Unterstützung bei Gebrauchtkauf

    • Official Post

    Gewährleistung: Wenn Ich das richtig verstanden habe, fällt gefühlt nichts unter die Gewährleistung. Verschleißteile (dazu zählen für mich sämtliche Simmeringe, Bremsanlage, Lenkkopflager, weiß der Geier...) sind da wohl nicht enthalten - ist das so? Wie ratsam ist es, vom Händler zu kaufen? Grundsätzlich kann mir das alles auch bei einem Privatkauf passieren, oder? Habt ihr hier Erfahrungswerte für mich?

    Korrekt. Das ist ein altes Thema. Letztlich bietet Dir der Händler eher den Service, dass er sich die Maschine selbst nochmal genauer ansieht, kleinere Mängel und Service-Tätigkeiten vorab erledigt usw. Nicht mehr und nicht weniger. Man bezahlt im Schnitt ein paar Hunderter mehr, dafür ist die Wahrscheinlichkeit etwas größer, keine Bauchlandung zu erleben.


    Mein erstes Mopped hab ich von Privat gekauft - keine Überraschungen erlebt.

    Mein zweites Mopped hab ich vom Händler gekauft - auch keine Überraschungen erlebt. Lustigerweise war es dennoch das in dem Moment günstigste Angebot.


    Gruß,

    Thomas

  • Erstes Motorrad: gebraucht, privat - da waren die Reifen oll

    zweites Motorrad: gebraucht, privat - da war das Mopped oll aber super zuverlässig. Honda NTV

    drittes Motorrad: gebraucht, Händler - im Nachhinein hat sich herausgestellt: Unfallmotorrad

    viertes Motorrad: neu, Händler

    fünftes Motorrad: gebraucht, privat, alles schick


    Der Händler übernimmt für ein halbes Jahr Garantie auf Teile, wo er wusste dass die kaputtgehen könnten. Du bist verpflichtet bei Reklamationen das über diesen Händler abzuwickeln.

  • es muss nichts heissen, aber 48.000km ist auch schon eine kleine Hausnummer.


    Ganz wichtig: Was ist mit Ventile einstellen ?


    Das muss alle 24.000 und schlägt mit ca. 500€ zu Buche. (zumindest 2012)

    hier war eine politische Korrektur nötig!...leider

    • Official Post

    Der Händler übernimmt für ein halbes Jahr Garantie auf Teile, wo er wusste dass die kaputtgehen könnten. Du bist verpflichtet bei Reklamationen das über diesen Händler abzuwickeln.

    Der Händler gibt Gewährleistung, keine Garantie!


    Gruß,

    Thomas

  • 48.000 km lassen mich auch hellhörig werden, Ich kenne aber auch Motorräder mit über 70.000 km die gut in Schuss sind. Das weiß man aber vorher nicht - das weiß Ich aber auch bei einem Privatverkäufer nicht. Dann wäre die Frage, wie der Vorbesitzer gefahren ist.


    Die knappen 18.000 km aus dem anderen Angebot sehen dann doch noch ein mal anders aus. Nach meinem Verständnis liegt die Preisdifferenz zwischen den Motorrädern bei den Koffern, Reifen und Flüssigkeitenwechseln...

  • Lieber 48000km top gepflegte Kilometer als 18000km Standschaden.

    Ich hab schon ein Mopped mit 72000km auf der Uhr gekauft und mit 95000km weiterverkauft. Da hätte ich auch das Modell mit 25000km haben können, aber bei einem 15 Jahre alten Motorrad nehm ich lieber das was gefahren wurde. Da wurde sich dann auch im Zweifel mehr drum gekümmert.


    Zu deinem Vergleich: die mit weniger Kilometern hat komplett alte Reifen drauf und einen fragwürdigen Intervall der Bremsflüssigkeit. Ich glaube kaum dass sich der Verkäufer da wirklich drum gekümmert hat. Nicht von den Kilometern blenden lassen, das ist an sich erstmal nur eine Zahl. Es kann wie gesagt Maschinen geben, die sind mit hoher Laufleistung besser gepflegt als welche mit keiner Laufleistung die einfach nur im Schuppen standen und vergammelt sind. Ich sag nur früher verharzte Vergaser und so.

  • Was ist denn ein Standschaden?

    🌍 Earth is not flat, 🦠 Covid is real, 😷 Masks protect others, 💉 Vaccines work, 🚀 We've been to the moon, ✈️ Chemtrails aren't a thing, 🌞 Climate Change is real, 🖤 Black Lives Matter, ♀️ Women's rights are human rights, 🏳️‍🌈 Love is love, ⚓️ No human is illegal, 🚰 Water is life

  • Gewährleistung: Wenn Ich das richtig verstanden habe, fällt gefühlt nichts unter die Gewährleistung.

    Gewährleistung ist die gesetzliche Sach- und Rechtsmängelhaftung, die in der Regel 2 Jahre beträgt und von Händlern nicht ausgeschlossen werden kann. Ergänzend dazu (nicht ersatzweise!) können Händler eine Garantie anbieten (bei Autohäusern ist das oft Car-Garantie o.ä.), wo üblicherweise einzelne Reparaturen/Schadenfälle ausgeschlossen sind. Pfiffige (ich formuliere das mal im positiven Sinn) Autohändler versuchen im Reklamationsfall, die Reklamation über die Car-Garantie abzuwickeln, wo der Kunde dann häufig das Nachsehen hat.


    By the way: weiß jemand verlässlich, ob die Gewährleistung beim Gebrauchtkauf verkürzt werden kann und ob das rechtmäßig ist? Ich stelle nämlich gerade fest, dass ich das nicht weiß und ich wüsste es gern.

    Und der Nächste, der seine Waffe wegwirft, ohne eine Zweite dabei zu haben, bezahlt einen Sack Goldmünzen. Das ist eine Unsitte! (Boindil Zweiklinge)

  • Quote


    Was ist denn ein Standschaden?


    Die Frage stelle ich mir auch seit ich Motorrad fahre.

    Quote

    Ich sag nur früher verharzte Vergaser und so.


    Bei einem Einspritzer (PC43) ?

    hier war eine politische Korrektur nötig!...leider

  • https://www.motorradonline.de/…aeden-und-was-sie-kosten/


    Tank und Vergaserprobleme nach längerer Standzeit sind mir bekannt.


    Die anderen Sachen die dort genannt werden sind mir auch alle aus eigener Erfahrung bekannt. Aber sie sind m.E. nicht dadurch zu verhindern das die Karre regelmäßig bewegt wird. Gerade Kurzstreckenfahrten fördern z.B. die Korrosion im Auspuff und wenn beim Bremsbelägwechseln einfach nur die Kolben stumpf zurückgedrückt werden, ist die Bremse auch irgendwann nciht mehr so feinfühlig.

    Der Norden fängt da an, wo die Leute aufhören zu

  • Ich habe mal beim Händler angerufen:


    Gewährleistung: Wenn Ich das richtig verstanden habe, fällt gefühlt nichts unter die Gewährleistung. Verschleißteile (dazu zählen für mich sämtliche Simmeringe, Bremsanlage, Lenkkopflager, weiß der Geier...) sind da wohl nicht enthalten - ist das so? Wie ratsam ist es, vom Händler zu kaufen? Grundsätzlich kann mir das alles auch bei einem Privatkauf passieren, oder? Habt ihr hier Erfahrungswerte für mich?

    Zwei Jahre Gewährleistung ist gegeben. Die ersten sechs Monate bist du auf der sicheren Seite! Ab dem siebten Monat musst du beweisen das der Mangel bereits bei Kauf vorlag. Das kann man i.d.R. nicht.


    Lass dir im Vertrag bestätigen das es sich nicht um ein Unfallfahrzeug handelt. Sollte sich innerhalb von zwei Jahren herausstellen das dies nicht stimmt, hat der Händler ein Problem. Nur ein Beispiel von einigen Möglichkeiten. Lenkkopflager, Motorschaden, ....etc. fällt alles unter die Gewährleistung


    Verschleißteile zählen natürlich nicht zur Gewährleistung. Simmeringe sind Verschleißteile. Aber die Undichtigkeit ist ein Mangel.


    Fazit: Von privat kaufen (der Privatmann kann die Gewährleistung vertraglich ausschliessen; wenn er es vergisst / nicht macht ... ist er dumm) ist riskanter als vom Händler mit gesetzt. Gewährleistung zu kaufen. Ob nun mit einer (gekauften) "Garantie"Versicherung oder ohne.

  • Gewährleistung: Wenn Ich das richtig verstanden habe, fällt gefühlt nichts unter die Gewährleistung. Verschleißteile (dazu zählen für mich sämtliche Simmeringe, Bremsanlage, Lenkkopflager, weiß der Geier...) sind da wohl nicht enthalten - ist das so? Wie ratsam ist es, vom Händler zu kaufen? Grundsätzlich kann mir das alles auch bei einem Privatkauf passieren, oder? Habt ihr hier Erfahrungswerte für mich?

    Ich halte es für sehr ratsam. Ich hab da immer ein besseres Gefühl.

    Natürlich sind Verschleißteile nicht enthalten; sonst kaufst du dir ein gebrauchtes Motorrad, machst ne 6.000KM Tour und verlangst dann die Erneuerung der Reifen. :)


    Ganz davon abgesehen, dass du bei Verschleißteilen bei Privat ja auch nicht besser da stehst.

    Übrigens gilt das alles nur auf Verschleißteile die i.d.R. verschleißen und nicht wie du schreibst auf die gesamte Bremsanlage. Soll heißen, wenn die Bremsbeläge runter sind ist das tatsächlich Verschleiß und die Gewährleistung greift nicht (genauso wenig wie eine Neufahrzeuggarantie greifen würde). Wenn aber der Bremszug reißt oder das ABS Modul kaputt ist, dann greift die Gewährleistung.


    Erfahrungswert bei meinem 1. Mopped, ne 1998er Transalp:
    Nach knapp 1 Monat sprang sie nach dem Tanken nicht mehr an. Abschleppen lassen, Batterie geladen, angesprungen. Nach einigen KM; ausgemacht -> Sprang nicht mehr an. Resultat: Der Laderegler war hin, eine bekannte Schwachstelle der Transalp.


    Dieser wurde dann auf Gewährleistung getauscht. Kostete mich nur einige Nerven.

  • Danke für die Perspektive Martin1990!


    Was sagt ihr denn zur KM-Thematik? Die beim Händler hat fast 48000 km auf der Uhr - das heißt, die „große“ Inspektion mit Ventile Einstellen steht an, heißt im Endeffekt, dass Ich da auch noch ein Mal um die 400 € investieren würde, richtig?

  • Ich hab nicht den ganzen Thread gelesen aber eigentlich ist der KM-Wert vernachlässigbar, WENN das Motorrad ordentlich gefahren und immer Services gemacht wurden. Leider kann man das aber nicht immer wissen, von daher würde ich eher eine Maschine mit 60tkm kaufen, wo du weißt was damit war (Scheckheftgepflegt, nicht so viele Vorbesitzer) als eine 20tkm mit 5+ Vorbesitzer und ohne dokumentierte Services.


    Um welches Motorrad ging es denn jetzt noch gleich? Die SV650x bin ich schon 1 Jahr und ca. 11.000 KM gefahren. Wenn du mit den Stummeln klar kommst und naked kein Problem ist, ist das was richtig gutes.

    Ich fahre nun schon seit 1 Jahr die Africa Twin, wenn ich mich an Motorsounds erinnere kommt trotzdem immer die SV ins Gedächtnis ;)

    Die fuhr sich besser als die Africa Twin, hier gewinnt 650ccm vs. 1000ccm beim Fahrspaß! Und da ich nur auf AT gewechselt bin weil ich eine Reiseenduro wollte, kann man im Umkehrschluss sagen, dass die SV650x spaßiger/besser fuhr als alle (neuen) Reissenduros unter 15.000€, die ich probe gefahren bin. Meine Meinung natürlich nur.


    Die SV650 sollte aber günstiger sein, weil älter und ist im Grunde das selbe Motorrad.


    Es gibt da doch einige gute für u. 5000€

    https://suchen.mobile.de/fahrz…f0-8228-be00-d1a233abf654

    https://suchen.mobile.de/fahrz…eb-749e-2a4b-5165585ce7a8

    https://suchen.mobile.de/fahrz…eb-749e-2a4b-5165585ce7a8

    https://suchen.mobile.de/fahrz…eb-749e-2a4b-5165585ce7a8


    Fernbeurteilung: Die kann man alle kaufen; muss man sich natürlich mal ansehen und Probefahren.

    Ich würde wohl einer der letzten beiden nehmen, das sind dann doch schon quasi-neu Motorräder.

    Gerade mal eingefahren. Insbesondere die SV. Bei 2-3 Jahre alten Motorrädern würde ich auch die verhältnismäßig geringe Laufleistung vernachlässigen. Von "Standschäden" kann man bei einer Maschine aus 2018 m.E. nicht sprechen.

  • Ich glaube bis Ich das Motorrad gekauft habe, hab Ich einen Burnout vom ganzen recherchieren und suchen. Die SV650x macht mir den Eindruck als wäre die Sitzposition nicht optimal da Café Racer (oder ist das nur die Aufmachung?). Die SV650 werde Ich jetzt, auch wenn Ich mit Suzuki - aus welchem Grund auch immer - irgendwie nicht warm werde. Ich versuche diese Woche noch eine Probefahrt in Hollenstedt zu vereinbaren. Danke soweit!

  • Die Sitzhaltung bei der SV650x geht deutlich mehr auf die Handgelenke als bei den anderen Maschinen.

    Klar, die sv650x ist jetzt kein Supersportler aber man ist doch deutlich nach vorne gebeugt. Hat dafür aber auch ein besseres Gefühl für das Vorderrad, das ist als Anfänger aber zu vernachlässigen (war doch dein erstes Motorrad oder?)


    Ich würde mal nach Suzuki fahren und eine sv650x probe sitzen, wie dir das taugt. Die ist schon deutlich weniger langstreckentauglich als die anderen; Geht aber auch. Wenn diese überhaupt zur Wahl steht, die kostet glaube ich noch etwas mehr als 5.000€


    Zu Suzuki: Ich persönlich halte Suzuki zu den am besten verarbeiteten Motorrädern unter den Japanern. Da fühlt sich alles ein wenig wertiger an als bei der Konkurrenz. Suzuki ist aber auch leicht hochpreisiger, insbesondere Wartung fande ich immer unverschämt bei Suzuki.

    Honda hat zumindest den Ruf am längsten zu halten.


    Kawasaki würde ich so in der Mitte einstufen.


    Das ist aber Ansichtssache, ich persönlich bin nie mit Yamaha warm geworden, weil sich da selbst hochpreisige Motorräder einfach nur nach Plastik anfühlen.

  • Bei mir hat Suzuki eher so das günstig Image... keine Ahnung warum, gefahren bin ich bis jetzt nur eine GS500 in der Fahrschule.

    Ansosten werde dir klar was du mit dem Motorrad machen willst (Lange Touren oder nur mal ums Haus, das ändert sich auch manchmal) und kauf dir das Motorrad danach. Bzgl. Recherche: haha ja, das kann vorkommen. Aber auch da: mach dir keinen Kopp. Zur Not fahre probe aber kaufe nicht und poste das hinterher hier rein.

  • Der Motor der SV650 hat seit Jahren in verschiedenen Modellen seine Haltbarkeit und Leistung bewiesen. Da macht man nicht viel falsch.

    "Wenn du Gott siehst, musst du bremsen"

  • Ich bin einer der wenigen die es auch absolut i.O. finden das erste Motorrad auch einfach nach dem "Haben-Wollen"-Faktor kaufen. Was du dir anschaust und denkst "boar sowas will ich haben" kann auch einfach die richtige für den Start sein denn: Egal wieviel du recherchierst oder liest oder vergleichst; Was genau dir am Motorradfahren wichtig ist erfährst du erst über die Jahre und mit steigender Fahrerfahrung.


    Es bleibt doch echt überraschend selten beim ersten Motorrad.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!