KTM 1090 Adventure R

  • Danke für deinen super Bericht! :thumbup:


    Ich finde deine Ideen klasse bzgl. der Halter für die Taschen und auch die Scheibenkonstruktion...die Griffe werde ich in Titanfarben odern... :dakar:


    Viele Grüsse


    Fafnir

    :respekt: ist das Produkt einer guten Erziehung....

    • Official Post

    Nachdem ich wieder zu einem Motorrad mit Kette gewechselt bin, musste ein Kettenöler her, um mir das lästige Fetten zu ersparen und um die Lebensdauer der Kette zu verlängern.
    Ein temperaturabhängiger elektrischer Öler sollte es werden. Nach einiger Recherche bin ich auf den Cameleon Oiler PLUS gestoßen. Der liegt preislich deutlich unter dem CLS oder Scottoiler eSystem, kann aber alles was ich benötige.
    Der Cameleon verwendet einen relativ dicken Schlauch, der gleichzeitig das Öl-Reservoir ist. Man muss also keinen Tank verbauen,sondern nur den Schlauch hoch ins Heck legen.


    Zuerst wird die Kette gründlich gereinigt und dann die linke Heckverkleidung sowie die Gepäckbrücke abgenommen. Ich habe den Öler am Rahmen in Höhe der Soziusrastenaufnahmen mit zwei mitgelieferten Kabelbindern befestigt. Der Vorratsschlauch wird zusammen mit dem elektrischen Anschluss ins Heck verlegt. Dort hat die KTM praktischerweise bereits eine Stromversorgung mit Zündungsplus und eine mit Dauerplus liegen. Ich verwende natürlich Zündungsplus. Der elektrische Anschluss dauert gerade mal 2 Minuten.



    Der Schlauch, der auf der Schwinge montiert wird, hat ist innen mit einem starken Draht "befüllt". Dadurch ist er sehr stabil und behält nach dem Biegen seine Form. Es ist mehr eine starre Leitung, als ein Schlauch. Die beiliegenden Kabelbinder kamen für mich als Befestigung an der Schwinge nicht in Frage. Ich habe die Leitung an der Oberseite der Schwinge an der Kettenschutzaufnahme mit einem kurzen Stück Alu (wird noch schwarz lackiert) verschraubt. Die Leitung wird dann so gebogen, dass er auf der Schwingenrückseite nach unten geführt wird. Das Biegen erfordert ein wenig Kraft, dafür ist das ganze aber sehr stabil.


    An der Rückseite der Schwinge habe ich eine aus Alublech selbst gebogene Öse geschraubt, die die Leitung fixiert.



    Die Montage war einfacher als gedacht. Der Öler fällt optisch kaum auf und die Lösung mit dem Schlauch als Vorratsbehälter gefällt mir gut. Die Einstellung ist denkbar simpel. Man wählt eine von 7 Stufen aus. Den Rest übernimmt der temperaturgesteuerte Öler. Der Öler erkennt auch über einen Vibrationssensor, ob der Motor läuft (nur dann wird geölt) und soll auch den Offroadbetrieb erkennen. Man kann per Knopfdruck während des Betriebs den Ölfluss verdoppeln bzw. verdreifachen.


    Wie der Öler sich in der Praxis bewährt, werde ich berichten.

  • Sehr gute Lösung, wenn ich den eScotty nicht schon hätte wäre deiner auch was für mich.
    Und saubere Arbeit, wie immer.

  • Klingt interessant, und wie immer sauber gelöst . . . :thumbup: Warum ist da eine Schlaufe in dem Schlauch, kurz vor dem Kettenschutz . . oder täuscht das auf dem Bild?


    Für meine Maschinen lohnt sich das wohl nicht, für den Preis eines Oilers bekomme ich einen kompletten Kettensatz für die DD und der hält 30-35tkm bei mäßiger Pflege. Eine Dose Kettenspray bekomme ich beim Kauf eines Satzes für die KTM immer dazu und kaufe das sonst im 3er Pack beim Offroad Handel für ca 10€. An den Offroadern ist sowas völlig sinnlos, das würde den ganzen Dreck auf der Kette nur noch fester ankleben und sich dann als fettiger cm dicker Schmier am Rahmen, Schalthebel und Schwinge niederschlagen. Spätestens nach 5000km ist die Kette und vor allem die Ritzel endgültig hinüber. Einen neuer Satz gibts für unter 100€ und ein Liter Kettensägenöl (hauptsächlich zum Reinigen) kostet auch nicht die Welt. Die km Leistung Offroad liegt bei ca 2000km/Jahr, also muss ich ca alle 2 Jahre 100€ in eine neue Kettensatz investieren. Da lohnt sich der Öler nicht, zumal die Kette damit nicht länger halten würde.


    ob der Motor läuft (nur dann wird geölt) und soll auch den Offroadbetrieb erkennen


    Schaltest du denn Offroad den Motor ab ?. . ;)

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

    • Official Post

    Die Schlaufe war so vorgebogen und soll auch so verbaut werden. Ich kann nur vermuten, dass der verhindern soll, dass die Pumpe leer läuft.


    Schaltest du denn Offroad den Motor ab ?. .


    Ja, immer wenn ich eine Schräglage von 90° erreiche ;)


    Der Oiler erhöht die Schmierung, wenn er den Offroad-Betrieb erkennt.

  • Ja, immer wenn ich eine Schräglage von 90° erreiche ;)


    Hihi, das macht meine automatisch, ab ca 180° - - - ^^


    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • Wer ist hier entspannter - das Mopped oder der Fahrer? :grin:


    Mal ein anderes Bild :thumbup:

    Es geht immer weiter - und wenn es zurück ist. Nach dem Regen scheint die Sonne.

  • Legendäres Bild - "Wie Kette schmieren ohne Hauptständer"?

    MO24 Team Reisen

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    Neuer Zwischenstand zu den Packtaschenhaltern.


    Da mir die üblichen Koffer und Packtaschenträger zu breit bauen, bastel ich ja noch an den Trägern. Für die linke Seite hatte ich ja bereits einen Träger gebaut. Für den Transport einer Packtasche passt der ideal. Auf der rechten Seite stört der Auspuff, dadurch muss die Packtasche recht hoch befestigt werden, ohne am Auspuff zu schmelzen. Nach vorne ist der Platz ebenfalls begrenzt, da die Sozia noch auf die Fussrasten kommen muss. Die Haltegriffe sollen im Soziabetrieb natürlich dran bleiben.



    Nach einigen Versuchen mit Pappschablonen ist folgendes Schutzblech aus 2mm starkem Aluminium entstanden:



    Die Schraube wird mit dem Blech an Stelle der Befestigungsschraube des Auspuffs eingesetzt. Die hintere Strebe liegt auf dem Auspuff auf. Nach der Lackierung wird dort noch ein Filzstreifen aufgeklebt, damit der Auspuff nicht verkratzt. Der Abstand durch den Auspuff wird durch den Auspuffträger bestimmt. Verbaut sieht es dann so aus:



    Für die Packtaschen ist das Schild Auflagefläche und Hitzeschutz. Die Befestigung erfolgt dann mittels zweier Rok Straps, die hinten oben und vorne an der Tasche befestigt werden. Festzurren und lösen ist in weniger als einer Minute erledigt.



    Schmaler geht's nicht. Zumindest nicht mit den Haltegriffen. Als nächstes noch die Kanten abrunden, feilen, schleifen, grundieren und lackieren (inkl. 2K-Klarlack).
    Für die linke Seite werde ich noch einen Träger bauen, der die Tasche auf die gleiche Höhe wie die rechte bringen wird. Fotos folgen.

  • Tolle konstruktion,, aber blöd gefragt.


    Filzstreifen und heißer Auspuff?
    Verbrennt das nicht eh bald?

    • Official Post

    Jetzt sind die Teile fertig lackiert und der Filzstreifen ist aufgeklebt:



    Der Halter für den Betrieb von 2 Satteltaschen ist jetzt auch fertig. Die Taschen sind jetzt gleich hoch befestigt. So wollte ich es haben: So schmal wie möglich und Sozia-tauglich. Durch die Sozia-Griffe hängen die Taschen nicht ganz senkrecht, aber das lässt sich nicht vermeiden.



    Für Tagestouren oder die Fahrt zur Arbeit verwende ich nur eine Tasche. Dafür habe ich einen anderen Halter, der jetzt auch lackiert ist:



    Alle Halter sind in weniger als 2 Minuten montiert/demontiert

    • Official Post

    Gestern Nachmittag hatte ich neue Reifen (Bridgestone A41) bei mopedreifen bestellt. Heute Nachmittag standen die schon vor der Tür. Das nenne ich mal schnell :thumbup:


    Dann habe ich zum ersten Mal mein neu erstandenes Reifenmontagegerät ausprobiert. Ich habe mal mit dem Hinterrad angefangen. Die Einarmschwinge der GS war ja schon ganz praktisch.
    Der TKC80 war ein wenig bockig, weil kalt und entsprechend steif. Nach ein paar Anläufen ließ er sich dann doch von der Felge ziehen. Aufziehen war einfacher.


    Das Beste: Ich habe die alten Gewichte noch auf der Felge gelassen und siehe da, der Reifen war perfekt ausgewuchtet ohne ein einziges Gewicht zu verkleben :thumbup:
    Der Vorderreifen ist am Freitag dran.

    • Official Post

    Nachdem ich den Vorderreifen am Freitag montiert hatte, bin ich heute endlich mal zu einer Probefahrt gekommen. Am Wochenende war keine Zeit dazu.
    Naturgemäß ist der Unterschied der Battlax A41 zu den TKC80 riesengroß. DIe TKC80 waren mit der KTM auf der Straße komplett überfordert. Bei jede schärferen Bremsung flackerte das ABS.
    Die TC dementsprechend bei Herausbeschleunigen aus den Kurven. Angeblich kann man die TCK80 bis zu den Rasten fahren. Ich kann's mir kaum vorstellen, wenn ich die miserable Bremsleistung anschaue.
    Nie und nimmer würde ich mit denen so eine Schräglage fahren. Da waren selbst die K60 (auf der Straße) besser. Aber egal, nun zu den A41:


    Als Vergleichsmaßstab nehme ich den zuletzt auf der GS gefahrenen Conti-Road-Attack 3 (CRA3), dort allerdings auf 19/17 Zoll im Vergleich zu den 21/18 auf der KTM.
    Den CRA3 gibt es in den für die KTM nicht und der neue Conti-Trail-Attack 3 ist mutmaßlich aufgrund des sehr hohen Gewichts etwas träge. Daher habe ich mich für den Bridgestone entschieden.


    Meine Bedenken, dass der Bridgestone aufgrund der steifen Karkasse im Vergleich zum CRA3 zu nervös sein könnte hat sich nicht bestätigt. Er lenkt leicht ein und fährt sich zielgenau. Er tut genau das was ich erwarte.
    Er fährt sich etwas "direkter" als der CRA3 auf der GS, soll heißen, er fühlt sich etwas agiler an. Der CRA3 hat bei mir immer den Eindruck vermittelt, dass der klebt, wodurch der ein hohes Vertrauen erzeugt, aber dafür etwas schwerer einlenkt.
    Für mich nicht relevant, aber ausprobiert habe ich es trotzdem: Auf der Autobahn auch bei 200+ keine Pendelneigung.


    Wie er sich in den Alpen schlägt, wird sich noch zeigen, aber ich bin erstmal sehr zufrieden. Für eine Reiseenduro mit großen Rädern ein klasse Straßen-Reifen.

    • Official Post

    Ich hatte mir vor einiger Zeit bei XLmoto Rucksack Course Slipstream für 9,99€ gekauft (Der Tipp für den Rucksack kam aus dem KTM-Forum), den ich für den täglichen Weg zur Arbeit nutze.


    Da ich lieber ohne Rucksack auf dem Rücken fahre und mir das verzurren lästig ist, habe ich nach einer simplen Befestigungmöglichkeit gesucht.
    Dazu habe ich 8mm Expanderseil und zwei passende Würgeklemmen verwendet, die ich noch auf Vorrat hier liegen hatte. Ein passendes Stück an den Schlaufen für den Beckengurt befestigen und durch den Tragegriff führen. Das Seil stört beim Tragen des Rucksacks nicht.


    Das Seil spannt man einfach über die originalen Kofferträger der KTM. Dauert nur 3 Sekunden und der Rucksack sitzt fest auf dem Soziussitz, als wäre er für das Motorrad konstruiert worden. Einen Rucksack als Hecktasche bekommt man für 12€ inkl. Befestigungsmaterial auch nicht alle Tage:




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