wieviel Fahrpraxis ist nötig ?

  • Mein Sohn will mit 18 den Motorradführerschein machen (Frühling 2015) und dann ohne jegliche längere Fahrpraxis von Norddeutschland nach Italíen fahren,
    Ich erachte das ziemlich riskant,da man ja erst durch längere und häufigere Fahrten überhaupt erst ein Gefühl für alles kriegt.
    Da ich selbst nicht Motorrad fahre, sind meine Argumente nicht überzeugend für ihn.
    Was würden Profis einem blutigen Anfänger mt solchen Plänen raten?


    Würd mich über eine Antwort freuen


    Ciao


    Claudia

  • Also ich würde mir da nicht zu viele sorgen machen. Meine Empfehlung:


    1. Fahrsicherheitstraining - da lernt er noch richtig viel!
    2. Kleinere Tour zum antesten
    3. 110% sicher gehen, dass die Maschine top in Schuss ist


    Gruß Max

    Gruß Max

  • Auch auf einer Tour kann man Fahrpraxis sammeln. ;)
    Aber das würde ich bedenken:
    Welche Verkehrserfahrung hat er? (Radsportler etc. sind dabei natürlich erfahrener als Muttersöhnchen)
    Wieviel Erfahrung überhaupt mit tagelangen Touren? Also kennt er sich selber hinsichtlich Ausdauer, Konzentration, Frustrationstoleranz, ... (lange Bergtouren etc. zählen natürlich auch)
    Mit Gepäck fahren geübt? (Sicheres verstauen, anderer Schwerpunkt)
    Welche Tagesetappen stellt er sich vor? (1 Tag über die Autobahn bolzen oder 1 Woche gemütlich über die Landstrasse)


    Ansonsten ist das doch ein schönes Ziel für junge Erwachsene. Er fährt ja nicht quer durch die Sahara und kann jederzeit ADAC anrufen und abbrechen.
    Ordentlich planen und es wird schon.
    Man könnte auch z.B. Urlaubsgepäck vorausschicken und nur Kleinkram auf dem Bike mitnehmen. Oder Ihr fahrt das Gepäck mit dem Auto parallel mit und man trifft sich jeden Abend in der Jugendherberge.
    Ich bin übrigens mit 14 Jahren zu meinen Großeltern aufgebrochen - knapp 600km mit dem Fahrrad in 3 Tagen.

    MfG
    Thomas

  • Hallo Claudia,


    dein Sohn ist 18. Er steht vor dem Ernst des Lebens. Er hat noch Träume. Die gilt es zu verwirklichen, bevor er in die Tretmühle des Lebens eintritt. Dieser Traum ist, ganz alleine, auf sich selbst gestellt, eine Herausforderung zu suchen. Er will nach Italien. Ich kann ihn sehr gut verstehen. Willst du dich gegen ihn stellen, oder willst du ihn unterstützen? Das ist die Kernfrage.


    Erfahrung mit dem Mopped bekommt man durch das fahren. Es ist dabei gleichgültig, ob man täglich im Berufsverkehr zur Arbeit/Uni fährt, mal am Wochenende die Umgebung erkundet, oder eben direkt in den Urlaub fährt. Es kann überall gut gehen. Es kann ebenso überall zu Komplikationen kommen. So ist es eben. Man sollte die Jungen loslassen, wenn sie flügge werden.


    Gruß - Pendeline

  • Hallo Claudia,


    wenn wir Dir jetzt hier erzählen, was "Profis", also ganz normale Motorradfahrer mit Fahrpraxis einem Anfänger raten würden, würde Dir dann Dein Sohn zuhören, wenn Du ihm davon erzählst? Das wäre doch nur Info aus zweiter Hand .... und wieder ein Bevormundungsversuch von Muttern? .... nicht böse gemeint, aber so hätte/habe ich in dem Alter gedacht. ;)


    Da gibt es so viele Faktoren: wie ist Dein Sohn drauf? Ist er übermütig oder eher vernünftig? Was für ein Motorrad möchte er fahren? Will er das nur tun, weil es cool ist einen "heissen Ofen" zu haben oder möchte er gerne Reiseabenteuer erleben und dafür ein Motorrad nutzen? Hat er schon Mofa-/Kleinkraftraderfahrung, also Erfahrung mit einspurigen motorbetriebenen Fahrzeugen? Will er alleine oder mit Freunden fahren? Wie sind seine Freunde drauf? Haben die schon Erfahrung? usw ect pp .....


    Dann kommt dazu, dass jemand, der in Norddeutschland, wo es eher wenige oder gar keine Kurven gibt, seinen Führerschein macht, auf dem Weg im Nordsüdgefälle durch Deutschland nach Italien, wo es dann die Alpen mit vielen und auch engen/schwierigen Kurven und Serpentinen gibt, sich langsam in der Fahrpraxis steigern kann, wenn er über Land- oder Bundesstrasse fährt. Wenn der Weg nach Italien aber nur über die Autobahn geht, ist da nix mit *AndieKurvengewöhnen*.


    Wir hatten hier schon Fahranfänger, die gleich nach dem Führerschein auf ihre erste 500 km-Tour und dann auch noch ganz alleine gegangen sind. Das hat alles wunderbar geklappt und nix ist schiefgegangen. Aber es gibt auch die Leute, die sich nicht gleich so schnell reinfinden oder kein Fahrtalent haben oder das falsche Mopped haben oder eine schlechte Fahrschulausbildung hatten.


    Ich kann mir gut vorstellen, wie Du als besorgte Mutter da sitzt und versuchst Unheil von Deinem Kind fernzuhalten. Aber das Einreden von Eltern auf ihre Kinder wirkt meistens wenig, wenn die Kinder irgendwas unbedingt wollen und dann auch noch volljährig/erwachsen werden und es dann auch "dürfen". Ich wollte auch nie auf meine Eltern hören und lebe immer noch. ;)


    Wieso erzählst Du Deinem Sohn nicht von diesem unserem Forum und rätst ihm sich selber hier anzumelden und um Rat, Tips und Input zu fragen? Ich glaube das wäre die beste Idee. Dann kann er selber live und in Farbe sich mit Moppedfahrern austauschen und schon vor dem Führerschein gute Ratschläge bekommen. ... die haben wir nämlich immer für Alles und Jedes in jeder Lebenslage parat. :)


    Ein Tip aber noch dazu: Erzähle ihm gleich, dass Du hier schon Mitglied bist. Wir hatten hier schon mal einen Sohn, der es gar nicht toll fand im Nachhinein zu erfahren, dass der ebenfalls motorradfahrende Vater sich dann auch hier angemeldet hat und mitliest und schreibt ohne dass Sohnemann es wusste. Wir haben hier aber auch ganze Familien, wo Papa, Onkel, Mama, Tante und Sohn friedlich miteinander schreiben und sogar zusammen auf Treffen fahren.


    Sieh also am Besten zu, dass Dein Sohn sich hier anmeldet und dann geht schon alles seinen guten Lauf. ... wir machen das dann schon. ;)

  • Sehe es genau wie Pende, bei mir war es ähnlich und meine Eltern haben mich einfach versucht zu unterstützen wo sie konnten, dafür bin ich ihnen sehr dankbar.
    Über ein Fahrsicherheitstraining zum bestandenen Führerschein freut er sich sicher auch, dabei lernt er sein Motorrad besser zu beherschen unter Anleitung eines Profis und du kannst vielleicht auch ruhiger schlafen. Kostenpunkt so um die 110€.


    Wenn er sich so eigenständig fühlt mit 18, mit dem Motorrad nach Italien fahren zu wollen sei etwas stolz auf deine Erziehung ;)

    🌍 Earth is not flat, 🦠 Covid is real, 😷 Masks protect others, 💉 Vaccines work, 🚀 We've been to the moon, ✈️ Chemtrails aren't a thing, 🌞 Climate Change is real, 🖤 Black Lives Matter, ♀️ Women's rights are human rights, 🏳️‍🌈 Love is love, ⚓️ No human is illegal, 🚰 Water is life

  • Machen lassen! Entweder er fällt dabei voll auf die Schnauze und lernt daraus oder es läuft alles gut und er hatte seinen Spass.


    Ich bin die ersten zwei Jahre jedenfalls von mir aus erstmal nur in meiner Umgebung gefahren...Das war definitiv keine schlechte Idee.


    Aber andererseits gibts in Norddeutschland nichts zum üben.:D Geradeausfahren muss man nicht üben

  • Wenn ich das richtig sehe, ist es bis zu dem "Projekt Italien" noch fast ein 3/4 Jahr hin? Perfekt! :thumbup: Also ausreichend Zeit für Planungen und Vorbereitungen.


    Dann wäre die Frage, was denn "ohne jegliche längere Fahrpraxis" bedeuten soll? Wenn jemand plant "Am x.x. melde ich mich an, am x.x. ist die Theorieprüfung, zwei Wochen später die Praxis, und am Montag danach will ich starten", würde ich sagen: Vergiss es! - Das klappt schon alleine vom engen Zeitplan her nicht, da selten eine Fahrschule so vorbildlich pünktlich mit der Ausbildung wird, wie einem beim Anfangsgespräch suggeriert wird. Vorweg also wirklich ausreichend Zeit - sowohl für die Ausbildung, als auch für die Reisevorbereitung, einplanen.


    Dann würde ich nicht 2 Tage nach der Prüfung starten, und auch zwei Wochen wäre etwas knapp. Mit 2 Monaten kann man schon mehr anfangen.


    Inukshuks Hinweis, Dein Sohn soll sich doch einfach selbst hier anmelden, ist definitv der beste Weg! :thumbup: Denn dann kann er sich vorweg schon mal Tipps und Input holen. Nicht nur zum Motorrad fahren, sondern zur Reiseplanung/Vorbereitung an sich.


    Es gibt manches, worauf man als Anfänger nicht gleich kommt - zum Beispiel: Wo/wie verstaut man das Gepäck? Warum nimmt man keine Gummispanner - und was stattdessen? Wieviele km Fahrtstrecke kann man täglich als Motorradfahrer einplanen?


    Das "Problem" ist ja, daß Dein Sohn bisher auch kein Autofahrer ist, er also mit 18 wirklich bei "null" anfängt. Oder machte er vorab auch schon begleitetes Fahren ab 17?


    Sinnvoll stelle ich es mir auch vor, zwischen Prüfung und Italienreise nicht nur zuhause Fahrpraxis zu erwerben, sondern mal ein, zwei kleine Mehrtagesreisen zu unternehmen.


    Über's Wochenende zum Cousin nach xxxx, Freitags hin, Sonntag zurück. Oder mal für 5 Tage nach xxxx, inkl. Übernachtung in einer Juhe. Oder dann mit Freunden an der Ostsee treffen, das Zelt usw. selber dort hin transportierten, während die Freunde mit dem Auto fahren. Sowas in der Art. Einfach um sich selbst, das Motorrad und die Gepäcksituation auszutesten. :rolleyes:


    Achso.. was mir noch einfällt: Ich würde dann als Eltern beim Kauf des Motorades eben auch mitwirken - und wenn es für 500€ mehr ein Motorrad mit ABS, mit neuem Kundendienst usw. gibt, dann lieber noch was mit drauflegen und dafür sorgen, daß "etwas ordentliches" gekauft wird.


    Ggf. auch vor der Reise nochmal einen Kundendienst sponsern, so daß das Fahrzeug fit ist.


    Einen ADAC-Ausweis gibt's für Jugendliche auch günstiger, falls das nicht über die Familie mit abgedeckt ist (vorab klären). Ein Juhe-Ausweis wäre auch noch ein sinnvolles Sponsering.



    Verbieten - rein rechtlich - kannst Du es ihm mit 18 dann nicht mehr. Aber Du kannst ihn unterstützen, daß er mit guten Voraussetzungen und der richtigen Einstellung ans Werk geht. Wenn alles vorab gut geplant ist, ist das ein schönes "Projekt", an dem man schon mal viel lernen kann - nicht nur über's Motorradfahren. :thumbup:

    *Lille*

  • Hallo Claudia


    Als Mutter von drei erwachsenen Kindern kann ich deine Gedanken gut verstehen. :)


    Ich würde an deiner Stelle auf keinen Fall versuchen,ihm diese Tour auszureden, du solltest am besten auch vermeiden,ihn nun dauernd mit der Nase auf alle möglichen Unfälle,von denen du liest,zu stoßen.( Eltern machen das gerne... ;) )
    Du solltest deinem Sohn helfen,seinen Traum zu verwirklichen,unterstütz ihn ,wo du nur kannst.
    Er wird durch diese Tour viele wertvolle Erfahrungen und eine Menge an Fahrpraxis gewinnen.
    Passieren kann überall etwas, kann, nicht muss.
    Und er wird ja nicht jenseits jeder Zivilisation unterwegs sein, in so einem Fall würde ich mir auch Sorgen machen.


    Du könntest ihn z.B. unterstützen,indem du ihm anbietest, die Kosten für ein Sicherheitstraining zu übernehmen.
    Er wird sich freuen und du tust etwas für seine Sicherheit,was dich auch etwas beruhigen wird.
    Du kannst ihm helfen,einen guten Plan für seine Reise zu erstellen, zusammen mit ihm die Strecke planen,Übernachtungen,alles mögliche.
    Wenn ihr einen guten Ablauf erstellt, ist es auch für dich ein gutes Gefühl.


    Aber erst mal muss es ja so weit sein,erst mal muss dein Sohn ja noch den Schein machen. :)
    Ist er schon 125er gefahren oder hat er null Erfahrung mit motorisierten Zweirädern ?


    LG Sabine

  • Claudia, mal eine Rückfrage: Will er direkt nach Erwerb des Führerscheins losdüsen, oder liegen da noch ein paar Wochen dazwischen?
    Ich meine, so ganz eng sollte man trotz allem Verständnis nicht planen.
    Ein bisschen Fahrpraxis gehört dazu, selbst wenn alles gut verlaufen sollte. Und die würde ich ihm auch nahelegen. Schließlich geht es nicht nur um Gefahren und Erwerb praktischer Fertigkeiten, sondern auch um ganz praktische Dinge:
    Ist das Motorrad technisch ok?
    Passt es mir überhaupt, oder kriege ich schon Schmerzen nach ein paar Km? Allein dafür muss man erst mal längere Strecken vor Antritt der Tour gefahren sein.
    Dazu kommt auch eine gewisse Kondition, auch wenn Motorradfahren nicht mit Langstreckenlauf vergleichbar ist, aber an längere Strecken muss man sich herantasten, am besten auch mal eine Testfahrt über ein Wochenende vorneweg (mit Gepäck).
    Sonst wird die Reise eh nicht den Spaß bringen, den er sich dabei erhofft.
    Wenn er das alles gewissenhaft vorbereitet, würde ich ihm solch eine Reise aber gönnen. :)


    liebe Grüße
    Buckbeak

  • Praxis bekommt man durchs fahren, von daher...soll er ruhig. Wie schon gesagt wurde...ggf. ein FST und schau das alles technisch tiptop ist.


    Passieren kann auch was auf dem Weg zur Eisdiele...

  • Liebe Antwortende,


    vielen Dank für eure Antworten, deren Tenor ähnlich ist.Ich wusste schon: dieser Kelch wird nicht an mir vorüberziehen....ich werde die Flucht nach vorne nehmen müssen und ihn möglichst unterstützen.Ich finde ja auch schön,dass er zusammen mit seinem besten Freund so einen Traum hat: nach dem Abi: ab nach Italien.
    Er hat schon den PKW Führereschein mit 17 und will im September , mit 18 , mit dem Motorradführerschein anfangen.Mofa ist er nie gefahren. Von daher hat er hoffentlich noch genug Zeit zum Üben.Allerdings ist ja der Winter dazwischen und eine Maschine muss auch noch her. All seine Ersparnisse werden da rein fließen.Der Tip ihm das Forum hier zu empfehlen ist gut...
    Noch mals vielen Dank !


    Claudia

  • Noch als kleines Anhängsel zu den ganzen Antworten (die ich nicht alle gelesen habe).


    Ich meine man ist fähig dazu wenn man sich selbst sicher genug fühlt!


    Ich habe meine Reise nach Spanien gemacht obwohl ich da auch noch nicht lange den Führerschein hatte. Jedoch hatte ich bis dahin schon ca. 20 Jahre Erfahrung im Straßenverkehr. Das macht schon eine Menge aus.
    Das ging absolut problemlos und hat eine Menge Spaß gemacht auch wenn es zum Teil echt anstrengend war. :thumbup:

    • Official Post

    Einfach machen lassen! Die Reise wird auf jeden Fall eine riesige Bereicherung für ihn sein. Er wird vor vielen Problemen stehen, für die es nur einen Ausweg gibt: nämlich selbst lösen! Und 3/4 Jahr noch bis zum Start.. das packt er locker. Wenn er dieses Jahr den Lappen packt und sich vielleicht noch im Herbst eine Maschine zulegen kann und ein paar erste Schritte wagen kann, sehe ich da ehrlich gesagt keine Probleme.


    Ich hab' übrigens was ähnliches gemacht. Führerschein gemacht und ungefähr ein 3/4 Jahr später ging's für mich ab nach Skandinavien. Schweden und Norwegen, alleine, nur mein Motorrad, mein Camping-Equipment und ich. Und ich hab's überlebt ;) Und ich hatte davor größtenteils auch nur meine Führerschein-mit-17-Fahrerfahrung, danach bin ich nur noch relativ wenig Auto gefarhen.


    Gönn' ihm Deine Unterstützung und alles wird gut. :)


    Gruß,
    Thomas

  • Mein Ältester war 15 bei seiner ersten längeren Tour. Also vorher Fahrsicherheitstraining angemeldet - der ADAC wollte erst nicht - aber auf Vatters ausdrücklichen Wunsch hat man ihn dazu genommen und besonders betreut. Er fuhr ja nur ein Mofa.


    Batavus mit Sachs-Motor 50 ccm. 9 Liter Tank, Sitzbank und Topcase. Das 10 DM Zelt und die Gepäckrolle ordentlich mit Spanngurten verzurrt. Lederhose, Jeansjacke, Regenpräser usw.


    Das Möfchen war durch Vater und Sohn gut vorbereitet :rolleyes: worden, so kannte er auch die Lage und Funktion aller Teile.


    Die Tour: (nur Fahrtage)


    1. Tag von Solingen nach Worms (305 km)


    2. Tag von Worms zum Nordschwarzwald


    3. Tag vom Nordschwarzwald zur Donauquelle (Motorradtreffen)


    5. Tag Donauquelle in die Vogesen und nach Schweigen-Rechtenbach (zum Cousin meiner Frau)


    6. Tag Pfalz zum Nordschwarzwald


    7. Tag Nordschwarzwald bis Andernach


    8. Fahrtag von Andernach nach Solingen



    Übernachtungen in Worms Jugendherberge (warum werden die immer so gelobt im Forum?).


    Im Nordschwarzwald in unserem (gemieteten) Ferienhaus.


    Beim Motorradtreffen im Zelt-


    In der Pfalz beim Cousin im restaurierten Winzerhof.


    In Andernach so, wie es junge Leute mit kleinem Budget machen sollten:


    Gasthof, Metzgerei und Pension in einem kleinerem Ort


    Was wurde der Jung da verwöhnt. Mächtiges Abendbrot und ebensolches Frühstück. Doppelzimmer für sich allein. Alles damals für 15 DM. Da war die Jugendherberge im 6-Mann-Zimmer nicht billiger und der Verwöhnfaktor nicht vergleichbar.


    Der "Jung" ist jetzt 48, aber da träumt er immer noch von.


    Max

  • Machen lassen! Entweder er fällt dabei voll auf die Schnauze und lernt daraus oder es läuft alles gut und er hatte seinen Spass.

    Also DAMIT könnte ich sicherlich NICHT meine Mutter überzeugen ^^

    Edited once, last by Fahrer ().

  • Was er in jedem Fall machen sollte: Bevor es losgeht mit der eigenen Maschine mal an einem Tag 400 km am Stück fahren. Nicht Autobahn, sondern viele, viele Landstraßen mit vielen, vielen Kurven.


    Wenn danach das Gesäß schmerzt, die Schultern ziehen und statt der erhofften 4-5 Stunden war man 8-10 Stunden unterwegs -> dann weiß man auch wie man besser planen sollte.


    Habe es im Bekanntenkreis mitbekommen. Ich hatte die These aufgestellt, dass 400 km pro Tag durchaus auch schon mal das Tagesziel sein sollten bzw. man lieber einen Stopp mehr als weniger einplant.


    »400 km? Das mache ich doch in 4-5 Stunden. Ist doch alles kein Problem. Noch zwei Pinkelpausen dazu, dann sind es vielleicht 6 Stunden. Der Tag hat 24 Stunden. Also 600-800 km kann man problemlos schaffen!«


    Die Tour sollte über die Schweiz nach Frankreich bis ans Mittelmeer führen. Der Abbruch der geplanten 2 Tage Hin, 2 Tage zurück und dazwischen 3 Tage faul am Strand liegen kam am Tag 3. Bisher gefahren: knapp 600 km - komplett durch alle Arten von Regen. :D Tag 4 war Klamottentrocknen im Hotel in der Schweiz (total günstig und so) und dann ging es auch schon wieder zurück.


    Ich war übrigens trotzdem die Memme. War ja nicht mitgefahren (hatte aber eine gute Ausrede: Hatte keinen Urlaub ;) ).


    Grüße, Martin

  • auch ich kann nur sagen. lass deinen sohn fahren. wenn er will, kannst du ihn eh nicht davon abhalten. :) auch ich habe im motorradurlaub schon so einiges erlebt, habe sehr viele und nette leute kennen gelernt. das sind erfahrungen und erlebnisse, die ich nicht mehr missen möchte.

  • Generell ist das kein Problem. Ist ja alles zivilisiertes Gebiet... - da kann man für Geld alles kaufen ;)


    ...aber gerne unterschätzt wird oft der "Stressfaktor" beim Motorradfahren. Meine Faustregel: Auto zu Motorrad = 1:3. Wer mal bei > 30 Grad mit Motorrad im Stau stand (idealerweise mit luftgekühlter Maschine) - oder 300 KM im Dauerregen unterwegs war (idealerweise in den Alpen bei Gewitter) weiß was ich meine... - deshalb überschaubare Tagesetappen planen...

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