Kaufberatung Reiseenduro / Enduro

  • Hallo zusammen,


    ich bin auf der Suche nach einer Gebrauchten Reiseenduro / Enduro.

    Mir schwebt ein Motorrad vor mit dem ich in die Arbeit komme aber auch am Wochenende oder im Urlaub etwas länger auf Tour gehen kann. Das Ziel ist es sich früher oder später damit auch auf unbefestigten Pässen zu bewegen. Ich suche ein Motorrad mit dem ich "Abenteuer" erleben kann.

    Die Leistung denke ich sollte mit 60-80 PS ausreichend sein, das Gewicht natürlich eher niedrig. Die Sitzposition sollte für Menschen mit 190cm passen.

    Auf dem Gebrauchtmarkt habe ich mir schon die eine oder andere BMW F 800 GS angeschaut. Ich denke das man mit dieser Maschine alles (und wahrscheinlich noch mehr) machen kann was ich mir vorstelle. Die Frage ist aber ob es nicht andere Modelle gibt die besser zu meinen Anforderungen passen oder bei denen man den Namen vielleicht etwas weniger zahlt.

    Mein Budget liegt bei 6-7000€, mehr möchte ich nur ungern ausgeben da ich für Bekleidung, Helm und Zubehör sicherlich auch noch einiges zusammenkommt.


    schönen Gruß


    kiwibanane

  • Mir würden einfallen:


    KTM 690 Enduro R

    KTM Adventure 1090 R ;) (liegt mit 8.000 über dem Budget)

    Triumph Tiger 800 XC

    Triumph Tiger Explorer

    Honda CRF 1000 AfricaTwin (liegt mit 8.000 über dem Budget)

    Suzuki V-Strom 650 XT

  • bdr529


    Die Africa Twin ist schon runter auf 8.000? (kann ich mir fast nicht vorstellen...)

    Ich habe noch was von 10.000 im Sinn und stelle fest, dass ich nicht up-to-date bin. ?(

    Eins der größten Vergnügen im Leben besteht darin, das zu tun, von dem die Leute sagen, du könntest es nicht.

    WaB.


    Mut erobert alle Dinge.

    Edited once, last by Kleine ().

  • Hallo,


    die Frage ist halt wie stark die Tendenz zum Offroaden geht. Die „üblichen Verdächtigen“ wurden bereits genannt. Die F800 GS ist allerdings kein Leichtgewicht, sondern in Ihrer Klasse eigentlich die schwerste Maschine.


    Die genannten Einzylinder von KTM und Husqvarna (690 und 701) sind natürlich leicht, wenn es um längere Strecken damit geht sollte man aber den Windschutz überarbeiten.


    Die 1090 er V2 KTM von bdr529 genannt (1090R) erscheint mir mit am besten für deine Wünsche. Da diese aber das Budget wahrscheinlich sprengt, werfe ich hier mal noch ihre Vorgängerin, die 1050 Adventure ein. Im Gegensatz zur 1090 hat diese auch „nur“ 95 PS (1090 = 125 PS) und man bekommt da 2016 er gepflegte Exemplare mit um die 30.000 km auf der Uhr auch um die 7.000 Euro.


    Daher meine Empfehlung: KTM 1050 Adventure


    VG. Guido

  • Wow, das sind ja schonmal eine Menge Antworten.
    bratwurst Die Tenere wäre wirklich ein Traum aber leider nicht im Budget.


    Ich werde mir die 701 mal genauer anschauen, die hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Genau wie die KTM 1050 Adventure.


    Eine V-Strom bin ich letztens Probegefahren, die kommt mir etwas zu behäbig daher.


    Bei den Triumph muss ich mich mal einlesen, auf den Bildern wirken sie recht wuchtig

  • Ich halte die Husqvarna für Overkill. Der Anteil an "unbefestigten Pässen" die du fahren wirst wird a) sehr gering sein und b) definitiv keine solche Enduro erfordern, da spreche ich aus eigener Erfahrung :).


    Der Kompromiss ist bei den Abstrichen in Komfort und Langstreckentauglichkeit zu groß.


    Ich empfehle dir von den bereits genannten die folgenden:

    Suzuki V-Strom 650 XT (216 KG)

    BMW F800 GS (213 KG)

    Honda Transalp 700 (Schnäppchen aber sehr wenig auf Offroad ausgelegt) (~230 KG)

    Triumph Tiger 800 XC (215 KG).


    Die Triumph ist wohl das, was deinen Ansprüchen am besten gerecht wird. Mit denen kann man richtig gut Offroaden und sie sind enorm langstreckentauglich. Leicht gewichte sind se alle nicht, da sind die 215KG verschmerzbar.

    Der Preis liegt bei ca. 6.000€, wofür man sehr viel bekommt. Sehr gutes Leistungsniveau, enorme Bequemlichkeit aber auch sportlichkeit.

    Probleme hatte ich nur im Sommer weil der 3-Zylinder enorm viel Hitze ans Bein abgibt, da wird man richtig gegrillt!

    Gut für 60/40 Straße/Offroad.


    Die Transalp würde ich ganz hinten ansiedeln, die kann eigentlich alles am schlechtesten der genannten Motorräder und wiegt am meisten. Sollte aber auch die günstigste sein.

    Gut für 80/20 Straße/Offroad.


    Die BMW soll sehr unbequem sein, im Vergleich, wobei das relativ ist. Bequem ist sie auch aber auf einer R1200GS fährt es sich besser um die Welt. Die BMW ist also nicht direkt unbequem, andere sind nur bequemer.

    Gut für 60/40 Straße/Offroad.


    Die Suzuki hat mit Sicherheit den besten Motor der genannten (meine Meinung), kostet relativ wenig im Vergleich, erkauft sich den günstigen Preis aber mit geringerer Nachfrage da sehr biderer Look. Wenn man darauf keinen Wert legt ein sehr sehr gutes Motorrad.

    Gut für 70/30 Straße/Offroad (und damit vermutlich genau in deinem Bereich auch wenn man vorher immer denkt man fährt damit durch die Welt und über den Himalaya ;)


    Bitte beachte, dass du dir bei der BMW und der Tiger ein 21" Vorderrad zulegst. Je nachdem was du gewohnt bist kann das sehr gewöhnungsbedürftig sein und allgemein gesprochen wären die 19"er (Suzuki+Honda) sehr viel besser auf der Straße, aber etwas schwacher im Gelände.


    Am Ende musst du die Motoren probefahren. Da ich alle Motoren schon kenne mein Ranking, meiner 4 Kandidaten: wenn du schon Offroad Erfahrung hast und deine nicht befestigten Pässe nicht nur auf deine Wunschvorstellungen basieren sondern wirklich konkrete Anforderungen sind, dann nimm die Triumph oder BMW. Wenn nicht, dann nimm die V-Strom. Wenn du sparen willst und es vllt. sogar dein erstes Motorräd wäre, dann nimm die Fettalb. :grin:


    Nachtrag:

    Wenn du das preislich irgendwie hinkriegst dann nimm die Honda Africa Twin (SD04 aus 2016) und die KTM 1050R mit rein; die beiden sind direkt vergleichbar und unterscheiden sich (fast) nur in der Motorabstimmung. Africa Twin ist bequemer, da eine sehr linear und vernünftige Leistungsentfaltung, die KTM will mehr gedreht werden, hat auch mehr Punch in einigen Bereichen, fährt sich insgesamt spritziger und aggressiver. Das macht mehr Spaß, bedeutet auf Langstrecke aber auch, dass du länger und mehr auf dein rechtes Handgelenk achten musst. Mir war das zu viel "Fun" (wobei ich die KTM nicht probe gefahren bin). Selber Vergleich MT07 und SV650 (der V2 aus der V-Strom!). Die MT07 ist richtig bissig, die SV650 richtig chillig. Mir gefiel die SV650 sehr viel besser als die MT07 weil mein Anspruch am Motorradfahren nicht bei 200KM am Wochende durch die Eifel liegt sondern beim Reisen und ca. 500-600 KM am Tag. Da geht es nicht darum anzugasen. Finde ich.

  • Wenn du das preislich irgendwie hinkriegst dann nimm die Honda Africa Twin (SD04 aus 2016) und die KTM 1050R mit rein;

    Eine KTM 1050 R hat es nie gegeben. Es gab die 1050 nur als Straßenversion mit 19/17"-Gußfelgen.


    Die geländegängigere R-Version gab es nur bei der 1190 und dem Nachfolgemodell 1090, hier mit 21/18"-Speichenrädern und mehr Federweg als die Straßenversion.

    Eine 1050 ist vom Budget machbar, eine 1090 R gab es erst seit 2017 und dementsprechend hoch sind noch die Preise.

  • Na ja mal ehrlich - mit den 19" Gussfelgen kann man auch "schottern". Und ab ca. 600 Euronen bekommt man Faba oder Excel Speichenfelgen für die 1050 er. Das "könnte" man im Nachgang dann mal investieren wenn denn das Schottern so eine immense Bedeutung bekommen sollte. Weil sind wir doch mal ehrlich: Von den ganzen Enduroambitionen bleibt am Ende - auch schon alleine aus dem Grund das man es legal kaum wo machen kann - wenig übrig.


    Klar ich spreche da nicht für alle. Es gibt ja auch hier im Forum ausgemachte Enduroisten die wirklich in den Dreck gehen, aber ich glaube die "Normalität" ist heute das eine Reiseenduro oder eine Crossover einfach eine bequeme Art der Strassenfahrerei ist. Jedenfalls in > 90% der Fälle. Und geht es dann mal über eine Schotterpiste dann geht das auch mit 19/17 und Gussfelgen und einem Reifen der für solche Einsätze gedacht ist.


    Viele Grüße Guido

  • Wurde schon die 1000er V-Strom genannt?


    Für einen großen Kerl alltagstauglich. Und für "aml Schotter" geht ja eigentlich alles :D


    Und solange man keine Felsabbrüche hochklettern will, sondern nur "geschotterte Passstraßen" fahren will, ist das Gewicht auch nicht so ausschlaggebend.

  • Ich hatte ja die Transalp 700 vorgeschlagen, aber vielleicht schaust du dir auch mal die ältere Transalp an, die 600er. DIE bringt dich ganz sicher durchs Gelände und ist dabei agil wie ein Reh. Man glaubt es nicht, wenn man sie zuerst sieht, aber es ist wahr. Dabei ist sie hoch zuverlässig und nicht reparaturanfällig, sie bringt dich einfach von A nach B und wieder zurück, egal, wieviele km dazwischen liegen. Und deine 1,90 m kannst du auch gut unterbringen auf ihr. :)

    Eins der größten Vergnügen im Leben besteht darin, das zu tun, von dem die Leute sagen, du könntest es nicht.

    WaB.


    Mut erobert alle Dinge.

  • Naja, Motorschutz sollte es geben, der Ölfilter sollte geschützt sein, irgendein sturzbügel der die Rasten schützt sollte vorhanden sein. Eine gewisse Bodenfreiheit sollte ebenfalls vorhanden sein.


    Hätte meine Tracer einen Motorschutz gehabt wäre ich wohl nicht so ängstlich gewesen. Und Ms Zorro darf nur mal bisschen steinchen fahren, aber nix wirklich ab der Straße.

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