Ventilspiel / Ventile einstellen notwendig?

  • Hallo,


    ich besitze eine Honda CBR 600F.
    In Kürze muss ist die große 24.000 km Inspektion wahrnehmen, hier ist auch die Kontrolle des Ventilspiels vorgesehen.


    Meine Frage ist hierzu. Ist es wirklich notwendig dieses kontrollieren zu lassen? Denn eigentlich lockert sich doch das Ventilspiel eher (dies wäre ja nicht weiter dramatisch, weil es sich durch das berühmte „helle Ticken“ von alleine entlarvt und man dann ja immer noch eine Werkstatt aufsuchen könnte) und verengt sich doch nur dann, wenn sich aufgrund von Ölrückständen (z.B. aufgrund von minderwertigem Öl) die Ventile festsetzen.


    Ich wäre froh, wenn Ihr mir Eure Meinung diesbezüglich mitteilen würdet.


    Gruß
    fabian.

    Gruß
    Fabian.

  • Ist notwendig, sonst würde es der Hersteller nicht vorschreiben. Ich habe letztes noch gelesen, das feste Ventile wesentlich gefährlicher sein sollen.

  • Nee, andersrum, das Ventilspiel wird in der Regel kleiner/enger, weil sich die Ventile ein bißchen in die Sitze einarbeiten. Mit der Folge, daß die Ventile nicht mehr 100%ig schließen, Leistungsverlust, Ventile verbrennen usw. Blöd.


    Ventilspielkontrolle heißt ja noch nicht, daß wirklich etwas eingestellt werden muß. Dann sollte es auch nicht so teuer sein. Ist das denn bei der CBF überhaupt so aufwendig? Die Kontrolle jedenfalls kannst Du doch auch selber machen. Mit dem Werkstatthandbuch und jemandem, der dir beim 1. Mal ein bißchen hilft, ist das locker hinzukriegen.

  • Wenn du dich damit jedoch nicht auskennst und das vom Hersteller vorgegebene Ventilspiel nicht kennst lass es die Werke machen.
    Denn du brauchst die Ventilspiel Maße und eine Fühlerlehre. Und das Spiel, solltest du dich da ran wagen bei kaltem Motor messen. Ergo nach der letzten Fahrt die Nacht über stehen lassen



    Falsches Ventilspiel macht im besten Fall nur einen Leistungsverlust. Im worst case knallt der Kolben die Ventil klein und der Motorschaden ist vorprogrammiert.

    • Official Post

    Meine Frage ist hierzu. Ist es wirklich notwendig dieses kontrollieren zu lassen? Denn eigentlich lockert sich doch das Ventilspiel eher (dies wäre ja nicht weiter dramatisch, weil es sich durch das berühmte „helle Ticken“ von alleine entlarvt und man dann ja immer noch eine Werkstatt aufsuchen könnte) und verengt sich doch nur dann, wenn sich aufgrund von Ölrückständen (z.B. aufgrund von minderwertigem Öl) die Ventile festsetzen.


    Das Ventilspiel wird mit der Zeit kleiner, wie oben beschrieben. D.h. sie schließen nicht richtig...Schäden und schlechter Motorlauf sind die Folge.
    Unbedingt einstellen (lassen).

    VG
    Michael

  • Ventilspielkontrolle heißt ja noch nicht, daß wirklich etwas eingestellt werden muß. Dann sollte es auch nicht so teuer sein.


    Da die CBR einen Vierzylinder-Reihenmotor, 16 Ventile, wird der Aufwand zwischen "prüfen" und "einstellen" sich nicht mehr weit unterscheiden. Die Zerlegearbeit ist erstmal die selbe und wird wohl den Großteil daran ausmachen.



    Wenn du dich damit jedoch nicht auskennst und das vom Hersteller vorgegebene Ventilspiel nicht kennst lass es die Werke machen.


    Ein Problem, das ich am "Selbermachen" immer sehe, ist es, die richtige Stellung der Nockenwelle zu finden. Wie muss der Motor stehen, um das Ventil Nummer 7 zu prüfen? 8| Wo finde ich einen Ansatz, um den Motor im Stand durchzudrehen und in die richtige Stellung zu bringen? Und wie kann ich da schon mal sicher sein, daß ich das richtig habe?


    Und was mich bei einem Reihenmotor noch vollends davon abhalten würde, es selbst zu kontrollieren:


    Man zerlegt alles, arbeitet sich zum Motor durch, prüft, stellt eine Abweichung fest (ist sich ggf da auch nicht sicher) - und dann? Wieder alles zusammenbauen und doch nochmal zum Schrauber fahren, der sie dann nochmal zerlegt? Okay.. man hatte zumindest einen halben Tag Bastelspaß, um festzustellen, daß man doch noch sicherheitshalber zur Werkstatt fährt. :whistling:


    Oder: Man hat das Teil zerlegt, denkt das Spiel passt nicht. Und dann? Mal dran rumstellen? Den Kumpel fragen, ob der mal dran rumstellen mag? Hat die CBR Ausgleichshims? Dann also messen und die Shims besorgen, denn vermutlich hat man dazu keine Auswahl im Haus (im Gegensatz zur Werkstatt).


    Mit 24.000km ist der Motor ja noch recht neu und jung. Angesichts dessen würde ich ihm schon die richtige, fachkundige Wartung gönnen. Schließlich soll er noch ein paat zigtausend km halten - oder? ^^


    Ich bastel ja gerne an meinen Motorrädern rum, und schrecke nicht vor viel zurück. Aber Ventilspiel ist etwas, was ich in der Fachwerkstatt machen lasse.

    *Lille*

  • Vom Messen zum Einstellen aber sehr wohl noch ein weiter Weg. Für die Messung muss nur der Ventildeckel runter.


    Würde es aber auch in der Werkstatt machen lassen. Gerade bei niedrigen Laufleistungen kann sich da noch einiges tun. Bei 70 tkm brauchste dir dann vermutlich keine Gedanken mehr machen :)


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  • Vom Messen zum Einstellen aber sehr wohl noch ein weiter Weg. Für die Messung muss nur der Ventildeckel runter.


    Würde es aber auch in der Werkstatt machen lassen. Gerade bei niedrigen Laufleistungen kann sich da noch einiges tun. Bei 70 tkm brauchste dir dann vermutlich keine Gedanken mehr machen :)


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    Und bei der PC25 z.B. müssen die Nockenwellen raus, WENN eingestellt wird.

  • Wo finde ich einen Ansatz, um den Motor im Stand durchzudrehen und in die richtige Stellung zu bringen?


    Gang rein, Hinterrad drehen. Wir machen das so, dass wir die Zündkerze rausnehmen und mit einem Metallspieß reinstechen und gucken wo der Kolben ist. Kommt man bei der CBR an die Ventile wenn man den Tank abnimmt oder muss man den Motor rausnehmen? Sonst muss man halt irgendwie anders die Kurbelwelle drehen.


    Ich glaub "reinstechen" war unpassend ausgedrückt. Reingehalten. Nehmen wir das doch einfach. :thumbup:

    Grüße vom Fuchsteigkringel




    2010-2011: Kawasaki ER-5 :japan:
    2011-2013: Suzuki GSF600 Bandit GN77B :japan:
    2013-2015: Husqvarna SM610i.e. :italia:

    2015-2021: BMW F 800 R :deutsch:

    06-08/2018: Ducati 749 :italia: :sostupid:

    2021-2022 : KTM 1290 Super Duke R 3.0 "Arnold" :austria:

    2022-xxxx: BMW S 1000 R K63 :deutsch:

  • Quote

    Und bei der PC25 z.B. müssen die Nockenwellen raus, WENN eingestellt wird.


    Deswegen meinte ich ja, da ist noch ein weiter Weg von der Messung zum Shimtausch.


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  • Gang rein, Hinterrad drehen. Wir machen das so, dass wir die Zündkerze rausnehmen und mit einem Metallspieß reinstechen und gucken wo der Kolben ist. Kommt man bei der CBR an die Ventile wenn man den Tank abnimmt oder muss man den Motor rausnehmen? Sonst muss man halt irgendwie anders die Kurbelwelle drehen.

    So hab ich es bei meiner alten 525er exc auch immer gemacht . . . bis die Rekluse Kupplung eingebaut wurde. Da is nix mehr mit drehen am Hinterrad bei eingelegtem Gang. Hab den Trick mit dem Stab (hab einen aus Kunststoff genommen) auch immer genutzt und den Motor per Kickstarter weitergedreht. Wenn man die Ventile beobachtet und den oberen Kolbentotpunkt an der Stange abliest ist das ziemlich einfach . . besonders bei einem kleinen Vierzylinder der nicht viel Widerstand beim Drehen der KW erzeugt.

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • So schlimm ist das prüfen doch auch wieder nicht...
    -zum prüfen reicht ein Spalt zwischen Ventildeckel und Zylinderkopf, der muss nicht runter
    -Reihenmotoren haben nur einen davon, und da sie oft nach vorne geneigt sind kommt man da vielleicht sogar gut ran
    -die vorderen Ventile kriegt man also leicht, die beiden äußeren auch noch. Bleiben 6 Stück "hinten mittig" :whistling:
    -Die richtige Drehposition ergibt sich bei meiner Honda anhand von Markierungen auf der Lima.
    -Eigentlich braucht man die aber nicht, weil man das Spiel bei geschlossenen Ventilen misst - und ob die gerade zu sind, sollte man ja wohl sehen können :wacko: Ansonsten hat man ja eh immer "Null"-Spiel, wenn sie gerade auf gedrückt werden :huh:
    -Der Motor lässt sich bei meiner Honda per Ratsche drehen, wenn man auf der Lima einen Schraubdeckel entfernt - die Kurbelwelle (bzw ein daran festes Teil) hat freundlicherweise einen Innensechskant


    ... und ich mache es trotzdem nicht selbst, sondern nur alle Jubeljahre mal am NTV-Schraubertreff zusammen mit den Experten :D 2 Zylinderköpfe sind echt lästig, aber immerhin sind es nur 6 Ventile und man kann sie per Schrauben einstellen, nix hier mit Shims

    MO24 Team Reisen

  • ja, ventilspiel prüfen steht als nächstes bei mir auf der Liste... bei 84tkm... hab aber noch 3300km Platz. Hat wer Lust auf dem FT das bei meiner NTV zu machen? Gibt auch einen Abend mehr als genug Bier... danach.

  • Und was mich bei einem Reihenmotor noch vollends davon abhalten würde, es selbst zu kontrollieren:


    Man zerlegt alles, arbeitet sich zum Motor durch, prüft, stellt eine Abweichung fest (ist sich ggf da auch nicht sicher) - und dann? Wieder alles zusammenbauen und doch nochmal zum Schrauber fahren, der sie dann nochmal zerlegt? Okay.. man hatte zumindest einen halben Tag Bastelspaß, um festzustellen, daß man doch noch sicherheitshalber zur Werkstatt fährt. :whistling:


    Oder: Man hat das Teil zerlegt, denkt das Spiel passt nicht. Und dann? Mal dran rumstellen? Den Kumpel fragen, ob der mal dran rumstellen mag? Hat die CBR Ausgleichshims? Dann also messen und die Shims besorgen, denn vermutlich hat man dazu keine Auswahl im Haus (im Gegensatz zur Werkstatt).


    Und was genau von dem, das du da aufzählst, ist bei anderen Motorbauformen anders?

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

  • ja, ventilspiel prüfen steht als nächstes bei mir auf der Liste... bei 84tkm... hab aber noch 3300km Platz. Hat wer Lust auf dem FT das bei meiner NTV zu machen? Gibt auch einen Abend mehr als genug Bier... danach.


    Das würde ich nicht aufm FT machen, weil es da mit der Ersatzteilversorgung nicht so gut aussieht. Nächster Louis ist... WEIT km weg. Komm lieber zum NTV Schraubertreff. Da liegen z.B. schon passende Ventildeckeldichtungen parat, falls man sie doch mal kaputt macht.


    So wie deine NTV läuft glaube ich aber, dass meine das sehr viel nötiger hat :S

    MO24 Team Reisen

  • Ich habe das bisher auch nur eine Werkstatt machen lassen - die kennen sich damit aus und machen das öfter, als ich. Dafür dürfen Sie mein Geld gern haben.


    Spannend finde ich allerdings die Beurteilung und Vorgabe des Herstelles wann es nötig ist.
    Meine Fazer musste nach 40.000 km das erste Mal da durch (es musste nichts eingstellt werden). Zu dem Zeitpunkt hatte die Honda schon fast die zweite Kontrolle (alle 24.000 km) hinter sich.

    Die Schwierigkeit, mit den meisten Leuten umzugehen, besteht darin, zu ihnen gleichzeitig ehrlich und höflich zu sein.
    André Heller

  • Und was genau von dem, das du da aufzählst, ist bei anderen Motorbauformen anders?


    V-Zylinder (längs eingebaut)? Boxer? Möpse außenhängend, keine Verkleidung, kein Tank abzubauen? :rolleyes:

    *Lille*

  • Quote

    Ich habe das bisher auch nur eine Werkstatt machen lassen - die kennen sich damit aus und machen das öfter, als ich. Dafür dürfen Sie mein Geld gern haben.


    Spannend finde ich allerdings die Beurteilung und Vorgabe des Herstelles wann es nötig ist.
    Meine Fazer musste nach 40.000 km das erste Mal da durch (es musste nichts eingstellt werden). Zu dem Zeitpunkt hatte die Honda schon fast die zweite Kontrolle (alle 24.000 km) hinter sich.


    Meine 500er brauchte das alle 6tkm!!! Kostet dann zwar nur n guten Hunderter, aber es nervt halt... Hab die Intervalle dann auf 8-10tkm ausgedehnt.


    Hornet 900 will alle 24tkm. Laut Forum besteht aber erfahrungsgemäß erst ab 100tkm Bedarf. Honda eben...


    Der luftgekühlte Twin aus den 80ern hat halt ganz andere Fertigungstoleranzen als die Fireblade-Bank.


    Gesendet von meinem HTC Desire C mit Tapatalk

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