Temporäre Sperrung von Pässen in den Dolomiten

  • Quote

    Wir haben den Gemeinden eine circa dreistündige Schließung der Pässe für Juli und August vorgeschlagen: von 11 bis 14 Uhr oder von 12 bis 15 Uhr.


    Ich war bisher noch nicht in den Dolomiten unterwegs, von daher kann ich nicht einschätzen, wie sehr dieses Zeitfensterwirklichn einschränkt. Wenn man es weiß, könnte man es mit Mittagspause und einer Wanderung sinnvoll nutzen.

  • Interessant. Vor allem das Wissen, dass der Verkehr die Berge abträgt und damit das Weltnaturerbe bedroht. ;)


    3 Stunden pro Tag klingt nicht sooo schlimm, aber wenn man den Pordoi von 10-13 Uhr sperrt, das Sellajoch von 12-15 Uhr, das Grödnerjoch von 14-17 Uhr und den Campolongo von 16-19 Uhr, kann es schon eng werden. Italienischen Bürokraten traue ich alles zu. (Und nicht nur denen.)

  • Das Problem wäre das damit diverse Planungen umgeschmissen werden. Manche können nicht mal eine 3/4h am Stallersattel warten und rasen wie bekloppt um noch rechtzeitig auf der Passhöhe anzukommen geschweige denn 3h irgendwo rumzustehen. Ich hoffe man löst es halbwegs vernünftig


    Lille : Das kann man ja kaum glauben, noch nie die Dolomiten befahren? Du als Passlegende? Musst du unbedingt mal hin, oder auch 2 mal, oder 3 mal. Am besten irgendwo mitten in dem Gebiet einquartieren so das man schon vom Balkon aus einen Blick auf die Passstrassen hat :thumbsup:

  • Lille : Das kann man ja kaum glauben, noch nie die Dolomiten befahren? Du als Passlegende? Musst du unbedingt mal hin, oder auch 2 mal, oder 3 mal. Am besten irgendwo mitten in dem Gebiet einquartieren so das man schon vom Balkon aus einen Blick auf die Passstrassen hat :thumbsup:


    Dann muss ich mir aber eine Zeit raussuchen, wo andere Motorradfahrer das Gebiet eher meiden. Also entweder früh im Jahr, oder spät im Herbst, bei Regen, unter der Woche.. oder sowas...


    Bin nicht so der Fan von Massenauftrieben. :pinch:


    Und wenn es außerhalb von Juli/August ist, betrifft mich das Problem der Sperrung eh nicht. :grin:

  • Ich habe das auch mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Es sind ihre Straßen, sie können damit machen was sie wollen. Die Uhrzeitregelung wäre jedenfalls maximal bürokratisch und schwer umzusetzen. Es gibt auch Anwohner dort, und wenn ein Pass gesperrt ist, dann haben die stundenlange (!) Umwege vor sich. Ansonsten vertraue ich auf die Vertracktheit der Lage - wie oft/lange sollte Stevlio jetzt schon gesperrt werden?


    Diesen Herbst haben wir uns etwas weiter südlich einquartiert, in Levico Terme vom 17.-24.9.


    Da hat man Dolomiten UND den Gardasee in Reichweite ^^

  • Ich habe das auch mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Es sind ihre Straßen, sie können damit machen was sie wollen. Die Uhrzeitregelung wäre jedenfalls maximal bürokratisch und schwer umzusetzen. Es gibt auch Anwohner dort, und wenn ein Pass gesperrt ist, dann haben die stundenlange (!) Umwege vor sich. Ansonsten vertraue ich auf die Vertracktheit der Lage - wie oft/lange sollte Stevlio jetzt schon gesperrt werden?


    Wo ist das Problem? Es gibt doch massig andere Pässe, die Zeitregelungen haben. Meist von x:00 bis x:15 hoch, von x:30 bis x:00 runter. Das überleben de Anwohner auch.


    Wie oben erwähnter Stallersattel. Wer das Zeitfenster verpasst, wartet eine Stunde - und geht Kaffee trinken. Wenn man das weiß, dann legt man eben seine Kaffeepause auf davor oder danach - je nachdem, wie man gerade zeitlich hinkommt.


    Und für Anwohner könnte es ja immer noch eine Ausnahmeregelung geben. Oder man stellt sich einfach drauf ein. Menschen, die auf Fähren angewiesen sind, takten ihren Alltag auch danach - und schaffen das problemlos.Und wenn man weiß, man kommt von 11-14 Uhr nicht durch, dann fährt man eben früher oder später. Vielleicht muss man sich einfach von dem krampfhaften Zwang lösen, jederzeit fahren zu können. :rolleyes:


    Ich kenne mittlerweile genügend Pässe, Straßen oder auch "Sackgassen" in den Bergen, wo man nur 15 Minuten je Stunde durchkommt. Wenn damit jemand Stress hat, sind es die Touristen. Wenn jemand rast, um ja noch durchzukommne, sind es Auswärtige. Die Einheimischen sehen das stressfrei. Wenn man das erste Zeitfenster verpasst hat, muss man halt aufs nächste warten. ^^ Oder man kalkuliert eben gleich von vornerein so, daß man eher zu früh, als zu knapp dran ist.


    Ansonsten. Pfeife rauchen, Schwätzchen halten, auf's Bänkchen sitzen - und gestresste Touristen beobachten. :grin:

  • Wo ist das Problem? Es gibt doch massig andere Pässe, die Zeitregelungen haben. Meist von x:00 bis x:15 hoch, von x:30 bis x:00 runter. Das überleben de Anwohner auch.


    Das Problem ist, dass es bisher halt nicht so war, und dass die Umwege richtig weit sind und möglicherweise schon gesperrt, bis ein PKW/Kleinlaster dort angekommen ist.


    Auf jeden Fall erhöht es den Planungsaufwand, und wenn irgendwer dafür Umwege in Kauf nimmt, erhöht es auch das Verkehrsaufkommen insgesamt. Und ich denke auch, es schreckt Touristen ab.

  • Hoffentlich müssen wir dieses Jahr nicht irgendwo warten. :S


    Einfach vorab zeitnah informieren, und dann die Pause bewusst einplanen. Man muss ja nicht in voller Ledermontur 3 Stunden auf dem Motorrad sitzend vor der Absperrung warten. ^^ Dann eben morgens beizeiten los, um die Mittagszeit etwas essen, in einen Bergsee hüpfen.


    Sehe ich das richtig, daß es um diese 50km Runde geht? KLICK - Wie gesagt: Ich kenn mich da nicht aus!

  • Und wenn die Schranke aufgeht, dann stellst du dich hinten an und hast den Pass über Dutzende Fahrzeuge vor dir, einschließlich Motorrad- und Oldtimer-Gruppen, während andere von hinten überholen wollen und an "Andere Seite auch gerade erst auf = kein Gegenverkehr bis ca. halbe Strecke= Überholen wie Sau" denken. Fahrspaß?


    Da gehört mindestens eine Sonderwartefzone für Motorräder direkt vor die Schranke, und dort können die Motorradfahrer sich dann nach Schwanz-, Fußrasten- und Angstrandvergleich selbst in eine sinnvolle Reihenfolge einsortieren ;)

  • Wo ist das Problem? Es gibt doch massig andere Pässe, die Zeitregelungen haben. Meist von x:00 bis x:15 hoch, von x:30 bis x:00 runter. Das überleben de Anwohner auch.


    Das Problem ist, dass es nicht um Verkehrsregulierung, sondern um Verkehrsbeseitigung geht. Es geht ja auch nicht darum, dass du nur alle halbe Stunde fahren kannst, sondern darum, dass zumindest erstmal probehalber für einen gewissen Zeitraum *gar nicht* gefahren werden soll. Dieser Zeitraum sind im Pilot drei Stunden, könnte aber langfristig auf "permanent" ausgeweitet werden. Siehe den Hinweis "wer unbedingt rauf will, soll den Bus nehmen".


    Und für Anwohner könnte es ja immer noch eine Ausnahmeregelung geben.


    Die gibt es, wird ja auch explizit genannt: wer einen guten Grund hat, darf.


    Quote

    Sehe ich das richtig, daß es um diese 50km Runde geht? KLICK - Wie gesagt: Ich kenn mich da nicht aus!


    Erstmal gehts mit den drei Stunden im Sommer nur im das Sellajoch im Osten. Langfristig dann um den Rest, der auf der Karte eingezeichnet ist, ja.

  • Ausnahmsweise bin ich da bei Blahwas.


    Es wird kein Verkehr vermieden, er wird auf andere Zeitfenster und/oder auf andere Strecken konzentriert. Dort fahren dann von Radfahrer bis zu Milchlastern alle die übrig gebliebenen Strecken zur erlaubten Zeit. Geplantes Chaos.


    Die Dolos sind nicht der Nabel der Welt. Es gibt andere schöne Gegenden, wo ich meine begrenzte Freizeit angenehmer verbringen kann.


    Gruß - Pendeline

  • Aber es ist doch ganz einfach ^^
    All jene, die sich jetzt nen Kopf machen und das alles ganz schrecklich, nicht praktizierbar und damit völlig unlösbar finden... bleiben da einfach weg. 8o
    Dann hat man eine massive Verkehrsreduktion - und ich hab freie Bahn! :grin:



    Am Stallersattel haben wir einfach alle vorweg fahren lassen, haben gewartet bis zum Ende der Öffnungszeit - und sind dann völlig stressfrei ins Tal gerollt. Keiner hat vorne blockiert, niemand hat hinten geschoben.
    Wieso muss ich denn zwingend unter den ersten 10 sein, die da durchheizen?



    Ich bin generell ein eher lösungsorientierter Mensch - andere reagieren eher problemorientiert. Ich mache mir keine Sorgen darum, wie furchtbar schrecklich alles werden wird, sondern lasse es auf mich zukommen. Und wenn es dann geregelt ist, kann ich mir überlegen, wie ich für mich eine Lösungsvariante finde. :rolleyes: Wegen 50km "im Kreis rumfahren" puller ich mir noch nicht prophylaktisch in die Buxen. :grin: es wird sich zu gegebener Zeit eine Lösung finden. Ommmmmmm.

  • (die) .....bleiben da einfach weg.
    Dann hat man eine massive Verkehrsreduktion - und ich hab freie Bahn!

    Jepp, so lange bist du mit vielen anderen vor der zeitlich gesperrten Strecke stehst. :thumbup:

    Und wenn es dann geregelt ist, kann ich mir überlegen, wie ich für mich eine Lösungsvariante finde.

    Mache ich auch. Ein meiner Lösungsvarianten wäre, die Dolos zu meiden. Und damit wären wir wieder beim o.g. Zitat. Lille hat mehr Platz an der Warteschlange vor der roten Ampel. ;(


    Gruß - Pende

  • Mache ich auch. Ein meiner Lösungsvarianten wäre, die Dolos zu meiden. Und damit wären wir wieder beim o.g. Zitat. Lille hat mehr Platz an der Warteschlange vor der roten Ampel. ;(


    :thumbsup: Es funktioniert! :grin:


    Jepp, so lange bist du mit vielen anderen vor der zeitlich gesperrten Strecke stehst. :thumbup:


    Ich stehe nicht mit vielen andern vor der zeitlich gesperrten Strecke


    :grin: Ich sitzen 10 km früher vor einer Bar, mampfe mein Panini, trinke dazu einen Cappu, und warten, bis die Touristenhorden durchgeheizt sind.
    Außerdem fahre ich weder im Juli noch im August. ;)

  • wenn ich lese
    Auch das Thema öffentliche Mobilität steht auf dem Plan: Angedacht wäre, dass Elektro- und Wasserstoffbusse eingesetzt werden. Aber das muss natürlich alles erst getestet werden.
    und
    Es gibt einen Vorschlag, der sogenannte „Fenster-Schließungen“ vorsieht. Doch es geht dabei nicht nur darum, eine Schranke aufzustellen. Es gilt, die Bürger zu informieren und sicherzustellen, dass sie trotzdem noch verkehren können, wenn es berechtigte Ansprüche dafür gibt.
    und
    Geplant ist ein Kreisverkehr oberhalb von Plan de Gralba.


    wird es nach dem Pilotprojekt so ausschauen das man die Passhöhe im Urlaub genau 2 Mal befahren kann, nämlich bei der An-und Abreise.
    Natürlich nur wenn man eine Übernachtungsbestätigung vorweisen kann und das Hotel o.ä. anders nicht zu erreichen ist.


    Wer glaubt das dies temporär gedacht ist hat die Sachen wie Kreisverkehr bauen (damit alle gefahrlos umkehren können) Einsatz von Elektro oder Wasserstoffbussen (wer hochwill wird gefahren) nicht richtig gelesen und verstanden.


    Ich war jetzt 2 Mal in der Gegend und zu Zeiten (Frühjahr) wo man noch relativ entspannt fahren konnte.
    Ich muss da nicht unbedingt hin.

    If one day the speed kills me, don´t cry, because I was smiling

  • Auf der anderen Seite lebt der Tourismus genau davon, dass man die Pässe befahren kann.
    Egal ob jetzt mit Auto, Motorrad, Trike, Quad, Bus.


    Wenn jetzt zuviel Schikane aufgebaut wird, machen die Leute halt woanders Urlaub. Wandern lässt es sich abseits dieser Pässe eh gemütlicher.

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