Yamaha setzt neues Getriebe ein: Erstmals stufenloses Herunterschalten

  • 23.02.2015


    Das Werksteam von Yamaha zieht im technischen Wettrüsten mit dem ewigen Konkurrenten Honda nach. Valentino Rossi und Jorge Lorenzo dürfen bei den Testfahrten in Sepang in dieser Woche erstmals ein vollkommen stufenloses Getriebe verwenden, das nicht nur störungsfreies Hoch- sondern nun auch Herunterschalten ermöglicht. So soll die M1 in den Anbremszonen vor Kurven stabiler werden - ein Bereich, in dem Honda mit der RC213V weit voraus liegt.

    Valentino Rossi schien mit dem neuen Getriebe sofort gut zurechtzukommen. Er fuhr mit einer Zeit von 2:00.414 Minuten die schnellste Zeit am Montag. "Mein erster Eindruck ist positiv. Es ist kein riesiger Unterschied, aber es hilft, das Motorrad am Kurveneingang stabiler zu halten", freute sich der Altmeister, der am vergangenen Montag seinen 36. Geburtstag feierte. "Man kann noch immer ein bisschen sliden, aber das Bike ist nicht mehr so unruhig. Das ist der Bereich, in dem wir gegen Honda Nachteile haben. Für mich scheint es so, dass wir jetzt etwas näher dran sind, aber noch nicht auf demselben Niveau."

    Diese immer noch vorhandene Lücke will man durch konsequente Weiterentwicklung des Systems schließen. "Bei diesem Test ist die Arbeit mit dem neuen Getriebe das Wichtigste für uns", stellte Rossi klar. "Es war der erste Einsatz und wir haben die Lücke verkleinert. Wir müssen aber die Motorbremse und die Elektronik noch richtig einstellen, um das Maximum aus dem Getriebe herauszuholen. Noch kann ich das System nicht voll nutzen. Ich brauche noch ein paar Kilometer." Der Italiener sieht das neue Getriebe vor allem in der Schlussphase eines Rennens, wo das Motorrad durch geringeres Gewicht und abbauende Reifen stets unruhiger wird, als Vorteil an.

    Jorge Lorenzo, der den Tag mit 0,748 Sekunden Rückstand als Fünfter beendete, teilte die Meinung seines Teamkollegen zu 100 Prozent: "Das war der erste Tag und wir müssen das System noch anpassen, um die bestmögliche Performance herauszuholen, aber es hat mir schon gefallen. Es war jetzt bereits besser als das alte Getriebe und das ist ein gutes Zeichen, aber wir können uns definitiv noch verbessern." Auch der Mallorquiner sieht noch etwas Verbesserungsbedarf im Vergleich zu Honda. "Ich glaube nicht, dass uns das auf ein Level mit Honda bringt, aber wir rücken ihnen näher", lieferte Lorenzo eine Kampfansage.


    Link zur Newsmeldung im Original

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