modifizierte 98´GZ125 Marauder und 97´GN125 restauration

  • Da ich neu hier bin, und man bereits nach fotos fragte (ich fühle mich geehrt!) dachte ich mach ich direkt hier einen thread. für die die sich dafür interessieren.


    Erstmal die 1998 Suzuki GZ125 Marauder VOR dem umbau: wtxZTwM.jpg

    eine süße 125ccm, Luftgekühlter einzylinder mit obenliegender Nockenwelle, und 2 ventilen. Den Kotflügel habe ich mir kurz nach dem führerschein kaputt gefahren, bin direkt meinem vater hinten auf sein auto drauf gefahren und über den lenker geflogen, daher die falsche farbe. Was ich an dem punkt nicht wusste: dabei wurde auch die gabel nach innen verbogen. hoppla. Also wurde sie winter 2018 überarbeitet.


    7bYDkXj.jpeg

    Eigenbau-stand damit die hintere schwinge überarbeitet werden kann. das gleiche habe ich mit der front gemacht um die gabeln zu reparieren. Meine werkstatt ist an dem punkt noch winzig, und ein chaos gewesen. Sieht mittlerweile anders aus, brauchte ja platz für die 2. maschine :grin:


    mh9B2gj.jpg

    Von meiner spontanten tagestour nach Butjadingen, das fertige resultat. Folgendes wurde gemacht:

    - Blinker ersetzt (Bullet-style blinker)

    - Neue Reifen (originale Dunlop D404, alte waren blank)

    - Neue heckstoßdämpfer, die alten waren angeknackst und die gummierung gerissen

    - Felgenspeichen schwarz gepinselt

    - untere Motorbrücke neu lackiert

    - Gabel ausgebaut und gerade gebogen

    - neue Seitenabdeckungen

    - Sozius entfernt (hab eh nie beifahrer), inkl. fußrasten

    - Neue Fehling FD10 Lenkstange, da alte verbogen

    - Neuer vorderer Kotflügel, selbst lackiert (für Harley gedacht, hat aber keine ABE nur materialgutachten, angeblich legal so)

    - neuer Nummernschildhalter

    - neue, runde Bobber-style Spiegel

    - Smartphonehalterung mit ladeanschluss als navigation am lenkrad

    - Vergaser Ultraschallgereinigt

    - echtleder- tankschutz (um die kratzer und dellen zu verdecken)

    - Reifenschrift weiß nachgemalt (ist ein absoluter drecksjob, sieht aber geil aus!)

    - neue Ventilkappen

    - untere Gabelbrücke demontierung und lackiert

    - Obere gabelbrücke abgeschliffen

    - Gabelrohre lackiert


    Diese umbauten wurden vorgenommen, nachdem ich eine neue Nockenwelle habe einbauen lassen, weil ich die alte geschrottet habe durch zu wenig öl. Bzw. was ich damals nicht wusste, war der kolben undicht und hat öl verbrannt, was mit der zeit zu unbemerktem ölverlust führte. Hat vor kurzem zu einem Pleuellagerschaden geführt.. dumm gelaufen würde ich sagen, daher kann ich leider nur alte bilder liefern.


    Fotos zur GN125 kommen später!

  • Und hier die GN125 NF41A, Bj. 1997 (wie ich!)

    Dieses ding habe ich auf ebay-kleinanzeigen gefunden, eingestellt für 200€ als ersatzteilträger/für bastler. Da ein freund mich inspiriert hat, selbst zu restaurieren (er selber fuhr damals einen Trabant 601, und später einen 1980er Ford Taunus), rief ich eines tages nach der arbeit an. Er wollte sie gerade zerlegen und verschrotten, sagte aber, wenn ich vorbei komm und sie abhole, kann ich sie für 100€ haben.

    Mein kumpel angerufen, gefragt ob er mit möchte, er hat seinen onkel angerufen (um 22 uhr abends) und direkt anhänger und auto bereit gestellt.. Am nächsten tag abgeholt als projekt.

    So stand sie dann in meiner Garage:


    MjOajdU.jpg

    Sie ist eine 1997er Suzuki GN125 NF41A, ironischerwise exakt der gleiche Motor wie bei meiner GZ125 Marauder. Optisch sah sie aus als hätte sie 2 monate in einem tümpel vor sich hin gerostet.. kompression war da, alles drehte sich, also ging es ans zerlegen.


    6U1Jiwc.jpg

    Großteil der karosserie war nicht mehr zu gebrauchen, alles war verbogen oder vergammelt. Der krümmer saß so fest, uns sind 2 Imbußschlüssel abgebrochen ehe sich die schrauben lösen ließen..

    Das Motorrad wurde auf den rahmen zerlegt, alles gewaschen, und neu lackiert. was noch gerettet werden konnte, wurde gerettet. Der Motor wurde erstmal leer gemacht, mit öl gefüllt, sandgestrahlt und schwarz lackiert. der auspuff wurde wiederverwendet, nachdem das loch im schalldämpfer dicht geschweißt wurde. Den rest der teile habe ich von spendermotorrädern und über eBay zusammen gesucht. Das bike wurde stück für stück zusammengesetzt, angemeldet, und fährt nun wieder.


    DvY3S6j.jpg

    Ein foto der ersten ausfahrt nach der restauration. Natürlich sieht sie heute nicht mehr soo schön aus, es war mein erstes projekt und ich hab viele fehler gemacht. z.B. der lack auf dem Motor beginnt, sich aufzulösen. Ein paar der chromteile bekommen wieder den gleichen flugrost wie zuvor. Alle paar monate funktioniert der blinker dank corrosion nicht (ich hab eine kiste voller ersatzblinker rumfliegen), und alle 400km verabschiedet sich die tachowelle. Aber sie fährt bequeme 80km/h.


    Die papiere habe ich für 50€ vom örtlichen Suzuki- fachhändler anfordern lassen. sie brauchten lediglich fahrgestell Nr., eine polizeiliche unbedenklichkeitsbescheinigung, und 50€ (die waren wohl das wichtigste). 2 wochen später hatte ich dann eine neue Betriebsgenehmigung, original von suzuki ausgestellt. Das projekt an sich war interessant. investiert habe ich gut 400€ in ersatzteile, und etwa 6 monate minimum in arbeitszeit. war diese letztlich aber wert.

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