Altes Motorrad, das eventuell mal gestohlen gemeldet wurde, Zulassung?

  • Folgende Situation.
    Wir haben eine alte NSU Lux in der Scheune stehen, die wir nächstes Jahr herrichten wollen.


    Nur fiel meinem Vater letztens ein, dass diese Maschine eigentlich mal einem alten Bauern im Dorf gehörte, der sie Ende der 60er damals in der Kiesgrube entsorgen wollte. (ende 60er oder paar Jahre später kann auch sein, waren solche Motorräder absolut nix wert, vor allem da der Zustand damals schon nicht gut war)
    Die örtliche Jugend, darunter mein Vater, hat sich dann die Maschine geklaut, als sie dass erfuhr und hat sie von da an ohne Zulassung etc rund ums Ort auf den Feldern, Wiesen und Waldwegen gefahren.
    Irgendwann ist sie dann bei uns in der Scheune gelandet und jetzt 30 Jahre später haben wir sie unter einem Berg alter Kartoffelsäcke und Matrtatzen wiederentdeckt.


    Keiner kann mehr sagen, ob der Bauer die Maschine damals als gestohlen gemeldet hat.
    Papiere dazu haben wir natürlich auch nicht.


    Kann da heutzutage noch was auf einen zukommen wenn man mit der Rahmennummer XXX neue Papiere beantragen will?


    Und wie funktioniert das, wenn man eine Fahrzeug ohne Papiere hat.
    Wäre es am einfachsten, wenn ich einen Kaufvertrag aufsetze im Namen zb meiner Großmutter, damit ich zumindest eine Kaufurkunde habe?

    Edited once, last by Angrist ().

  • Diebstahl verjährt wohl nach 5 Jahren. Das hab ich zumindest nach kurzer Recherche gefunden.
    An Papiere kommt man normalerweise über den Hersteller, den gibt es natürlich nicht mehr, aber vielleicht eine stellvertretende Instanz. Ich glaub ein Kumpel aus der Jugend hatte auch mal eine alte NSU aber auch keine Papiere mehr und die bekam er dann von Audi, oder so.


    [EDIT]

    Quote

    Die heutige "NSU GmbH – die Traditionsgesellschaft der Audi AG" – ist eine Audi-Tochter und wurde 1985 zur Pflege der Tradition des Standorts Neckarsulm gegründet.


    Hatte ich das tatsächlich richtig in Erinnerung. Die können dir sicherlich helfen.

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  • Strafrechtlich ist das verjährt ...
    ... zivilrechtlich hat Dein Vater als Dieb trotzdem kein Eigentum an der Sache erworben und
    im Wissen um die Herkunft kannst "Du" auch kein Eigentum an der Sache erwerben,
    da nach der Frist von 30 Jahren nur die "Herausgabeansprüche" rein formal verjährt sind.
    Den strafrechtlichen Part kannst Du mit dem angedachten "Kaufvertrag" ja wieder.
    aufleben lassen!
    Mit dem Vorsatz endet dann für mich die vermeintliche "Lausbubengeschichte" aus den 60er Jahren irgendwie ...

    :motorrad: An manchen Tagen geht alles schief, aber dafür klappt an anderen gar nichts. :P

  • Ich würde Kaufvertrag o.ä. bleiben lassen, das Teil als "Scheunenfund" (Herkunft unbekannt) deklarieren - und beim LRA anfragen, wie dabei vorzugehen ist.


    Sollte es tatsächlich als gestohlen gemeldet sein und der frühere Besitzer/Erben Ansprüche daran stellen, habt Ihr halt Pech gehabt. Dann wird's als Fundsache zurückgegeben, weil zulassen dann eh nicht problemlos funktionieren wird.
    Ggf könnt ihr Euch mit dem eigentlichen Besitzer einigen, und das Teil für kleines Geld mit einem echten Kaufvertrag ganz legal übernehmen.

    *Lille*

  • das bedeutet, bevor man mit dem restaurieren anfängt, also erstmal beim Landratsamt prüfen lassen.


    Sagt man eben, man hat den Rahmen gefunden und will ihn verwenden

  • Würde ich so machen, ehe ich Geld investiere.


    Wäre ja ärgerlich, wenn nach wochenlanger Arbeit und ein paar hundert Euro das ganze dann bei der Zulassungsstelle scheitert, weil man es nicht zulassen kann.

    *Lille*

  • Was bist Du eigentlich für eine Type?


    Möchtest Du hier öffentlich, nachdem dein alter Herr die Möhre geklaut hat, eine
    detailierte Anleitung, und Tipps wie Du letztendlich unbeschadet durch Lügen Eigentum an dem Moped
    erlangen kannst? :thumbdown:


    Wie weit sinkt das Niveau hier eigentlich noch?

    :motorrad: An manchen Tagen geht alles schief, aber dafür klappt an anderen gar nichts. :P

  • Äh hallo,
    wir reden hier von einer Maschine, die damals nicht mal Schrottwert hatte, die die ganze Dorfjugend runtergeritten hat und die eben am Ende in unserer Scheune gelandet ist.


    Solche Maschinen zweifelhaften Ursprungs, die damals zu den absolutzen Tiefzeiten der Motorräder in Deutschland den Besitzer wechselten dürfte es zur genüge geben.



    Ist doch das gleiche wie mit den Ami Motorrädern die man den Besatzungstruppen geklaut hat

  • Ist trotzdem Diebstahl. Selbst wenn es am Straßenrand zur Abholung durch den Sperrmüll gestanden hat, ist es Diebstahl. Dem Amt wird es völlig wumpe sein.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

  • Ach so ... ist doch alles in Butter ... kein Einzelfall ... praktisch damals so üblich ...
    ... warum hast Du dann "Dünnes" im Höschen, dass das Moped als gestohlen gemeldet wurde!


    Das "Schönreden" ändert aber im Wissen um die Umstände nichts an den rein rechtlichen Fakten!

    :motorrad: An manchen Tagen geht alles schief, aber dafür klappt an anderen gar nichts. :P

  • Ich glaube, das "Dünne" kommt daher, dass man eventuell schon Kohle in die Restauration eines abhandengekommenen Motorrads gesteckt hat.


    Ob die Neuauflage der NSU noch die Datenbestände von damals hat, weiß ich auch nicht - eventuell wäre es selbst auf legalem Weg schwer, an neue Papiere zu kommen. Mit nichts außer der Maschine selbst sowieso - die neuen Papiere muss der Eigentümer beantragen.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

    Edited 3 times, last by Coyote ().

  • Ich habe den TE angeschrieben, dass er die Sache genauer erklärt.
    Harti
    Dein Schreibstil hier hebt das Niveau auch nicht gerade. Bist Du Hellseher? Für mich sind da noch ein paar Fragen offen. Kann man den alten Bauern noch Fragen, oder gibt es ihn nicht mehr? Gehören zu "Keiner kann mehr sagen" auch die Nachkommen des Bauern? Hatte er keine? Kann man niemand mehr fragen, oder will man nicht?


    Liest sich für mich auch bedenklich, aber urteilen werde ich erst, wenn ich die Hintergründe kenne, oder der TE sie eben nicht erklären will.

    Don Carlos

  • naja, "alter Bauer, Ende der 60er". Es könnte ihn noch geben, ja... ich glaube, die Annahme, dass dem nicht so ist darf man ruhig treffen, ohne sich weit aus dem Fenster zu lehnen.


    Aber das sehe ich auch nicht als "Urteil". Wie ich schon schrieb, der Weg ans Eigentum muss auf jeden Fall über den derzeitigen Eigentümer laufen. Und alle Wege drumherum führen ins Nichts (und das ist auch ganz gut so).


    Das Fälschen eines Kaufvertrages ist aber eine ziemlich derbe (und nutzlose) Nummer.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

    Edited 2 times, last by Coyote ().

  • Wenn der "alte Bauer" das Mopped damals irgendwo "entsorgen" wollte, kann ich mir gut vorstellen, dass ein paar Jugendliche sich das Teil unter den Nagel gerissen haben. ^^
    Ob das richtig war, steht auf einem andern Blatt Papier. :)


    Ich frage mich, ob der Bauer damals auch ein krummes Ding drehen und sein Mopped als gestohlen melden wollte, um die Versicherung zu erleichtern. ?(
    Kann ich mir auch gut vorstellen, denn warum sonst sollte man ein fahrbereites Mopped irgendwo in der Versenkung verschwinden lassen ?


    Angrist
    Ich würde an deiner Stelle an geeigneter Stelle ( LRA zum Beispiel ) nachfragen, wie du am besten vorgehen solltest.
    Und zwar ohne irgendwelche Märchen vonwegen "Rahmen gefunden" zu erzählen.


    Der ursprüngliche Besitzer lebt noch ? Oder irgendwelche Erben ?
    Dann würde ich das Teil einfach als "Scheunenfund" angeben, ich glaube, niemand kann verlangen, das du deinen Vater des Diebstahls bezichtigst.
    Ich würde das zum Beispiel nicht tun, würde auch nur sagen, dass ich in der Scheune ein Mopped gefunden habe und nun wissen möchte, wie ich vorgehen soll.


    Hast du denn schon Geld ausgegeben ? Für Teile oder so ? Das wäre natürlich dumm, aber die kannst du schließlich immer noch wieder verkaufen.
    Vieleicht machst du dabei einen kleinen Verlust, aber das ist immer noch besser, als ständig mit einem schlechten Gewissen rumzulaufen.
    DAS ist so ein Mopped einfach nicht wert. :)


    LG Sabine

  • Kann ich mir auch gut vorstellen, denn warum sonst sollte man ein fahrbereites Mopped irgendwo in der Versenkung verschwinden lassen ?


    Es war ja früher durchaus "üblich", anstatt ein Fahrzeug zu verschrotten (kostete ja Geld), dieses "verschwinden" zu lassen. Bei uns hier gab es schon ab und zu den Fall, daß im Wald ein komplett eingegrabenes Auto gefunden wurde. 8| Der Bauer hat's eben wirklich "entsorgt" 8| Auch daß ein Fahrzeug im See versenkt wurde (Nein, ohne Leiche an Bord ;) ) war durchaus bei der Landbevölkerung üblich. Gerade auch Mofa, Mopped, ...

    *Lille*

  • Ich komme ja nun aus einem Kaff, das bestand aus zehn Häusern, drei Kneipen und einem Tante-Emma-Laden. ;)
    Aber diese Art, Fahrzeuge zu entsorgen, kenne ich trotzdem nicht.
    Kenne ich schon, aber so wurde es bei uns halt nicht gemacht. Darum kam mir den Gedanke... :O

  • Haha.. Du wohnst ja auch in Niedersachsen.. Die Schwaben waren halt schon immer sparsam... ;) Lieber schaffa und a Loch buddla, als dem Schrotthändler Geld zu geben... :grin:

    *Lille*

  • Ich habe den TE angeschrieben, dass er die Sache genauer erklärt.
    Harti
    Dein Schreibstil hier hebt das Niveau auch nicht gerade. Bist Du Hellseher? Für mich sind da noch ein paar Fragen offen. Kann man den alten Bauern noch Fragen, oder gibt es ihn nicht mehr? Gehören zu "Keiner kann mehr sagen" auch die Nachkommen des Bauern? Hatte er keine? Kann man niemand mehr fragen, oder will man nicht?


    Liest sich für mich auch bedenklich, aber urteilen werde ich erst, wenn ich die Hintergründe kenne, oder der TE sie eben nicht erklären will.



    Der Bauer ist schon lange tot, der Hof ist schon vor ca 15-20 Jahren verkauft und abgerissen worden, Nachkommen hatte er keine, Frau lebt auch nicht mehr, wer geerbt hat, keine Ahnung, niemand aus der Gegend.



    Bzgl des verschrottens: Das war früher gerade bei Motorrädern üblich.
    Im Ort meines Großvaters, war ein alter Steinbruch (stillgelegt), und Opa hat zb erzählt, das früher die Leute zig alte Motorräder und vor allem Leichtrkafträder wie Quicklys und co einfach zur Kante des Steinbruchs gefahren haben und reingeschmissen haben.
    Das war eben noch zu Zeiten, wo man Geld zahlen musste um ein Motorad verschrotten zu lassen und zu Zeiten wo die Japaner langsam auf den Markt kamen, wollte keiner 15-20 jahre alte, runtergerittene kleinhubraumige Motorräder aus deutscher Produktion, die hat man in gutem Zustand für 20 Mark kaufen können und sobald schaden dran war, wollte das keiner mehr.
    Selbst bei Autos ist das so, kenne 2-3 Stellen im Wald, da steht zwischen dicksten Dornenhecken ein verrosteter Blechhaufen



    Geld haben wir noch nicht wirklich in die Restauration gesteckt, nur schon ca 10 Stunden ins auseinandermontieren und katalogisieren und untersuchen.


    ABer ja, werde es mal im LRA checken lassen

    Edited once, last by Angrist ().

  • Mitte der 60er hatte sich ein Kollege ein Auto gekauft. Seinen NSU Prima V Roller mit Anlasserschaden schenkte er mir Jungspund.
    Mit Papieren natürlich.
    Als dann Jahre später noch der Auspuff wegflog und ich nun mittlerweile auch schon mein 4. Auto hatte, blieb der Bock an einer Tankstelle für 40 Liter Benzin für den NSU 1200,
    Natürlich wieder mit Papieren.


    Zur "Sozialisierung" der Lux sage ich mal nichts. Kenne den Fall nicht.


    Max

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