Richtiger Umgang mit Bremsenreiniger

  • Ich bin überrascht das hier so viele vor kaputter Haut warnen, ich bekomme das Zeug schon jahrelang auf die Finger ohne Probleme.
    In der Werkstatt wird der auch mal zum schnellen Händewaschen zwischendurch benutzt.


    Da reagiert anscheinend jeder anders drauf ;)

    Absolut. Ich kann da drin wohl baden und bekomme keine rissige Haut. Ich kenne aber auch bei uns an der Arbeit zig Leute die alle Nase lang die Hände einreiben mit Cremes. Ich brauche das nie und mag es auch nicht. Ich hasse dieses Geglitsche an den Fingern.

  • Also ist es in geringen Mengen nicht schädlich für den Lack? Ich habe es schon mehrfach benutzt um die Ladeluftrohre von innen durchzuspülen.

  • Ich reinige meine Arbeitsklamotten mit Bremsenreiniger, wenn sich mal wieder ein frischer Öltropfen auf dem Tshirt niedergelassen hat.


    Mit Bremsenreiniger einweichen und dann zügig mit Druckluft von Innen nach Aussen den Fleck wegblasen.

    Saludos Tom


    - gut, das ich nicht perfekt bin......sonst wäre es langweilig.-

  • Wow, da kam ja richtig was bei rum :thumbup:


    Ich fasse mal kurz zusammen:


    Bremsenreiniger ist gut für:
    -Öl entfernen
    -Fett entfernen
    -Staub entfernen
    -Bremsscheiben
    -Felgen, Tank, Lackteile - wenn auf Lappen/Papiertücher gesprüht und kurz drübergerieben wird und die Lackqualität gut ist
    -Vorbereitung für Aufkleber
    -Arbeitsklamotten reinigen wenn sich mal wieder ein frischer Öltropfen auf dem Tshirt niedergelassen hat: Mit Bremsenreiniger einweichen und dann zügig mit Druckluft von Innen nach Aussen den Fleck wegblasen.
    -als Startpilot-Spray
    -Testmittel für die Dichtigkeit des Ansaugweges
    -Grillanzünderersatz


    Bremsenreiniger ist nicht gut für:
    -Augen -> gut zur Selbstverteidigung
    -Haut, je nach Typ mehr oder weniger, aber besonders schlecht mit Schnittverletzungen
    -Atemwege -> Belüfteter Arbeitsplatz!
    -Kunststoffe sollte man auch nur kurz damit behandeln und möglichst schnell wieder wegmachen. Das Zeug ist nämlich auch Killer für Weichmacher/Silikone
    -Latex, Gummi, der Reiniger macht es porös.
    -Lackteile (moderene Lacke)
    -Feuer/Hitzequellen

  • Eine Dose Bremsenreiniger hält bei mir ewig. Zum Entfetten nehme ich Petroleum. Das kostet einen Bruchteil und wirkt genauso gut. Zudem spare ich mir das nachträgliche Einsprühen mit WD 40. :)
    Ich nehme das Zeug eigentlich nur, wenn ich beim Schrauben Kleinteile reinigen will, die nachher trocken sein sollen.

    Gruß
    Zottel

  • Petroleum ist aber beim Schnüffeln extrem ungesund bis lebensgefährlich...
    Man sollte diesen "Spassfaktor" bei der Arbeit nicht unterschätzen!
    Als ich damals, in der unbelüfteten Garage meinen Käfer von innen lackiert hab (ohne Atemschutz versteht sich!), hab ich hinterher 2h auf dem Klo gesessen. Nicht, weil ich gemusst hätte sondern schlicht, weil ich nicht mehr aufstehen konnte :D

  • Da dürfte sich zum flüchtigen Bremsenreiniger kaum ein Unterschied einstellen, oder?

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

  • Da dürfte sich zum flüchtigen Bremsenreiniger kaum ein Unterschied einstellen, oder?


    Meinst du technisch, oder gesundheitlich? ^^


    Quote

    Nicht, weil ich gemusst hätte sondern schlicht, weil ich nicht mehr aufstehen konnte


    Mehr so wie Alkohol zum inhalieren aus Großbritannien? Oder eher so wie das härteste Ganja in den Niederlanden? :P


    --


    Vom Bremsenreiniger unterscheidet es sich aber deutlich:


    Quote

    Petroleum ist wenig flüchtig und schwer entzündlich mit einem Flammpunkt zwischen 55 und 74 °C


    Wikipedia


    Petroleum ist, wie der Name schon durchklingen lässt, ein Produkt aus der Minderalölverarbeitung - also auch ein hauptsächlich aus Kohlenwasserstoffen bestehendes Zeug. Allerdings fehlt der scharfe Charakter eines krassen Lösungsmittels, wie bei Aceton. Es ähnelt zudem dem Diesel geringfügig und besitzt daher ölige Eigenschaften, was zum Schmieren von Gleitlagern und sowas nützlich ist. Ich kenne Petroleum vor allem durch den Gebrauch in der Zerspanung, u.a. zum Vermeiden einer Aufbauschneide z.b. bei Alu.


    Auf Bremsscheiben hat es daher nichts zu suchen! :!:

  • Wie passend:



    Das Petroleum auf der Werkzeugschneide verhindert, dass sich dort Material (Alu!) absetzt und die Bohrung immer größer wird. Oben im Bild das sollte eine Hülse werden, die auf einer Welle in einer Maschine läuft usw. etc... Die Passung sollte also vorne und hinten gleich sein, dennoch sollte das zügig gehen... :rolleyes:

  • Da dürfte sich zum flüchtigen Bremsenreiniger kaum ein Unterschied einstellen, oder?


    Bisschen gegooglet - in wie weit das schlimmer ist als Bremsenreiniger? Keine Ahnung.:


    Symptome und klinische Befunde
    Einatmen von Dämpfen führt je nach Menge zu Kopfschmerzen, Erregung, Benommenheit und Delirien.
    Nebel reizen die Atemwege. Die orale Aufnahme ruft starke lokale Reizerscheinungen, Erbrechen, Durchfälle, Schläfrigkeit, Stupor und Koma hervor. Die Aspiration auch kleinster Mengen führt zu Schäden des
    Lungenepithels und pneumonischen Infiltrationen mit beschleunigter Atmung, Tachykardie und Zyanose,
    evtl. Lungenödem. Lokale Einwirkung kann zur Entfettung der Haut, Dermatitis, Akanthosen und Hyperkeratosen führen. Weitere Gesundheitsgefahren hängen vom Gehalt an Aromaten, speziell an Benzol ab.


    Quote from Sportyzilla

    Mehr so wie Alkohol zum inhalieren aus Großbritannien? Oder eher so wie das härteste Ganja in den Niederlanden?


    Suchst Du ne Anleitung? ;)
    Ich meinte eher so, wie alle Splinte aus den Gelenken gezogen und Kopf in 2m dicke, bleischwere Watte gepackt...
    Hilft Dir das bei Deiner Entscheidung? ;)


  • Na gut, lassen wir das lieber... ^^


    Will ich Dir nicht vorschreiben.
    War auch eine Erfahrung und ich hab schon schlimmere gemacht... Also es war im Nachhinein (nachdem ich wusste, dass ich überlebe) weniger schlimm als ein Stracksuff - zumindest musste ich keine Bröckchen husten ;)

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