abbiegen

  • Grüß euch
    ich will mich gleich mal entschuldigen sollts des thema schon geben. Hab aber über die suchfunktion nix gefunden.
    also eigentlich ne recht einfache frage: ich bin mir nämlich nicht sicher ab wann man beim abbiegen (nnormale 90○ kurve) wieder einkuppeln sollte. ich hab immer bisschen angst dass ich zu langsam bin und lass deshalb die kupplung schleifen nachdem ich ich mit gezogener kupplung in die kurve gerollt bin. Kuppelt ihr schon vor dem einlenken ein oder is des richtig so? Hab halt immer bissal des gefühl dass ich durchs auskuppeln weniger kontrolle übers bike hab.
    danke schon mal für die antworten und gute fahrt!


    Ps. Also gemeint is wenn ich z.b. Von da haptstraße auf ne andere will

  • Warum überhaupt auskuppeln?
    Auskuppeln tu ich nur, wenn ich den Gang wechseln, anhalten oder mit unter-Schritt-Geschwindigkeit fahren will.
    Kurven (d.h. auch Abbiegevorgänge) sollten optimalerweise immer mit leicht angelegtem Gas gefahren werden.

  • Zum runterschalten. Also wenn ich im 5 oder 6 gang an die kurve komm muss ich ja runterschalten. Kann se ja schlecht mit 100 fahrn xD. Also brems ich und kuppel aus, schalt gleichzeitig runter und dann lass ich die kupplung wieder kommen. Meine frage is jetzt ob ich schon auf da geraden wieder eingekuppelt haben sollt oder des auch in der kurve (mit kupplung schleifen lassen) machen kann. hab immer des problem dass ich wenn ich noch vorm einlenken (oder halt reinlegen) in die kurve die kupplung kommen lass und gleichzeit noch geschwindigkeit wegnehmen muss des ganze zu ner ziemlich hektischen angelegenheit wird, weil dann zusätzlich zum normalen bremsen noch die motorbremswirkung kommt.

  • vorm Abbiegen beim Anbremsen den richtigen Gang einlegen. Einkuppeln. Abbiegen mit angelegtem Gas, wie schon erwähnt wurde. Das gibt dir die beste Stabilität.

  • Ok dann werd ich die nächsten male versuchen bissal langsamer an die kurve zu fahrn und dann schon vorher einzukuppeln. Danke für die schnellen antworten :)

  • Fahr die Kreuzung etwas gemächlicher an, kuppel bei jedem Gang ein und du hast keine Überraschung wegen falscher Drehzahl, wenn du vom Sechsten in den Zweiten runterschaltest. Dann abbiegen und die Pfote von der Kupplung lassen.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

  • Ich/wir habe(n) im Fahrsicherheitstraining (nicht das Einsteigerprogramm) vom Instruktor aber auch den Tipp bekommen, dass beim Anfahren einer Haarnadel die Kupplung während des Abbiegevorangs durchaus gezogen sein sollte. Klar, hierbei handelt es sich um Kurven die man bei 10 km/h fährt. Hat einfach den Vorteil, dass man keine Einwirkung des Antriebs hat - logisch.


    Für "normale" Kurven wie schon beschrieben. Geschwindigkeit und Gang bereits vor der Kurve richtig wählen :)

  • Als Faustregel sollte man sich merken, dass man immer schon vor der Situation den richtigen Gang wählen sollte und nicht während dessen.
    Es kann zwar schon mal passieren das man eine Situation (wie eine enger werdende Kurve) falsch einschätzt und korrigieren muss, aber das macht man dann irgendwann intuitiv. Einfach mit der angepassten Geschwindigkeit an die Sache ran gehen und dann wird das schon.

  • Hallo
    Ich dachte,das macht man nach Gefühl.Motorrad und Fahrer bilden eine Einheit.Wenn ich mir beim Fahren immer überlege,ob ich mit gezogener Kupplung durch Kurven rolle und irgendwann mal schalten soll,ja dann,gute Nacht.Du fährst mit dem Bike und nicht andersherum.
    Gruß Gerd.

  • Gerd, nicht böse gemeint, Du hast natürlich recht, ABER diese Einheit mus ja erstmal gebildet werden...


    Dh das dauert natürlich einige km und wenn sich nen Fahrschüler/Anfänger vorher Gedanken macht ist es doch nichts schlimmes.


    Klar unsereins FÄHRT einfach durch die Kurve, aber Fahren lernt man kaum in der Fahrschule, sondern einzig durch Fahren und (sich) gegebenenfalls hinterfragen.
    Wie sagte mal ein weiser Mann. "Das Popometer ist ein guter Ratgeber, aber das mus erstmal geeicht werden."

    Warum 4T wenn 2T dies besser machen:grin:



    Gruss Christian

  • Ich hab's schon beim Auto daaamals so gelernt und ich fahre auch mit dem Motorrad so:


    Vor der Abbiegung (oder auch vor engeren Kurven) den benötigten, niedrigeren Gang wählen - und einkuppeln. Und dann mit - etwas - Gas durch die Kurve rollen. Wenn de Kurve zur Hälfte durchfahren ist und wieder aufmacht, mehr Gas geben (natürlich alles in Maßen und nicht Rossi auf der Zielgeraden ;) )


    Runter- oder hochschalten in der Kurve wird eher vermieden - bringt nur Unruhe in die Kiste.


    Mit der Zeit sieht man einer Abbiegung / Kurve an, mit welchem Gang man sie fahren kann Ein Gang, zwei oder drei runter, je nach Motorrad und Kurve - dann passt das.


    Ich/wir habe(n) im Fahrsicherheitstraining (nicht das Einsteigerprogramm) vom Instruktor aber auch den Tipp bekommen, dass beim Anfahren einer Haarnadel die Kupplung während des Abbiegevorangs durchaus gezogen sein sollte. Klar, hierbei handelt es sich um Kurven die man bei 10 km/h fährt. Hat einfach den Vorteil, dass man keine Einwirkung des Antriebs hat - logisch.


    Hab ich ja noch nie gehört. 8| Möchte mal sehen, wie der das Stilfserjoch HOCH fährt, ohne Kupplung.


    Aber auch runter finde ich das Schwachsinn. Wenn die Karre dann zu langsam wird, und man Antrieb braucht, kuppelt man mitten in der Kehre ein und eiert um die Kurve?


    Ausgehend davon, daß zu 99% eine Serpentine = Steigung / Gefälle bedeutet, und nicht "Wenden auf dem Übungsplatz", ist das in Praxis wohl eher unsinnig. 8|


    Ggf in engen, schwierigen Kehren kann man noch mit "schleifender Kupplung" arbeiten. Aber mit gezogener?




    In welchem konktreten Fall habt Ihr das dann im Training angewendet und geübt? Oder hat der Trainer das nur gesagt?

    *Lille*

    • Official Post

    "Kupplung ziehen in engen Kurven" hat mir mein Fahrlehrer immer als letzte Rettung eingetrichtert: Wenn mir irgendwas nicht passt, ich nicht im richtigen Gang rumkomme, zu langsam bin, mir der Schiebebetrieb zu schnell geht, etc.: Kupplung ziehen (ggf. noch in Ruhe bremsen) und sicher um die Kurve eiern.


    Es macht weder Spaß, noch lernt/übt man wie es richtig geht. Aber man kommt dafür sicher rum.


    Der Vollständigkeit halber: Schlimmstenfalls bleibt man bergauf mitten in der Kehre (innen!) stehen. Ist aber trotzdem besser, als sowas hier, wobei das noch durchaus harmlos ist:


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    Gruß,
    Thomas

  • Lille:


    Finde ich nicht. Klar, wird es berg hoch keinen Sinn machen, wenn man ansonsten keine Geschwindigkeit mehr hat (gesunder Menschenverstand hilft hier schätze ich).
    Aber wenn du um wirklich sehr enge Kurven fährst macht das total Sinn, mache es selten auch in der Praxis.


    Fahrsicherheitstraining war das ADAC Motorrad Intensivtraining auf dem Nürburgring. Trainer war ein erfahrener Eifelaner.
    Angewendet dort eben in einer sehr engen Rechtskurve, leicht abschüssig bergab. Man ist auf die mit rel. hoher Geschwindigkeit zugefahren. Dann hat er nach einer Weile den Tipp gegeben und für mich fühlte es sich besser an. Man hat die Kupplung ja auch nicht 1km vorher gezogen, sondern eben kurz bevor man das enge Einlenken beginnt (war eine 1. Gang Kurve).


    edit sagt:
    @ Thomas:
    In dieser Kurve hatte man nur sehr, sehr wenig Schräglage. Ich sage auch nicht, dass man es für jede Kurve praktizieren sollte :). Von 100 Kurven fällt vielleicht 1 darunter.


    Grüße
    Max

  • Hi Bratwurst,


    Ok, dann ist es eine Notfallmaßnahme, wenn zuvor ein Fehler gemacht wurde.


    Gruß - Pendeline

  • Quote

    Fahrsicherheitstraining war das ADAC Motorrad Intensivtraining auf dem Nürburgring. Trainer war ein erfahrener Eifelaner.
    Angewendet dort eben in einer sehr engen Rechtskurve, leicht abschüssig bergab. Man ist auf die mit rel. hoher Geschwindigkeit zugefahren. Dann hat er nach einer Weile den Tipp gegeben und für mich fühlte es sich besser an. Man hat die Kupplung ja auch nicht 1km vorher gezogen, sondern eben kurz bevor man das enge Einlenken beginnt (war eine 1. Gang Kurve).

    Auch hier ein Ok für so eine Situation. Die Kupplung wird deshalb gezogen, um Vortrieb unterhalb des ersten Gangs zu haben (entweder mit schleifender Kupplung oder durch bergabrollen).


    Gruß - Pendeline

  • Außerdem entkoppelt man die Antriebseinflüsse (Motorbremse oder -vortrieb) vom Reifen und hat etwas mehr Ruhe ;). War in dem Fall nicht unbedingt um den Vortrieb unterhalb der Geschwindigkeit die der 1. Gangs zulässt zu bekommen.

  • Es gibt bei uns auch eine Straße in die ich mit gezogener Kupplung rein fahre da man sie weder einsehen, kann sie abschüssig ist und man fast mit Schrittgeschwindigkeit fahren muss. Ich habe da aber auch so gut wie keine Schräglage. Wenn man sie einsehen kann und sieht das kein Gegenverkehr kommt, dann lässt man die Kupplung wieder kommen. Das geht zumindest bei meinem Motorrad so am besten.

  • Was passiert hier im Fred eigentlich gerade? Wir sammeln die ganz, ganz wenigen Situationen, wo die Kupplung bei einer Kehre ein bissel unterstützen kann. Auf den realen Kurven der Straßen fährt man mit Kraftschluss.


    Gruß - Pendeline

  • Richtig Pende, nichts anderes haben wir doch hier geschrieben. Man sollte aber auch erwähnen das es auch Ausnahmen gibt.

  • Und was macht der Motorradfahrer in dem von Bratwurst gezeigten Video jetzt konkret falsch? Hatte auch mal so eine Situation auf der aSilvrette Hochalpenstraße. Aber der Autofahrer hat aufgepasst. Sowas passiert mir allerdings nur in rechten Spitzkehren.

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