Diskussionsthread Motorradunfälle

  • Moin,


    ich glaube es ist sehr schwer einen "Geschilderten" und nicht gesehenen Unfall richtig bewerten zu können.


    Allerdings möchte ich mal was zu dem prinzipiellen Thema sagen:


    Autobahnauffahrten sind für mich mit die gefährlichsten Stellen bei Autobahnfahrten. Was ich da schon für Aktionen erlebt habe...unfassbar. Von daher für mich: Grossalarm im Kopf.


    Ich glaube das wichtigste ist: Sollte eine solche oder ähnliche Stelle auftauchen, muss man wissen wo der persönliche NOTAUSGANG ist. Selbst wenn offensichtlich keine "Gefahr" droht. Denn wenn sie kommt ist es mit der richtigen Entscheidung ein Problem.


    Ob ich es mit dem Motorrad wagen würde links reinzuiehen (wie beim geschilderten Fall ampfohlen) weiss ich nicht wirklich. Wie weit kommt der PKW nach Links ? Wieviel Platz neben der Planke bleibt bevor ich auf einer evt. Grünfläche bin ? Reichen die Physikalischen Möglichkeiten nach Links auszuweichen ohne
    die Planke zu touchieren ? usw. usw.


    Mit einem PKW ist das völlig Wumpe wenn ich im Spitzen Winkel in die Planke maschiere, denn dazu ist sie ja da. Auto kaputt..aber ich OK.


    Ich habe genau einen Unfall in meinem Leben selbst gehabt (PKW), und wusste genau das es passieren kann. Lange vorher. Der Notausgang war klar und genau den habe ich auch gebraucht. Hinter mir gab es dann 13 Totalschäden. (inkl. des Toyota der meine Ecke hinten links rammte). Aber uns Vieren ging es gut.


    Kurz gesagt: Gerade mit dem 2-Rad sollte immer der Notausgang klar sein, wenn Punkte erreicht werden die kritischen werden KÖNNTEN!

  • In so einem Fall bitte einfach nach links ausweichen - und wüst hupen. Und sich selbst das "höfliche" Platzmachen für Auffahrende durch Spurwechsel grundsätzlich abgewöhnen, wenn keine besonderen Umstände vorliegen (Beschleunigungsstreifen endet vor Wand usw.)


    Es gibt einfach keinen Grund Platz zu machen. Das ist rechtlich wie eine Vorfahrt achten Kreuzung zu sehen, notfalls muss der Einfahrende stehen bleiben. Aber ich glaube, das wird bereits in Fahrschulen so gelehrt. Das Platz machen und das Platz einfordern, ganz schlimme Sache das. Und die, die den Platz einfordern, haben NULL Verständnis für die, die den Platz nicht machen.

  • ich glaube nicht dass das was hilft. Aber ich habe dich nicht gesehen kommt dann als Aussage...


    Es geht nicht darum, das bereits Geschehene zu verhindern. Wenn du Mist gemacht hast und deine Eltern haben dir was auf den Hintern gegeben dafür, geht es auch nicht darum, welche "Entschuldigung" du für dein Verhalten auffährst, sondern darum, dass du dein Verhalten änderst.


    @Sunny: so ist es: es gibt keinen Grund. Auf einer vollen Autobahn sollte ich unnötige Spurwechsel vermeiden und maximal lieber sanft abbremsen, und auf einer leeren Autobahn brauche ich keinen Platz zu machen. Dazu kommt: manche haben ja auch nicht begriffen, wofür das "Beschleunigung" in "Beschleunigungsstreifen" steht. Pfeif auf den Benzinverbrauch - runterschalten und auf Speed kommen. Stress hat man auf der Autobahn vor allem immer dann, wenn man sich nicht an die anderen anpasst, sondern mit Scheuklappen fährt.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

    Edited 2 times, last by Coyote ().

  • Und ich ändere dann mein Verhalten weil ich Angst vor der Strafe habe... naja, auch nicht das wahre.


    @Spurwechsel: da bin ich bei euch. Nur hilft das dem Biker auch nicht mehr weiter. Was ich davon mitgenommen habe: es ist mehr Platz als ich denke.


  • @Sunny: so ist es: es gibt keinen Grund. Auf einer vollen Autobahn sollte ich unnötige Spurwechsel vermeiden und maximal lieber sanft abbremsen, und auf einer leeren Autobahn brauche ich keinen Platz zu machen. Dazu kommt: manche haben ja auch nicht begriffen, wofür das "Beschleunigung" in "Beschleunigungsstreifen" steht. Pfeif auf den Benzinverbrauch - runterschalten und auf Speed kommen. Stress hat man auf der Autobahn vor allem immer dann, wenn man sich nicht an die anderen anpasst, sondern mit Scheuklappen fährt.


    Nix Beschleunigungsstreifen, Einfädelspur wird das von sehr vielen Leuten genannt. Der Unterschied ist klein, aber sehr fein, Du weißt das und viele andere wissen das auch. Und nicht mal das haben viele kapiert. Die Leute haben ein Anspruchsdenken, Blinker setzen und schon MÜSSEN alle ANDEREN aufpassen. Dass es andersrum ist, wissen sie nicht und verstehen sie auch nicht. Diese Diskussionen habe ich schon oft geführt und bin immer auf Unverständnis gestoßen, wenn ich sage, ich mache keinen Platz. Mit 40 od. 60 auf die rechte Spur wechseln, halten die Leute für vollkommen in Ordnung. Die anderen müssen auch mich aufpassen, nicht ich auf die anderen. :sostupid:

  • Mich nervt immer, wenn die Fahrzeuge auf der rechten Fahrspur schön Abstan halten, die Fahrzeuge auf der Beschleunigungsspur das selbe Tempo fahren, auch schon ideal versetzt zu den Fahrzeuge der rechten Fahrspur. Passt eigentlich perfekt, man müsste nur noch einfädeln - und dann latscht man auf die Bremse, weil man sich nicht reintraut. :pinch:

    *Lille*

  • Mich nervt immer, wenn die Fahrzeuge auf der rechten Fahrspur schön Abstan halten, die Fahrzeuge auf der Beschleunigungsspur das selbe Tempo fahren, auch schon ideal versetzt zu den Fahrzeuge der rechten Fahrspur. Passt eigentlich perfekt, man müsste nur noch einfädeln - und dann latscht man auf die Bremse, weil man sich nicht reintraut. :pinch:


    Oder die Wahnsinnigen auf der rechten Spur bremsen um sie reinzulassen. :sostupid:

  • Ich hab auf meinem Arbeitsweg in beiden Fahrtrichtungen vier Auffahrten auf der Bundesstraße, an der ich vorbeikomme. Alle mit Beschleunigungsspur, bis vorne durchgezogene Linie, so daß erst am Ende eingefädelt werden sollte.


    Ich rege mich TÄGLICh dort auf, weil an mindestens einer Auffahrt wieder irgendein Depp für Stress sorgt...


    • Es wird am Ende der Beschleunigungsspur mit 50kmh eingefädelt
    • Es wird am Ende gebremst, obwohl es perfekt in die Lücke gepasst hätte
    • Die dahinterfahrenden müssen ausweichen und ziehen vorzeitig in die Fahrspur
    • Es wird auf der Fahrspur bis zum Fast-Stillstand gebremst (und der auf der Einfädelspur peilt es dann immer noch nicht)
    • Auf der Fahrspur wird beschleunigt, um die Lücke vor einem noch schnell zuzumachen *Du kommst hier nicht rein*

    *Lille*

  • Je nachdem wie hart sie bremsen, finde ich das völlig okay. Da man immer damit rechnen muss, dass der Vordermann die Geschwindigkeit verringert oder wegen irgendwas bremsen muss, liegt die Verantwortung zur Unfallvermeidung IMO völlig beim Hintermann. Lediglich grundlos den Anker werfen darf man nicht. "Ich hatte das Gefühl, der zieht direkt vor mir rein und nimmt mir die Vorfahrt" ist ansonsten auch nicht gerade "grundlos", sondern genau das von einem defensiven Fahrer erwartete Verhalten.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

  • ja. diese Argumentation habe ich auch schon gehört. "Aber die müssen mich ja reinlassen..." Ähm, nein. Du musst Vorfahrt gewähren.


    Ich meine, in der ehemaligen DDR war es sogar verboten für einfahrende Fahrzeuge die Spur zu wechseln. Ist schon etwas her seit ich "drüben" war als es noch die DDR war, aber ich meine das so in Erinnerung zu haben.

  • Ich meine, in der ehemaligen DDR war es sogar verboten für einfahrende Fahrzeuge die Spur zu wechseln.


    Hier auch. Der Auffahrende muss Vorfahrt gewähren und der andere unterliegt dem Rechtsfahrgebot. Ergebnis: kommt es durch die Aktion zu einem Unfall, liegt die Schuld beim Spurwechsler.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

  • Autobahnauffahrten sind für mich mit die gefährlichsten Stellen bei Autobahnfahrten. Was ich da schon für Aktionen erlebt habe...unfassbar. Von daher für mich: Grossalarm im Kopf.


    Die Steigerung davon sind Autobahnkreuze mit eingebauten Ausfahrten, siehe Hilden und Breitscheid. Da gucke ich auf die Kennzeichen vor mir und weiß schon vorher, wer im Kreuz mehrmals die Spuren wechseln wird, weil er sich nicht auskennt - und der Audi 50 cm hinter einem muss natürlich trotzdem SOFORT alles rechts und links überholen. Ja, da kann man Zeit sparen - sollte man sich aber überlegen.

  • Das Problem ist doch eigentlich ganz einfach zu lösen was das einfädeln betrifft:


    -- warum wird auf Vorfahrt gepocht ?
    -- Gehe davon aus das es Menschen gibt die Angst haben voll durchzubeschleunigen, weil sie denken das ihnen am Ende die Spur ausgeht
    -- Lupfe als Rechtsfahrer einfach das Gaspedal kurz und die nötige Lücke ist da.
    -- Wie schnell einer auf der Beschleunigsspur fährt oder nicht kann man meistens sehr früh sehen.


    Wir müssen aufhören über RECHT oder UNRECHT zu reden, und schon geht es. Alles eine Kopfsache!


    Und zur Info: Nein ich bin KEIN 120km/h Fahrer..ganz im Gegenteil :grin: Aber ich kann mir den Stress auch selbst machen.


    blahwas


    Dann fahr mal Antwerpen wo die PKWs mit Wohnwagen von links nach Rechts und umgekehrt müssen je nach Richtung. Das ist selbst als Routinierter Autofahrer ein Alptraum. Brüssel das gleiche.


    Dazu eine Beschissene Beschilderung und schon geht es auf Tempo 60 runter und Spurwechsel über 4 Bahnen. Und zwar in beide Richtungen :sostupid:

  • Ich hab auf meinem Arbeitsweg in beiden Fahrtrichtungen vier Auffahrten auf der Bundesstraße, an der ich vorbeikomme. Alle mit Beschleunigungsspur, bis vorne durchgezogene Linie, so daß erst am Ende eingefädelt werden sollte.


    Ich rege mich TÄGLICh dort auf, weil an mindestens einer Auffahrt wieder irgendein Depp für Stress sorgt...


    • Es wird am Ende der Beschleunigungsspur mit 50kmh eingefädelt
    • Es wird am Ende gebremst, obwohl es perfekt in die Lücke gepasst hätte
    • Die dahinterfahrenden müssen ausweichen und ziehen vorzeitig in die Fahrspur
    • Es wird auf der Fahrspur bis zum Fast-Stillstand gebremst (und der auf der Einfädelspur peilt es dann immer noch nicht)
    • Auf der Fahrspur wird beschleunigt, um die Lücke vor einem noch schnell zuzumachen *Du kommst hier nicht rein*


    Die meisten Autofahrer sind mit 2 oder 3 Dingen gleichzeitig heillos überfordert. Gas geben, Spiegel schauen, Blinker setzen und Entfernungen abschätzen ist für viele einfach zu viel. So mein Eindruck. Und wenn es dann so jemand erfolgreich auf die rechte Spur geschafft hat und man links vorbeifährt, sieht man den Blick des Fahrers/der Fahrerin schon wieder auf dem Smartphone kleben. :sostupid:

  • Das mit der Beschleunigungsspur hat sich innerhalb der letzten Jahre grundlegend geändert. Früher haben fast alle ordentlich Gas gegeben und zurecht darauf vertraut, daß sie reingelassen werden. Irgendwie ist das abhanden gekommen.


    Aber den Gipfel hat heute ein Mercedesfahrer auf der Bundesstraße abgeschossen: Hält auf der Bremsspur, um dann über die gesamte Bahn zu wenden. Krass. Ich bin inzwischen ja relativ gechillt beim Fahren, aber bei sowas platzt mir fast der Kragen, weil es so gefährlich ist. Verboten eh.

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