Die richtige Fußposition auf der Raste

  • Gude!


    Ich hab schon mal etwas gesucht aber keine konkrete Antwort gefunden. In der Fahrschule wurde mir beigebracht: Mittelfuß auf der Raste, Innenseite des Stiefels auf Höhe des Ballens liegt von außen an der Fußbremse bzw. dem Schalthebel an. Daraus ergibt sich eine leicht abgewinkelte Position der Füße zum Bike (So in etwa: \ | / ).


    In der Fahrschule war das auch prima, nur leider ist mir gestern der Nachteil des Ganzen schnell und unangenehm bewusst geworden: Anfänger, Kurve etwas unterschätzt, muss weiter runter, Fuß setzt vor bzw. Zeitgleich mit dem Angstnippel auf, Schock + keine Ahnung, was ich vor Schreck noch gemacht habe, Lenker eiert, Motorrad stellt sich etwas auf und ich lande knapp über der Mittellinie im Kurvenausgang, zum Glück kam niemand auf der Gegenfahrbahn.


    Wie habt Ihr eure Füße, wenn ihr kurvige Landstraßen fahrt? Ballen auf der Raste und zum Schalten und Bremsen wird der Fuß nur nach vorne auf/unter den Hebel geschoben und nach dem wieder nach hinten? Oder habt ihr den Fuß dauerhaft entspannt auf dem Schalthebel und der Bremse stehen?

  • Ballen auf der Raste und zum Schalten und Bremsen wird der Fuß nur nach vorne auf/unter den Hebel geschoben und nach dem wieder nach hinten?

    Genau so wirds gemacht. Damit hat man volle Schräglagenfreiheit und die beste Kontrole über das Motorrad.


    In der Fahrschule wurde mir beigebracht: Mittelfuß auf der Raste, Innenseite des Stiefels auf Höhe des Ballens liegt von außen an der Fußbremse bzw. dem Schalthebel an.

    So mache ich das, wenn ich durch die Stadt eiere. Nicht, weil es richtig wäre, sondern weil ich faul bin :whistling: So sollte man das in der Fahrschule aber nicht lernen ?(


    Oder habt ihr den Fuß dauerhaft entspannt auf dem Schalthebel und der Bremse stehen?

    Dauerhaft den Fuß auf einem Hebel abstellen ist nie eine gute Idee. Auf dem Bremshebel reichts vielleicht noch nicht zum Bremsen, aber das Bremslicht kann schon angehen, was für den nachfolgenden Verkehr deine Fahrweise nicht unbedingt einfacher zu durchschauen macht. Den Schalthebel die ganze Zeit unter Vorspannung zu halten ist glaube ich auch nicht lebensverlängernd fürs Getriebe.

    Suzuki V-Strom 1000 (2018 - ?)
    Suzuki Bandit 1250 SA (2015 - 2018)
    Yamaha XJ 600 S Diversion (2013 - 2015)

  • Ich habe nur die Fußspitzen auf der Raste, da ist sonst wie geschrieben aufsetze. Also ist bei die Raste schon vor dem Ballen.

  • Jepp, Ballen auf der Raste. Wenn ich es aber nicht sportlich angehen lasse, dann stelle ich den Fuß aber auch eher einfach nur auf der Raste ab. Ja es kann vorkommen, dass die Stiefelspitze dann doch mal Bodenkontakt hat. Aber das kenne ich dann inzwischen. Wenn es mich stören würde hätte ich die Angstnippel nicht abschrauben dürfen.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

  • Ich hab den Ballen auf der Raste. Idealerweise gehören dann die Füße auch noch ganz nach innen, aber ich stelle sie einfach so hin, wie sie gerade bequem draufpassen (dürfte aber automatisch relativ weit innen sein).


    Wenn ich länger am fahren bin und mal ein wenig Abwechslung brauche, dann stell ich auch mal ne Runde die Hacken drauf und die Spitzen nach außen. Das mach ich aber nie beim Kurvenfahren, sondern nur beim Geradeauseiern.

  • Ich setze die Ballen auf die Raste, eng ans Motorrad angelegt - eben damit die Raste den Boden zuerst berührt.
    In Linkskurven versuche ich auch nicht mehr zu Schalten - das klappt eventuell nicht :)


    Gerade auf längeren Touren setze ich zwischendurch aber auch die Hacke auf die Raste und lasse die Füße nach außen abstehen - ich verändere bewußt zwischendurch die Sitzposition und strecke mich auch mal, um Schmerzen vorzubeugen.

  • Ich bin geschockt, dass eine Fahrschule so bewusst die Position der Füße so falsch lehrt.


    Gruß Max

    Gruß Max

  • Das ist schlicht, weil "Du dann schneller auf der Bremse bist".
    Hat man mir vor gefühlten 100 Jahren beim damaligem 1b so erklärt.


    Genutzt hat es nix ;)

  • Ballen auf die Fußraste ist vor allem dann ein Muss, wenn man etwas aktiver fährt, soll heißen den Hintern in Kurvern nach innen verschiebt (Vorstufe vom Hanging-Off). Dabei "stellt" man sich auf die Rasten (d.h. man hebt den Körper minimal an) um bei Verrutschen keine Unruhe in das Motorrad zu bringen. Dann sind die Füße eh eng anliegend und man hat keinen Bodenkontakt.

    VG
    Michael

  • Nur um das Klar zustellen. Wenn ich die Ballen auf den Rasten haben würde, würde ich jedes mal wenn ich schalten muss den Fuß komplett hoch nehmen. Wenn ich den Mittelfuß auf der Raste habe kann ich ohne Fuß zu versetzen direkt schalten. Das würde mich jetzt aber extrem nerven. Zumal ich mit meiner Bandit erstmal auf 7k bis 8k umdrehung kommen muss wenn ich übeholen will. Heißt ich muss erst 2 mal runter schalten. Und ständig den Fuß komplet Hoch nehmen würde da ziemlich Zeit kosten im Gegensatz dazu einfach die Fußspitze zu nutzen.

  • Wieso hoch nehmen? Einfach nach vorne rutschen... Darüber sollten wir allerdings gar nicht diskutieren müssen, steht in jedem Ratgeber/Handbuch/Leitfaden so beschrieben. Würde auch beim ersten Fahrsicherheitstraining thematisiert werden...


    Gruß Max

    Gruß Max

  • Es kommt auch drauf an "wie" du fahren möchtest.


    Wenn du entspannt fährst, spricht auch nichts dagegen die Füße weiter vorne zu lassen, damit es sich einfacher schalten und bremsen lässt. Dann kann man auch mal die "Ente" machen.


    Ansonsten hat man eher die Ballen auf den Rasten und die Füße zeigen nicht nach Außen.
    Nur die Spitze des Schuhs ist aber auch nicht optimal, weil man dann evtl. leicht abrutschen kann. Du sollst ja auch sicheren Halt haben.


    Wenn du noch ne Nummer sportlicher Fährst (zb. auf der Rennstrecke) mit Hanging-Off, dann hast du den kurveninneren Schuh auf den Ballen, den kurvenäußeren mit dem Absatz an der Raste eingehakt.



    Man muss es nicht zu genau nehmen. Wichtig ist eben beim sportlichen Fahren die Füße etwas nach hinten zu nehmen und nicht die Ente zu machen.


    Als ich hier immer das von den Ballen gelesen hab, hab ich meine Füße auch oft zu weit nach hinten genommen.
    Das wurde auf der Rennstrecke vom Instruktor hinter mir kritisiert, weil eigtl. nur noch meine Zehen innen auf der Raste waren und man dann auch schnell wegruscht und evtl. unter die Raste mit dem Fuß.


    Es ist auch bischen Frage des eigenen Stils.
    Die Zehenschleifer sind auch nicht umsonst an Stiefeln dran.
    Nur sollte man die Füße nicht soweit abspreizen, dass eher die Unterseite vom Schuh anschleift, sondern man sollte die Füße reinnehmen, dass das erst in höherer Schräglage überhaupt passieren kann.


    siehe:
    http://www.1000rr.net/forums/a…0-jul13.jpg._original.jpg


    die Weißheit mit den Ballen stimmt also auch nicht so übertrieben, wie sie immer dargestellt wird.

    Edited once, last by Fahrer ().

  • In der Fahrschule wurde mir beigebracht: Mittelfuß auf der Raste, Innenseite des Stiefels auf Höhe des Ballens liegt von außen an der Fußbremse bzw. dem Schalthebel an. Daraus ergibt sich eine leicht abgewinkelte Position der Füße zum Bike (So in etwa: \ | / ).


    Als ich das unbewusst in der ersten Fahrstunde gemacht habe (noch auf dem Übungsgelände, war gerade mal 2 Minuten auf dem Bike) bekam ich gleich Bescheid :rolleyes: "Ballen auf die Rasten, Füße ran".
    Wahrscheinlich hätte auch selbst gerafft, warum die "Ente" nicht so praktisch ist, aber mein FL ist bei Korrekturen grundsätzlich einer von der schnellen und direkten Sorte ;) Geholfen hats.

    Segg ni allens wat du weeßt,
    avers weet jümmers wat du seggst!


  • Füße gehören absolut gerade, sonst kann man doch gar keinen Knieschluss zum Tank haben, und dann eiert man ja nur um die Kurven. Und die Fußspitzen ("Ballen" - da wo die ziehen anfangen) gehören auf die Rasten. Zum Bremsen oder Schalten muss der Fuß dann nach vorne bewegt werden.


    Wenn man den Fuß anheben muss, um zu den Hebeln zu kommen, dann sind die Hebel zu hoch eingestellt - dann bitte ändern. Oder man muss es einfach so oft machen, bis es automatisch abläuft.


    Die Qualität der Fahrschulen ist ja echt phänomenal :thumbdown:

  • Was bitteschön war das für ein Fahrlehrer?? Ballen auf die Raste, alles andere ist "Rollerstil". Das war übrigens das erste was mir mein Fahrlehrer "befohlen" hat. Mit den Worten: "Du bist doch Sportler und sitzt wie eine Sofakartoffel auf dem Krad" :grin:


    Aber schon erstaunlich, wie viel Fahrer man sieht, die mit dem Mittelfuß auf den Rasten schlafen 8|

    Wer blöd guckt, fährt blöd.

    Edited once, last by barbapapa ().

  • Ballen auf Raste. Punkt.


    Manche Ratgeber propagieren auch Ferse auf Raste. Dann Füße abspreizen und mit dem Außenrist die Schräglage abtasten. Funktioniert leider nicht, wenn man schreckhaft ist.


    Gruß,
    Thomas

  • Kurze Gegenfrage an die Befürworter der Absatzposition wegen schnellerem Schalten und Bremsen:


    Fahrt ihr Auto? Wenn ja:
    - Habt ihr den Kupplungsfuß auch dauernd an der Kupplung? Weil sonst muss man den zum Schalten ja immer erst auf die Kupplung lupfen.
    - Habt ihr ein drittes Bein zum Gasgeben? Weil sonst muss der Fuß ja von der Bremse und wenn man bremsen will verliert man massig Zeit.
    - Habt ihr immer ein Hand am Radio? Weil wenn da plötzlich Justin Bieber kommt, verliert ma zum Senderwechsel keine Zeit.


    Ballen auf die Raste, damit sitzt man viel aktiver und besser. Man hat einen viel besseren Kontakt zum Motorrad und ein viel besseres Gefühl. Die Fußbewegung zum schalten und bremsen gewöhnt man sich ruck zuck an und dann ist das völlig normal.

  • Ballen auf der Raste und zum Schalten und Bremsen wird der Fuß nur nach vorne auf/unter den Hebel geschoben und nach dem wieder nach hinten?

    Genau so !


    Oder habt ihr den Fuß dauerhaft entspannt auf dem Schalthebel und der Bremse stehen?

    Nein !



    Hallo KingJulien,


    die Fussballen gehören auf die Rasten, wie schon einige vor mir geschrieben haben.
    Der Kontakt zur Maschine ist intensiver, bei Strassenunebenheiten kann man diese besser ausgleichen wenn man leicht in den Rasten steht und den Hintern anhebt.


    Diese Fussstellung ist auch in allen vor mir gelesenen Fachbüchern so als die Beste beschrieben.


    DLzG
    Christoph

    Scarver "invent your life"

  • Fußballen auf Raste, wurde mir auch so beigebracht.
    Du merkst gleich einen Unterschied zu der Version MIttelfuß auf Raste.
    Man hast einen stabileren Stand und kannst auch Druck ausüben falls benötigt.

    Wer nicht fährt hat was verpasst :moped:

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