Maut in Deutschland

  • Wobei... wenn mich die Maut doch *nix* kostet, warum sollte ich sie dann vermeiden? Und warum gibt es eine Idee, wie man die Vermeidung regeln könnte? Mmhhh.. Der Schwabe sagt das "Hat a G'Schmäckle"


    Weil auch wenn du die Maut nicht zahlst, dir die Steuererleichterung trotzdem zusteht. Das Geschmäckle besteht aber trotzdem, weil die ganze Planung und der Überwachungsapparat dahinter bereits bestand, bevor Dobrindt mit der EU-Kommission diese Variante der Erstattung ausgekaspert hatte. So wie es jetzt ist, ergibt es sogar einen Sinn. Aber eben erst seit den erzwungenen Änderungen.

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  • Da wird der Schwabe hellhörig... :rofl:


    Aber ob mir das 32€ wert ist? :gwbush:



    Mein Mann würde keine Maut zahlen, da schwerbehindert. Bekommt der dann auch die Steuererstattung? :grin:

    *Lille*

  • Das muss es dir wert sein, als Schwäbin. ;)


    Und da sie dein Kennzeichen dann nicht flächenddeckend scannen können, sollte es dir als gesetzestreuer Bürgerin eine Pflicht sein, den Behördern per Fahrtenbuch mitzuteilen, wo du so alles genau unterwegs warst. Dass du auf Bundesstraßen und Autobahnen nicht aufgetaucht bist, ist ja Beweis genug.


    Übrigens fühle ich mich diskriminiert - Ausländer dürfen gratis auf den Bundesstraßen fahren und ich nicht. Ich muss sie doppelt bezahlen, über Steuern und über Maut. Wie kann man so ein ungerechtes Mautgesetz unterstützen!?


    Edit:

    Quote

    Mein Mann würde keine Maut zahlen, da schwerbehindert. Bekommt der dann auch die Steuererstattung?


    Ja. Schrieb ich doch.

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  • Übrigens fühle ich mich diskriminiert - Ausländer dürfen gratis auf den Bundesstraßen fahren und ich nicht.


    Ging mir auch schon durch den Kopf. Eigentlich müsste man jetzt als Inländer eine Klage starten, weil man ja - im Gegensatz zu den Ausländern - durch die Bundesstraßenmaut diskriminiert wird. :thumbup:


    sollte es dir als gesetzestreuer Bürgerin eine Pflicht sein, den Behördern per Fahrtenbuch mitzuteilen, wo du so alles genau unterwegs warst


    "Ich bin von 11.Januar bis 17.Dezember mit dem Motorrad gefahren, da schneefrei. Und von 7.Januar bis 11.Januar, bzw. von 17. Dezember bis 23.Dezember bin ich mit dem Auto folgende Strecke gefahren zur Arbeit: [...] - dann habe ich das Auto auf folgendem Wanderparkplatz abgestellt: [...] (siehe Beweisfoto 01-12) - die restlichen 2km bis zu meinem Arbeitsplatz bin ich zu Fuß gegangen, bzw. habe das im Kofferraum transportierte Fahrrad verwendet. Von 24. Dezember bis zum 10.Januar hatte ich Urlaub (siehe beigelegtes Foto vom Urlaub auf Malle)"


    :grin:

    *Lille*

  • Vermutlich reicht "von 'hier' nach 'dort' über...", die genauen Straßen können sie dann auch anhand von Karten rausfinden. Es geht ja um Glaubhaftmachung, nicht um unumstößliche Beweise. die kann man auch liefernn, interessieren vermutlich aber keine Sau.

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  • Ging mir auch schon durch den Kopf. Eigentlich müsste man jetzt als Inländer eine Klage starten, weil man ja - im Gegensatz zu den Ausländern - durch die Bundesstraßenmaut diskriminiert wird. :thumbup:


    Naja im Grundegenommen ist das eine Diskriminierung der Ausländer - das halt ich für einen echte "Ausländerfeindlichen" punkt. Denn, wir zahlen die Maut für Bundesstrasse und Autobahn. Die Maut gilt für Ausländer aber nur für Autobahn , da sie den gleichen Betrag entrichten obwohl Sie nur Mautpflichtig für den Autobahnteil sind, dann zahlen sie effektiv für die Autobahnnutzung mehr als wir. Den punkt hatte ich so noch gar nicht auf dem Radar.

  • Nun, der Hintergrund ist ja der, dass der kleine Grenzverkehr nicht mautbehaftet werden soll. Deswegen will man von den Ausländern keine Maut auf den Bundesstraßen verlangen. Quasi als Ausgleich. Der Österreicher oder Schweizer, der zum Einkaufen oder Tanken nach Deutschland pendelt, soll keine Maut bezahlen. Davon schrieb ich ja: es könnte damit enden, dass wir Steuern und Maut zum jeweils vollen Preis bezahlen, die Ausländer aber weiterhin hier gratis unterwegs sind. Das wäre oberpeinlich - und ich würds uns sooooo gönnen.

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  • Das war das, was ich weiter oben mit "Wir sollen für alle Straßen zahlen" gemeint habe - man WILL nicht, daß ein Inländer ohne Vignette auskäme. ;)

    *Lille*

  • Hintergrund hin oder her - im Moment sehe ich in dem Punkt tatsächlich eine Ausländerdiskrimnierung die aber meines Erachtens auch einfach zu lösen ist:


    Variante A) Deutsche zahlen halt auch nur für Autobahn - dann ist es wieder gleich
    Variante B) Die Maut für Ausländer ist um einen Faktor x kleiner, weil sie nur für Autobahnen und nicht für Bundesstrassen zu zahlen haben


    Beide Varianten lösen das Problem ohne an den groben Plänen grundsätzlich zu rütteln.


    Also einfach lösbar ohne gleich uns vor das Schienbein zu treten - wobei ich die Variante A sogar für die Sinnvollste halte so lange es um PKWs geht. Bei LKWs bin ich klar für die Maut auf Bundesstrassen. Gibt genug LKWs die gut Ausgebaute Bundesstrassen nutzen ... fahr mal die 303 von Gefress nach Wunsiedel - ist natürlich auch noch kürzer als über Autobahn und Maut sparen sie auch.

  • Quote

    Variante A) Deutsche zahlen halt auch nur für Autobahn


    Da frag mal die Anwohner an Bundesstrassen.


    Das Verkehrsaufkommen wird dort rapide ansteigen.


    Das Spiel und Ergebnis gab es ja schon mal zu Beginn der LKW-Maut.


    Ich sehe nur einen Grund für die Einführung der Maut: Noch mehr Geld einnehmen.


    Denn durch unsere Steuer zahlen wir doch bereits für die Nutzung der Strassen.


    Ich sehe auch keine Diskriminierung der "Ausländer", denn die zahlen NULL für die Nutzung und "Abnutzung" unserer Strassen.


    Aber: Die Mautidee an sich ist typisch Dobrindt = Schwachsinn!

  • blahwas: Du vermischt Steuern mit Maut. Es geht doch gar nicht um Länderübergreifende gerechtigkeit, dann müsste man auch die MwST EU Weit angleichen z.B. aber ich Zahle in Österreich das gleiche für den Sprit wie ein Österreicher, ich zahle den selben betrag für die Maut wie der Österreicher. Bei uns werde ich mehr für die Maut zahlen als der Österreicher (es sei denn er braucht eine Jahresmaut, dann liegen wir gleich). Der Österreicher zahlt jetzt viel mehr KFZ Steuer in seinem Land als ich in meinem Land ... ist aber ein völlig anderes Thema. Vielleicht gleicht Österreich das aus in dem sie Sprit weniger versteuern, keine Ahnung - aber hat mit der Maut auch nichts zu tun.


    Nenne es von mir aus vermischen, aber ich versuche "das große Ganze" im Auge zu behalten. Du willst unbedingt, dass Ausländer Maut zahlen, das habe ich jetzt verstanden.


    Quote

    Variante A) Deutsche zahlen halt auch nur für Autobahn - dann ist es wieder gleich
    Variante B) Die Maut für Ausländer ist um einen Faktor x kleiner, weil sie nur für Autobahnen und nicht für Bundesstrassen zu zahlen haben


    A) bringt Autobahnvermeidungsverkehr mit sich, schönen dank auch, und dann ist es eben plötzlich doch nicht mehr kostenneutral
    B) macht die Sache endgültig lächerlich, weil die Einnahmen dann noch geringer ausfallen als ohnehin schon. Schon mit dem aktuellen Modell kommen diverse Quellen auf darauf , dass die Kosten der Verwaltung die Einnahmen komplett auffressen werden: http://www.tagesspiegel.de/wir…ei-pkw-maut/19373858.html



    Bobs

    Quote

    das ist der punkt der nicht stimmt. hier zahlt jeder einwohner die straßen über steuern.


    Die Steuern sind aber pro Jahr, also quasi für den Stellplatz. Der entfernungsabhängige Kostenteil ist die Mineralölsteuer.

  • Schon mit dem aktuellen Modell kommen diverse Quellen auf darauf , dass die Kosten der Verwaltung die Einnahmen komplett auffressen werden: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/st…t/19373858.html


    Kein Problem - dann wird die Höhe der Maut halt einfach später angepasst, damit es sich wieder lohnt. :grin:

    *Lille*

  • *aufwärm*


    Muhahahaha. Wer verdient hier zukünftig mit der Eintreibung der Inländer-Maut Geld?


    Die Ösis.


    Wahahahahaha... geschieht uns recht. Bonuspunkte, wenn sie hier keine Steuern bezahlen müssen, weil wir die Digitalsteuer blockieren.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

  • Du beziehst dich vermutlich auf: http://www.spiegel.de/wirtscha…r-pkw-maut-a-1244657.html

    Quote

    Das eigentlich auf Konzertkarten spezialisierte Unternehmen CTS Eventim soll künftig gemeinsam mit dem österreichischen Mautsystem-Betreiber Kapsch TrafficCom die umstrittene Pkw-Maut in Deutschland erheben. Der Auftrag habe ein Volumen von knapp zwei Milliarden Euro und laufe über mindestens zwölf Jahre, teilten die Unternehmen mit.


    Da wächst zusammen, was zusammen gehört :sostupid: Eventim beherrscht den Ticket-Markt, druckt bisher schon Geld und musste mehrmals gerichtlich gezwungen werden, weniger Abzock-Gebühren zu verlangen. Immerhin gibt's noch keinen Starttermin, damit kippt der ganze Quatsch vielleicht noch :durchgeknallt:

  • Hauptsache, wir haben es den Ösis und den Dänen mal so richtig gezeigt.


    Eventim verkauft Zutrittsrechte gegen Geld, und zwar ohne Geschäftsstellen rein digital. Eine Autobahnmaut entspricht also ihrem Kerngeschäft.

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    Edited once, last by Coyote ().

  • Aha - ach das ist doch alles von vorne bis hinten Käse....in den 80er und 90ern wurde der Fehler gemacht das ganze LKW Speditionsgeschäft durch Vetternwirtschaft zu protegieren. Ein LKW (4-Achsiger 30 Tonner) schädigt die Strassen wie ansonsten 100.000 PKW.


    LKW versus PKW


    Hätte man damals konsequent auf ein System gesetzt mit Verteilerbahnhöfen von denen die Waren nur noch die letzten „Meilen“ mit LKWs verbracht werden, hätte man neue Industrieansiedelungen so geplant dass die Schienenanbindungen gehabt hätten, dann ständen wir heute ganz anders da.


    Aber der Wenn der Aber und der Hätte...Lobbyistentum macht eben nur einige Taschen voll...die Folgen zahlt sehr häufig die Allgemeinheit.


    Gruss Fafnir

    :respekt: ist das Produkt einer guten Erziehung....

    Edited once, last by Fafnir ().

  • Eventim verkauft Eintrittskarten und verlangt für den Ausdruck zu Hause Geld. Etwas mehr kostet der Ausdruck bei Tankstellen. Tolles Geschäftsmodel.

  • "Da unser Beispiel-Lkw außerdem doppelt so viele Achsen hat wie der Pkw,
    schädigt er die Straße sogar mehr als 100.000-mal so stark."
    Was ist denn das für eine Rechnung? So gesehen müsste man die gesamte Anzahl der PKW gegenüber der Anzahl der LKW rechnen. Was kommt dann heraus? Vielleicht sollte Herr Drösser von Themen schreiben, von denen er etwas versteht. 30 Tonner kommen nur bei Gunther Gabriel vor. Ein 4-Achs LKW hat in Deutschland normalerweise 32 Tonnen zGG. Wobei die max Achslast sogar 10 Tonnen (Hinterachse des Zugfahrzeuges) beträgt. Meine Güte, ich schreibe auch nicht über Menstruationsschmerzen!
    Ob die vierte Potenz realistisch ist, weiß ich nicht. Aber interessant wäre die Frage, ob die Achslast die entscheidende Größe ist, oder ob der Belag die Krafteinleitung so verteilt, dass das Gesamtgewicht, egal auf wie viel Achsen verteilt, die Richtgröße darstellt. Hauptsache man kommt auf die vereinbarte Zeilenzahl???


    Zudem war zumindest damals die Bahn flexibel wie ein 300er I-Träger. Nur ein Beispiel, was ich selber erlebt habe: In Hünfeld standen leere Waggons auf den Abstellgleisen. Wenn man aber in dem damalige Güterbahnhof einen Waggon beladen wollte, musste einer vom Eisenbahnknotenpunkt Bebra geholt werden, was mehrere Tage dauerte. Bis dahin hatte ein LKW den Kram schon lange abgeliefert. Es war weniger die fehlende Infrastruktur, sondern die mangelnde Flexibilität der Bahn. Ansonsten bin ich bei Dir, gerade der Linienverkehr könnte mit der Bahn verstärkt erledigt werden.


    Aber seit wann stecken hinter der Maut echte Argumente? Ich dachte immer, hier soll der Stammtisch bedient werden.

    Gruß
    Zottel

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