Das "endgültige" Aus?

  • Kennen die Leute nicht wiederum Leute, die in großen Firmen arbeiten und entsprechende Nachfrage bedienen können? Beispielsweise Firmen, die auch für die Autobilriesen fertigen? Oder die üblichen Maschinebau-Giganten? Die machen doch alles für Geld.


    Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass da keiner "Hier!" schreit, wenn das Land tatsächlich mit Geld winkt. Mehr Bonität gibts ja gar nicht.


    Okay, ich bin kein Geschäftsmann. So leicht ist es halt doch nicht... :|

    Der siebte Sinn der Westfalen: Der Starrsinn.

  • Es gibt Lieferverträge mit entsprechendem "Lieferdatum" ! Wenn es dann zu Verzögerungen kommt, hilft auch kein anderer Lieferant! Es werden ja Teile speziell angefertigt und es braucht eine gewisse Vorlaufzeit um entsprechende Maschinen und Werkzeuge für deren Produktion herzustellen.

  • Das wirds wohl sein. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass manche Theoretiker erwarten, dass eine Produktion im Handumdrehen völlig neu ausgerichtet werden kann.


    Das habe ich in meinem Betrieb oft genug erlebt... Keine Werkzeuge, keine Rüstzeiten, kein Personal oder nichtmals eine Maschine. Und dann wurde es natürlich immer stressig, weil Konventionalstrafen drohen. Die Meister werden ja nicht gefragt. :|

    Der siebte Sinn der Westfalen: Der Starrsinn.

  • Wie es aber funktionieren könnte, zeigt still und leise die Mifa (Mitteldeutsche Fahrradwerke).


    Bis vor einiger Zeit wusste ich nicht, daß Deutschland eins der größten Fahrradproduzenten ist. Die produzieren Tonnen an Fahrrädern mitten in Germany. Nach einem für heutige Zeiten sinnvollen Rezept: Zulieferer aus Fernost, Montage in Deutschland. Mifa hat sich schon vor langer Zeit die einschlägigen Discounter, Versandhäuser usw. als Hauptabnehmer gesichert. Für die produzieren sie unter jedem gewünschten Label Bikes. Auch für Stadler bauen sie. Daneben kann man die Bikes aber auch als Original Mifa erwerben.
    Die Produkte sind kein High-End, sollen sie auch gar nicht sein. Der Massenmarkt soll bedient werden.


    MZ und Wimmer haben auch Chinaroller hier versucht zu verkaufen - mit MZ Aufkleber und teurer als der Roller sonst war. Daß die Kundschaft nicht ganz so blöd ist, war auch klar. Man hätte aber mit Chinakomponenten und deutschen KnowHow sicherlich das eine oder andere interessante Moped bauen können.
    Oder sich am Erfolg der polnischen Marke "Zipp" orientieren können: Die importieren ebenfalls aus China Mopeds aber achten auf Qualität, gute Endkontrolle schon im Werk und haben ein vernünftiges Marketing, Ersatzteillager und dichtes, gut betreutes Händlernetz. Zipp Kunden wissen zwar, daß die eigentlich ein Moped aus China kaufen aber vertrauen Zipp und das wohl auch zu Recht. Zipp ist in Polen extrem erfolgreich mit diesem Konzept.


    Für all das ist aber auch finanzieller Atem wichtig und gute Leute die dahinter stehen. Ob das im Fall MZ nun so war, weiss ich nicht.


    Schade um die Emmen. Habe sie früher immer im Neckermann und Otto Katalog bestaunt und fand die als kleiner Knirps immer total cool.

  • Nach einem für heutige Zeiten sinnvollen Rezept: Zulieferer aus Fernost, Montage in Deutschland


    "Nö!"...d a s ist kein sinnvolles Konzept in einem Hochlohn - Land wie "D" Fahhrräder zu montieren,
    die werden h i e r auch wahrscheinlich n u r komplettiert...und schon vormontiert angeliefert.


    Wenn die den Massenmarkt bedienen, dann sprechen die eine Kundschaft an,...die die teuersten Räder kaufen:
    Nämlich einmal diese von mir "Sperrmüll ab Werk" genannten Billigsträder....und danach ein anständiges im Fachhandel.
    D e r nimmt diese Ramschkisten nämlich nicht einmal zur Reparatur an...!


    Erkennen kann man die auch:
    Die haben jahrelang nach der Auslieferung immer noch die Plastik-Schutzscheiben an den Achsmuttern,
    ...d e r Beweis für eine nicht stattgefundene Endkontrolle /Endmontage beim Auslieferer / Verkäufer.


    Wenn die d a s in Polen mit einem begleitend aufgebauten Service...gahandelt kriegen...Okay.
    Bei denen ist wahrscheinlich das Qualitätsbewusstsein ...ein anderes! *Noch!*


    Der Töff.

    "Kein Herz für Arschlöcher!"

  • Und viele merkwürdige Konzepte und Ideen, Teilnahme am Rennsport ohne laufende Großserienproduktion usw.!


    Jepp. das hat mich auch gewundert. Da hat mal wieder jemand den 5. vor dem 1. Schritt gemacht, oder wollte schnelles Geld verdienen. Ob das so funktioniert, wage ich zu bezweifeln.


    Irgendwie habe ich aber n i e verstanden,
    ...warum z. B. VW d a nicht zugegriffen hat, d i e haben ja immer am Möpp-Konzept gebastelt.
    Und d a n n für teures Geld Ducati erworben.

    Oder BMW. Die hätten beispielsweise ihre "alten" Modelle ( 1150GS, 650 GS etc.) unter dem Namen MZ wieder beleben können. Zum annehmbaren Preis hätten die sich sicher verkauft, wie das sprichwörtliche geschnitten Brot.


    Oder:


    Wenn ich mich richtig erinnere, hat das VW mit Skoda oder Seat ählich gemacht.Neues Kleid, anderer Name, ähnliches Material und günstig anbieten. Bei Renault / Dacia funzt das ja auch.


    Naja, nicht zu ändern. auch andere Marken sind verschwunden und kaum einer erinnert sich noch an sie.


    Was macht eigentlich Simson?



    Gruß Robby, die TDM-Scholle,(also admits as Klapphelmfahrer im TDMF)
    Anglizismen = bullshit
    Schöne Kombis heißen Avant. Die Schönsten einfach nur V...
    TDMF

  • BMW wäre vielleicht das gleiche passiert wie Dacia/Renault: Die Händler verticken die Dacias wie geschnitten Brot, während der Absatz an Renaults praktisch nicht mehr existiert. VW hat auch eine Weile gebraucht, seine vielen Marken so zu positionieren, dass sich die interne Konkurrenz entzerrt.


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    "Wenn du Gott siehst, musst du bremsen"

  • Neee, BMW wäre der falsche Weg gewesen, d i e müssen doch keine "Billig" - Schiene bedienen,
    ...d i e haben sich doch super aufgestellt in den letzten 20 oder 30 Jahren!


    Klar, der Aufbau einer "Preiswert" - Zweit- oder Dritt - Marke will wohl überlegt und sorgfältig vorbereitet sein,
    das Renault - Beispiel scheint zu stimmen,...nur am "Dacia" - Verkauf verdienen die Händler nix!
    "D a s ist für uns eine Art "durchlaufender Posten!"...*O - Ton!*


    Der Töff.

    "Kein Herz für Arschlöcher!"

  • zum Thema Dacia:


    Renault verdient mit Denen richtig gutes Geld.
    Zum Ersten haben sie, was bei einer Herstellung eines Autos das Teuerste ist, völlig eingespart.
    Die >Entwicklungskosten.


    Mit ein Wenig Design (bezahlt in Rumänien`=für wenig Geld)
    die Marke Dacia gepuscht.
    Zum Zweiten gibt es beim Kauf eines Dacia kaum oder nur sehr wenig Rabatt; man bringt das dem Kunden auch leichter rüber, bei diesen Grundpreisen.
    Zum Dritten gibt es kaum einen Dacia mit Grundausstattung. Diese sind vorrätig....das Grundmodell hat dann plötzlich sehr lange Lieferzeiten...
    Genau so wird aus dem Billigpreisauto ein doch recht teures...
    Aus anfänglich unter 10.000 Euro kommen dann fast 14.000 Euro raus... Beispiel Dacia Duster.


    Die größte Stärke ist auch ein komplettes Händlernetz, welches nur für die Ausstellung investieren musste.


    Nun holt Renault zum nächsten Schlag aus.


    Lada wurde übernommen. Dort kommen die "ausgemusterten Dacias" wieder zum Neuen Leben.
    Siehe aus dem Dacia Logan wird ein Lada Largus.
    Aus dem Logan entsteht wieder ein Neuer, aber auch auf gleicher Plattform...


    usw.


    NAtürlich ähnlich wie der VAG Konzern vorgeht.

  • Zum Dritten gibt es kaum einen Dacia mit Grundausstattung. Diese sind vorrätig....das Grundmodell hat dann plötzlich sehr lange Lieferzeiten...
    Genau so wird aus dem Billigpreisauto ein doch recht teures...


    Sogar die Dacia-Fahrer wollen nicht die billigste Kiste ihrer Marke fahren - wie zynisch. :grin:

    Der siebte Sinn der Westfalen: Der Starrsinn.

  • 14k? Whow! So "teuer"? Dann kann man ja gleich einen...


    ...ja, was gibt es denn Vergleichbares auf dem Markt?


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  • Aus anfänglich unter 10.000 Euro kommen dann fast 14.000 Euro raus... Beispiel Dacia Duster.


    Anmerkung: Der Duster, vollausgestattet, kommt auf 20.000€. Was bekommt man an Alternativen in der Größenordnung?

    *Lille*


  • Das wirklich interessante: Die tatsächliche Plattform:


    -> http://en.wikipedia.org/wiki/Nissan_B_platform


    Da ist dann der Nissan Cube mit einem Lada verwandt. Wer hätte das vor 25 Jahren jemals gedacht? ;)


    Grüße, Martin

  • Naja und bald finden wir heraus, dass alle BMW Motorräder von der MZ abstammen, da nur sie das "Kultgen" in sich trägt ! :1:


    Ladas sind übrigens extrem robuste Autos, die über Stock und Stein alles mitmachen ! :kiffer:

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