Motorrad und Temperaturen unter 10°C

  • Ich wollte von euch erfahrenen Winterfahren mal wissen, was ihr so alles an Klamotten für die kalte Jahreszeit besitzt.
    Ich selbst hab mir heuer Winterunterwäsche gekauft (Louis). Allerdings frierts mich da ab 10°C so, dass mir das Fahren keinen richtigen Spass macht.
    Das ärgert mich, denn grad zu Weihnachten wäre ich sehr gerne gefahren. Es waren 8°C bei uns.
    Ich glaub als nächstes werde ich mir mal eine Textiljacke zulegen. Die Lederjacke ist dafür glaub nichts. Was meint ihr?
    Gerne nehme ich jeden Tip entgegen.


    Gruß
    Tino

  • Ein recht einfaches Hilfsmittel, ist entweder eine Regenkombijacke - oder ein ganz simpler Anorak für 20€ von Kik, AWG, NKG.. also einfach ein billiger Anorak, ein paar Nummern zu groß - und den über die Lederjacke anziehen.


    Damit hast Du den kalten Fahrtwind weg, aber im Falle eines Falles ist immer noch der Schutz von Protektoren und Leder darunter vorhanden.


    Und über die Lederhose auch einfach eine Regenhose drüberziehen.

    *Lille*

  • Ich wollte von euch erfahrenen Winterfahren mal wissen, was ihr so alles an Klamotten für die kalte Jahreszeit besitzt.


    Dieselbe Rukka-Jacke und Lederhose wie im Sommer, und meine Handschuhe für die Übergangszeit wenn es wirklich sein muss. Thermofutter in die Jacke, einen dichten Pullover oder eine Fleece-Jacke zusätzlich über das T-Shiort das ich sonst nur trage (wichtig ist ja nur, dass es nicht durchzieht), Heizgriffe an, fertig. Verkleidung hilft. :grin:

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

    Edited once, last by Coyote ().

  • Ich habe Lederjacke mit Sympatex. Drunter Unterwäsche, n dünnes aber warmes Reusch Fleece.


    Wenns eklig wird darüber noch n Storm Chaser.


    Alternativ mal den sonowtrooper von Polo probieren. Hab ich noch nich

    "Failure is not an option" (Gene Krantz, Apollo 13 Flight Director)


    "Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Wobei ich mir beim Universum nicht ganz sicher bin." (Albert Einstein)

  • Ich trag derzeit Funktionsunterwäsche, T-Shirt, Longsleeve und Textil Motorrad Klamotten... bleibt bei 5-10°C alles im grünen Bereich, wichtig ist nur das an den Problemstellen wie Handschuh-Jacke Übergang und am Hals möglichst alles dicht ist und kein Wind reinzieht, sonst wird genau da unangenehm...

  • Ich trage eine gewöhnliche Textilkombi (Polo Pharao Jacke und MVS-Hose) mit Winterfutter drin. Unter 10 Grad kommt unter die Jeans noch eine lange Unterhose, außerdem ein zweites T-Shirt und ein zweites Paar Socken, das auch gerne dicker sein darf. Als Pulli ist Fleece angesagt. Gute Handschuhe sind wichtig, ebenso Griffheizung und Griffschalen. Wenn es dann immernoch zu kalt ist ziehe ich eine Regenkombi über. Damit geht alles. Nach Bedarf stopfe ich mir den alte Rückenprotektor aus der Jacke unter den Fleecepulli gegen Wind von vorne.


    Dann sind nur noch die Füße auf langen Fahrten kälter als angenehm, da müssen dann Pausen her. Plastiktüten über den Socken würden helfen (auch bei _echter_ Nässe), aber für kleinere Ausfahrten wäre das übertrieben. Es gibt auch heizbare Schuheinlagen, die sollen sehr gut sein. Ebenso heizbare Handschuhe.


    Du kannst ruhig erstmal eine Winterjacke über der Lederkombi tragen, und/oder eine Zeitung darunter an der Vorderseite. Das bringt echt was. Habe ich früher so gemacht, bevor ich zu Textil gewechselt habe.

  • Ab wann frierst Du eigentlich? Übertrieben gesagt, ab dem ersten Meter, oder nach einiger Zeit?


    Trotz guter Ausrüstung kühle ich vorallem bei eher langweiligen Pflichfahrten schnell aus (klar, wenn man turnen kann, wird´s wärmer als konstant 120 km/h über die Autobahn...)


    Wenn man dann mal ausgekühlt ist, wirds auch schon schwer ;) darum achte ich darauf, früh genug eine Kaffeepause einzulegen und evtl mal ein paar Treppen auf und ab zu spurten.


    Grüße


    SiggiF.

    Unabhängig vom Gesagten, rate ich dringend zur SV 650 :thumbsup:

  • Da ich nur meine Lederkombi habe, trage ich Skiunterwäsche und Skisocken drunter. Außerdem einen langärmeligen aber dünnen Sportpulli. Für den Hals eine Krause und die Sturmhaube. Über die Lederjacke kommt dann eine Softshelljacke (vom Discounter). Unter die dicken Winterhandschuhe noch dünne Unterziehhandschuhe. Das Zwiebelprinzip reicht für Temperaturen bis um die 8 Grad. Sollte ich bei noch niedrigen Temperaturen fahren wollen, ziehe ich über das ganze meine BW Latzhose mit dem Anorak. Das sieht zwar scheiße aus, hält aber richtig warm. Alternativ habe ich auch noch ein Ganzkörper Fleece Overall (für Segler gedacht) den ich drunter ziehen könnte, aber wenn mich damit jemand zu sehen bekommt: :O


    Im Gelände kommt man mit deutlich luftigeren Klamotten aus. Wenns da zur Sache geht, fängt man selbst bei 5Grad noch an zu schwitzen und müsste die nasse Unterwäsche danach eigentlich dem Sondermüll zuführen. ^^

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert !

  • Als ich früher den Winter über gefahren bin, habe ich unter dem Leder immer die langen Bundeswehrhinnies drunter getragen. Mit den oliv-grünen Dingern setzt man zwar keine modischen Akzente, aber sie halten mollig warm. Die trage ich teilweise heute noch drunter. Form follows Function... :grin::grin::grin:

  • Das wichtigste ist glaub ich das Zwiebelprinzip zu beachten... je mehr Lagen desto warm. Dabei müssen die einzelnen Lagen dann nicht einmal dick sein...

  • Ich trage bei niedrigen Temperaturen meinen alten Einteiler Rondane von Gericke. War leider nur kurz im Programm. Da Einteiler mit hohem Kragen, zieht wirklich nichts rein. Solche Teile gibt es doch heute auch. Dazu Stiefel etwas größer mit dicken Socken und Winterhandschuhe. Ist alles auf sonnigen Abschnitten fast schon zu warm.


    Max

  • Das wichtigste ist glaub ich das Zwiebelprinzip zu beachten... je mehr Lagen desto warm. Dabei müssen die einzelnen Lagen dann nicht einmal dick sein...


    Das wichtigste ist, dass der Wind nicht drunter kommt. Wieviele Lagen die isolierende Luftschicht hat ist zweitrangig und hilft auch nicht, wenn sie ständig weggepustet wird. Unten zubinden, oben einen Schal drum oder so.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

  • Im Prinzip wie Coyote. Die Rukka funktioniert im Sommer prima, im Winter ebenfalls. Thermofutter rein, fertig. Durch die Klettverschlüsse an Armen und Hals zieht nichts rein. Wenn es unter Null ist, dann kommt noch ein Pulli drunter, bei längeren Fahrten noch die Regenjacke drüber. Lange Unterhose brauche ich nicht, die Jeans unter der Kombi reicht. An den Füßen trage ich die gleichen dünnen Socken, wie im Sommer. Daytona ist Weltklasse!
    Seit ich die beheizten Handschuhe habe, freue ich mich auch bei tiefen Minusgraden auf der Autobahn nicht mehr auf den Tankstopp mit Kaffeepause. :)
    Ich trage auch die Sturmhaube von Rukka. Mehr braucht es nicht für den Hals.

    Gruß
    Zottel

  • Die Lederjacke ist dafür glaub nichts.


    Wir haben uns jetzt, weil uns das Leder bei Temperaturen unter 10 Grad zu kalt waren, Textil gekauft. Die Fahrt am 30.12. bei 8 Grad hat uns bestätigt. Schöööön warm. Darunter hatte ich lange Unterwäsche und einen Fleecepulli. Ich denke, im Sommer wird das Zeug ohne das Innenfutter auch angenehm sein.



    Und das, obwohl wir uns geschworen haben, NIE im "Schneeanzug" auf dem Moped zu sitzen :grin:

  • Hi,
    bin am Samstag vor Silvester bei rd. 8 Grad rd. 250 km durch Taunus, Westerwald und Mittelrheintal gefahren. Insgesamt so rd. 5 bis 6 h


    Klamotten:
    Textiljacke ohne Futter, darunter dicken Fleecepulli, darunter langärmeliges dickes Unterhemd aus Merinowolle --> ausreichend warm
    Textilhose ohne Futter, darunter lange dicke Unterhose ebenfalls aus Merinowolle --> auch warm genug
    Hohe Stiefel, darunter dicke Wintersocken natürlich auch aus Merinowolle :rolleyes: , darunter dünne Funktionssocken --> passt so perfekt
    Handschuhe als dicke Winterausführung von Held --> grenzwertig, habe zwar Griffschalen, aber keine Heizgriffe
    Am Hals habe ich so'ne preiswerte winddichte Halskrause von probiker (Louis) mit verlängertem Neoprenansatz, der bis über die Nase reicht. Das funktioniert super, obwohl ich auch im Winter mit Jethelm fahre.


    Insgesamt bin ich mit der Klamottenlösung im Winter sehr zufrieden, ich denke, dass reicht auch noch bis 0 Grad. Nur die Handschuhe sind noch ein Thema.


    Grüße
    Norbert

  • Wow, mit so vielen Antworten hab ich jetzt nicht gerechnet.
    Der Reihe nach.


    Das Zwiebelprinzip beherzige ich auch. Ich hab mir bei Louis diverse Funktionsklamotten gekauft. Unterhemd und Jacke für drunter. Dazu ne Lange Hose. Alles dünn + flauschig. Die Thermo innen-Jacke/-Hose des Lederkombis zieh ich eh mit an.
    Halskrause und Sturmhaube sowieso.
    Wie ich da allerdings noch ne Jeans drunter packen soll, weiß ich nicht. Das geht beim besten Willen nicht mehr. :kiffer: Ich muss mich ja noch bewegen können :grin:
    Heizgriffe kommen noch. Griffschalen finde ich an meinem Bike jetzt nicht so prikelnd (CBF-F). Ich hoffe das wird auch ohne warm.
    Handschuhe hab ich 3 Paar. Sommer, Regen und Winter. Die für den Winter sind alledings 12 Jahre alte Tuareg von HG.
    Als Stiefel hab ich Daytona Touring Star GTX mit normal Socken an. Bis jetzt halten die schön warm.
    .

    Ab wann frierst Du eigentlich? Übertrieben gesagt, ab dem ersten Meter, oder nach einiger Zeit.

    Erst nach einiger Zeit.
    .

    Als ich früher den Winter über gefahren bin, habe ich unter dem Leder immer die langen Bundeswehrhinnies drunter getragen. Mit den oliv-grünen Dingern setzt man zwar keine modischen Akzente, aber sie halten mollig warm. Die trage ich teilweise heute noch drunter. Form follows Function... :grin: :grin: :grin:

    Erst Gestern war ich deswegen in nem BW-Shop. Nur wusste ich nicht welche ich bestellen soll.



    NA VIELEN DANK! Jetzt muss ich wegen Euch schon wieder Kohle ausgeben ;)


    Mein Einkaufzettel:


    Fleecepulli (Zeitung)
    Neue Handschuhe - nur welche taugen was?
    Heizgriffe
    Regenjacke für drüber. Reicht da eine Dünne? Flattert die dann auch nicht zu stark?


    1000 Dank Leute! :thumbsup: Da wird mir jetzt schon ganz warm ums Herz :thumbsup:


    Gruß
    Tino

  • Neue Handschuhe - nur welche taugen was?


    Ich hab Winterhandschuhe von IXS. Von denen bin ich überzeugt.


    Mein Mann fährt Handschuhe von Probiker (Louis), und ist damit auch sehr zufrieden.


    Was Du sonst auch probieren kannst, sind Unterziehhandschuhe aus Baumwolle (Louis, Polo)


    Regenjacke für drüber. Reicht da eine Dünne? Flattert die dann auch nicht zu stark?

    Ja - es reicht eine dünne. Die nimmt einfach nur den Wind weg und schafft ein zusätzliches Luftpolster. Wobei ich gerne welche mit Netzfutter nehme, weil die im Sommer nicht so schwitzen. Andere nehmen lieber welche ohne Netzfutter, weil sie sich leichter anziehen lassen (es bleibt nichts hängen), und sie haben ein kleineres Packmaß. Ist halt Geschmacksache.


    Und wenn Du weiter, länger oder mehrtägig wegfahren willst, solltest Du eh einen Regenkombi mitnehmen. Macht Regenfahrten angenehmer, wenn's einen mal erwischt.
    Und, falls es Dich mal in die Vogesen verschlagen sollte (oder eben Frankreich allgemein), gleich darauf achten, daß min. 150qcm refelxtierende Fläche eingearbeitet sind. Muss nicht neiogelb sein, es reichen ganz normale Reflektoren (macht ja auch so bei Regen Sinn)

    *Lille*

  • Heizgriffe kommen noch. Griffschalen finde ich an meinem Bike jetzt nicht so prikelnd (CBF-F). Ich hoffe das wird auch ohne warm.


    Vergiss die Griffschalen. Das scheint nur ein Thema bei den Naked Bike-Fahrern zu sein. Wenn ich bei 5 °C ohne Griffschalen und mit Heizgriffen auf meiner VFR mit Übergangshandschuhen auf der Autobahn rumfahre, dann geht das auf der CBR-F auch. Warte deshalb auch erstmal den Kauf neuer Handschuhe ab.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

    Edited once, last by Coyote ().

  • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Winterhandschuhe (bzw Winterkleidung allgemein) mit der Zeit schlechter isolieren, d.h. sie werden "kälter". Dann ist vermutlich jeder neue Winterhandschuh wärmer als dein jetziger. Google dir ein paar Testberichte zusammen. Allerdings muss man schon 70-150 Euro investieren.


    Ich fahre seit kurzem die Vanucci-Winterhandschuhe von Louis. Die sind sehr warm und auch irgendwo Testieger. Allerdings ist die Stulpe sehr dick und sie passen deshalb nur wiederwillig unter die Jackenärmel.


    Bei Polo haben mir die Alaska-Handschuhe auch gut gefallen. Habe mich nur für Louis entschieden, weil ich da noch einen dicken Gutschein über hatte :whistling:


    Dass eine Vollverkleidung Griffschalen ersetzen kann (wie coyote schreibt) kann ich nachvollziehen. Man sollte das aber vorher prüfen: Einfach mal die linke Hand vom Griff nehmen und langsam umherwandern damit. Dann bekommt man mit, ob die Pfote im (vollen?) Fahrtwind ist oder nicht. Ansosnten sind Griffschalen auch schnell wieder demontiert (bzw passen bei Lenkerstummeln eh nicht).

  • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Winterhandschuhe (bzw Winterkleidung allgemein) mit der Zeit schlechter isolieren, d.h. sie werden "kälter".


    Stimmt. 8| Normale Anoraks machen das auch. :|

    *Lille*

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