Ist miteinander so schwer?

  • Übrigens habe ich auf der Autobahn noch nicht sehr viele LKW links abbiegen sehen.


    Sorry ...aber der war so gut, dass ich jetzt am Boden liege

  • Ich verstehe das nicht. Ich schreibe, warum nicht vorbei lassen wenn es geht, Du beschreibst Situationen, wo es nicht geht. Wenn ich an 10 LKW's vorbei fahre, die mit einem Abstand von 10 Metern fahren, dann kann ich keinen Platz machen. Darüber muss man doch gar nicht diskutieren.


    Das bezig sich nicht auf Deinen Post, Zottel. Es war auch nichts zum drüber diskutieren. Es war nur eine Widergabe dessen, was ich - schon mehrfach - auf der Autobahn erlebt habt, und worüber ich mich immer wieder wundere. Was ich eben "partour nicht verstehe" (hatte ich glaube ich, so geschrieben).


    Hätte ich mich auf Deinen Post bezogen, Zottel, hätte ich auch irgendwo "WSarum meinst Du, ich soll..." geschrieben.


    Au Manno.. Internetdiskussionen sind echt schwieirg, vor allem wenn man, wie ich, zu Gedankensprüngen neigt.


    Wenn ich Platz machen kann, mache ich auch Platz - da braucht mich dann keiner drauf aufmerksam machen. Mir sind eben die Leute rätselhaft, die dann drängeln, wenn es augenscheinlich keine Möglichkeit gibt, Platz zu machen. Da überlege ich mir, ob die ihre Aggressionen darüber abbauen müssen. Oder ob die nur im Drängelmodus können, und nicht über ihre Stoßstange rausdenken. Rätselhaft. Aber eben stressend für denjenigen davor, der aus der Situation gar nicht weggkommt, weil es kein "nach rechts fahren" gibt mangels Platz. :S


    Übrigens habe ich auf der Autobahn noch nicht sehr viele LKW links abbiegen sehen.


    Die Aussage bezog sich auf Smugglers Beschreibung, wie er auf der Landstraße 20 Autos überholt:


    Sagen wir da ist eine Schlange von 20 Autos, die tuckeln einem LKW mit 63,21km/h hinterher.
    Die ersten 10 Autos werden mittig Gegenspur mit rund 40-50km/h Überschuss überholt. Warum zuerst so langsam? Damit der ein oder andere Spiegelschauer sieht dass jemand auf der Spur ist. (jaja toter Winkel blabla, wenn der Hund nicht geschissen hätte, hätte er den Hasen erwischt)
    Weiter vorne gehts dann recht weit links raus falls es sich doch einer überlegt. Bei den letzten 5 Autos hinterm LKW und meinem geistigen OK (man beobachtet bei sowas eher die Autoschlange als eventuell entgegenkommenden Verkehr) gehts ab und dann sind am LKW auch ma 100-150km/h Überschuss.
    Die Methode funktioniert seit 15 Jahren. Hab auch schon oft genug schon zurückgesteckt weil einer rausgezogen ist. Mit der Zeit kennt man die kleinen Anzeichen wenn einer vorhat zu überholen.

  • Smuggler hat mit seiner Art,zu überholen,immerhin 15 Jahre lang ebenso wenig einen Unfall gebaut wie andere mit total anderer Fahrweise.


    Scheint also unterschiedliche Möglichkeiten zu geben,die aber trotzdem alle hinhauen. :)


    Lille


    Wenn hinter mir jemand angerauscht kommt, der Lichthupe macht und blinkt und was-weiß-ich-noch-alles,und ich aus der Situation gerade nicht raus kann, dann blende ich meine Innenspiegel ab und fahre einfach weiter, bis ich Platz machen kann.
    Das stresst mich dann aber nicht ,und es macht mich auch nicht nervös. :)
    Allerdings kann ich mir vorstellen,das es Leuten mit noch wenig Fahrpraxis wirklich Stress macht , und das finde ich dann auch unschön.


    Du sagst, das die Leute rätselhaft sind,die drängeln,obwohl sie sehen müssten,das der Vordermann keinen Platz machen kann und unterstellst diesen Leuten gleich,das sie an irgendwelchen Aggressionen leiden. ?(


    Als ich mit einem halbtoten Kind im Auto unterwegs war,habe ich auch alles gleichzeitig gemacht,nur damit mir die Leute aus dem Weg gehen,und es war mir in dem Moment egal,ob sie nun gerade Platz machen konnten,mir war wichtig,das sie auf alle Fälle sehen mussten,das ich dahinter war und es verdammt eilig hatte, denn es hätte passieren können,das derjenige noch ewig weiter vor mir hergefahren wäre,obwohl er gut hätte nach rechts rüberscheren können.
    So hat derjenige mich schon rechtzeitig auf dem Zettel gehabt.


    Und ich leide nicht unter Aggressionen und kann durchaus weiter denken als bis zu meiner Stoßstange. :)


    Mir sind eher Leute rätselhaft,die anderen immer gleich negative Charakterzüge andichten,obwohl sie nicht wissen,was die Gründe für das schnelle fahren und die eventuelle Lichthupe sind.


    LG Sabine

  • Als ich mit einem halbtoten Kind im Auto unterwegs war,habe ich auch alles gleichzeitig gemacht,nur damit mir die Leute aus dem Weg gehen,und es war mir in dem Moment egal,ob sie nun gerade Platz machen konnten,mir war wichtig,das sie auf alle Fälle sehen mussten,das ich dahinter war und es verdammt eilig hatte, denn es hätte passieren können,das derjenige noch ewig weiter vor mir hergefahren wäre,obwohl er gut hätte nach rechts rüberscheren können.
    So hat derjenige mich schon rechtzeitig auf dem Zettel gehabt.


    Und ich leide nicht unter Aggressionen und kann durchaus weiter denken als bis zu meiner Stoßstange. :)


    Mir sind eher Leute rätselhaft,die anderen immer gleich negative Charakterzüge andichten,obwohl sie nicht wissen,was die Gründe für das schnelle fahren und die eventuelle Lichthupe sind.


    Ich kann deine Reaktion voll und ganz verstehen und wahrscheinlich hätte ich auch so reagiert wenn keine andere Möglichkeit bestanden hätte aber rein faktisch haben nur wenige behördliche Fahrzeuge Sonderrechte und diese zeigen die dann auch mit den geeigneten Signalen (Blaulicht und Martinshorn) an um so zu zeigen "Hier ist ein Notfall".
    Wer aber hinter einem wild blinkend und hupend sitzt kann man als Vordermann nicht identifizieren und es wird wohl in den seltensten Fällen jemand in deiner Situation sein. Die meisten hätten wohl den Notarzt zu hause denn der kommt meistens schneller zu einem als man selber ins Krankenhaus eben weil er Sonderrechte hat.

  • Die meisten hätten wohl den Notarzt zu hause denn der kommt meistens schneller zu einem als man selber ins Krankenhaus eben weil er Sonderrechte hat.


    Lol...
    Das einzige Mal, als ICH den gebraucht hätte, war meine Mutter schneller im Auto, 12km zu mir gefahren und mich ins KH gebracht. Krankenwagen war da noch nicht in Sicht... In der Großstadt/Ballungsgebieten mag Deine Rechnung stimmen.

  • Ich rausche nicht mit 200km/h ran und geh direkt auf die Gegenspur.
    Auffahren eher selten, so richtig drängeln oder garLichthupe gibts nicht. Kann an beiden Händen abzählen wie oft ich bis jetzt die Lichthupe in Gebrauch hatte. (Egal für welche Situation)


    Btw. dicht auffahren ist für mich eher hinderlich als nützlich. Sicherheitsabstand ist so schnell reingeholt, in dem Zeitraum könnt ihr das Wort nicht mal sagen.


    Es wird erst hinten angestellt, Lage analysiert und dann überholt.


    Bibo hats gut erkannt, in der Zeit wie ich das ohne Unfall oder nur einer scharfen Situation schon mache, da haben manch Moralapostel schon 3x abgelegt.

    Pain is an illusion of the senses, despair an illusion of the mind

  • aber rein faktisch haben nur wenige behördliche Fahrzeuge Sonderrechte und diese zeigen die dann auch mit den geeigneten Signalen (Blaulicht und Martinshorn) an um so zu zeigen "Hier ist ein Notfall".



    Rein faktisch hast du ja recht. Aber ich persönlich würde auch drauf sch***en was mir der werte Herr Gesetzgeber vorschreibt, wenn meine Frau schwer verletzt oder krank neben mir sitzen / liegen würde.


    Bibo hats gut erkannt, in der Zeit wie ich das ohne Unfall oder nur einer scharfen Situation schon mache, da haben manch Moralapostel schon 3x abgelegt.


    Das ist ja genau der Punkt. Man muss es können!



    Viele von den "Moralaposteln" können eben nicht schnell bzw zügig fahren, weil sie Angst haben, verunsichert sind, ihr Fahrzeug einfach nicht beherrschen oder nurnoch 15% Sehvermögen haben.
    Alle die dann eben normal zügig fahren sind penetrante Raser und haben einen an der Waffel, nur weil sie es selber nicht vernünftig können.


    Mit dem Motorrad überhole ich auch mal 10 , 15 Auto in eins durch weil es A) verdammt schnell geht und b) ich immernoch genug Platz habe irgendwo einzuscheren, wenn doch mal was unerwartetes von vorne kommt. Allerdings überhole ich nicht 220...sondern eher 120 -130. Das macht ca. 50 Km/h Differenz zu dem LKW ganz vorne und reicht dicke aus.

  • Smuggler hat mit seiner Art,zu überholen,immerhin 15 Jahre lang ebenso wenig einen Unfall gebaut wie andere mit total anderer Fahrweise.


    Ich bin rund 10 Jahre länger als smuggler unterwegs. Und habe in der Zeit aber auch noch nie einen Verkehrsunfall verursacht.


    Was also sagt das nun über mich und meine Fahrweise aus, wenn ich auch noch nie einen Unfall gebaut habe?


    Wenn hinter mir jemand angerauscht kommt, der Lichthupe macht und blinkt und was-weiß-ich-noch-alles,und ich aus der Situation gerade nicht raus kann, dann blende ich meine Innenspiegel ab und fahre einfach weiter, bis ich Platz machen kann.
    Das stresst mich dann aber nicht ,und es macht mich auch nicht nervös. :)


    Wenn jemand bei 140 mit 5m Anstand an meinem Heck hängt, lichthupt und blinkt, macht es mich eben nervös. Weil das eine Situation ist, die nicht nur nervt, sondern in dem Fall, daß ich bremsen muss, ganz real mein Leben gefährdet.


    Als ich mit einem halbtoten Kind im Auto unterwegs war,habe ich auch alles gleichzeitig gemacht,nur damit mir die Leute aus dem Weg gehen,und es war mir in dem Moment egal,ob sie nun gerade Platz machen konnten,mir war wichtig,das sie auf alle Fälle sehen mussten,das ich dahinter war und es verdammt eilig hatte, denn es hätte passieren können,das derjenige noch ewig weiter vor mir hergefahren wäre,obwohl er gut hätte nach rechts rüberscheren können.
    So hat derjenige mich schon rechtzeitig auf dem Zettel gehabt.


    Daß man in DER Situation anders reagiert als "normal" ist nachvolziehbar. Da habe ich dann auch Verständnis dafür!


    Nur soviele Schwangere in den Wehen und halbtote Kinder werden nicht auf deutschen unterwegs sein, wie gedrängelt und genötigt wird. Wenn ich einen Geschäftwagen mit auswärtigem Kennzeichen, Kerl mit Krawatte am Steuer formatfüllend im Rückspiegel habe, der fuchtelt und schimpft, gehe ich weniger davon aus, daß der auf dem Weg ins Krankenhaus ist.


    Dieses "es könnte ja sein, daß er dringend jemanden ins Krankenhaus fährt" mag MAL passen. Aber eben nicht überall und für jeden, der so unterwegs ist.





    Was mich an der Diskussion hier halt immer noch stört:


    Es wird von Seiten der Flotten so argumentiert, als ob alle, die hier für's langsamere Fahren argumentieren, mit 105kmh auf der Autobahn unterwegs wären. Ich denke aber nicht, daß einer derjenigen, die hier mitdiskutieren und sich der Gruppe der "langsamen" zuordnen, wirklich mit 105 über die Autobahn schleicht, daß derjenige wirklich ohne blinken rauszieht, daß er bewusst Leute ausbremst (hab ich jetzt einmal in der Diskussion gelesen, daß das jemand so macht, um "zurechtzuweisen, entspricht aber wohl nicht der Meinung der breiten Masse) - ich hab den Eindruck, die "Langsamen" hier im Thread fahren durchaus auch 130-150, kucken, blinken, machen Platz wo's machbar ist. Also verhalten sich eigentlich ziemlich "normal", so wie vermutlich 90% der andern Verkehrteilnehmer auch.


    Auf der andern Seite haben die Langsamen eher das "Feindbild" (nicht wortwörtlich nehmen!) vor Augen, so wie ich es oben auch beschrieben habe: Drängler, der ohne Sicherheitsabstand mit Lichthupe und Blinker an der Stoßstange hängt.
    Wobei es aber eben dazu ein paar Beiträge gab "Wenn der vor mir nicht Platz macht, fahre ich dichter auf oder blinke ihn an" - es wird also das Bild so bestätigt, wie die "Langsamen" es vor Augen haben.


    Was ich meine:
    Die Langsameren (wobei 130-150 in meinen Augen nicht "langsam", mit der breiten Masse verglichen, sondern eher "normal" ist) fühlen sich unwohl, wenn jemand mit Lichthupe rumdrängelt - und Schnellen bestätigen dies in ihren Beiträgen "Wenn der vor mir keinen Platz macht, fahre ich dichter auf und blinke ihn an". Wobei ich nicht weiß, was jetzt die Schnelleren in ihren Beiträgen wiederum als "Schnarcher" vor Augen haben - diejenigen mit 130-150 oder diejenigen mit 105?


    Im Prinzip addiert jeder seine negativen Erlebnisse auf, die er auf der Straße die letzten Monate und Jahre gesammelt hat, baut sich daraus ein "Feinbild" - und das wird auch tapfer gepflegt. Weil das tägliche Leben eben zeigt "So ist das wirklich!" - Sei's der schnelle, der von einem schnarchigen Fahrer gefährlich ausgebremst wird, weil der nicht kuckte und ihm vor die Nase zog. Oder sei's der langsame, der bedrängt wird.


    Wenn aber der Schnelle dreimal auf der Strecke nach Hamburg ausgebremst wurde, und der Langsame dreimal auf der Strecke nach Hamburg bedrängt wurde, dann sind das immer noch "Bruchteile" der tausende an Autofahrer, die auf der Strecke unterwegs sind.


    Also eigentlich diskutieren hier alle mit einem "Bruchteile-Feindbild" - geben ab der andern das Gefühl, daß ALLE gemeint seien, die schneller oder die langsamer fahren als man selbst.

  • Smuggler hat mit seiner Art,zu überholen,immerhin 15 Jahre lang ebenso wenig einen Unfall gebaut wie andere mit total anderer Fahrweise.


    Scheint also unterschiedliche Möglichkeiten zu geben,die aber trotzdem alle hinhauen.


    Naja, tödliche Unfälle hat man halt nur 1x im Leben, und darüber schreibt man dann auch nix im Forum :(


    Bin ich jetzt hier der Moralapostel oder was? Soweit kommt's noch.. ausgerechnet ich und beim Überholen :rolleyes:

  • Auto- oder Motorradfahren ist ein klassische Beispiel dafür, wie sehr das eigene Urteilsvermögen getrübt sein kann, wenn man sich auf das Bauchgefühl verlässt. Fast jeder kennt die Situation nach einem Unfall oder einem beinahe- Unfall. Da fährt man erstmal wie auf rohen Eiern. Was wäre wenn jetzt was passiert wäre? Was, wenn der LKW zwei Sekunden eher dagewesen wäre? Die Folgen eines Unfalls und das Wissen wie schnell etwas aus dem Nichts passieren kann sind noch frisch im Gedächnis. Nach einiger Zeit kommt das Selbstvertrauen zurück und die Erinnerung verblasst. Es wird wieder gefahren wie zuvor. Die Umstände haben sich jedoch überhaupt nicht verändert. Sie sind vor, kurz nach und deutlich nach dem Unfall genau gleich.


    Man kann das Risiko im Straßenverkehr also nur auf eine rationale Art beurteilen. Und die Logik sagt mir, dass je schneller ich unterwegs bin, desto größer ist meine Unfallwahrscheinlichkeit und desto größer sind die Unfallfolgen. Und das Risko steigt nicht linear an, ebensowenig wie die kinetische Energie linear ansteigt.


    LG
    Thilo

  • Hallo,
    Morrison: Entscheidungen im Straßenverkehr werden aber zu einem erhebliche Anteil aus emotionalen Beweggründen getroffen, oder warum fährst Du Motorrad?


    @zottel: Im Straßenverkehr ist es wie sonst auch. Mal begegnet man Menschen, die nett und zuvorkommend sind, mal Menschen, die egoistisch sind. Warum die einen so und die anderen anders sind, darüber gibt es sicher regalweise soziologische und psychologische Abhandlungen. Oder hast Du den Eindruck, dass im Straßenverkehr besonders viele Egoisten unterwegs sind?


    Grüße


    Hawkeye

  • hawkeye: Ein Grund für das Motorradfahren ist die emotionale Komponente, das Fahrgefühl, die Möglichkeit einfach unterwegs zu sein, neue Gegenden zu erkunden etc. Ein Grund gegen das Motorradfahren ist die relativ hohe Selbstgefährdung. Das sind zwei Komponenten die ich möglichst rational gegeneinander abwäge. In der Gesamtheit ist die Entscheidung, ob ich Motorrad fahren will oder nicht, eine rationale Entscheidung, obwohl das Motorradfahren an sich aus emotionalen Gründen erfolgt.


    LG
    Thilo

  • Hallo,


    Morrison: Also ich kann da natürlich nur für mich sprechen, aber ich habe micht irgendwann mal füs Moppedfahren entschieden, weil es mir einfach Spaß gemacht hat. Rationale Gegenargumente habe ich dabei, wenn sie mir damals bewusst waren, eher verdrängt. Von bewusster rationaler Abwägung kann da keine Rede sein. Die Emotionen hatten einfach die Oberhand. Natürlich habe ich mich aktiv dafür entschieden aber sicher nicht rational.


    Grüße


    Hawkeye

  • Motorradfahren ist an sich nichts rationales - wohl bei den wenigsten. Die meisten haben zusätzlich ein Auto.
    Wenn jemand NUR Motorrad fährt und damit Vorteile gegenüber dem Auto hat, wäre es rational.


    Aber reines Freizeitfahren ist bei mir eine emotionale Entscheidung, trotz rationaler Gegenarbumente.


    Aber: Auch wenn die Entscheidung FÜR Motorradfahren emotional war, ist das WIE mal Motorrad fährt immer noch eine rationale Entscheidung. Naja - manchmal vielleicht nicht mehr, wenn man "Sch***" baut und danach denkt "Warum hab ich das denn jetzt gemacht? Geht's noch!"


    Warum überholt man nicht in der uneinsehbaren Kurve? Warum nimmt man bei Dämmerung im Wald Tempo raus? Warum achtet man auch Schmutz, glänzende Stellen usw. im Asphalt? Weil man trotzdem versucht, rational zu handeln und das Risiko zu minimieren.


    Man nimmt zwar das allgemeine Risko als Motorradfahrer hin, aber deswegen ist man nicht generell darauf aus, sich abzulegen. Wenn man es vermeiden kann, tut man das.


    Deswegen verstehe ich immer nicht so ganz in Diskussionen, wenn man auch ein Risiko hinweist, und dann gekontert wird mit der "allgemeinen Betriebsgefahr".


    Daß Motorradfahren gefährlich per se ist, ist das eine. Aber wenn man dann noch in uneinsehbaren Kurven zum überholen ansetzt, hat das nichts mit der Betriebsgefahr zu tun, sondern ist ein zusätzliches Risiko, daß bewusst draufgesetzt wird.


    Und an der stelle gibt es dann eben auch noch den emotionalen Ausraster, wo wider besseren Wissens und obwohl man es rational für Blödsinn hält, trotzdem an der Stelle überholt wird. Weil... irgendeine Emotion das Hirn ausgeschaltet hast.

  • Was also sagt das nun über mich und meine Fahrweise aus, wenn ich auch noch nie einen Unfall gebaut habe?


    1000 Wege führen nach Rom :)


    @blahwas
    PÖSER PÖSER MORABOSTEL *mit Finger wedel*

    Pain is an illusion of the senses, despair an illusion of the mind

  • Wahrscheinlichkeiten mir Einzelfällen zu begründen oder zu widerlegen ist ziemlich sinnlos.
    - Mein Opa hat jeden Tag 100 russische Zigaretten geraucht und ist nicht an Krebs verstorben.
    - Ich habe schon 10 mal erfolgreich russisches Roulette gespielt, obwohl die Trommel doch nur 6 Fächer hat. Also ist es total ungefährlich (oder wie in deinem Fall - ich weiß eben wie es geht).


    LG
    Thilo

  • Wenn man als Motorradfahrer und Autofahrer schon einige Jährchen unterwegs ist,hat es doch schon einige Situationen gegeben die mal gut oder auch nicht gut ausgegangen sind.Und es ist dann so,dass man in einen Alter kommt wo man das Risiko meidet und nicht mehr herausfordert.Ja es ist Angst.Der krasse Gegensatz ist die Kindheit.Als Kind kennst du erst mal keine Angst.Das ändert sich fortlaufend im Leben.1988 wurde meine Frau mit unserer Tochter schwanger.Aus Angst bin erst mal kein Motorrad mehr gefahren.Jetzt bin ich 50+und denke" sei Vorsichtig, gehe kein Risiko ein, du willst ja noch deine verdiente Rente erreichen und alt werden". Das soll nicht heißen,dass ich mit 105 über die Autobahn fahre.Ich halte mich aber an den Richtwerten und Gesetzten.Es hat auch leider in meinen Umfeld schon viel zu viele Unglücke und Tote gegeben.Gründe waren Leichtsinn,überhöhte Geschwindigkeit,hohes Risiko,unterschätzen der Wetterlage.

  • Das das miteinander so schwer ist, oder so schwer geworden ist, liegt doch auch mit an der allgemeinen Entwicklung, Ellenbogen raus' wenn nötig, mal richtig hinter'm Steuer über die anderen Idioten geschimpft, blinken ist was für Stinos etc. Die Schwelle für Agressionen ist doch schon merklich gesunken- und damit auch das Verständniss für andere Verkehrsteilnehmer.
    Schnell oder langsam ist ja oft auch ein sehr subjektives Empfinden, speziell mit dem Möpp ist mir das schon öfter passiert: vor mir ein Auto oder auch ein anderes Motorrad und mann denkt sich so - Na' die Kurve hätte ich schon einen Tick schärfer genommen ! Aber wenn der vor mir nicht anders will, kann oder was weiß ich, dann soll er doch seinen " Stiefel " fahren wie er will.


    übrigens war zu meiner Anfangszeit das Motorradfahren eine höchst rationale Entscheidung, es war das billigste Fortbewegungsmittel zur Arbeit und zurück, Sommer wie Winter, Auto kam erst viel später.

    Er macht die Knöpfe fest und drückt sie rein // Wir können alles und alles können wir sein Turbostaat

  • übrigens war zu meiner Anfangszeit das Motorradfahren eine höchst rationale Entscheidung, es war das billigste Fortbewegungsmittel zur Arbeit und zurück, Sommer wie Winter, Auto kam erst viel später.

    Das muss aber zu den Zeiten gewesen sein als Motorradreifen 50.000 km gehalten haben und eine Kette nicht gewechselt wurde.
    Ansonsten finde ich, gerade was diese Dinge angeht, Motorradfahren absolut nicht günstiger.
    Bei einem kleinen Motorrad dann gerade eben so da auch da nicht nur die Versicherung etwas günstiger ist sondern auch die Preise für Reifen usw..

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