzeptiert hätte, aber die Auswahl am Markt war einfach recht gering: Quasi neu oder quasi schon runtergeritten. Der Vorbesitzer war mir etwas suspekt und hat mir ein paar Kleinigkeiten verschwiegen. X( Im Nachhinein betrachtet hätte ich besser ein Baujahr später gekauft (neue Bremspumpe mit besserem Ansprechverhalten).


    km pro Jahr sind mir beim Kauf egal, so lange sie halbwegs regelmäßig bewegt wurde und nicht länger als ein Jahr gestanden hat. Sonst gedanklich Wiederinstandsetzungsarbeiten einplanen und einrechnen. Ditto für Unfallschäden.

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