"TÜV" in USA?

  • Weiss jemand ob es in den USA überhaupt so was ähnliches wie TÜV und Bauartprüfung gibt? Ich wundere mich immer wieder, was in FB und diversen Foren an mutigen Umbauten präsentiert wird. Jetzt gerade ne 690 Adventure Duke, also eine Reiseenduro / Adventure Bike auf Basis einer KTM 690 Duke. Andere Räder, andere ABS Ringe und weiss ich nicht noch was alles wurde da verändert. Ohne Bauartprüfung würde man so ein Fahrzeug hier nie zugelassen bekommen.


    https://adventuremotorcycle.co…16-ktm-690-adventure-duke


    Wie machen die da drüben das? Vielleicht genügen da ja zwei Räder die sich frei drehen können, eines davon lenkbar und zwei Bremsen dran? Obwohl: schaut man sich die Chopper aus Easy Rider an so haben die noch nicht mal ne Vorderradbremse! Ok das war in den wilden 60igern... ;(

  • Ist dir das wirklich neu?


    Es gibt weniger Vorschriften, und die interessieren im allgemeinen auch weniger. Eine technische Prüfung gibt's je nach Bundesstaat gar nicht oder nur für Emissionen oder auch für Sicherheit.


    Wer allerdings verunfallt, darf sich dann vor Gericht mit Geschädigten/Versicherung (falls vorhanden) auseinander setzen. Vor Gericht in den USA - viel Glück ;(


    Die USA sind halt kein "nanny state", die Bürger tragen mehr Verantwortung. Darum gibt's in vielen Staaten auch keine Helmpflicht.


    Guck dir alleine mal an, wie und wo die Motorradfahrer ihrer Nummernschilder anbringen. Zwischen Hinterrad und Schwingenlager ist durchaus gängig bei Sportlern.

    MO24 Team Reisen


  • Die USA sind halt kein "nanny state", die Bürger tragen mehr Verantwortung.


    die bürger tragen nicht mehr oder weniger verantwortung als hier. es interessiert nur den staat oft nicht, was im endeffekt zu weniger verantwortung führt.
    versuche mal dein geld von einem unversicherten fahrer zu bekommen. wenn der nix hat hast du als geschädigter pech gehabt, ich sehe nicht, wo da eine "verantwortung" liegt, das ist im gegenteil sogar völlig unverantwortlich.

  • Muss man sich jetzt schon im dritten Beitrag eines Threads um Begriffe streiten?

    MO24 Team Reisen

  • die bürger tragen nicht mehr oder weniger verantwortung als hier. es interessiert nur den staat oft nicht, was im endeffekt zu weniger verantwortung führt.
    versuche mal dein geld von einem unversicherten fahrer zu bekommen. wenn der nix hat hast du als geschädigter pech gehabt, ich sehe nicht, wo da eine "verantwortung" liegt, das ist im gegenteil sogar völlig unverantwortlich.



    Für den Fall hat man zumindest wenn man einen guten Job hat, eben eine Versicherung die Einspringt wenn die Gegenseite nicht versichert ist oder abhaut, was in den USA weit häufiger vorkommt als bei uns da viel mehr Leute ohne Führerschein und Versicherung unterwegs sind.


    Ansonsten wurde zum US Tüv denke ich alles gesagt.


    Hier ists auch nochmal schön aufgelistet


    https://en.wikipedia.org/wiki/…tion_in_the_United_States

  • Ich denke, die haben halt zumeist auch nicht die Verkehrsdichte wie bei uns. Und sind auch normalerweise nicht wie bei uns möglich mit 200kmh unterwegs.


    Wenn sich ein Chopperfahrer auf der Route 66 zwischen nirgendwo und am-Arsch-der-Welt zerlegt, weil ihm der Rahmen gebrochen ist, ist das erstmal sein Problem - aber die Chancen, daß er noch andere Fahrzeuge erwischt, sind eher gering.


    Danach kann die Witwe immer noch einen Anwalt beauftragen, der Chopperwerkstatt das letzte Hemd abzunehmen und sie auf Millionen zu verklagen.


    :whistling:

    *Lille*

  • Muss man sich jetzt schon im dritten Beitrag eines Threads um Begriffe streiten?


    keine ahnung was die anzahl der posts aussagen soll, oder was du generell meinst.
    für mich klingt "nanny state" nach einer herabwürdigung, wo ich es allerdings als vorteil sehe.

  • "Nanny state" ist der Begriff von Amerikanern für Vollkasko-Staaten wie Deutschland. In den USA hätte man am Beispiel Haftpflicht folgende Verantwortungen:
    1. Man ist das dafür verantwortlich, seinen Unfallgegner angemessen entschädigen zu können. Wer ein paar Mio aufm Konto hat erfüllt diesen Punkte offensichtlich.
    2. Wenn man keine paar Mio aufm Konto hat, kann man sich eine ausreichende Haftpflichtversicherung aussuchen und bezahlen, wenn man das möchte.
    3. Wenn man das nicht möchte, muss man eben ganz besonders vorsichtig sein, denn dann trägt man dafür die Verantwortung dafür, niemandem zu schaden.
    4. Wenn man geschädigt werden könnte von jemandem der nicht haften kann und nicht versichert ist, dann trägt man dafür die Verantwortung, sich selbst helfen zu können - durch Rücklagen oder eine zusätzliche eigene Versicherung.


    "Ticket nannies" sind in den USA Polizisten, die mit Laserpistole an viel befahrenen Straßen ohne Gefahrenstelle stehen: Nanny steht für empfundene Bevormundung. Und in den USA ist es kulturell nicht verankert, Leute zu vernünftigem Verhalten zu zwingen, z.B. keine Fahrzeugzulassung ohne millionenschwere Haftpflichtversicherung, wie das bei uns der Fall.


    Der Hinweis mit dem dritten Beitrag bezog sich darauf, dass man hier bei MO24, dem Qualitätsforum rund ums Motorrad, normalerweise erst vom Thema abweicht, wenn die ursprüngliche Fragestellung hinreichend beantwortet ist.

    MO24 Team Reisen


  • 3. Wenn man das nicht möchte, muss man eben ganz besonders vorsichtig sein, denn dann trägt man dafür die Verantwortung dafür, niemandem zu schaden.


    hier bin ich eben anderer meinung. du kannst vorsichtig sein wie du willst, es kann immer was passieren. und dann kannst du ohne versicherung und ausreichend portokasse deine schulden nicht zahlen, was ich unverantwortlich finde. insofern ist mir ein staat, der dich zwingt eine haftpflich abzuschließen, lieber.




    Der Hinweis mit dem dritten Beitrag bezog sich darauf, dass man hier bei MO24, dem Qualitätsforum rund ums Motorrad, normalerweise erst vom Thema abweicht, wenn die ursprüngliche Fragestellung hinreichend beantwortet ist.


    verstehe. MO24 ist quasi ein nanny state. ;)
    naja ich hab diesen zwang, in foren unbedingt beim thema bleiben zu müssen, noch nie verstanden.

  • Quote

    insofern ist mir ein staat, der dich zwingt eine haftpflich abzuschließen, lieber.


    Mir übrigens auch, aber das war ja gar nicht Thema :P


    MO24 lässt wirklich sehr viel laufen.

    MO24 Team Reisen

  • Weiss jemand ob es in den USA überhaupt so was ähnliches wie TÜV und Bauartprüfung gibt?


    Ja, gibt es. Ist aber je nach Bundesstaat verschieden, ob es das gibt und in welcher Form. In Michigan beispielsweise wurde das vor einer Weile abgeschafft. Die genauen Gründe kenne ich aber nicht.


    Wie aber blahwas schon sagt: Die Amerikaner sind sehr anders als die Deutschen und mögen keine Bevormundung. Hier ist zwar jeder der Meinung, selbst für sich zu wissen, was gut ist, traut das aber gleichzeitig dem Nachbarn nicht zu und wünscht sich mehr Gesetze aus diesem Grund. Für die Amerikaner ist auch ihre Verfassung vor allem etwas, das sie als Bürger vor dem Staat und seinen potentiell freiheitsbeschränkenden Maßnahmen schützt. Wie viele Deutsche haben wohl verstanden, dass genau das eigentlich einer der wichtigsten Punkte einer Verfassung oder eines Grundgesetzes ist?



    Wie machen die da drüben das? Vielleicht genügen da ja zwei Räder die sich frei drehen können, eines davon lenkbar und zwei Bremsen dran? Obwohl: schaut man sich die Chopper aus Easy Rider an so haben die noch nicht mal ne Vorderradbremse! Ok das war in den wilden 60igern... ;(


    Man ist da gelassener und offener gegenüber neuen Dingen. Vieles wird schiefgehen und einiges davon aber ganz groß werden. Nicht umsonst haben die dort eine Gründerszene wie sonst nirgendwo. Nur in so einem Umfeld entwickelt sich eben dann auch etwas wie das Silicon Valley.


    Und man kann auch nicht die Augen davor verschließen, dass die Amerikaner hinsichtlich Produkthaftung und Verbraucherschutz den Deutschen weit voraus sind. Gerade im Automobilbereich sind eigentlich die meisten wesentlichen Sicherheitssysteme dort lange vor Deutschland eingeführt worden (ABS in den 70ern, Airbags in den 70er Jahren schon!, die ersten Sicherheitsgurte in den 50er Jahren).


  • Für die Amerikaner ist auch ihre Verfassung vor allem etwas, das sie als Bürger vor dem Staat und seinen potentiell freiheitsbeschränkenden Maßnahmen schützt. Wie viele Deutsche haben wohl verstanden, dass genau das eigentlich einer der wichtigsten Punkte einer Verfassung oder eines Grundgesetzes ist?


    ohje, jetzt wirds politisch hier. mit der selben rhetorik wird auch das lustige waffengesetz dort verargumentiert. bitte lass in diesem zusammenhang solche floskeln wie "wie viele deutsche haben wohl verstanden", wenn du eigentlich nur deine persönliche meinung preisgibst. die ist nämlich (genauso wie meine) nicht allgemeingültig.



    Und man kann auch nicht die Augen davor verschließen, dass die Amerikaner hinsichtlich Produkthaftung und Verbraucherschutz den Deutschen weit voraus sind. Gerade im Automobilbereich sind eigentlich die meisten wesentlichen Sicherheitssysteme dort lange vor Deutschland eingeführt worden (ABS in den 70ern, Airbags in den 70er Jahren schon!, die ersten Sicherheitsgurte in den 50er Jahren).


    ach ja, automobilland USA. dort wo alle großen marken und innovativen techniken von BMW, Mercedes, Audi, Honda, Toyota usw. herkommen.
    ach ne warte, das waren wir - von dort kommen ja nur so lustige dinge wie übergroße SUVs und so sinnvolle dinge wie coal roller.


    keine ahnung was in den 70gern oder gar den 50gern los war, aber wir haben die längst weit weit abgehängt.

  • Off Topic


    Quote

    keine ahnung was in den 70gern oder gar den 50gern los war, aber wir haben die längst weit weit abgehängt.


    Bei was ?


    Schummelsoftware ? oder Kundenverarsche (Besser gesagt: Vorsätzlicher Betrug der Straffrei ausgeht) ? :1:

    hier war eine politische Korrektur nötig!...leider

  • Spaltmaßfetischismus, unterschäumtes Plastik und den aufgerufenen Preisen ;)


    Genau in der Branche arbeite ich. 8o


    Da sind die meisten US-Autos in der Tat nicht im Ansatz vergleichbar mit deutschen Marken. Man könnte auch sagen, dass die dagegen Müll verkaufen.


  • Genau in der Branche arbeite ich. 8o


    Da sind die meisten US-Autos in der Tat nicht im Ansatz vergleichbar mit deutschen Marken. Man könnte auch sagen, dass die dagegen Müll verkaufen.



    Man könnte aber genauso sagen, dass das deutsche rumgespinne mit Spaltmaßen komplett sinnlos ist, vor allem wenn es sich um Milimeter handelt ;)


    Und es stimmt schon das die Amis um einiges bei Produkthaftung voraus sind.
    Wohlgemerkt, der Haftung des verkauften Produktes, nicht der Tests davor.


    Wenn du in den USA eben ein schadhaftes Produkt verkaufst kann dich das als Firma eben hunderte Millionen kosten und das Us Kunden von VW entschädigung bekamen und teils mehrjährige gebrauchte Autos zum fast neuwert zurückgeben konnten zeigt eben auch, das die US Variante des harten Bestrafens gegenüber Firmen auch etwas gutes für Kunden hat.


    Hier lacht VW die Kunden nur aus wenn nach Entschädigungen gefragt wird.


  • ja, VW hat autos verkauft die umweltschädlicher sind als angegeben. aber selbst das ist umweltschonender als alles was dort von haus aus verkauft wird - nur wird da nicht geschummelt, sondern von vorneherein gesagt das ding frisst diesel wie ein öltanker. da sind dann alle mit einverstanden.

  • In Amiland verkaufen sich kaum Diesel. Die Kalifornischen Umweltstandards sind teils deutlich strenger (gewesen).
    VW hat beschissen und ist dafür viel zu gut weggekommen. Wenn man die Aktie anschaut hat das auch keinen Deppen für mehr als ein paar Monaten interessiert.


    @Hackstück: Das Spaltmaß von dem Mustang war doch unter aller Sau! Das kriegst du besoffen besser hin

  • Bobs



    Quote

    ja, VW hat autos verkauft die umweltschädlicher sind als angegeben


    ..und Gesetzlich vorgeschrieben!


    und den VORSATZ des Betruges unterschlägst Du mal eben in Deiner Argumentation ?


    Ich habe an keiner Stelle von "Saubereren Autos" gesprochen.

    hier war eine politische Korrektur nötig!...leider

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