Hummel meets Hummel - oder: wie lerne ich mein Motorrad kennen

  • Passive Ölkühlung hat meine Multi IMO auch, zumindest interpretiere ich den Stand des Ölkühlers so. Ob Lüfter dahinter sind, ist leider nicht zu sehen. Gibt es denn auch einen Ölkühler mit Lüfter an einem Motorrad? Wenn ich mich recht erinnere, hab ich noch keinen Lüfter an einem Ölkhühler gesehen.


    Ja gibt es, meine Norge 8V hatte einen aktiven Ölkühler - also Kühler und dahinter Lüfter - war auch bitter nötig, denn die Vollschale sorgte eh schon für leicht höhere Temperaturen und dann noch stopp-and-go... :whistling:

    Es geht immer weiter - und wenn es zurück ist. Nach dem Regen scheint die Sonne.

  • Wenn Du den Motor allerdings bei 3.000 U/Min. bei 30° Außentemperatur laufen lässt, kannst Du ihm damit Schaden zufügen. Motoren halten schon etwas aus.


    Oh, das ist ein guter HInweis!



    Ich war mal bei OBI damit, aber die hatten keine passenden Rohlinge. In der Stadt gibt es aber einen Mister Minit, da geh ich mal schauen. Wär' ja schön doof, wenn der eine Schlüssel im Tankschloss verbiegt oder so.


    Die Hummel hat einen Haken für den Helm, dazu muss man die Sitzbank öffnen. Ich hab den da noch nie dran gehangen, aber ich weiß immerhin, dass es den Haken gibt :thumbup:


    Bowdenzüge sind die "Seile" von Kupplung und Gasgriff, die vom Lenker ins Innere der Maschine führen.
    - Kupplung, sofern mit Bowdenzug, gibt auch hydraulische, nur ein Seilzug abgehend vom Lenker
    - Gasgriff, gehen meistens zwei Bowdenzüge weg.


    Die schaue ich mir gleich mal näher an. Und frage schon, wie leichtgängig sollen die denn sein? Der Kupplungszug war beim Kauf sehr weich, den hat mein Werkstattmensch eingestellt und seitdem habe ich auch einen erkennbaren Druckpunkt (?). Die Kupplung geht nun auch schwerer, aber ich habe mich dran gewöhnt.


    Sehr schöner Thread übrigens! Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten


    Danke schön, Thomas!


    Auf dem Bild sieht man nur den unteren Teil des Vergasers, die Schwimmerkammer. Nach oben ist da noch mehr vorhanden. Die älteren 4T Motoren bauen recht hoch im Zylinderkopf (da sitzt der Ventiltrieb drin), deshalb scheint der Vergaser ziemlich weit unten zu sitzen. Der Weg der Luft und des Benzins nimmt immer den gleichen Weg in den Motor: Durch den Luftfilter (im gleichnamigen Kasten) - - in den Vergaser (hier wird Benzin zugemischt) - - über die Ansaugstutzen - - in den Zylinderkopf - - vorbei am Einlassventil (wenn offen) - - in den Zylinder.


    Deshalb sieht das so weit unten aus! Danke :)


    Ach so ja, wer wartet die Hummel eigentlich?


    Wenn's kein lizenzierter Motorradmechaniker ist, wäre sonst dieses Druckwerk noch nützlich: Bucheli Reparaturanleitung Band 5121 Suzuki GS 500


    Erfährt man auch vieles darüber, wo was zu finden und wie zu warten ist.


    Das Buch haben wir, ich hab's meinem Mann gekauft, als er seine GS aufarbeiten wollte. Nur hat der das gar nicht gebraucht und ich bin etwas überfordert mit dem Buch. Es richtet sich klar an Leute, die zumindest die Grundkenntnisse drauf haben. Und bevor Ihr fragt, weshalb er mir das nicht alles zeigt, was wir hier mühsam zusammen erarbeiten: so lerne ich. Was man mir erzählt, geht links rein und rechts gleich wieder raus. Aber mit Bildern und Schrift, das ist super!


    Die Hummel geht übrigens zur Werkstatt für die Wartung und die Stand-/Tauchrohre hat auch der Fachmann gewechselt. Aber kleinere Sachen wie Ölwechsel usw. würde ich gern mal selbst machen können.


    EDIT: Hummel
    In diesem Forum sitzen vermutlich die Spezialisten für die GS 500. http://forum.gs-500.de/index.php?s=03313…77dbe488e87edfb


    Danke Sunny, ich lese da mal rein. Ich habe ja soweit keine Probleme mit der Maschine (und krieg' auch hoffentlich keine), aber hier fühle ich mich recht wohl und der Umgangston ist echt in Ordnung. Hllfsbereitschaft wird hier groß geschrieben und das schätze ich sehr. Die GS muss ja auch nur herhalten als Anschauungsobjekt. Wenn ich tatsächlich mal was anderes kaufen will, möchte ich hierauf zurückgreifen können, nachdem ich mich mit den modellspezifischen Bedingungen eines anderen Motorrads vertraut gemacht habe.

    Und der Nächste, der seine Waffe wegwirft, ohne eine Zweite dabei zu haben, bezahlt einen Sack Goldmünzen. Das ist eine Unsitte! (Boindil Zweiklinge)

    • Official Post

    Das Buch haben wir, ich hab's meinem Mann gekauft, als er seine GS aufarbeiten wollte. Nur hat der das gar nicht gebraucht und ich bin etwas überfordert mit dem Buch. Es richtet sich klar an Leute, die zumindest die Grundkenntnisse drauf haben. Und bevor Ihr fragt, weshalb er mir das nicht alles zeigt, was wir hier mühsam zusammen erarbeiten: so lerne ich. Was man mir erzählt, geht links rein und rechts gleich wieder raus. Aber mit Bildern und Schrift, das ist super!


    Das Problem kenne ich, es gibt wohl unterschiedliche Autoren dieser Bücher, die unterschiedliche Maßstäbe anlegen. Ich habe zwei Bücher, eines für meine CB, das andere für die SV650 meiner Frau. Das für die CB ist schön kleinschrittig beschrieben, viele Bilder (wenn auch s/w), sinnvolle Hinweise und alles sehr geordnet. Das Buch der SV ist da eher so aufgebaut: "1: Entfernen Sie die Verkleidung (Siehe Seite x), 2: reparieren Sie das Motorrad, 3: bauen Sie alles in umgekehrter Reihenfolge wieder an". :thumbdown: Es empfiehlt sich allerdings immer, sich noch eine zweite Informationsquelle dazuzuholen. Es gibt sicher für Deine GS noch ein Markenforum mit unfreundlichem Umgangston, aber vielen wertvollen Infos oder ein Wiki. Dort findest Du auch Anleitungen, die vielleicht für Dich etwas besser verständlich sind, als die im Buechli. Das mache ich auch oft genug, ich habe beispielsweise damals den Kettensatz bei meiner CB nach einer Anleitung aus dem CB500-Wiki gewechselt und nicht nach dem Buch. Einfach, weil mir die Beschreibung besser gefallen hat.


    Zum Thema lernen: Es lernt sich deutlich besser, wenn man ein mehr oder weniger klar definiertes Ziel hat. Wenn Du dir einfach so anschaust, wo der Ölfilter ist, wo die Ölablassschraube ist und wie man den Ölstand korrekt abliest, dann hast Du das innerhalb von 10 Minuten wieder vergessen. Das ist normal. Wenn Du aber selbst einen Ölwechsel machst, Dich entsprechend drauf vorbereitest, wirst du in einem halben Jahr noch wissen, mit welchem Drehmoment die Ablass-Schraube wieder angezogen werden muss und wie genau der Ölstand gemessen werden muss. Das Hirn kann es deutlich besser abspeichern, wenn diese losen Fakten mit einem konkreten Vorgang verknüpft werden.


    Ich gehe mal davon aus, dass Du eine mindestens brauchbare Werkstatt-Ausrüstung griffbereit hast?


    Gruß,
    Thomas


  • Das Problem kenne ich, es gibt wohl unterschiedliche Autoren dieser Bücher, die unterschiedliche Maßstäbe anlegen. Ich habe zwei Bücher, eines für meine CB, das andere für die SV650 meiner Frau. Das für die CB ist schön kleinschrittig beschrieben, viele Bilder (wenn auch s/w), sinnvolle Hinweise und alles sehr geordnet. Das Buch der SV ist da eher so aufgebaut: "1: Entfernen Sie die Verkleidung (Siehe Seite x), 2: reparieren Sie das Motorrad, 3: bauen Sie alles in umgekehrter Reihenfolge wieder an". :thumbdown: Es empfiehlt sich allerdings immer, sich noch eine zweite Informationsquelle dazuzuholen. Es gibt sicher für Deine GS noch ein Markenforum mit unfreundlichem Umgangston, aber vielen wertvollen Infos oder ein Wiki. Dort findest Du auch Anleitungen, die vielleicht für Dich etwas besser verständlich sind, als die im Buechli. Das mache ich auch oft genug, ich habe beispielsweise damals den Kettensatz bei meiner CB nach einer Anleitung aus dem CB500-Wiki gewechselt und nicht nach dem Buch. Einfach, weil mir die Beschreibung besser gefallen hat.


    Das hängt auch mit der stark schwankenden Qualität der Original WHB zusammen. In dem der CBR XX wird erklärt wie man einen Thermostaten prüft, es gibt ne Schablone für die Verschleisskontrolle des Ritzels, die Toleranzen für das Spiel der Laschen und Nieten der Kette ist in einer Zeichnung dargestellt, usw...


    Ich kenn kein WHB was so ausführlich ist. Da diese freien Reperaturanleitungen m.M.n. nicht mehr als eine schlechte, reduzierte Kopie der Original-WHBs sind, wundert es mich nicht wenn was fehlt....

    Der Norden fängt da an, wo die Leute aufhören zu

  • Ich war mal bei OBI damit, aber die hatten keine passenden Rohlinge. In der Stadt gibt es aber einen Mister Minit, da geh ich mal schauen. Wär' ja schön doof, wenn der eine Schlüssel im Tankschloss verbiegt oder so.


    Auch die schlüssel für Motorräder von Mister Minit sind meißtens nicht so Prikelnd, selbst die Schlüssel von Richtigen Schlossgeschäften Sicherheitstechnik usw. sind nicht immer passend, bei den Geschäften ist es aber relativ einfach ein genauen Schlüssel zu bekommen,Weil vorort ein richtiger Fachman den Schlüssel anfertigt und ausprobiert ob der auch richtig funktioniert. Hatten wir alles schon, Schlüssel passt ins Schloss Zündung geht an aber starten geht nicht ^^ Soh alles genauso aus wie der originalschlüssel... mußßte dann ein paarmal nachgearbeitet werden .Was auch schon passiert ist... Schlöss ist alt ,originalschlüssel auch , der alte passt hervorragend weil auf dem alten schoss eingespielt und der neue geht garnicht, weil eben neu.Also, nicht jeder neu gemachte Schlüssel Passt auch wirklich, deshalb ist es besser direkt beim Richtigen Schloß/ Schlüsselmann das machen zu lassen...ist im überigen auch nicht teurer aber erspart Zeit und Ärger.
    Notfalls baut der sogar das Schloss aus und revidiert es für kleines Geld ^^

  • Wenn Du aber selbst einen Ölwechsel machst, Dich entsprechend drauf vorbereitest, wirst du in einem halben Jahr noch wissen, mit welchem Drehmoment die Ablass-Schraube wieder angezogen werden muss und wie genau der Ölstand gemessen werden muss. Das Hirn kann es deutlich besser abspeichern, wenn diese losen Fakten mit einem konkreten Vorgang verknüpft werden.


    Ich gehe mal davon aus, dass Du eine mindestens brauchbare Werkstatt-Ausrüstung griffbereit hast?


    Den Ölstand habe ich schon selbst kontrolliert und weiß deshalb, wie es geht - kann Dich also bestätigen in Deinen Ausführungen. Ich finde allerdings doof, dass sich das Handbuch darüber ausschweigt, ob man bei kaltem oder warmem Motor den Ölstand prüft. Die Maschine ist ohne Hauptständer gerade zu halten (geht also allein schon mal schlecht) und der Öldeckel ist nur lose aufzulegen. Jetzt in kaltem Zustand zeigt der Messstab genau minimal an - aber dehnt sich das nicht aus bei warmem Motor?


    Lt. Handbuch soll das Öl bei den Wartungsintervallen gewechselt werden. Lt. Bücheli alle 6000 km oder einmal im Jahr. Das Öl wurde vom Vorbesitzer im Frühjahr getauscht, das könnte man also im Winter mal in Angriff nehmen. Aber fülle ich jetzt noch etwas auf oder nicht?


    Werkstattausrüstung ist vorhanden, ich muss sie nur immer finden. Ich habe ganz andere Ansprüche an Ordnung als meine Männer... :whistling:


    Ich kenn kein WHB was so ausführlich ist.


    Werkstatthandbuch?


    Zitat Checkliste:


    Lenkkopflager:


    Mopped aufbocken und Vorderrad entlasten,Lenker von Anschlag zu Anschlag drehen.
    Es darf kein Einrasten spürbar sein.


    Das Vorderrad gegen eine Wand stellen und mehrmals kurz hintereinander am Lenker Richtung Wand drücken:
    Es darf weder Spiel haben noch knacken.


    Standrohre dicht?
    Standrohre gerade?
    Prüfung mit Profil aus Leichtmetall.
    Wenn es kippelt,sind die Standrohre verspannt oder krumm.


    Die Gabel mehrmals stark einfedern-bei Ölspuren sind vermutlich die Gabeldichtringe hinüber.


    Da rastet nichts ein, allerdings geht es an einer Stelle etwas schwergängiger. Zum Vergleich habe ich die andere GS angesehen, da läuft es wie Butter. Das muss ich im Auge behalten, wusste das aber schon von meinem Werkstattmenschen. Der hat das nämlich schon optimiert.


    Spiel hat der Lenker nicht, knacken tut er auch nicht.


    Die Stand- und Tauchrohre wurden letztes Jahr erst ausgetauscht und somit auch neue Dichtringe eingesetzt. Die sind gerade und dicht:



    Zitat Checkliste:


    Bremsen:


    Bremsscheibe(n) riefig?
    Prüfung mit Fingernagel.


    Beläge verschlissen?


    Das wird jetzt ein bischen blöd, äh teuer, für mich. Die vordere Bremsscheibe hat deutliche Riefen



    Die hintere sieht zwar so aus, hat aber keine spürbaren Riefen:



    Beide Scheiben sind aber dünner als Bücheli das sagt (vorne 4, hinten 6). Darüber muss ich mit der Werkstatt reden (ich habe dem Sohn einen Messschieber geklaut).


    Die Bremsbeläge (ich hab das korrigiert, das Richtige denken und das Falsche schreiben...so geht es ja nicht) kann ich gar nicht richtig erkennen:




    Das macht aber nichts, wenn die Scheiben getauscht werden, macht man die Beläge ja sowieso neu. Nur ärgerlich bleibt es, die Scheiben finde ich sehr teuer. Aber wenn man ausgiebig die Gefahrenbremsung übt, bleibt das halt nicht aus :S


    Immerhin muss ich an der Bremsleitung nichts mehr im Auge behalten (die soll ja alle 4 Jahre getauscht werden), denn seit letztem Jahr habe ich Stahlflexleitungen und habe in diesem Sommer auch mal dran gedacht, die zugehörige ABE auch mitzuführen :pinch:


    Zitat Checkliste:


    Bereifung:


    Profiltiefe mindestens 1,6 mm


    Ist der montierte Reifen zugelassen?


    Die Reifen sind noch neu, ausreichend Profiltiefe vorhanden und keine Beschädigungen. Da die Hummel eine Reifenfabrikatsbindung auf Bridgestone hat, sind auch genau die drauf. Achtung, edit: das stimmt ja mal so gar nicht, der Sohn machte mich gerade darauf aufmerksam "Mama, das Fabrikat ist das Gleiche, das Modell aber nicht!". Es sind zwar Bridgestone-Reifen, aber BT45. Lt. Handbuch sollen es G547G und G550 sein.


    Ist es ausreichend, die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Herstellers auszudrucken und mitzuführen für den BT45? Die werden ja von Bridgestone zur Verfügung gestellt auf deren Homepage.

    Und der Nächste, der seine Waffe wegwirft, ohne eine Zweite dabei zu haben, bezahlt einen Sack Goldmünzen. Das ist eine Unsitte! (Boindil Zweiklinge)

    Edited 2 times, last by Hummel ().

  • Das kommt gut.


    Noch was zum Thema Bowdenzüge bzw. Kupplung.



    Einen sogenannten Druckpunkt haben nur hydraulische Systeme, also heutzutage die Bremsen und hydraulische Kupplungen. ;)


    Bremsscheiben sind die grossen, zuweilen gelochten Scheiben, die du mit dem Messschieber gemessen hast. Die Bremsbeläge oder Bremsklötze kannst nur im ausgebauten Zustand messen.


    Bremsscheiben kosten eher mehr, Bremsklötze eher weniger.

    Es geht immer weiter - und wenn es zurück ist. Nach dem Regen scheint die Sonne.

  • Noch was zum Thema Bowdenzüge bzw. Kupplung.


    Vielen Dank für die Bilder, gnome! An meiner Maschine verschwinden die Züge unter dem Tank und ich kann nicht sehen, wo sie herauskommen. Deshalb sind die Bilder sehr hilfreich, dann habe ich zumindest eine Vorstellung.


    Eben habe ich gesehen, dass die Leitungen/Züge, die aus dem Bremsflüssigkeitsbehälter kommen, schwitzen. Es ist ausreichend Bremsflüssigkeit drin (Schauglas vollständig gefüllt). Mal abwischen und im Auge behalten? Die Verschraubungen sind alle fest...


    Einen sogenannten Druckpunkt haben nur hydraulische Systeme, also heutzutage die Bremsen und hydraulische Kupplungen


    Also die Kupplung hat einen leichten "Leerlauf", bis sie packt. Und dieser Punkt ist deutlich spürbar beim Betätigen des Hebels. Das meinte ich mit Druckpunkt, drücke es aber falsch aus?


    Das mit den Belägen habe ich geändert. Zwar richtig gedacht, aber falsch geschrieben...

    Und der Nächste, der seine Waffe wegwirft, ohne eine Zweite dabei zu haben, bezahlt einen Sack Goldmünzen. Das ist eine Unsitte! (Boindil Zweiklinge)

  • Bremsscheiben - ob sie zu dünn / zu riefig sind, sagt Dir der TÜV. Ich halte es so, daß ich immer nur die Beläge tausche, bis der TÜV ansagt, die Scheibe sei fällig.


    Übrigens...



    Die Löcher kann - und sollte - man ab und zu mal sauber machen. Der Kniest, der da drin steckt, schadet auf Dauer den Scheiben und sorgt zusätzlich für Riefenbildung.


    Einfach mit der Rückseite (Schaft) eines passenden Bohrers den Dreck rausdrücken und die Scheibe mit Bremsenreiniger abwischen.




    Zum Krümmer (die unschönen Auspuffrohre)


    Du kannst es zum einen mit der grünen Seite eines Spülschwamms und Stahlfix (Edelstahlreiniger) probieren.


    Alternativ auch mit Akopatz. Einfach mal probieren, ob sich eine Veränderung zeigt.

    *Lille*

  • So dramatisch schlecht sehen die Scheiben nicht aus, und auch die Dicke scheint noch vollkommen ausreichend zu sein . . zumindest auf den Bildern sieht das ganz gut aus. Manchmal ist die minimale Dicke auf den Scheiben eingraviert (nicht auf der Bremsfläche :rolleyes: ).

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • Für mich sehen die Scheiben auf den Bildern auch noch gut aus, die halten locker noch :thumbup: Die beläge sehen etwas dünn aus, kann aber täuschen

  • Die GS500 gehört zu den 90er Jahre Moppeds, die ausschließlich mit dem BT45 gefahren werden sollten. Also eine Gruppe mit der GPZ oder der CB. Die passende Bescheinigung von Bridgestone unter die Sitzbank und beim TÜV vorzeigen und alles ist gut. :)


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    Meisentreffen 2011, Eifeltreffen 2011 :mo24:


    :thumbup:

    • Official Post

    Den Ölstand habe ich schon selbst kontrolliert und weiß deshalb, wie es geht - kann Dich also bestätigen in Deinen Ausführungen. Ich finde allerdings doof, dass sich das Handbuch darüber ausschweigt, ob man bei kaltem oder warmem Motor den Ölstand prüft. Die Maschine ist ohne Hauptständer gerade zu halten (geht also allein schon mal schlecht) und der Öldeckel ist nur lose aufzulegen. Jetzt in kaltem Zustand zeigt der Messstab genau minimal an - aber dehnt sich das nicht aus bei warmem Motor?


    Ja, es dehnt sich aus, wenn es warm ist, ist aber irrelevant. Viel "wichtiger" ist, dass beim Messen das gesamte Öl in der Ölwanne ist. Wenn der Motor gerade lief, ist das Öl nämlich kreuz und quer im Motor verteilt und Du würdest deutlich zu wenig Öl messen.


    Lt. Handbuch soll das Öl bei den Wartungsintervallen gewechselt werden. Lt. Bücheli alle 6000 km oder einmal im Jahr. Das Öl wurde vom Vorbesitzer im Frühjahr getauscht, das könnte man also im Winter mal in Angriff nehmen. Aber fülle ich jetzt noch etwas auf oder nicht?


    Das mit dem Öl ist auch so eine Wissenschaft für sich. Das Motorrad explodiert definitiv nicht, wenn Du 6.001 km fährst, oder erst nach 12,1 Monaten wechselst. Du hast dieses Jahr ca. 2000 km gemacht, oder? Dann würde ich jetzt ein wenig Öl auffüllen und es dabei belassen. Wenn Du nächste Saison nicht dramatisch mehr fährst, kannst Du das Öl nächsten Winter wechseln.


    Ein Einschub noch zum Thema Öl: Du fährst ein luftgekühltes Motorrad. Konstruktionsbedingt verbrauchen sie dadurch mehr Öl, als wassergekühlte Moppeds. Daher zwischendurch mal den Ölstand kontrollieren und ggf. nachfüllen.


    Und noch einen Einschub zum Thema Öl: Wenn Du hier im Forum mal suchst, oder Dich mit Kollegen, Fachleuten oder "Fachleuten" darüber unterhältst, es existieren so dermaßen viel Halbwissen, Binsenweisheiten und Schwachsinnsideen rund ums Thema Öl, dass man durchaus den Überblick verlieren kann. Meine Halbweisheit zu diesem Thema: So grob an Werkstattvorgaben orientieren, den Konsens aus dem Markenforum mitnehmen, daraus eine halbwegs brauchbare Melange finden und es dabei belassen.


    Lenkkopflager:
    Mopped aufbocken und Vorderrad entlasten,Lenker von Anschlag zu Anschlag drehen.
    Es darf kein Einrasten spürbar sein.


    Da rastet nichts ein, allerdings geht es an einer Stelle etwas schwergängiger. Zum Vergleich habe ich die andere GS angesehen, da läuft es wie Butter. Das muss ich im Auge behalten, wusste das aber schon von meinem Werkstattmenschen. Der hat das nämlich schon optimiert.


    Dann stell Dich mal drauf ein, dass das eines Tages schlimmer wird und neu kommt. Bei meiner war aber zwischen "da bahnt sich was an" und "fällt sonst durch den TÜV" aber ca. 15.000 km dazwischen. Was muss man dafür tun? Vorn das ganze Mopped auseinandernehmen (angenehm für Dich: die GS hat keine Verkleidung) und das eingepresste LKL rausbugsieren. Das Teil sitzt jetzt schon seit 25? Jahren unverändert dort? Dementsprechend widerwillig wird es auch rausgehen. Ich habe es damals mangels gescheitem Werkzeug in der Werkstatt machen lassen und durfte sogar noch ein paar Dukaten mehr bezahlen, weil das LKL so festgegammelt war, dass es rausgeschweißt werden musste. :pinch: Wenn ich mich daran selbst versucht hätte, hätte ich mir wohl richtig in den Hintern gebissen.


    Ein Satz noch zu den Lenkkopflagern. Eigentlich gehen die nicht kaputt, bzw. sind sogar wartungsfrei konstruiert. Dennoch geben sie hin und wieder den Geist auf. Ich kenne Leute, die haben nach 28.000 km schon das dritte LKL, meins war glaub ich bei ca. 50.000 fällig und wieder andere halten ein ganzes Moppedleben lang. So ganz planbar ist dieser "Ausfall" jedoch nicht.


    Bereifung:
    Profiltiefe mindestens 1,6 mm
    Ist der montierte Reifen zugelassen?


    Ist es ausreichend, die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Herstellers auszudrucken und mitzuführen für den BT45? Die werden ja von Bridgestone zur Verfügung gestellt auf deren Homepage.


    Janz jenau. :thumbup:


    Ein Satz noch zu den Bowdenzügen: Das mit deinem "Druckpunkt" muss so. Wenn dieses Spiel zu gering ist, machst Du es Dir unnötig schwer beim kuppeln. Wenn das Spiel zu groß ist, trennt die Kupplung nicht sauber. Wie erkennt man das? Wenn man im Stand einen Gang einlegt und es dermaßen gewaltig rummst und gleich einen Satz nach vorn macht, trotz gezogener Kupplung. Kann man aber relativ einfach vorn am Kupplungshebel (Rändelschraube mit Konterscheibe) einstellen. Konterscheibe lösen, Rändelschraube nach Bedarf lösen/fester ziehen, Konterscheibe fest ziehen.


    Gruß,
    Thomas

  • Eigentlich gehen die nicht kaputt, bzw. sind sogar wartungsfrei konstruiert.


    Können schon - ist aber eher selten. Dann eher Konstruktions / Wartungsfehler. Außer meiner Breva kenne ich noch einen zweiten Fall, wo das LKL sich mit einem "Knall" verabschiedete.


    Bei der Breva ist der Käfig im Lager gebrochen.



    Zum Motoröl: Bei einem Motorrad mit Naßkupplung macht ein regelmäßiger Ölwechsel durchaus Sinn. Klar... 1000km mehr führen immer noch nicht zum Totalschaden ;)
    Aber ich finde, bei der Versys spüre ich es immer, wenn es höchste Zeit für einen Wechsel wird. Bei der NC fängt die Automatik-Schaltung an zu Zicken, wenn ich den Intervall zu sehr ausdehne.

    *Lille*

  • Bei der NC fängt die Automatik-Schaltung an zu Zicken, wenn ich den Intervall zu sehr ausdehne.


    Autmatikgetriebe, und dazu zähle ich das Getriebe, sind auch beim PKW nicht abgeneigt, regelmäßig neues Öl incl. Spülung zu bekommen. ;)

  • Bei der NC (bzw. die AT) sind es wohl irgendwelche Sensoren im Getriebe, die zickig auf Verschlammung reagieren.

    *Lille*


  • Also an den Krümmern bringt alles nichts. Die Optik verändert sich allenfalls von "picklig rostig" auf "glatt rostig". Aber aus den Scheiben kam viel Dreck raus, das hätte ich nicht gedacht, dass ich danach schauen sollte.


    Für mich sehen die Scheiben auf den Bildern auch noch gut aus, die halten locker noch Die beläge sehen etwas dünn aus, kann aber täuschen


    Ich lass mal den Sohn nachmessen, bei mir kann ich Anwendungsfehler nicht ausschließen.


    Die GS500 gehört zu den 90er Jahre Moppeds, die ausschließlich mit dem BT45 gefahren werden sollten. Also eine Gruppe mit der GPZ oder der CB. Die passende Bescheinigung von Bridgestone unter die Sitzbank und beim TÜV vorzeigen und alles ist gut. :)


    Ich habe das ausgedruckt und mit ins Täschle gepackt.


    Du hast dieses Jahr ca. 2000 km gemacht, oder? Dann würde ich jetzt ein wenig Öl auffüllen und es dabei belassen. Wenn Du nächste Saison nicht dramatisch mehr fährst, kannst Du das Öl nächsten Winter wechseln.


    Die habe ich sicher nicht voll gemacht, max. 1600-1700 km. Die Hoffnung stirbt ja zuletzt, dass es noch ein paar schöne Tage gibt...aber etwas auffüllen wollte ich sowieso. Dann muss ich nicht die Ölflasche suchen, wenn die Sonne mal raus kommt.


    Bei meiner war aber zwischen "da bahnt sich was an" und "fällt sonst durch den TÜV" aber ca. 15.000 km dazwischen


    Das mache ich ganz sicher nicht selbst aus genau den Gründen, die Du anführst. Da wird nicht nur eine Schraube bockig sein. Aber es beruhigt mich ungemein, dass das LKL nicht unbedingt in den nächsten zwei Jahren schlapp machen wird.



    Ich habe mich nochmal mit der Checkliste beschäftigt und mache gleich hier weiter. Aber mir ist der Beitrag jetzt schon zweimal abgeschmiert - wenn ich nicht so hartnäckig wäre, hätte ich es längst bleiben lassen :sostupid:


    Zitat Checkliste:


    Räder:


    Hat das Radlager Spiel?
    Reifen mit beiden Händen oben umgreifen und wackeln,versuchen,quer zur Fahrtrichtung zu bewegen.


    Alles fein. Da bewegt sich nichts. Da ich keine Speichenräder habe, brauche ich dazu auch nichts prüfen.


    Zitat Checkliste:


    Hauptständer:


    Bei aufgebocktem Mopped soll das Hinterrad deutlich den Boden nicht berühren-wenn doch,ist der Ständer verbogen.


    Seitenständer funktionsfähig?


    Das Hinterrad steht deutlich über dem Boden. Der Seitenständer hält zuverlässig und verhindert das Starten des Motors, wenn er unten ist.


    Zitat Checkliste:


    Kettenrad:


    Haifischzähne?
    Wenn ja,Rad,Ritzel und Kette verschlissen.


    Tja, ist das in Ordnung?



    Zitat Checkliste:


    Kettenspanner schon fast am Ende der Einstellskala?
    Wenn ja-Kette verschlissen.


    Kette:


    Pflegezustand?
    Durchhang,Schmierung ?


    Lässt sich die Kette hinten deutlich vom Kettenrad wegziehen?
    Wenn ja-verschlissen.


    Mopped aufbocken,Durchhang bei verschiedenen Stellungen des Hinterrads fühlen.
    Wenn der Durchhang sich stark ändert,ist die Kette ungleichmäßig gelängt.



    Ist das der Kettenspanner?


    Dreckig ist sie und muss geputzt werden. Geschmiert hatte ich sie vor einigen Wochen - also einmal das komplette Rundum-Paket neu machen. Aber Durchhang? Wie mache ich das und worauf soll ich achten? Die lässt sich runter und hochbewegen, wenn man den Finger drauf legt, aber wieviel da normal ist, kann ich nicht beurteilen. Die Werkstatt hatte sie lockerer gestellt, weil sie zu fest war.

    Und der Nächste, der seine Waffe wegwirft, ohne eine Zweite dabei zu haben, bezahlt einen Sack Goldmünzen. Das ist eine Unsitte! (Boindil Zweiklinge)

    Edited 2 times, last by Hummel ().

  • Also an den Krümmern bringt alles nichts. Die Optik verändert sich allenfalls von "picklig rostig" auf "glatt rostig". Aber aus den Scheiben kam viel Dreck raus, das hätte ich nicht gedacht, dass ich danach schauen sollte.


    Wusste ich lange auch nicht. Als ich dann mal die Radlager der Breva hab wechseln lassen und dabei die Bremsscheiben runter mussten, hat meiner Schrauber sie sich genauer angeschaut - und mir einen Einlauf verpasst.


    Ich erinnere mich an Vokabeln mit "verwahrlost" und "mangelhafte Pflege" ;) Er ist da immer sehr direkt. ^^

    *Lille*

    • Official Post

    Der Kettenspanner ist eigentlich diese Gewindestange, die nach hinten raus aus der Schwinge rausguckt, auf beiden Seiten. Auf die Verschleißanzeige würde ich relativ wenig geben. Die Kette ist hinüber, wenn:


    - sie beim rollen Geräusche von sich gibt
    - die Kette ungleichmäßig gelängt ist. Deswegen die Kettenspannung immer an mehreren Stellen der Kette bestimmen
    - die Kettenlaschen nicht zur Kettenlaufrichtung passen
    - sich die Kette nennenswert vom Kettenblatt abheben lässt. Entweder mit der Hand oder mit einem Schraubendreher prüfen.


    Wie misst man korrekt die Kettenspannung? Steht im Handbuch. Entweder auf dem Haupt- oder Seitenständer, dann muss sich die Kette mindestens/höchstens ein bestimmtes Stück hochschieben lassen. Wenn die Kettenspannung zu feste ist, beschädigst Du langfristig damit die Kurbelwelle, wenn die Kette zu locker eingestellt ist, ist es nur bei Lastwechseln eeeeeetwas unangenehmer.


    Gruß,
    Thomas

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