Bundesrat fordert 80 dB für Motorräder

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    Vielleicht denk ich auch nur falsch, aber wenn ich mir ein Haus kaufe und dort dann vielleicht 10/20 Jahre wohnen will, dann red ich doch vorher mal mit den Nachbarn und frage wie es denn hier so ist. Und auch vielleicht erst Recht wenns ungewöhnlich günstig ist. Oder bin ich da nur falsch gewickelt

    Es gibt auch genug Leute die sich im Winter, Frühling eine Dachgeschosswohnung mieten und dann im Sommer über 40° in der Bude jammern.

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  • Eine herrlich unaufgeregte Dokumentation.

    Naja, der Herr Antilärm war durchaus aufgeregt. Möchte angeblich ins Gespräch kommen, unterbricht aber jeden nach 'nem halben Satz. So wird das nix mit erfolgreichen Kommunikation. Erinnert dann eher an die Zeugen Jehovas, die ja nicht am Bahnhof stehen, weil sie dort jeden Tag jemanden rekrutieren würden, sondern weil sich dann gegenseitig vergewissern können, dass sie einfach besser als alle anderen sind, wenn sie den ganzen Tag nur Ablehnung erfahren.

  • Mal noch zwei Infos aus einem anderen Forum zum Hr. Siegel, habs aber nicht auf Wahrheit überprüft:


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    Anmerkung zu Holger Siegel:

    Auf seinem linkedin-Profil ist zu sehen, dass er seit 1992 in Stuttgart ist. Die TDM aus dem Bericht ist auch schon an die 20 Jahre alt und dann kennt er diese bekannte Motorradstrecke Richtung "Platte" nicht!? Ein Schelm der Böses dabei denkt. Wie schon geschrieben, handelt es sich um eine Bundesstraße mit ordentlicher Verkehrsauslastung, die es schon seit Jahrzehnten gibt.

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    Ich komme ja grob aus der Ecke und kenne ein paar Leute in Sulzbach. Dort gibt es die Meinung, dass sich Herr Holger Siegel der Situation mit der Bundesstraße und der Lautstärke sehr bewusst war. Es ist nicht zu übersehen, dass es dort eine überregionale Durchgangsstraße gibt. Aus diesem Grund soll das Architektenhaus (und das recht große Grundstück) auch verhältnismässig günstig gewesen sein. Natürlich finden einige Anwohner sein Engagement ganz toll, weil diese auch eine Reduzierung der Lautstärke des gesamten Verkehrs wünschen. Als ehemaliger Chefredakteur hat er offensichtlich genug Kontakte um seine Meinung zu verbreiten. Auch beim BUND ist er aktiv und versucht dieses Thema zu etablieren. Einige Sulzbacher sagen, dass er nur deshalb so viel Zeit investiert, um den Wert seines Anwesens zu erhöhen und das Haus mit Gewinn wieder zu verkaufen.



    Wirft schon "ein Geschmäckle" drauf und bestätigt die Motorradfahrer in der Ansicht, das da extra einer hingezogen um dagegen Radau zu machen.

  • Allein, was änderts? Da hat er also sagen wir zehn Mitstreiter. Er ist neu hinzugezogen, die anderen 9 sind Ureinwohner. Und jetzt? Bleiben die Motorradfahrer fern, wenn nur die Ureinwohner demonstrieren? Ich glaube nicht. Also spielt die Dauer der Anwohnerschaft überhaupt keine Rolle in der Debatte. Da gehts wieder nur um die Frage "wer argumentiert da" und nicht um die Sache an sich.

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  • Geht noch blöder: Hier in Nürnberg gibt's ein Verkehrsnadelör, das endlich mal umgebaut werden soll, mit Tunnel usw. Heißt "an den Rampen". Danach wäre es für alle inkl. Anwohner angenehmer als vorher, aber ein Anwoher klagt seit Jahren dagegen, ist inzwischen weggezogen, und klagt jetzt noch immer weiter - und darf das auch :O Gebaut worden ist natürlich noch überhaupt nichts. Das Planfeststellungsverfahren läuft seit 10 Jahren. Bauzeit wären auch 10 Jahre. Vielleicht erlebe ich es noch...

  • Da sind wir wieder an einem Punkt wo, sagen wir mal mindestens diskussionswürdige Situationen, auf eine Person die dahinter steht fokussiert werden. Siehe "Luisa Neubauer fliegt Flugzeug".
    Man sollte hinterfragen, ob das an der eigentlichen Situation etwas ändert! Im Falle von blahwas sicherlich ja, da "kämpft" jemand wahrscheinlich nur weil er es kann... im Fall des Anwohners finde ich das nicht so eindeutig. Muss ich mir Krach gefallen lassen auch wenn ich vorab davon weiß oder ist es nicht dennoch legitim sich dagegen einzusetzen? Krach macht krank, also sollten wir es wo immer möglich reduzieren... ob und wie es möglich ist muss man eben diskutieren.

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  • Ich hab hier schon länger nicht mehr mitgelesen.
    Kennt ihr diesen Beitrag schon?

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    Da vom 05.11. wohl nicht?


    Ich oute mich zur Seite des Mr. Architektenhauses zu gehören, auch wenn sein Diskussionsansatz etwas...scharf ist.

    Die Aussagen wie "wenn ich da einen Standardauspuff dran hab, höre ich nur das Motorgeräusch, das ist doch scheiße" unterstreichen das Problem ganz gut. Finde ich.

  • Da gab es in den letzten Motorrad News/Fahrer (sind ja seid einer Weile zusammengelegt) ein paar interessante Berichte. Wenn davon hier noch keiner was zum besten gegeben hat suche ich die mal raus.

    Leben auf großem Fuß mit 7-Meilen-Stiefeln :grin:

  • Mache ich doch glatt, entweder schaff ich das heute noch die zu Posten, ansonsten die Tage ich lege mir die dann zurecht, dass ich dran denke.

    Da ging es im allgemeinen um Lärm, Standgeräuschwerte bei Motorrädern, wie Standgeräusch und Fahrgeräusch zustande kommen und noch ein paar Gedankenspiele auch mit Hinsicht auf reine Stromer. Versuche das dann mal irgendwie lesbar zusammen zu fassen oder besser ich versuche Oberbegriffe zu bilden und füttere das ganze mit Zitaten. Wobei ich das große ganze (waren 2 oder 3 Ausgaben mit jeweils mehreren Doppelseiten dazu) zusammenfassen werde.

    Leben auf großem Fuß mit 7-Meilen-Stiefeln :grin:

    Edited once, last by loted ().

  • Die ganze Diskussion wird doch auf beiden Seiten mit viel Emotionen geführt was nicht zur Versachlichung beiträgt. Fakt ist Motorräder sind laut, man/frau kann sie auch leiser fahren aber wer macht das? Wenn ich mein Mopped gut beschleunige und das ist der Reiz (nicht der Krach, die langen Arme!) nimmt das in Kauf. Ich nehme für mich auch in Anspruch leise zu fahren, es wird viele Menschen geben, die dem widersprechen und sie haben zum Teil Recht weil sie nur eine Momentaufnahme meiner Strecke sind. Das ändert für die aber wenig. Ich halte auch nichts davon den eigenen Lärm zu entschuldigen mit den Lärm anderer. (Sportwagen) Lärmvorschriften sollen für alle gelten! Autos, Motorräder Züge Flugzeuge! :-) Der Tüver der ein Mopped mit 103 db zulässt gehört entlassen! Das geht gar nicht. (Zur Aufklärung: Anzeige in der hiesigen Zeitung: Harley zu verkaufen 103 db eingetragen. Ende. Keine km, BJ, Leistung alles uninteressant.) Ich habe mir ein Mopped gebraucht gekauft. War halt ein Zach Auspuff dran. Wenn möglich würde ich ihn leiser machen. (Wer weiß, wie?) Ich würde ihn auch gegen einen originalen tauschen. Ich würde aber ungern viel Geld nur deswegen reinstecken. Ich geb's zu, aber ich kann die Menschen verstehen die sich durch Motorradlärm belästigt fühlen. Und wer seine kleine Tochter schon mal in den (Mittags)schlaf gesungen hat und gerade als sie einschläft ballert eine Harley draußen vorbei weiß wovon ich rede. Das muss nicht sein. Lärm machen auch 3jährige wenn sie entdecken, dass Topfschlagen Lärm macht und sie machen es mit großer Freude. Dafür habe ich mehr Verständnis.

    Für mich bedeutet Mopped fahren Durchfahrgeschwindigkeit mal Kurfenwinkel mal Schräglage. Dazu würde ein Ebike reichen, das muss nicht laut sein. Lange Arme geiles Feeling im Flow.

    Beny

    Nichts ändert sich, außer ich ändere mich!

    Edited 2 times, last by Beny ().

  • Habe die Artikel gefunden und mir parat gelegt, hoffe ich komme die Woche dazu das abzutippen/zusammen zu fassen.


    Mittagsschlaf könnte ich noch irgendwie verkraften, auch wenn es nicht schön ist (meiner ist auch erst 2).

    Aber was dich auch komplett an den Rand des Wahnsinns treibt sind Autoproleten (in einem 13.000 Einw. Städtchen, ja keine Millionenstadt) die von 22 - 24 Uhr schön die Drehzahlorgel mit absichtlichen Fehlzündungen mimen. Oder die Feuerwehr, die (ab spätestens 21 Uhr circa kaum einer Unterwegs) die konsequent zu jeder Uhrzeit mit allen 13 Wagen und komplettem Trara an deinem Fenster vorbei-tröten. Gerne zwischen 2300 und 0100. Wobei der Rekord bei 0230 circa lag .... hat unseren Sohn top gefreut.

    Wir haben direkt an der Hauptstraße gewohnt, laute Mopeds oder der allgemein relativ Starke Verkehr über Tag haben den nie gejuckt. ^^

    Aber kann dich durchaus verstehen Beny, wenn man das nur sehr selten hat fällt halt ein einzelner heftig auf. Wobei hier auch im Winter ganz ganz ganz früh morgens gerne die privaten Schneefräsen angelassen werden. :D

    Leben auf großem Fuß mit 7-Meilen-Stiefeln :grin:

  • Ich fasse hier mal den ersten Artikel in der MN zusammen aus der 08/20. Grundsätzlich geht es hier um die Forderung nach den 80dB vom Bundesrat. Der Artikel zeigt hauptsächlich die Formierungen und deren Standpunkte auf wie "Initiative Motorradlärm" oder "SIlent Rider e.V."


    Die meines Erachtens darin wichtigsten Aussagen sind hier am Ende hintereinander weg geschrieben.

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    IVM-Pressesprecher Achim Marten hofft, dass bei den Motorradfahrern, die zu laut unterwegs sind, nun endlich "der Groschen fällt".

    Am Ende bleibt abzuwarten, wie der Bundestag mit der Entschließung umgeht. Der BVDM hat sich dazu einige Stellungnahmen eingeholt.

    So meinte Rainer Alois, verkehrspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: "Ein Fahrverbot für Motorräder an Sonn- und Feiertagen wird es mit uns definitiv nicht geben. Das wäre ein gravierender Eingriff in die persönlichen Freiheitsrechte der Menschen. Es ist für mich völlig unverständlich, wie der Bundesrat so etwas beschließen kann."

    Kirsten Lühmann, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, sieht "auch die Hersteller in der Pflicht zu zeigen, was technisch in Sachen geringerer Lautstärke machbar ist, oder leisere Nachrüstlösungen anzubieten."

    Daniela Wagner von B90/Die Grünen: "Zeitlich begrenzte Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen für einzelne Streckkenabschnitte sind das letzte Mittel, wenn das Lärmproblem überhandnimmt und andere Maßnahmen kurzfristig keine Erleichterung bringen. Vielleicht ist es - leider - so, dass es einzelne drastische Maßnahmen braucht, um ein Umdenken der sehr lauten Minderheit un der Industrie, die diese bedient, herbeizuführen."

    Weiterhin sind noch 2 Infokästen Interessanter. (der dritte behandelt die Verbote über 95dB in Tirol und hier ist nur ein Satz etwas wichtiger, vor allem für den anderen Artikel

    "Die Grenzziehung bei 95 dB(A) im Stand verwundert Fachleute, weil es sich um keine gesetzliche Norm. sondern einen kaum aussagekräftigenn Referenzwert handelt, der nirgendwo als Grenzwert festgelegt ist. Er dient nur dazu, der Polizei das Herausfischen der schwarzen Schafe zu erleichtern)

    Im ersten der gesamt Interessanten Kästen werden Standgeräusche von Motorrädern aus 2020 aufgelistet. Dabei fällt schnell auf, dass dabei kaum Motorräder in der Nähe von 80dB sind (niedrigsten Wert hat in dieser Liste die Honda CRF250RLA mit 84) der große Rest Teilt sich wie folgt: der eine Teil tummelt sich dicht an der 90 mit einer Tendenz eher genau drauf oder leicht drüber zu liegen und der rest ist entweder knapp über den 95dB aus Tirol oder schießt den Vogel komplett ab.

    Der Einfachheit halber Liste ich mal nur die Kisten mit über 95dB nach Hersteller Sortiert auf. Die Liste im Artikel hat natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt zusätzlich wie schon erwähnt nur Modelle aus dem Jahr 2020 wieder.


    Aprilia
    RSV4 1100 Factory105
    RSV4 1000 RR96
    Tuono V4 110096
    BMW
    S1000RR98
    Ducati
    Diavel102
    XDiavel101
    Hypermotard97
    Monster 120097
    Multi 1260102
    Multi Enduro98
    Panigale V2102
    Panigale V4 / R107
    Streetfighter V4106
    Supersport98
    Harley-Davidson
    Iron 120098
    Sportster 1200 Custom98
    Forty-Eight98
    Superlow 1200T98
    Roadster97
    Honda
    CBR650RA97
    CB650RA97
    CB1000RA97
    CBR1000RA/S/ST/SP99
    Kawasaki
    Z900/70kW97/95
    ZX-10R97
    Ninja H297
    KTM
    890 Duke R96
    Suzuki
    GSX-R1000R/RZ96
    GSX-R100096
    Katana 100099
    GSX-S100099
    GSX-S1000F99
    Triumph
    Bobber97
    Speedmaster97
    Daytona 76597
    Rocket 3/TFC99/102
    Street Triple R98
    Street Triple RS97
    Tiger 1200 XCX/XR/XRX97
    Yamaha
    YZF-R696
    YZF-R198


    Letzter Kasten behandelt die Forderungen des Bundesrats mit Kommentaren zur jeweiligen Forderung.

    (Erst die Forderung an sich, danach der zusammengefasste Kommentar)


    Grenzwert 80 dB(A):

    - Maximal 80dB(A) für alle Neufahrzeuge in allen Fahrzuständen ist technisch bei einem Motorrad mit Verbrennermotor nicht umsetzbar.


    Schärfere Strafen für unerlaubte Lärmsteigerung bis zur Beschlagnahme:

    - müsste für ALLE Fahrzeuge gelten

    - erst bestehenden Strafrahmen ausschöpfen

    - Beschlagnahme geht schon lange §19 (2) StVZO "Die Betriebserlaubnis … erlischt, wenn Änderungen vorgenommen werden, durch die das Abgas- oder Geräuschverhalten verschlechtert wird." Passiert kraft Gesetz hier und jetzt schon.


    Verbot eines vom Fahrer einstellbaren "Sound-Designs"

    - Definition: Herausnehmbare dB-Eater /-Killer? Anlagen mit wählbar laut/leise? Darf s.o. nicht lauter als Serie sein.


    Wirksame Messverfahren einführen:

    - vorhanden, aber selten angewandt (Mangel an: Personal, technische Ausstattung, Sachkenntnis)


    Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen aus Lärmschutzgründen:

    - Lässt aktuelles Recht nicht zu

    - Verstößt gegen Gleichheitsgrundsatz (Sperrung nur für Motorradfahrer)


    Fahreridentifizierung:

    - vorne kein Kennzeichen, wegen Verletzungsgefahr für Fußgänger und Radfahrer

    - Vielleicht ein QR-Code auf dem Helm oder verpflichtende Weste mit Barcode vorn mit wichtigen Daten. (Eigener Kommentar zur Weste: wird beim Bückeisen sportlich den Barcode vorne zu lesen)


    Halterhaftung:

    - Vom Bundesverfassungsgericht bereits 1989 als verfassungswidrig erklärt


    Fahrtenbuchpflicht:

    - kann schon lange angeordnet werden; auch wieder Forderung von bereits Vorhandenem



    Viel Spaß beim Lesen, ich führe mir derweil mal den anderen Artikel zu Gemüte und mache mir Notizen zum Zusammenfassen :D

    Leben auf großem Fuß mit 7-Meilen-Stiefeln :grin:

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  • Disclaimer, alle Kommentare meinerseits sind natürlich rein persönlich und subjektiv und können daher von Person zu Person anders sein.


    So den zweiten Artikel werde ich in mehrere Posts aufteilen um einfach die Größe etwas angenehmer zu gestalten. ;)


    In Teil Eins des Artikels geht es erstmal darum, wie eigentlich Standgeräusch und Fahrgeräusch definiert sind


    Anschließend wird erklärt, wozu diese (Stand-, Fahrgeräusch) benutzt werden bzw. was deren Zweck ist, vor allem vom Standgeräusch.


    In Teil Drei geht es um eine Gesetzeslücke hinsichtlich automatisierter (nicht vom Fahrer aktiv beeinflussbarer) Auspuffklappensteuerung bei Motorrädern.


    Zu guter Letzt gibt es noch ein Resumé, sowie Reaktionen von Herstellern und Gesetzgeber im Artikel.


    Dann gibt es noch einen Kommentar vom Cheftester der MN Wulf Weis und einen größeren Infokasten darüber, wie man das Motorrad leiser machen kann unter dem Titel "Motorrad leiser machen? Auspufftuning andersrum". Beim Infokasten gibt es Interviews vom Vertriebsleiter von Remus-Aufpuffanlagen Deutschland, der Aufpuffschmiede Hattech und der BMW-Motorradzentrale München.


    Hier noch der Untertitel zum Artikel, der es relativ okay zusammen fasst.

    "Motorradfahrverbote in Tirol haben die Szene aufgerüttelt. Genervte Anwohner klatschen Beifall, Besitzer legaler Motorräder fühlen sich zu Unrecht abgestraft. Wie kam es so weit? Und wie geht es weiter?"

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  • Quote

    Es ist für mich völlig unverständlich, wie der Bundesrat so etwas beschließen kann."

    Es ist mir völlig unverständlich, wie man diesen Schwachsinn schreiben kann.


    Der Bundesrat hat nichts beschlossen, sondern gefordert. Und was er gefordert hat, waren keine grundsätzlichen Fahrverbote. Anbiedern an die Wutmotorradfahrer mittels Strohmannargumenten.


    Das packe ich grad echt nicht, ich hab da schon aufgehört zu lesen. Das ist, als ob Lindner sage, Merkel solle endlich den Maskenzwang in der Öffentlichkeit aufheben.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

  • Zunächst mal der Titel vom Artikel und ein passender einleitender Satz zum Vorstoß in Tirol mit den 95dB(A) Standgeräusch, der sich um den offiziellen, legal einwandfreien Eintrag in den Papieren dreht.


    Titel: "Schall ohne Rauch" - erster Satz, ich finde extrem passend: "Wer hätte gedacht, dass man mit Lärmgrenzwerten einen Riesenkrach lostreten kann?"


    Zunächst kommt der Hinweis, dass das Standgeräusch "nicht um die individuelle Lautstärke eines konkreten - und möglicherweise illegal umgebauten - Motorrads dreht, sondern um den offiziellen Wert aus legal einwandfreien Zulassungspapieren."

    Der Weg zum Standgeräusch führt hier über die Definition des Fahrgeräuschs.

    "Beantragt ein Hersteller die Zulassung seines neuen Motorrads für den Straßenverkehr, muss er diverse Tests erfüllen … Einer dieser Tests ist die Fahrgeräusch-Messung."

    Der Aufwand ist hier enorm. Zwei Prüfingenieure, ein Messfahrer, keine schallreflektierenden Wände in 50m Umkreis des gesamten Aufbaus, passende Asphaltqualität (Abrollgeräusch der Reifen), Mikrofon in 7,5m Entfernung, in 1,2m Höhe und rechtem Winkel zur Teststrecke (10m jeweils 'vor' und 'nach' dem Mikro). Die Messung beinhaltet genau definierte Geschwindigkeiten, Gangstufen und Gasgriffstellungen.

    Die drei beteiligten Fachleute können mit so einer Messung "schon mal viel Stunden beschäftigt sein" und "der aktuell zu erfüllende Grenzwert beträgt in diesem Szenario 77 dB(A). Dieser Wert muss stimmen, sonst gibt es keine Zulassung für den Straßenverkehr."


    Dieser Aufwand disqualifiziert diese Messung für die Überprüfung durch TÜV oder Polizei.

    "Um die Überprüfung praxisgerecht zu gestalten wird nach der erfolgreichen Messung des Fahrgeräusches noch das Standgeräusch bestimmt. Nach einem Verfahren, das vor allem einfach sein soll: Das Messmikrofon steht in 50 Zentimetern Entfernung im Winkel von 45 Grad zum Auspuffende, der Motor wird auf die jeweilige Messdrehzahl gedreht. … seit Euro 3 im Fahrzeugschein hinterlegt, für ausgewachsene Motorräder gilt hier die halbe Nenndrehzahl."

    Den Messwert findet man im Schein unter U.1.

    "Einziger Sinn des Standgeräuschwerts ist es, einen einfach zu überprüfenden Referenzwert zu haben..."

    "Die Grundidee: Wird die Auspuffanlage nachträglich manipuliert oder beschädigt, ändert sich nicht nur das schwierig zu überprüfende Fahrgeräusch, sondern auch das in zwei Minuten zu überprüfende Standgeräusch."

    Weiterhin muss das Standgeräusch gut über dem Fahrgeräusch liegen, weil ersteres aus 0,5 Metern gemessen wird, das andere aus 7,5 Metern Entfernung.


    "Von der Wurzel her ist es also eine absurde Idee, den Standgeräuschwert als Bemessungsgrundlage für Fahrverbote heranzuziehen. Denn als Grenzwert war er niemals gedacht. Und über stehende Motorräder beschweren sich die Anwohner im Regelfall ja auch nicht."


    … … weiter im nächsten Post

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  • Es ist mir völlig unverständlich, wie man diesen Schwachsinn schreiben kann.


    Der Bundesrat hat nichts beschlossen, sondern gefordert. Und was er gefordert hat, waren keine grundsätzlichen Fahrverbote. Anbiedern an die Wutmotorradfahrer mittels Strohmannargumenten.

    Man kann das 'beschließen kann' auch so verstehen, wie einen Blick zu einer Möglichen Abstimmung über den dazugehörigen Beschluss.

    Und bei den Forderungen würde ich an deiner Stelle noch mal nachlesen....

    Nachtrag: Und das wurde gesagt und nicht geschrieben, war immerhin eine Antwort auf eine Interviewfrage. Ich glaube schriftlich wäre so eine Antwort wesentlich besser und vor allem anders formuliert worden.


    Quote

    Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen aus Lärmschutzgründen:

    - Lässt aktuelles Recht nicht zu

    - Verstößt gegen Gleichheitsgrundsatz (Sperrung nur für Motorradfahrer)

    Wer Aufgrund eines Satzes, eines einzigen Politikers, der in was-weis-ich für einer Situation getätigt wurde, der auch noch ziemlich am Anfang steht, aufhört zu lesen …. sorry, aber das klingt für mich auch schon reichlich nach Wutbürger.

    Leben auf großem Fuß mit 7-Meilen-Stiefeln :grin:

  • loted: in der Forderung vom Bundesrat, die ich im Original gelesen habe, steht das Wort "punktuell" und der Hinweis auf Konfliktsituation. Das ist kein allgemeines Fahrverbot und damit vermutlich auch nicht grundgesetzwidrig. Aber das wurde vom Mob sehr schnell umgedeutet und jetzt rennt jeder mit dieser Falschinformation herum und bekämpft ihn eindrücklich. Gerade wenn es von Politikern kommt ist, das arg manipulativ und geht mir gegen den Strich. Ich glaube, das macht much nicht unbedingt zum Wutbürger. Aber wenn du meinst...


    Ich hätte trotzdem weitergelesen, wenn ich anderweitig nicht auch noch genug Aufreger in meinem Umfeld hätte, und ich mir das jetzt nicht auch noch geben möchte. Ich nahm an "das packe ich grad nicht" weist auf eine aktuelle Situation hin und nicht auf eine Grundsatzhaltung.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

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  • Ah, dann wäre das geklärt. So sieht das wieder etwas anders aus, danke für die Klarstellung. =)

    Dann tut es mir leid, wenn ich dich in deiner allgemein-schlechten Verfassung so falschinterpretiert habe.

    Aber solltest du dann nicht einfach die Themen so lange auslassen, wenn du eh in der jetzigen Situation so eingepolt bist?

    Leben auf großem Fuß mit 7-Meilen-Stiefeln :grin:

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