Höhen und Tiefen des Motorradalltages.

  • KTM lässt neuerdings die Teile schon ab Werk ab, können sie auch nicht kaputt gehen.

    Stimmt nicht. KTM verbaut alles und lässt sich Freischaltung der Nutzung bezahlen. ^^ Adaptives Bremslicht....195,-€. :gwbush:

    Grüße vom Fuchsteigkringel


    Insta: @foxdonut50

  • Was ist das . .?

    • Highend-Elektronik erkennt anhand von Geschwindigkeits- und Verzögerungswerten eine Gefahrenbremsung
    • Wird eine Gefahrenbremsung erkannt, pulsiert das Bremslicht bis die Bremse wieder gelöst wird
    • Das Aufblinken / Pulsieren wird schneller wahrgenommen als einfach nur ein dauernd leuchtendes Bremslicht, dadurch ein großer Sicherheitsgewinn
    • Gefahr eines Auffahrunfalles wird minimiert


    Das LED Licht bekomm ich ja schon. Damit es jetzt für den Folgeverkehr blinkt wenn ich stark bremse 195,-€ zu wollen find ich frech.

    Grüße vom Fuchsteigkringel


    Insta: @foxdonut50

  • Was es alles gibt . . . dafür würde ich nicht mal 19,50€ mehr ausgeben . . . aber 195€ für ein wenig Software sind echt krank.

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • schön:


    Nicht ganz so schön jedoch, dass ein Mitfahrer unterwegs hingefallen ist und jetzt mit dickem Fuß im Krankenhaus sitzt...

    MO24 Team Reisen

  • Nicht ganz so schön jedoch, dass ein Mitfahrer unterwegs hingefallen ist und jetzt mit dickem Fuß im Krankenhaus sitzt...

    Update: er ist wieder im Hotel. Es ist nur geprellt. Er hat einen Verband, den er in 4 Tagen selbst abschneiden soll. Er kann und darf sogar selbst laufen. Glück im Unglück, und natürlich Schutzkleidung.

    MO24 Team Reisen

  • :thumbup: Hatte vor ein paar Tagen in Polen einen neuen Sturzbügel für die Dicke bestellt und relativ schnell erhalten. Alles war top verpackt und mehrfach in Folie eingewickelt und noch zusätzlich gepolstert. Auch an Paketklebeband hat man nicht gespart. Dem ersten Eindruck nach ist alles top verarbeitet und nix wirkt gepfuscht. Alles sauber verchromt und ohne jeglichen Macken. Die Schweißnähte sind alle picobello. Gestern konnte ich den Sturzbügel nun endlich anbauen und musste feststellen, dass alles an Kleinkram dabei war und ohne nachzufrickeln wirklich sauber passt.

  • Ehrlich gesagt, habe ich gestern nicht auf den Aufkleber geschaut, der sich daran befindet. Muss ich bei Gelegenheit mal drauf schauen. Im Vergleich zum Original, welches nicht mehr ohne Weiteres zu kriegen ist, fällt das Gewicht und der Rohrdurchmesser etwas geringer aus. Dafür ist der aufgerufene Preis _deutlich_ niedriger.

  • Nochmal ein paar Eindrücke zu den Motorrädern, die ich die letzten Tage hatte.


    Ich glaube, die Ducati ist das letzte Mal in Bologna im Werk gewartet worden. Die Vorderradbremse war ungelogen so matschig, dass der Druckpunkt noch schlechter als bei der Versys war. Bei einer kurzen Probefahrt hab ich probeweise eine Vollbremsung gemacht, da war's dann zumindest erträglich. Dennoch hatte ich irgendwie nicht so das Vertrauen in die Vorderradbremse. Bei der kleinen Probefahrt um den Block hab ich es versäumt, die Hinterradbremse auch Mal zu checken. War insofern doof, weil die Hinterradbremse quasi außer Betrieb war - im Pippibecher war nichts zu sehen und man konnte bis zum Anschlag durchtreten, ohne dass die Fuhre langsamer wird. Ist mir allerdings erst kurz vor dem unfreiwilligen Ende aufgefallen. :wall: :staun:


    Zudem war ich vom Fahrwerk überrascht, leider negativ. Bei Bodenwellen hat's echt ordentlich geschaukelt und nachgewippt, beim Anfahren einer Kurve war's noch okay. Bin aber mangels Vertrauen in den Hobel auch nicht übermäßig flott unterwegs gewesen.


    Der Kilometerzähler war wie gesagt defekt, daher kann ich keine genaue Aussage treffen, ob die Karre jetzt Schrott ab Werk ist oder einfach nur völlig vernachlässigt wurde. Tippe auf Letzteres.


    Ein weiterer Negativpunkt für mich, an dem auch wirklich Ducati schuld ist - die Ergonomie. Der Poppes schmerzt deutlich nach 2 h und der Lenker ist etwas wenig gekröpft, sodass mir nach 2 Tagen Fahrt doch ein wenig die rechte Hand geschmerzt hat. Das sind aber beides Punkte, die man mit wenig finanziellem Aufwand korrigieren könnte, wenn man denn mag.


    Mittwoch und heute war dann die Benelli Leoncino Cinquecento dran. Wir erinnern uns: Benelli, der alt-ehrwürdige italienische Hersteller mit Sitz in Pesaro gehört seit 2005 dem chinesischen Quanjiang-Konzern. Und ganz ehrlich: haptisch ist das eine ziemliche Chinabruchbude. :( An den Hebeln und am Motor ist der billig wirkende Lack nach 10.000 gelaufenen Kilometern schon größtenteils ab. Die Schweißnähte sind grobschlächtig, die Karre für den 500er-Motor mit 48 PS und 210 kg schon echt schwer. Aber gut, fahren wir mal los.


    Und so ändert sich das Bild. Das einzige, was beim Fahren negativ auffällt, ist der wabbelige Schalthebel, der auch noch seeehr lange Schaltwege benötigt. Und erstaunlicherweise lässt sich die Benelli auch ziemlich schaltfaul fahren, der Motor ist brutal auf Drehmoment ausgelegt, intuitiv komme ich nicht wirklich über 6000 Umdrehungen. Im 6. Gang bei 38 kmh einfach mal das Gas aufreißen ist problemlos möglich - die Ducati hätte hier schon längst den Dienst quittiert. Die Bremsen packen vorn wie hinten ordentlich zu, das Fahrwerk lässt sich weder von Bodenwellen, noch von Schlaglöchern beeindrucken und sie lässt dich präzise überall dort hinzirkeln, wo man sie haben möchte.


    Die Sitzhaltung ist auch ganz okay, der Hintern tut deutlich später weh und der Lenker ist für mich passenderweise etwas schmaler und etwas mehr gekröpft. Etwas Kniewinkel ist da, sodass man schon noch das Gefühl hat, ein Nakedbike zu fahren.


    Heute gab's auch noch einen "verschärften" Test, Nicola wollte heute mal sozeln. Und das hat insbesondere das Fahrwerk erstaunlich gut mitgemacht bei knappen 200 kg Zuladung. Daumen hoch an die Italochinesen hierfür.


    Den direkten Fahrvergleich hat bei mir definitiv die Benelli gewonnen. Ich weiß aber, dass die Ausgangsposition nicht unbedingt gleich gewesen sein muss. Würde ich mir die Benelli kaufen? Nein. Dafür hat sie sich stellenweise einfach zu billig angefühlt. Stellenweise sieht selbst meine Honda sogar noch besser aus. Und das trotz 90.000 km und ca. 25 Jahren mehr auf dem Zähler.


    Irgendwann fahre ich nochmal ne ordentliche Scrambler Probe. Ich muss sagen, das Fahrzeugkonzept mag mir schon gut gefallen. Kompaktes und leichtes Bike, großer, breiter Lenker, halbwegs bequeme Sitzposition und vom Ultralangsamen Bummeln bis hin zum Messer zwischen den Zähnen ist stufenlos alles machbar. :)


    Gruß,

    Thomas

  • Aber du hast ja eine italienische Alternative zuhause..

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • Den Sitz von der Scrambler fand ich schon bei einem Probesitzen zu weich, kann mir gut vorstellen, dass der auf einer Tour anfängt weh zu tun.

  • Zur Scrambler (ich habe ja eine :) )

    Der Sitz ist ab Baujahr 2019 besser. Außerdem gibt es dann noch einen originalen Ducati Premiuim Sitz (kostet so 300 Euro), den habe ich und dann wird es viel besser. Die Vorderradbremse ist die halbe Panigale Bremse und die hat mit der leichten Scrambler normalerweise kein Problem und hat einen guten Druckpunkt. In die Hinterradbremse muss man tatsächlich schon mehr reintreten,. Die könnte in der Tat etwas griffiger sein. Mit Sinterbelägen wird es besser. Das Fahrwerk der ersten Scrambler war mehr fürs cruisen ausgelegt, aber so weich wie du es beschreibst, ist es auch nicht. Später wurde das Farhrwerk härter abgestimmt und jetzt geht auch die flotte Kurvenhatz auf schlechter Straße. Du hat ja eine Scrambler Icon gehabt, die habe ich auch und ich komme mit der Lenkergeometire gestens zurecht. Mache bauen aber den Lenker due Full Throttle drauf, der ist schmaler und nicht so gekröpft. Wenn es passt, dann fahr mal eine neue, oder zumindets gut gewartete Scrambler.

  • Ich kenne die Scrambler (800er und 1100er) ein bisschen und ein bisschen mehr 8).


    Die Icon war ein Leihmopped, mit dem ich im Juni 2018 eine Woche lang im Kantabrischen Gebirge (Spanien) unterwegs war. Wenn ich mich recht entsinne, war sie Baujahr 2016 (noch ohne Kurven-ABS) und hatte ca. 14.000 km auf der Uhr. Guter Wartungszustand, bis auf die trockene Kette. Die kleine gelbe Bergziege war mein erster Kontakt mit einer Scrambler. Meine Bedenken: Kann die Reifengrößenkombination (v: 110/80-18 / h: 180/55-17) handlich sein? Oh ja, das kann sie. Zusammen mit dem niedrigen Gewicht (unter 190 kg fahrfertig) im kurvigen Geläuf eine durchaus spaßige Kombination. Und ja der Sitz verursacht Poposchmerzen. Zudem fand ich beim Probesitzen die Sitzposition wegen des breiten und hohen Lenker eher unattraktiv. Aber einmal daran gewöhnt, funktioniert das ausgesprochen gut. Der Motor zieht ab 2.500 U/min ordentlich durch und dreht bis 6.000 U/min locker hoch, bis ihm die Lust vergeht.


    Zu bedenken ist, dass die 800er das deutlich kleinere Mopped im Vergleich zur 1100er ist.


    Die 1100er habe ich seit Oktober 2020 (Baujahr 2019) in der Garage - mit aktuell ca. 14.000 km auf der Uhr. Im Gegensatz zur spanischen Icon hat die große Scrambler bereits "volle Hütte" (u.a. auch Kurven-ABS und drei konfigurierbare Fahrmodi). Die 1100er ist das deutlich größere Mopped, die Sitzposition aber wie bei der Kleinen: Relativ tief sitzen und hoch und breit den Lenker greifen. Aber auch das funktioniert im Fahrbetrieb bestens. Die Reifengröße ist hinten ebenfalls 180/55-17, vorne ist aber eine Schuhgröße größer montiert (120/80-18). Wie bei der Kleinen ebenfalls der Pirelli MT 60 RS.


    Mein Fazit: Die Scrambler von Ducati sind einfach zugängliche Moppeds. Draufsetzen und losfahren. Das Fahrwerk bzw. die Fahrwerksgeometrie lassen einen ohne große Gewöhnung flott unterwegs sein. Der MT 60 RS funktioniert auf Asphalt vorzüglich. Ausreichend handlich und stabil - und Grip ab dem ersten Meter. Auf losem Untergrund schlägt er sich besser als reine Strassenreifen, er ist aber kein typischer Grobstoller. Was ihm auf Asphalt zugute kommt.


    Kaufen? Kaufen, sofern das Konzept gefällt und die Sitzprobe positiv ausfällt. Ich kenne die derzeitigen Marktpreise nicht, aber ich habe mich damals für die 1100er entschieden, weil sie in der Anschaffung kaum teurer war als eine baujahr- und laufleistungsgleiche 800er Icon.


    Grüsse aus dem Westzipfel


    Harry aka schredder66

  • Ich finde die Scrambler Desert Sled total schick. Allerdings ist mir nicht ganz klar wieso die knapp 20 Kilo schwerer ist als die anderen 800er Scrambler.

    "Reality is on a delay. For you, nothing is now. Realizing this fact is unsettling. If we can only react to the past, how do we manage to navigate the present? It's easy to spiral into a treatise on free will while in the fetal position, overthinking our forever past." - Kyle Hill

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