Überangebot: Motorradkleidung

  • Moin zusammen. Wer meine Odyssee von über 10 Seiten Diskussion zum Thema Motorradauswahl mitbekommen hat, kann sich sicher vorstellen, dass Ich offensichtlich ein Problem mit Überangeboten habe. Das holt mich schon wieder bei der Suche nach Motorradkleidung ein. Derzeit habe Ich Textiljacke und Textilhose mit Protektoren an den einschlägigen Stellen (Ellenbogen, Schultern, Rücken, Knien, Hüften), würde aber gerne ein Update an der Ausstattung vornehmen (in erster Linie wegen Passform und Aussehen).


    Die Frage die sich stellt ist im Prinzip einfach: zwischen Unterhemd + Shorts und Ritterrüstung gibt es den Mittelweg der Zweiteiler, Einteiler in Textil oder Leder. Stiefel und Handschuhe machen mir keine Sorgen, da bin Ich auch schon gut ausgestattet.


    Bei der Suche nach Motorradbekleidung bin Ich auf die Norm "EN 1621-1" für Protketoren gestoßen und das ist dann auch alles, was Ich neben dem Material (insb. Leder vs. Textil) herausfinden konnte. Die unterschiedlichen Textile sagen mir teilweise überhaupt nichts. Leder rutscht gut, ist aber bei Regen schlecht (ist das immer noch so?):

    • Wenn der Ledersack nass wird, wann kann Ich ihn wieder tragen?
    • Nach meiner Recherche gibt es keine markenspezifischen Pros oder Contras (das scheint sich, wie bei allem, eher nach Preissegment zu richten): gibt es irgendwelche Fabrikate die Ich unbedingt meiden sollte?
    • Bedeutet eine preisliche Differenz auch eine Differenz in der Sicherheit oder in erster Linie in Features? (Ich finde keine Zertifikate wie beim Helm...)
    • Inwiefern bringt mich eine Jacke aus Leder und Textil weiter? Bei Regen hab Ich den Nachteil von Leder, bei Sonne den Vorteil von Textil (Belüftung) und die Rutsch-Eigenschaften von Leder?

    Mir ist bewusst, dass Passform wohl der größte Faktor ist - entsprechend wird, unabhängig von der Fragerei, sowieso wie wild bei Louis, Polo und co. anprobiert!

    • Official Post

    Letztendlich wirst du es einfach ausprobieren müssen. Jeder hat seine eigenen Präferenzen, die sich auch im Laufe der zeit ändern werden.


    Leder bietet grundsätzlich den besten Schutz, ist aber hinsichtlich Komfort bei Hitze und Regen auch nicht ideal.

    Textil ist da komfortabler, aber nicht so abriebfest. Aber auch bei Textil gibt es große Unterschiede. Meshjacken sind im Sommer bestens belüftet, benötigen aber eine Regenkombi, die man an- und ausziehen muss. Unter Textilklamotten mit Membran wird's bei hohen Temperaturen sehr warm. Eine laminierte Membran verhindert im Gegensatz zu einer innen eingenähten oder geknüpften Membran, dass sich die Sachen bei Regen vollsaugen. Die sind aber tendenziell teurer.


    Die von dir angesprochene Kombination von Textil und Leder (ich nehme an, du meinst die Mohawk von Polo) haben eine Membran, du bleibst also bei Regen trocken. Aus meiner Sicht ein gutes Konzept, dass sich aber am Markt aus irgendeinem Grund nicht richtig durchsetzt. Ein Hersteller hatte in einem Interview mal geäußert, dass sich nicht wissen, warum.


    Ich bevorzuge den Zwiebellook, d.h. Textiljacken (im Sommer Mesh, sonst normal Textilklampotten) ohne Membran plus Regenkombi. Als Hose fahre ich nur Kevlarjeans. Das bringt für mich den höchsten Komfort. Aber das sieht jeder anders.


    Alternativ kann man auch über Abra-Guard-Unterwäsche (Kevlar mit und ohne Protektoren) nachdenken und "normale" Klamotten fahren.


    Anprobieren ist gut, aber was du langfristig haben willst, wirst du erst nach einigen Saisons feststellen.


    P.S.: Das wäre ein gutes Thema für einen Kaufberatungsartikel hier im Forum! Jemand Interesse?

  • Erst einmal vielen Dank. Offensichtlich haben bspw. auch Probiker und Alpinestars sowie IXS Jacken mit Ledereinsätzen an Jacke und Hose. Dainese hat eine Jacken/Hosenkombi mit Mesh-Einsätzen für die Belüftung. Der Zwiebellook dominiert mein Leben abseits des Motorrads auch, da ist man einfach am flexibelsten. Kevlarjeans habe Ich mir auch angeschaut und werde Ich auch anprobieren um zu schauen wie es um den Komfort steht. Meine letzten Ausfahrten vor Jahren in Lederklamotten habe Ich vor allem schwitzy in Erinnerung, deshalb gab es irgendwann auch die Textilklamotte. Bin dann kommende Woche erstmal bei den Ausstattern und schaue an, was mich, im wahrsten Sinne des Wortes, am besten kleidet. Das klingt mir aber tatsächlich so, als würden sich vor allem auch Features unterscheiden.

  • hi@all,


    dieser Beitrag des ADAC ist nach wie vor unerreicht:


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    Als einzige Kombi bleibt diejenige von Schwabenleder fast unbeschädigt bei Sturz aus 100km/h.


    oder hier:


    https://www.motorradonline.de/…ashtest-in-allen-klassen/


    lg,

    elbstrand

  • Ich hab mich ca. 18 Jahre geqält mit Kleidung für warm, Kleidung für kalt, Kleidung für Regen und oft hatte ich auf längeren Touren nicht dabei was ich gebraucht hätte.

    Seit 4 Jahren habe ich einen Stadler Anzug der taugt für alles, zwecks Kälte reguliere ich mit Merino Unterwäsche. Funktioniert für mich von ca. 5 - 40°, egal ob Regen, Sonnenschein, Hagel und unter dem Strich auf die letzten 4 Jahre gesehen war das trotz sehr teurem Anzung recht günstig. Und es sieht nicht aus, als ob der Anzug alsbald aufgeben würde. Er sieht eher aus wie am ersten Tag.

    🌍 Earth is not flat, 🦠 Covid is real, 😷 Masks protect others, 💉 Vaccines work, 🚀 We've been to the moon, ✈️ Chemtrails aren't a thing, 🌞 Climate Change is real, 🖤 Black Lives Matter, ♀️ Women's rights are human rights, 🏳️‍🌈 Love is love, ⚓️ No human is illegal, 🚰 Water is life

    Edited once, last by kleiner Chris ().

  • Leder das nass wird, wird auch wieder trocken.


    leder wird nur dann problematisch, wenn man es jetzt 2 wochen lang feucht hätte, oder feucht in den Luftdichten Schrank im Keller hängt.


    Aber wer Leder fährt und mehr als eine 2 Tagestour macht, hat meist eh eine Regenkombi dabei bzw sucht wenn er komplett durchnässt ist, nicht den Zeltplatz sondern ein Hotel.


    Ich würde mir da nicht so kopf machen.


    Bin damals in den louis, hab mir für 350€ ne alpine Lederjacke mit anständigen Protektoren gekauft und FERTIG. (Rest der Ausrüstung hatte ich da schon)

  • 1) Wenn der Ledersack nass wird, wann kann Ich ihn wieder tragen?
    2) Nach meiner Recherche gibt es keine markenspezifischen Pros oder Contras (das scheint sich, wie bei allem, eher nach Preissegment zu richten): gibt es irgendwelche Fabrikate die Ich unbedingt meiden sollte?
    3) Bedeutet eine preisliche Differenz auch eine Differenz in der Sicherheit oder in erster Linie in Features? (Ich finde keine Zertifikate wie beim Helm...)
    4) Inwiefern bringt mich eine Jacke aus Leder und Textil weiter? Bei Regen hab Ich den Nachteil von Leder, bei Sonne den Vorteil von Textil (Belüftung) und die Rutsch-Eigenschaften von Leder?

    1) Wenn er wieder trocken ist (24h im Haus mit Pfütze drunter) oder wenn's dir egal ist, dass du nass/kalt wirst (Verdunstungskälte).

    2) Nein. Umgekehrt machst du dir das Leben einfacher, wenn du dich auf eine Marke festlegst. Bei mir ist das Revit.

    3) Sicherheit ist ziemlich gleich. Bei Textilklamotten kommt die Sicherheit vor allem durch die Protektoren und genug Rutschfestigkeit für den Weg in die nächste Leitplanke :pinch: Und die Protektoren kann man ohne Probleme und für recht wenig Geld durch die jeweiligen Testsieger ersetzen.

    4) Im allgemeinen gilt: Leder bringt mehr Sicherheit und sitzt besser, Textil ist bequemer und hat mehr Features, z.B. entnehmbare Membranen, Belüftungen, Winterfutter.


    Ich persönlich habe eine Revit Sand 2 Textilkombi. Die Membran gegen Kälte und Regenschauer wird drunter getragen oder eingezippt ("Z-Liner"). Zusätzlich für den Winter 'ne Goretex Laminat-Jacke, weil die einfacher wärmer ist und länger Regen abhält. Gegen Dauerregen und echte Kälte hilft eigentlich nur 'ne Regenkombi, also so ein Plastik-Überzieher.


    Mein Vorschlag, fahr erst mal, bis du die Nachteile deiner Kleidung entdeckt hast. Und wenn man seine Präferenz und Größe kennt, kann man mit Gebrauchtkauf viel Geld sparen.

    MO24 Team Reisen

  • Ich fahre die Textilkombi mit Lederbesatz von Mohawk, die BDR erwähnt hat. Die ist quasi ein Alleskönner, wasserdicht, belüftet und mit dick Leder auf den wichtigen Sturzstellen. Einziges Manko ist, dass die Belüftung besser sein könnte, bzw. der ganze Anzug kühler bei hohen Temperaturen. Leider gibt es diese Kombination (Lederbesatz, wasserdicht, gute Belüftung über große Flächen) nicht bzw. habe ich Sie noch nicht gefunden :(

    Das heißt, wenn dieser Anzug mal verschlissen ist, werde ich wohl auch auf spezialisierte Klamotten im Zwiebel-Prinzip wechseln.


    Am besten überlegt man sich mal, was man damit machen möchte. Wenn man immer nur Hausrunden fährt, oder von Biker-Hotel zu Biker-Hotel hüpft, ist sicher auch eine Lederkombi praktikabel. Wer wochenlang mit Zelt durch halb Europa fährt, ist mit einem Allround-GoreTex Anzug sicher besser bedient.

    Suzuki V-Strom 1000 (2018 - ?)
    Suzuki Bandit 1250 SA (2015 - 2018)
    Yamaha XJ 600 S Diversion (2013 - 2015)

  • Ich bin relativ lange Textil gefahren und fahre seit einem halben Jahr Leder. Leder sieht klar besser aus, sitzt besser und ich fühle mich sicherer da drin. An die Lederkombi kann man Knieschleifer ran machen ;)

    Meine Lederkombi ist perforiert und funktioniert zwischen 15 und 30 Grad richtig gut. Für drüber ist sie nicht luftig genug, aber ich bin da nicht so empfindlich. Für unter 15°C heisst es entweder winddicht drunter ziehen oder Regenkombi mit Winddicht drüber.

    Regenkombi habe ich so oder so, weil die Regenkombi viel schneller trocknet als die Lederkombi. Ich hatte mal meine Lederkombi gewaschen und die hat ungelogen 5 Tage gebraucht um zu trocknen. Ein bisschen Regen hält aber jede gut imprägnierte Lederkombi aus.

    Die Textilkombi konnte alle Temperaturbereiche, aber dann auch mit Fell usw drin.


    Ich würde als erstes gucken was für ein Fahrprofil du hast. Ich bin meist den ganzen Tag unterwegs und fahre dann nur Motorrad. Ich gehe dann auch nicht wandern oder guck mir irgendwelche Städte an.

    Dann würde ich nach Passform gucken, Textil ist da flexibler, Leder eher nicht. Leder ist am Anfang ziemlich eng und weitet sich ca. eine Größe, also Leder tendenziell zu eng kaufen.

    Da ich ins Fitnessstudio gehe und auch mal 10 Kilo mit dem Gewicht schwanke, habe ich geschaut dass die Lederkombi an paar Stellen Stretch hat (Oberschenkel, Rücken, Oberarme).


    Meine Lederkombi ist von Vanucci und kostet 700 €.


    Leder hat auch den Vorteil dass die es Flicken kann bei einem evtl. Sturz, Textil ist da glaube ich nicht so praktisch.

  • ........



    • Nach meiner Recherche gibt es keine markenspezifischen Pros oder Contras (das scheint sich, wie bei allem, eher nach Preissegment zu richten): gibt es irgendwelche Fabrikate die Ich unbedingt meiden sollte?
    • Bedeutet eine preisliche Differenz auch eine Differenz in der Sicherheit oder in erster Linie in Features? (Ich finde keine Zertifikate wie beim Helm...)

    a) alles was zu preisgünstig ist, ist billig.

    b) siehe a :grin:


    Der beste Schutz ist gegeben mit einer passgenauen (guten!!) Lederkombi + lange (hauchdünne; im Sommer) Funktionsunterwäsche. Letztere schützt massgeblich die Haut wenn man über den Asphalt rutscht. Man kommt ohne Mühe in / aus die Lederkombi + man hat einen perfekten Bewegungsspielraum in der Lederkombi beim Fahren.

    Edited once, last by Frank-RE ().

  • Klar, Leder ist das Beste, was man bei Abrieb tragen kann. Aber auch nur da, in allen anderen Punkten sind (gute) Textilkombis mindestens gleich, wenn nicht sogar besser.

    Muss man halt abwägen, wo man seine fahrerischen Schwerpunkte hat. Für jemand, der möglichst zügig mit schleifendem Knie durch die Spitzkehren wedelt, für den ist Leder sicher super.
    Jemand wie ich, der auch mal 7000km in drei Wochen runterspult, von Schneeregen mit 0°C bis 38°C pralle Sonne sieht das anderst. Da zählen gute Belüftung und (richtige) Wasserdichtheit, generell Komfort/Wetterschutz mehr als der reine Abriebschutz im Fall des Falles.


    Seit ~20.000km fahr ich jetzt eine Kombi aus KLIM Carlsbad Hose und KLIM Badlands Pro Jacke. Das Beste, das ich je getragen habe. Wirklich wasserdicht, saugt sich nicht voll und genügend Lüftungsöffnungen für wirklich warmes Wetter. Zugegeben, unter 10°C ist warme Unterwäsche Pflicht, aber das ist immer noch besser als ständig dieses An-Ausgeziehe der Regenkombi :)


    PS: Den hier erwähnten Anzug hatte ich in der Variante von Reusch, der war mir über 25° viel zu warm und die Lüftungsöffnungen ein Witz.

    • Official Post

    Leder sieht klar besser aus, sitzt besser

    Nur, wenn man auf den Leder-Look steht...;). Für mich ist weder der Rennfahrer-Leder-Look, noch die "körperbetonte" Weltumrunder-Textilkombi etwas.


    Kradreisender: Die Preise von Klim sind aber schon heftig. Das sind auch nur Jacken, die in China zusammengenäht werden. Das Material ist sicher etwas teurer, aber der Herstellungspreis steht kaum noch im Verhältnis zum Verkaufspreis.

    Mir persönlich viel zu teuer, aber ich kann gut verstehen, dass Vielfahrer bereit sind, die Preise zu zahlen, wenn sie unterm Strich für ihren Zweck besser sind.


    randomluck :


    Ein weiterer Aspekt für mich ist bei der Klamottenwahl ist die Alltagstauglichkeit:


    Eine Regenkombi ziehe ich nach der Fahrt oder für eine Pause aus und gehe dann trocken ins Büro, das Hotel oder das Restaurant und nicht wie ein begossener Pudel mit einer nassen oder gar triefenden Kombi.


    Ich verwende hohe Wanderschuhe aus einem Wildleder-Textil-Gemisch mit Goretex, weil es mir wichtig ist, dass ich auch mit den Schuhen länger laufen kann, was bei den meisten Motorrad-Stiefeln nur eingeschränkt der Fall ist. Ein Kompromiss hinsichtlich fehlender Protektoren, aber abriebfest.


    Bei einem Zwiebel-System kann ich mich immer dem Wetter unterwegs anpassen. Da bin ich vermutlich empfindlicher als z.B. Manuel, der auch bei 40° im Schatten ungerührt seine schwarze Textilkombi in der Pause anlässt, ohne auch nur den Reißverschluss zu öffnen. :grin:

  • der Herstellungspreis steht kaum noch im Verhältnis zum Verkaufspreis.

    Das gilt leider für absolut alle Motorradklamotten :(

    MO24 Team Reisen

  • Kradreisender: Die Preise von Klim sind aber schon heftig. Das sind auch nur Jacken, die in China zusammengenäht werden. Das Material ist sicher etwas teurer, aber der Herstellungspreis steht kaum noch im Verhältnis zum Verkaufspreis.

    Irgendjemand muss dem Chinesen nur sagen, was er da wie zusammennähen soll. Natürlich kostet die Jacke in der Herstellung wohl nicht viel mehr als eine 500€ Jacke, aber die Entwicklung die dahinter steckt dürfte um ein Vielfaches aufwändiger sein.
    Dazu kommt: Wenn ich mich jetzt innerhalb der ersten fünf Jahre nach Kauf auf die Fresse packe, schickt mir KLIM eine neue Jacke und/oder Hose zu.


    KLIM Gear Protection


    Ich (gebürtiger Schwabe) war ja auch lange der Meinung, das es eine Kombi für einen Bruchteil des Geldes auch tut, aber jetzt nachdem ich ein wenig in die "Oberklasse" geschnuppert hab, hat so eine Kombi nur einen Nachteil: der "hohe" Kaufpreis.


    randomluck :


    Ein weiterer Aspekt für mich ist bei der Klamottenwahl ist die Alltagstauglichkeit:


    Eine Regenkombi ziehe ich nach der Fahrt oder für eine Pause aus und gehe dann trocken ins Büro, das Hotel oder das Restaurant und nicht wie ein begossener Pudel mit einer nassen oder gar triefenden Kombi.

    Das tu ich auch, meine Klamotten saugen sich nämlich nicht voll. Einmal kurz geschüttelt und sie sind auch nicht nasser als jede normale Jacke mit der man so normalerweise draußen rumläuft.

    Regenjacke/Kombi ist immer dann prima, wenn man durch konstant schlechtes Wetter fährt, hat man jetzt aber den fröhlichen Mix aus Sonne/Regen/Sonne/Regen, dann bist Du in der Regenkombi entweder am Schwitzen oder ständig aus- und anziehen.
    War mit der besten Sozia ja 3500km in Frankreich und Italien unterwegs. Sie mit Regenklamotten. Ständig die Qual der Wahl, anziehen oder riskieren ein wenig nass zu werden? Ausziehen oder lieber schwitzen?
    Das möchte ich nicht mehr, mit der jetzigen Kombi muss ich nur die Reissverschlüße auf oder zumachen und fertig.
    Noch dazu hab ich den Stauraum für die Regensachen für andere Sachen nutzen können, besonders wenn man zu zweit auf einem Motorrad unterwegs ist durchaus ein Vorteil.


    Aber das muss jeder für sich entscheiden, für mich ist die Kombi preiswert, für den anderen vollkommen überteuert und der kann prima mit den Nachteilen leben.

    Es ist halt wie so oft im Leben, der, der immer nur im Dacia gefahren ist, wird nie verstehen können, wieso jemand so viel Geld für einen Mercedes ausgibt ;) Und das ist nicht böse gemeint.

  • Dazu kommt: Wenn ich mich jetzt innerhalb der ersten fünf Jahre nach Kauf auf die Fresse packe, schickt mir KLIM eine neue Jacke und/oder Hose zu.

    Das würde sich ja fast lohnen, sich einfach mal mit schwung auf den boden zu werfen ;)

  • Wems passt, mit dem hohen Gewicht kein Problem hat und wer nicht hauptsächlich bei unter 10 C° unterwegs sein möchte, dem empfehle ich etwas aus nem Goretex-Lederlaminat. Gibts nur noch gebraucht oder aus Altbeständen ist aber als ob du mittm Panzer fährst und beendet alle Diskussionen und jede Suche.


    Gibt wohl was ähnliches mit ner anderen Membran von Rukka aktuell; keine Ahnung ob das besser (leichter, noch weiteres Temperaturfenster) ist.


    Meine Rukka Merlin war nach dem Highsider mit ca. 70 km/h ein bisschen aufgeraut und 2-3 Nähte hatten sich über eine Länge von insgesamt max. 5 cm geöffnet. Reperatur bei einem Fachbetrieb in Österreich keine 100€. Außer Muskelkater hatte ich nichts (gut, gebrochenes Kahnbein an der Hand).

    Der Norden fängt da an, wo die Leute aufhören zu

  • :grin:Leder ist für mich das Beste , Lederschnürjeans und passende jacke- das erfüllt weitgehend meine Zwecke und ich fahre viel und das bei wirklich jeden Wetter. Nebenher han ich noch ne latzhose mit Protektoren ( nicht abnehmbar ) von Held und ne etwas längere lederjacke von Held auch mit Protektoren - da schwitzt man auch nicht drin weil da mengen an lüftung drann ist ( nachteil das zeug ist sau schwer ) Stiefel trage ich normale Bikerstifel oder eben BW Pilotenstiefel. Textil hab ich auch ,trage ich aber nicht so gerne weil mir das zeug einfach zu warm ist, im Sommer kaum auszuhalten ( Leder ist da für meine begriffe nicht so warm ) Stadler Kompi hab ich auch- trage ich nur wenn ich hier im regen losfahre oder es ist dauerregen angesagt . Genauso hab ich auch Daytonas:sostupid: für mich persönlich ein absoluter fehlkauf ( hab die jetzt in 1 jahr gerade mal 3-4 std angehabt- weil für mich total unbequem da ich auch fiel laufe oder eben Werkstatt am schrauben bin.

    Jetzt hab ich mir nach zig Jahren mal ein Regenkombi gegönnt, mal sehen ob ich den jemals anziehe:grin: ,jedenfalls ist der im koffer und begleitet mich:S

    So ist eben jeder anders und jeder fühlt Wärme /Kälte / Trocken / Nass- anders

  • Wie immer gibt es keine eindeutige Antwort . . . logisch, weil doch der entscheidende Punkt die persönliche Anwendung und das Empfinden ist. Der Sportfahrer wird sich kaum eine Textilkombi zulegen und der Tourenfahrer wohl eher keine Lederkombi. Wer "nur" ein paar 1000km im Jahr bei schönem Wetter unterwegs ist wird wenig Wert auf Regenschutz legen. Wer bei Wind und Wetter als Ganzjahresfahrer >10tkm abspult stellt ganz andere Ansprüche.

    Man kann zu einer individuell gefertigten Kombi aus Kängeruhleder raten, oder zur ultimativen Textilkombi, wasserdicht, atmungsaktiv . . muss man sich aber auch leisten können/wollen.


    Ich für meinen Teil fahre onroad seit ca 25 Jahren nur bei gutem Wetter (trocken) mit Tagestouren von 100-300km. Da genügt meine 400€ Kombi von RST vollkommen. Ist nach der Zeit meine dritte und wenn die aktuelle wieder so lange hält wie die vorherigen, haben sich die insgesamt 1200€ allemahl bezahlt gemacht. Zumal die erste von vor 25 Jahren heute kaum mehr passen würde . . . :grin:


    Offrod sieht das ganz anders aus, da sind MX Hose und Fahrershirt über den Protektoren angesagt. Wenns kälter wird noch eine einfache Enduro Jacke (auch als Weste tragbar). Für die nassen Tage eine Überfall (oder Regen-) Hose und einen Überzieher für obenrum . .. fertig.

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert !

  • Meine bisherigen Erfahrungen bestätigen eindeutig was hier teilweise schon gesagt wurde: Zwiebelprinzip!


    Ich durfte noch keine laminierte (also von Haus aus wasserdichte) Jacke/Hose fahren, die nicht gleichzeitig total schwitzig ist. "Atmungsaktivität" halte ich immer noch für das größte Ammenmärchen :D Bei mir zumindest ist es egal ob ich Goretex oder Billigmembran fahre, ich brauche Frischluft bei warmen Wetter.


    Ich persönlich bin da auch bei Rev'IT gelandet weil die für alle das richtige haben. Sowohl was Konzepte angeht, als auch was den Preis angeht. Sowas bieten andere Hersteller aber auch.


    Was ich mit Zwiebelprinzip meine: Eine Motorradjacke wo man die wärmende Thermo und wind-/wasserdichte Membran (Goretex, H2O, wie se alle heißen) herausnehmen kann. Man hat also quasi 3 Lagen, Schutz -> Wind-/Wasserschutz -> Wärme.

    Am ende fahre ich zu 90% nur mit der Schutzschicht. Wenns kälter wird, ziehe ich mir einen Pullover/Fleece drunter, den ich auch ohne Jacke dann gerne habe. Bei Schauern hat man ne Regenjacke dabei.


    Laminierte Jacken sind halt wasserdicht(er) aber dafür auch immer wärmer. Vielleicht bin ich da empfindlich aber da ist es wirklich egal ob ich eine 1200€ Goretex Jacke anhabe oder eine 200€ ProBiker Jacke. Wenns wärmer wird schwitze ich darin.


    Revit bietet hier mit der Sand 3 Kombi (neu) oder Sand 2 Kombi (nur noch gebraucht erhältlich) eine sehr gute Universalwaffe. Sieht halt dafür typisch Adventurekombi aus.

  • Danke noch ein mal für die ganzen Eindrücke. Ich bin morgen bei den üblichen Ausstattern und schaue mir mal ein paar Jacken und Hosen an. Das mit dem Zwiebel-Look klingt mir am sinnvollsten, da würde Ich aber eigentlich auf Einsätze in der Jacke vertrauen die sich, wie Martin1990 schreibt, rausnehmen lassen. Morgen weiß Ich mehr. So ganz nach Adventure-Man will Ich nicht aussehen, ein Einteiler wird es aber auch nicht. Versuch macht kluch, Ich bin morgen schlauer als heute.

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