Aprilia Capo Nord 1200

  • An der EICMA ist die neue Caponord 1200 2013 vorgestellt worden. Ich finde das Teil gelungen und durchdacht und hat in der Palette lange gefehlt.
    Allerdings ist auch bereits Kritik geübt worden. Z.B die Tatsache, dass das Vorderrad nur 17" aufweist anstatt der 21". Die Bereifung ist für die Strasse und damit nur sehr bedingt offroadtauglich, frage ich mich aber dabei, wer denn mit der alten CN in die Pampa gefahren ist, da diese bei einem Umfaller durchaus für Schweissausbrüche bei der Auferstehung sorgen konnte (vor allem bei alten Männern wie mir).


    Für meinen Teil sehe ich das Gefährt als Reisemotorrad mit der Option, auch mal eine unbefestigte Strasse unter die Räder nehmen zu können. Auf der Strasse wie auch auf Kies und Schotter dürften die elektronischen Heinzelmännchen - TC, ABS, ADD (Aprilia Dynamic Damping) - auch noch entscheidend mithelfen, die Fuhre stabil zu halten. Für mehr ist das Teil meines Erachtens einfach zu schwer. Dafür gibt es schliesslich prädestiniertere Fahrzeuge.


    Sobald ich ihrer habhaft werde, wird sie angetestet. Ich freu mich schon! 8o


    Ein würdiger Ersatz für die alte Capo, oder eher eine Flausch - Enduro für Weichtiere?

    I'm drinking to drown my problems, but these goddamn bastards can swim! :bier:

  • Ich finde die Capo schon mal sehr gelungen. Das die mehr für den Strassenbetrieb gemacht wurde, ist schon klar, so wie die meisten der Reise-Enduros. Wer etwas robusteres fürs Grobe bevorzugt, wählt dann doch lieber eine leichtere Sport-Enduro. Mit schmalen, größeren Rädern und grobstolligeren Reifen, bei denen dann auch keine Heinzelmänchen mehr benötigt werden. ;)


    Bin ja von Haus aus ein Aprilia Fan und werde mir die Capo bei nächster Gelegenheit auch mal zum Antesten ausleihen. Bin mal gespannt, wie der 1200er Motor der dicken Dorsoduro sich in der Capo anfühlt. :italia:

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert !

  • "Reiseenduro" mit 17" ist ein tolles Konzept. Ob man 1-2" größeren Vorderrädern dermaßen besser aus den 10 km Schotter zurecht kommt, die man im Jahr so fährt; und ob das die Nachteile bei Handling und Reifenauswahl auf jedem einzelnen Meter Straßenfahrt kompensiert, muss jeder selbst wissen. Großvorderrad-Reisenduros gibt's doch wirklich genug am Markt.


    Ich finde sie optisch ansprechend. Vielleicht fahre ich auch mal eine Probe, obwohl sie mir eigentlich wesentlich zuviel Leistung hat. Bei einem V2 fürchte ich aber, dass die Fahrbarkeit im unteren Drehzahlbereich und die Laufkultur darunter leiden könnten...

  • Tja, was Laufkultur und Fahrbarkeit angeht, hilft wahrscheinlich wirklich nur ein Proberitt. Wobei ich glaube das ein heutiger V2 aufgrund der Einspritzung und des dazugehörigen Mappings nicht sonderlich zickig sein sollte. Ich habe jedenfalls mit meinem Rotax 990 unter 2,5k Drehzal nur noch ruckeln und hämmern. Aber das Ding ist ja auch schon 10 Jahre alt...

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  • Großvorderrad-Reisenduros gibt's doch wirklich genug am Markt.


    ...gibett doch nur von KTM eine Reiseenduro mit 21"er Vorderrad,...d a s ist die schönste Fahrrerei überhaupt,
    und d a s wäre mein erster Umbau nach dem Kauf einer BMW GS, "Wunderlich" bietet d a s für viel Geld an!


    Gruß vom Töff.

  • Joooo. Die Capo Nord schaut gar nicht schlecht aus. Bekommt von mit eine :2:
    Was mich stören würde, wäre der riesige ESD. Das finde ich zu klobig. DAS wäre MEIN erster Umbau. ^^


    Aber wäre für mich eh wieder zu groß, zu hoch, zu schwer, zu wuchtig. Nix für ne kleine Lille. :S



    Was macht das denn für einen Unterschied, ob man vorne 17" oder 21" drauf hat? Außer daß die Reifen länger halten müssten ^^

  • Große Räder laufen nicht so kippelig, die Führung des Motorrads wird leichter und stabiler. Auf der Strasse ist das nicht ganz so entscheidend, aber im Gelände schon. Hat was mit Pysik zu tun, deren Erklärung könnte sich ja mal jemand annehmen. (Diskussion losgetreten :rolleyes: )


    Die GS bügelt jetzt jede Fahrbahnunebenheit glatt und
    ist in allen Situationen wesentlich ruhiger. Die Lenkung ist dadurch
    direkt und feinfühlig. Die Maschine bleibt nun auch im heftigen Einsatz
    spurstabil und beherrschbar. Ein immenser Sicherheits-Beitrag, da es nun
    auf jedem Untergrund keine bösen Überraschungen mehr gibt: der Kampf
    mit dem eigensinnigen, kleinen Vorderrad entfällt. Jetzt bestimmt wieder
    der Fahrer, wo es lang geht!

    Quelle: http://www.bmw-motorrad-shop.i…derradumbau-R-1200-GS-Adv



    Edit:
    hab soeben das hier gefunden: http://www.welt.de/wissenschaf…-Physik-des-Zweirads.html
    dabei wird man wohl ins Grübeln kommen ?(

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert !

    Edited once, last by Sandman ().

  • Die Forscher haben ja laut Artikel nicht die Funktion von Kreiselkräften und Fliehkraft wiederlegt, sondern nur, das zusätzlich andere Kräfte auch stabilisierend wirken...

  • Ich habe alle verschiedenen Radgrößen mehrfach gefahren, das Fahrgefühl mit einem großen 21"er Vorderrad ist unvergleichlich gut.
    D a s wäre, wenn ich es bezahlen kann s o f o r t ab Werk dabei!


    Vor einigen Wochen konnte ich kurz hintereinander eine Transalp und eine NTV fahren, der Unterschied war sensationell,
    zugunsten der Transe.


    Der Töff.

  • Sieht hübsch aus :cool:


    Was mich noch interessieren würde, wäre das Fahrgewicht - denn Aprilia schweigt sich diesbezüglich noch aus. :huh:


    Mit ner Sattelhöhe von 84 cm eher was für Langbeinige - wie halt so üblich :whistling:


    Immerhin hat sie mal einen vernünftigen Tank mit 24 Litern, da dürften auch mal 300km + drin liegen :P

    Es geht immer weiter - und wenn es zurück ist. Nach dem Regen scheint die Sonne.

  • Wenn wir von der Basis (Dorsoduro 1200) ausgehen, die 220 kg vollgetankt und fahrfertig wiegt, dann sind wir, mit den grösseren Tank, die Koffern und dem Technik-Schnickschnack, wahrscheinlich bei >240kg. Weggenommen haben die ja nichts - nur dazugebaut.


    Aber sobald das Teil hier ist, werde ich es probereiten und sehen wie es sich bewegen lässt.


    Gruss
    fear d'aois

    I'm drinking to drown my problems, but these goddamn bastards can swim! :bier:

  • Wenn der Motor und die Steuerung dazu unverändert aus der Dorso 1200 übernommen wurde, dann viel Spass beim Testen im "S" Modus. Da geht meine kleine Dorso schon wie die Wutz nach vorne . . . :italia:

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert !

  • Das die Dorso's gut laufen, weiss ich - egal ob die Kleine oder die Grosse. :cool:


    Ihr Durst ist allerdings, auch nach einer allfälligen Mappinganpassung durch Aprilia, immer noch zu hoch für einen modernen Motor. 8|

    Es geht immer weiter - und wenn es zurück ist. Nach dem Regen scheint die Sonne.

  • Wobei nur die große ein Schluckspecht ist, meine 750er kommt mit 5,3-5,8L aus. OK, auf der Renne waren es dann auch 7,5 aber da muss sie ja auch was für tun ;)

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert !

  • Sorry, das ist auch für eine 750er zu viel...


    ...vielleicht bin ich von meiner 1250er Bandit auch einfach nur verwöhnt, im Schnitt 4.9 - 5.1 Liter und im VGM maximal 5.5 Liter :wub:


    Davon ist meine 12er Guzzi weit weg ;( im Schnitt 6.0 Liter aufwärts und das bei wirklich moderater Fahrweise :huh: Vielleicht mal, wenn sie die Norge auf Wasserkühlung umstellen, dass ich wieder näher an die 5 Liter komme... :whistling:

    Es geht immer weiter - und wenn es zurück ist. Nach dem Regen scheint die Sonne.

  • Nunja, ein 1250er Vierzylinder mit ca 100PS (oder was immer die Bandit hat) braucht nicht viel zu tun. Ein 750er Zweizylinder mit 90PS muss schon mal richtig ackern, deshalb sicher auch der im Vergleich etwas höhere Verbrauch. Und bei dem Renntraining in Papenburg (immmer im "Sport" Modus) wird nur für ganz kurze Zeit ein Topspeed von knapp 200km/h erreicht. Der Rest besteht aus Kurven und ständigem Beschleunigen bis in den Drehzahlbegrenzer, da darf die kleine Dorso dann auch mal einen Schluck mehr nehmen. :rolleyes:


    Die 1200er Dorso säuft dagegen doch deutlich zuviel. Werte von über 8L/100km sollen nicht selten sein, und das im "Normalbetrieb". Wenn die das bei der Capo nicht deutlich reduziert haben, ist die Tankfüllung nach ca 250km aufgebraucht und das ist für so ein Reisedampfer dann doch zu wenig.

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert !

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