Kaufberatung Reiseenduro / Enduro

  • Nun ja alles was zumindest mit 19/17 oder besser noch 21/18 bereift ist und ein hochbeiniges Endurolayout hat, kann man eigentlich immer auf Schotter bewegen, die richtigen Reifen voraus gesetzt. Aber was heisst schon „Schotter“? Ich meine damit Wege die schlicht keinen Asphalt haben und etwas schmaler sind als eine Strasse.


    Ich trenne das dann wiederum von „Gelände“ oder gar „Cross“. Sage ich aber als bekennender „Nicht-unbefestigte-Wege-Fahrer“:grin: Ich hatte zwarmal kurz in den 80 ern eine XL 500 und bin damit auch mal ein wenig durch den Wald gerauscht, aber immer auf Hohlwegen. Also auch kein Gelände.


    Aber die XL war auch leicht und auf 42 PS aufgemacht.


    Gruss Guido

  • Ich trenne das dann wiederum von „Gelände“ oder gar „Cross“.

    Dafür gibt es eine allgemein anerkannte Regel: Wo ein Fiat-Panda (ohne 4x4) mit einem ortskundigen Fahrer nicht mehr weiter kommt, fängt Offroad/Gelände an. Wenn man auch noch die Strecken raus nimmt, auf denen man mit einem Panda 4x4 durchkommt, bleibt auf diese Welt nicht mehr viel Gelände übrig...

  • Dafür gibt es eine allgemein anerkannte Regel: Wo ein Fiat-Panda (ohne 4x4) mit einem ortskundigen Fahrer nicht mehr weiter kommt, fängt Offroad/Gelände an. Wenn man auch noch die Sterecken raus nimmt, auf denen man mit einem Panda 4x4 durchkommt, bleibt auf diese Welt nicht mehr viel Gelände übrig...

    Ich stell mir grad den Sandman vor, wie er mit einem Panda durchs Gelände fräst und über zu viel Elektronik schimpft :grin::rofl:

  • Dafür gibt es eine allgemein anerkannte Regel: Wo ein Fiat-Panda (ohne 4x4) mit einem ortskundigen Fahrer nicht mehr weiter kommt, fängt Offroad/Gelände an.

    Jaaaaa! Ich erinnere mich an einen Schotterpass in Italien. Mir ging so der Arsch auf Grundeis. Hab mit meinem Mann per Funk gewitzelt wegen Omma und Panda... Und was kommt uns entgegen?!?!? Die Omma.... im Panda! Die war gerade Kühe versorgen. Mit ihrer Beifahrerin. Zusammen geschätzt 160 Jahre alt. :D

  • Es gibt da in Frankreich so zwei Passknacker, die lassen sich verbinden wenn man ein bisschen auf Abentheuer steht. Der Verbindung von oben nach unten ins Tal soll lt. Passknacker Forum nicht der einfachste aber machbar sein. Kollegen haben mir erzählt, dass man die auch von unten nach oben fahren kann. Und wenn man dann irgendwann den Citroen C3 am einem Gasthof sieht, hat man es geschafft. Aber der Kollege sagte auch, dass die Motorräder schon robust sein sollten. Mindestens Sturzbügel und Ersatzwerkzeug für lockere Lenker dabeihaben wurde mir geraten. Wie gesagt, nur hörensagen.

  • Ich hatte ja die Transalp 700 vorgeschlagen, aber vielleicht schaust du dir auch mal die ältere Transalp an, die 600er. DIE bringt dich ganz sicher durchs Gelände und ist dabei agil wie ein Reh. Man glaubt es nicht, wenn man sie zuerst sieht, aber es ist wahr. Dabei ist sie hoch zuverlässig und nicht reparaturanfällig, sie bringt dich einfach von A nach B und wieder zurück, egal, wieviele km dazwischen liegen. Und deine 1,90 m kannst du auch gut unterbringen auf ihr. :)

    Die 600er Transalp hat nur 50 PS und ist relativ alt (gebaut 1987 bis 1999).

  • Die Transalp ist aber auch ein ganz schöner Eisenhaufen. Irgendwas zwischen 220 und 230 KG bei <600ccm und 50 PS.


    Ich fande meine auch super und war damit auch auf einer MX-Strecke unterwegs aber das ist nichts im vergleich zu den modernen.

    Dafür kriegst du sie für unter 2000€

  • Nee, eine fahrbereite TA 600 , Bj. 1987 wiegt 197 kg, ab Bj. 1997 208 kg. Als Eisenhaufen empfinde ich meine TA nicht, sie ist schön ausbalanciert und läßt sich fahren wie ein "Handtäschchen", also wirklich einfach zu handhaben. Das Fahrwerk würde ich mal nett mit "Oldschool" umschreiben.


    Es ist schwierig eine schadfreie, unverbastelte TA 600 unter € 2000 zu bekommen. Die Seitenverkleidung erwischt es meistens, wenn sie mal gelegen hat, auch deren Haltenasen haben, auch ohne Umfaller oder Sturz, nicht das ewige Leben. Was nahezu unkaputtbar scheint, ist der Motor, Laufleistungen zwischen 120 tkm und 170 tkm sind keine Seltenheit, wenn man sich durchschnittlich motiviert um die TA kümmert.

  • kiwibanane

    Du kannst mit absolut jedem Motorrad auf dem Markt auch Schotterstrecken fahren. Bodenfreiheit wird erst interessant, wenn Wasserrinnen und Steine dazu kommen. Dann sollte es zumindest kein Cruiser und vielleicht auch kein Supersportler sein. Die erhöhte Bodenfreiheit von Enduros erkauft man sich mit hohen und schmalen Sitzbänken, das gegen den Komfort im Alltag spricht. 21/18 Zoll Bereifung statt 19/17 bzw. 17/17 (Raddurchmesser vorne/hinten) schränkt die Reifenauswahl ein, und man muss sich womöglich mit Schläuchen und Geschwindigkeitsklassen befassen.


    Was ich sagen will: Für deine Zwecke sind Reiseenduros mit 2 Zylindern (und mehr) völlig ausreichend, oder auch Allrounder Naked Bikes mit aufrechter Sitzposition: Yamaha TDM 900, Kawasaki Versys 650, Suzuki V-Strom 650. "Richtige" Enduros (1-Zylinder), womöglich auch noch gebraucht, sind bizarr überteuert und dafür gerne auch noch runtergeritten und unzuverlässig, und außerdem im Vergleich auf der Straße einfach schlechter. Kauf dir auch um Gottes Willen keine 30 Jahre alte Transalp, wenn du damit jeden Tag in die Arbeit willst.

  • Kauf dir auch um Gottes Willen keine 30 Jahre alte Transalp, wenn du damit jeden Tag in die Arbeit willst.

    Kann ich nicht unterschreiben. Die wird nicht kaputt gehen, wenn nicht vorher schon irgendwas dran war.


    Aber ich geb dir trotzdem recht: Kauf dir keine Transalp :D Schwer, langsam, veraltet, kein ABS. Wenn du 8000€ z.V. hast, dann gib sie auch aus, weil es lohnt sich.


    Zu meinen Empfehlungen siehe #12.

  • Ein guter Allrounder und alltagstauglich, mit 64PS erstaunlich agil, und Schotterwegetauglich.

    Es passen z.B. Tourance Next vom Metzeler.

    Bei allem was Recht ist, aber die Versys ist keine Reiseenduro/Enduro (danach hatte kiwibanane gefragt). Mit einem 17"-Vorderrad und Federwegen von 150/145 mm taugt die gut für schlechte Straßen, aber nicht für unbefestigte Straßen und schon gar nicht für Offroad. Und ja, man kann auch mit einer Ducati 900 SP oder Versys den Sommeiller hochfahren, nur ist das dann halt kacke. Ich kann auch mit einer 450 EXC und Stollenreifen auf die Renne fahren.


    Wenn eine Teneré 700 das Traummotorrad von kiwibanane ist, ist die Zielrichtung schon ziemlich klar.


    Eine Einzylindermaschine wie die Husqvarna 701 oder die KTM 690 Adventure kommt in Frage, wenn dir die Reisetauglichkeit ausreicht. Der Kleine Chris hat ja diese Wahl getroffen und ist damit mehr als zufrieden.


    Bei den schwereren aber sozia- und reisetauglichen Zweizylindern drängen sich dann die 800 GS, die Triumph Tiger 800 XC oder eine 1050 auf.

  • Wenn eine Teneré 700 das Traummotorrad von kiwibanane ist, ist die Zielrichtung schon ziemlich klar.

    WENN, dann würde ich die paar tausender mehr in die Hand nehmen bzw. finanzieren. Sonst wechselt er in ein paar Jahren (oder Monaten) wieder und landet beim dritten Mopped dann auf dem "Traummotorrad". Da spreche ich aus Erfahrung :grin::grin:

  • Bei allem was Recht ist, aber die Versys ist keine Reiseenduro/Enduro (danach hatte kiwibanane gefragt).


    Mir schwebt ein Motorrad vor mit dem ich in die Arbeit komme aber auch am Wochenende oder im Urlaub etwas länger auf Tour gehen kann. Das Ziel ist es sich früher oder später damit auch auf unbefestigten Pässen zu bewegen. Ich suche ein Motorrad mit dem ich "Abenteuer" erleben kann.

    Das würde ein Versys packen ;) Frag blahwas.


    Oder Paddy: https://www.paddyrides.com/?fb…2EWWkxjf6UMTSOUwFt_MapOj4

    ;)


    Und unbefestigte Pässe sind kein "Offroad" ;) Frag mal den Sandmann.

  • Lille:

    ich bin auf der Suche nach einer Gebrauchten Reiseenduro / Enduro.
    ...
    Die Tenere wäre wirklich ein Traum aber leider nicht im Budget

    Aber da die Versys natürlich die richtige Wahl - wie konnte ich daran zweifeln. Dass noch keiner die 700 Teneré in einen Vergleichstest mit der Versys zusammen getestet hat...

    Es gab auch jemanden, der hat die Welt auf einer SSP umrundet. Das ist der Beweis, dass Supersportler ideale Reisemaschinen für Weltreisen sind.


    Ich bin mit der Versys 650 den Sommeiler hochgefahren und fand das nicht kacke.

    Ja, ich war dabei und hatte das deswegen ja auch erwähnt. Geht alles. Geht aber auch besser.


    Du warst mit der Versys ja auch beim Renntraining und fandst das auch nicht kacke. Daher ist die Versys auch die erste Wahl, wenn man einen Supersportler für die Renne sucht.;)

  • Mir schwebt ein Motorrad vor mit dem ich in die Arbeit komme aber auch am Wochenende oder im Urlaub etwas länger auf Tour gehen kann. Das Ziel ist es sich früher oder später damit auch auf unbefestigten Pässen zu bewegen.

    Da lese ich jetzt nicht raus, dass harte Steinpassagen und Geröllfelder gefahren werden sollen. Wohl aber, dass Geld und Alltag eine Rolle spielt. Und weil auch noch Geld für Klamotten übrig bleiben muss, vermutlich Anfänger ;) Und da würde ich nicht halt mit was extremen Anfangen.

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