Jägermeister Ersatz

  • Du hast aber auch Glück, Leute mit Augenmaß zu finden :cool:

    MO24 Team Reisen

  • BDR529

    Added the Label KTM / Husqvarna
  • Nach knapp 10tkm ist die original Bremsscheibe hinten am Ende, die neue wurde heute verbaut. Mit knapp 40€ (aus dem Zubehör) noch im Rahmen.


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    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert !

  • 10 Tkm? Ist die Scheibe aus Zinn oder Blei?

    naja, wenn im Offroadeinsatz da quasi dauernd sand, matsch und co dran hängt, geht das denke ich schnell.

  • Ja, wobei die 10tkm auch erst nach 5-6 Jahren erreicht werden. Mehr ale 200km pro Tour sind die Ausnahme und viel mehr als 10x im Jahr sind nicht drin. Die schnellen OTR in NL sind im Herbst besonders belastend, aber mehr als 100km sind vom Hobby Fahrer kaum zu schaffen.

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert !

  • Inzwischen stehen 355h auf dem Betriebsstundenzähler. Viele Fahrten seit dem Kauf gemacht, außer den üblichen Tages Offroad Touren in NL und Belgien, waren es zuletzt 700km durch Nordpolen mit DvZ. Allmählich sieht man ihr das auch an, wenn auch die Technik noch einwandfrei läuft.


    Nach fast 1 Jahr sind die Ventile mal wieder zu checken, man hört sie schon etwas klappern. Also die Sitzbank, die Kühlerverkleidung, den Tank demontiert und die beiden Kühler gelöst und etwas zur Seite gezogen. Etwas Öl ablassen, damit es nicht aus der Blockierschraube rausläuft. Dann erst mal den Motordeckel gereinigt und die Kabel und Gaszüge hochgebunden. Zündkerzenstecker raus und den Entlüftungsanschluss gelöst, dann die drei Schrauben vom Ventildeckel raus. Den Deckel vorsichtig anheben und zur rechten Seite rausziehen.


    Verschlußschraube aus dem Limadeckel entfernen und den Motor mit der darunter liegenden Schraube an der Kurbekwelle langsam durchdrehen. Dabei die Ventile bzw. die Nockenwellen beobachten, bis die Markierungen waagerecht an den Nocken erscheinen. Dann ein Blick auf die KW, durch das Loch der rausgeschraubten Blockierschraube. Da ist noch keine Aussparung zu sehen, also noch mal 360Grad weiter drehen . . jetzt passt es. Die Blockierschraube ohne die dicke U-Scheibe wieder reingeschraubt, so wird die KW festgesetzt.


    Jetzt das Ventilspiel mit den schmalen Meßfühlern checken, Einlass ist an beiden Ventilen mit 0,12mm genau im Soll. Das rechte Auslaßventil mit 0,14 ebenfalls. Nur das linke Auslaßventil hat 0,18mm Spiel, etwas zu viel. Jetzt wirds aufwendig, zuerst die Hülse im Zündkerzenloch rausziehen und den Steuerkettenspanner rausschrauben. Da die Einlaßnockenwelle drin bleiben kann, fixiere ich die Kette mit einem Kabelbinder an deren NW-Zahnrad, so kann die Kette nicht in den Schacht fallen.Dann die Brücke über den NW lösen, dabei auch gleich die obere Steuerkettenführung entfernen. Brücke vorsichtig abheben und dann die Steuerkette anheben um die Auslaßwelle rausheben zu können.


    Jetzt sind die kleinen Kipphebel zugänglich und werden nach oben geklappt. Darunter befinden sich die Ventilköpfe mit den Shims. Mit einem kleinen Magneten wird der vom linken Auslaßventil rausgeholt, so rutscht der nicht gleich wieder durch die öligen Finger und fällt irgendwo in den Ventiltrieb, oder noch schlmmer, in den Schacht der Steuerkette. Das ganze wird erstmal abgedeckt und am nächsten Tag das passende nächst dickere (Diff=0,04mm) Plättchen besorgt.


    Der Zusammanbau geht genau andersrum, dabei besonders zu beachten, das man die KW Blockierschraube wieder mit der dicken Scheibe eindreht, sonst ist nix mit Motor drehen. Außerdem ist der Steuerkettenspanner vor dem Einbau zu entspannen. Dazu drückt man den hydraulischen Einsatz auf der Werkbank feste mit dem Daumen zusammen bis das Öl austritt und der sich ganz entspannt. Dann zwei U-Scheiben mit ca 2mm unterlegen und die äußere Hülse wieder runtergedrückt. Beim Anschlag auf die Scheiben rastet der dann ein. Nach dem Einbau muss man dann über die kleine Schraube im Kopf des Spanners mit einem Stift den inneren Zylinder reindrücken und der Zylinder wird wieder frei gegeben.Noch kurz vorm Zumachen wird nochmal das Spiel gemessen, jetzt haben beide Auslaßventile 0,14mm . .passt.


    Den Rest wieder zusammenschrauben, Öl wieder rein und ein Probelauf. Dauert etwas mit dem Anspringen, aber dann bollert die 350er wieder wie zuvor, nur vom Klappern ist jetzt nix mehr zu hören.


    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert !

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  • Nachtrag: Mit dem Bj 2012 und den 355h wird es allmählich Zeit für was jüngers. Jetzt gibt es noch gutes Geld dafür, und in ca 5 Jahren wäre eine Motorrevision fällig. Das ist mir zu aufwändig und auch ziemlich teuer.


    Der Jägermeister Ersatz hat seinen Zweck bestens erfüllt, es wird auf jeden Fall wieder eine Six Days werden. Die Gabel ist spürbar besser als die der normalen EXC. Irgendwas ab Bj. 2017 wäre gut, sollte aber noch den Kickstarter haben. Rekluse muss nicht, ist auch sehr selten und zum Nachrüsten mit >1000€ zu teuer.. schauen wir mal.

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  • Gestern die erste Tour nach dem Ventileeinstellen gemacht (OK, die Zündkerze wurde auch gleich gewechselt). Die EXC ist gestern gut angesprungen und nimmt auch besser Gas an, außerdem ist das Klappern weg. Alles in allem wieder alles bestens . . evtl. halte ich die doch noch 1 Jahr länger im Bestand ;)

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  • Bei der letzten RB Tour hab ich meinen Offroad Kumpel nach ca 120km auch mal wieder vorfahren lassen. Leider ohne auf seine etwas "digitale" Fahrweise zu achten, das hat mich dann den Scheinwefer gekostet. Nicht orginalen, aber passenden Ersatz gibt für 35€ in der Bucht, incl Leuchtmittel. Das ist eine olle 35W Bilux Birne mit der Leuchtkraft einer Kerze. Also gecheckt, ob man da nicht auch eine Standard H4 verbauen kann.


    Den Bajonett Verschluß der Bulix raus und siehe da . . die H4 passt geanu in die Öffnung des Scheinwerfers, fehlt nur noch ein Haltebügel. Ein Stück stabiler E- Schweißdraht, vorgebogen und unter die Bajonett Halter geklemmt . . passt und wackelt nicht mehr. Stecker vom Kabel umgebaut und kurz getestet: Alles top, hell wie die Sonne, am Samstag wird auf der 200km Wintertour der Live Test folgen

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  • Prima. Huski verbaut auch in die 701 für die Straßen die 35W Funzeln...

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  • Auf der letzten Tour des Jahres mussten wir nach 130km abbrechen, da war es 15:30 und für einen eindeutigen Test der H4 noch zu hell. Aber die hat gehalten und man kann in einigen dunklen Waldpassagen einen deutlich helleren Fleck auf dem Fender erkennen, wo die Bilux sonst nur ein schwaches Glimmen erzeugt.


    Jetzt ist erst mal eine Revision der Rekluse fällig, die hat schon ziemlich lange durchgehalten, musste am Samstag bei der Bergung aus dem Schlamm aber deutlich Federn (Belagstärke) lassen.Trennt jetzt sehr früh und greift deutlich später, also bei höheren Drehzahlen, außerdem ist die Schleifphase zu lang.


    Naja, nach 7 Jahren und 13000km ist das OK, da hat meine alte 525er die damalige Rekluse-Beläge schon 2x gefressen.

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  • Heute den Deckel über der Rekluse Kupplung demontiert und nach der Druckplatte die Wedge Scheibe (das ist das Teil was über die Fliehkraft die Kupplung aus- und einrückt) und anschließend die (nur noch 6 statt 8 original Reibscheiben ausgebaut. Die haben im Neuzustand 1,95mm, die eingebauten sind nur noch zwischen 1,7-1,8mm stark. Bei 6 Stück (zwei müssen der Wedge Scheibe weichen) sind das etwa zusammen 1,7mm zu wenig an Belagstärke. Da muss man sich nicht wundern, wenn die durchrutscht.

    Gottseidank ist die Rekluse Wedge Scheibe noch in der Toleranz, die ist mit fast 200€ nicht gerade billig. Von den original Scheiben habe ich nich zweineue übrig. Die hat der Vorbesitzer fein säuberlich in Öl getränkt und mir damals mitgegeben. Also ist es mit nur 4 Stück neuen Reibscheiben für ca 60€ getan . . sind schon bestellt.


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  • Die vier original Reibscheiben und die Decke dichtung sind gestern gekommen und auch schon wieder verbaut. Über Nacht in Öl eingelegt und heute mit den zwei noch vorhandenen Scheiben in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammengebaut.


    Die Stahlscheiben sind alle sehr dunkel, aber nicht angelaufen/fleckig und auch nicht verzogen. Also dürfte die gute Rekluse wieder arbeiten wie zuvor. Probefahrt ging noch nicht, aber der Zug am Hebel fühlt sich schon mal gut an.


    Die vier neuen Scheiben sind original KTM, haben an den Stegen aber jetzt eine Einkerbung.. keine Ahnung warum.


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  • Die Bremsbeläge hinten wurden optimal (ab-) genutzt...


    Ausserdem die Radlager gecheckt. Die Dichtringe sind schon etwas angefressen, da mach ich gleich neue rein, kostet nicht die Welt und ist schnell erledigt.

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  • So sehen meine auch immer aus :O Da wird der Verschleis akkustisch angezeigt.

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  • Die neuen Radlager sind drin, das Federbein raus und gereinigt. Aber das PDS Lager sieht nicht gut aus.. die nächste Baustelle in der Winterpause.


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  • Was tut ein PDS Lager an deinem Motorrad statt in der Politik? :/

    MO24 Team Reisen

  • Progressive Dumping System.. oder was?

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  • Das ist das untere Ende des Federbeins, statt einer Umlenkung (wie bei vielen Enduros/Crossern) ist da ein Schwenklager direkt an der Schwinge untergebracht. Bei der Funktion gehen die Meinungen auseinander, das Teil ist aber günstig und leicht zu ersetzen. Außerdem gibt es mehr Bodenfreiheit, da sich die Hebeleien ansonsten noch unterhalb der Schwinge befinden. Das PDS Lager sitzt oben auf der Schwinge.



    Hier sehr gut erklärt:


    PDS

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