Motorradsuche Ersatz für Transalp

  • . . . - bis ich peile, dass 11:42 keine Geschwindigkeitsangabe ist ^^

    . . . natürlich ist das nicht die momentane Geschwindigkeit.

    11 : 42 = 0,26. :)

    Ein Handy hat doch heute eine Taschrechner-App

  • Ich habe den Weg hinter mir.

    Ich habe noch eine Honda Transalp 600, aber die Fahrwerkschwächen und sonstige Sachen haben mich bewogen eine Suzuki V-Strom 650 (K7) zu kaufen.

    Die Transalp war scheinbar tiefergelegt oder so, zumindest kam ich problemlos flach mit den Schuhsohlen runter.

    Bei der Suzuki war es so dass da bereits die Gummiblöcke unterm Sitz teilweise entfernt wurden und es war trotzdem nicht sehr tief.

    Tieferlegen will ich sie nicht wegen dem Hauptständer.

    Mal sehen was ich noch mache., vieleicht angepasste Sitzbank obowhl die mitgekaufte sehr schön bezogen wurde.

    Allerdings werde ich noch eine Lenkererhöhung und rückverlegung montieren da ich gerne aufrecht sitze da ich sehr lange Touren fahre.

    Motor ist Tadellos, der V2 ist einfach Kult.

    Etwas mehr Leistung wie die Transe.

    Da Honda keinen echten Transalp Nachfolger baut eigentlich der logische Nachfolger.

    Einspritzung macht auch das Befahren großer Seehöhen praktikabler und obwohl der Tank nicht viel größer ist hat man mehr Reichweite.

    Dass man da auch noch in Frankreich eine "2" aufkleben kann statt garnix ist halt nur dann relevant wenn man dort hinfährt aber solche Umweltzonen werden eher mehr werden wie weniger.

  • Gestern stand die Probefahrt der Himalayan an. Der Händler in meiner Region hatte in den letzten Wochen keine Himalayan vorrätig und bis zum Dienstag noch keinen Vorführer bekommen, wie er mir per Mail mitteilte. Daher vereinbarte ich bei einem seiner bayerischen Mitbewerber eine Testfahrt für den Samstag.


    Die Sonne lachte fröhlich vom Himmel, ich stieg mit großer Vorfreude auf die Transalp und machte mich auf den Weg. Die längere Anreise auf den kleinen Nebenstraßen machte mir großen Spaß. Es dauerte etwas bis ich das Geschäft fand, dann bin ich versehentlich dran vorbeigefahren. Hätte mir schon mal ein kleiner Wink sein können.


    Im Laden wurde ich freundlich begrüßt, man wußte auch, daß ich eine Probefahrt für die Himalayan vereinbart hatte, doch leider sei kein zugelassener Vorführer da, wurde mir bedauernd mitgeteilt. Donnerzacken! Das hätten sie mir auch telefonisch am Freitag oder noch am Samstag in der Früh mitteilen können. Ich war mehr als nur leicht angesäuert. Auf eine Sitzprobe im Ausstellungsraum hab' ich verzichtet, teilte mit, daß ich das Ganze sehr doof fände, verabschiedete mich und schwang mich mit Wut im Bauch auf mein altes Möppelgetier.


    Nee, nee, nee .... hat wohl nicht sein sollen.


    An der nächsten Tankstelle hab' ich mein Motorrad aufgefüllt, einen Becher Kaffee genossen und die Keramikabteilung besucht, bevor ich mich wieder aufmachte. Der Heimweg war länger als die Hinfahrt, denn aus unerklärlichen Gründen war mir meine Orientierung abhanden gekommen, so daß sich der ein oder andere Flurbereinigungsweg dazwischen mogelte, ich vor Baustellen umdrehen mußte und einige Umwege nahm. Langsam kam meine gute Laune wieder, denn mein olles Möppelgetier beförderte mich sanft über jede Unebenheit, sicher durch die Kurven und flott über die Landstraßen.


    Vielleicht wollte es mir damit sagen, daß es gar nicht ersetzt werden will?

    :moped: ....Nimm die Menschen, wie sie sind - es gibt keine anderen.

  • Ja, das sind diese Momente der Klarsicht im Leben des Motorradfahrenden ;)

    MO24 Team Reisen

  • So geht mir das seit Jahren mit der Versys :wub:


    Ich bin mal an einem Tag 12 unterschiedliche neue Motorräder gefahren - und am Abend saß ich wieder auf meinem eigenen und musste einfach sagen: "Es passt" <3 - sie macht mir noch immer Spaß.

  • Ich bin mal an einem Tag 12 unterschiedliche neue Motorräder gefahren - und am Abend saß ich wieder auf meinem eigenen und musste einfach sagen: "Es passt" <3 - sie macht mir noch immer Spaß.

    So geht mir das ständig :sostupid: Fast jeden tag fahr ich was anderes,- ok ist schön ,- aber auf meine alten Lady fühle ich mich am wohlsten. Was sagt uns das... <3:wub::1:

  • Ich hab auch hin und wieder diverse Motorräder kurz nacheinander getestet/probegefahren. In zwei Fällen war ich doch sehr positiv überrascht, das erste mal von der RSV Mille, die im Vergleich zur Guzzi einfach die deutlich bessere Maschine war . . und mich auch zum Verkauf der Guzzi gebracht hat.

    Beim zweiten Mal die Dorsoduro, die mir noch besser gepasst hat als die RSV. An dem Tag hab ich 8 verschiedene Motorräder ausprobiert, Yamahas, Aprilias. KTM, . . waren einige gute dabei, aber letztlich ist es fast immer das gleiche: Man setzt sich drauf und denkt sich "Ok, das passt alles schon mal super" dann fährt man ein paar Runden und denkt " Wow, das Teil macht Laune" . . wenn sich dieses Gefühl nach 15-30 Minuten nicht einstellt, nicht weiter drüber nachdenken und die nächste ausprobieren. ;)


    Wenn man einmal eine für sich passende Maschine gefunden hat und dann noch individuelle Anpassungen vorgenommen hat . . . ist man ziemlich dicht am Optimum. Erst mit den Jahren aufkommende bessere Fahrwerke, Bremsen etc. machen es für mich irgendwann notwendig nach was jüngerem Ausschau zu halten.

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert !

  • Genau das ist meine Überlegung. Meine Transalp ist jetzt 34 Jahre alt, begleitet mich seit vielen, vielen Jahren und taugt mir generell immer noch. Doch ich möchte etwas moderneres. Ein Motorrad, das sich nicht mit Gepäck ab ca. 130 km/h im Heck aufschaukelt, das modernere Bremsen, evtl. auch ABS hat und bei dem ich nicht alle Nase lang irgendetwas reparieren muß.


    Blöd ist einfach, daß ich noch nicht genau weiß, ob Tourer, Naked oder kleine Reiseenduro. Den Sommer über werde ich noch so einiges zur Probe fahren um mein "neues" Motorrad zu finden. Irgendwann weiß ich bestimmt, was ich möchte.

    :moped: ....Nimm die Menschen, wie sie sind - es gibt keine anderen.

  • Bei mir wirds wohl so ausgehen, entweder meine alte Lady bricht unter mir zusammen oder es muß mir was zufliegen wo ich echt nicht wiederstehen kann- beides kann ich mir aber im Moment wirklich nicht vorstellen :grin:

  • Da hab ich es mit den Offroadern etwas leichter, was die Entscheidung für was neues (jüngeres) betrifft. Nach ungefähr 30tkm (das sind bei mir max 14 Jahre) wird eine Motorrevision fällig, die kostet 600-1000€. Der Verkauf sollte also möglichst vorher in Betracht gezogen werden. Außerdem sind Fahrwerk, Lager und die übrige Technik nach so langem Einsatz auf jeden Fall auch revisionsbedürftig. Das kostet nochmal eine Stange Geld und das kann man besser in eine jüngere Maschine stecken.


    So schaue ich mich nach ca 10 Jahren nach einer jüngeren Maschine um, durchaus das gleiche Modell, aber mit deutlich weniger km bzw. BStd. Die kostet dann irgendwas um die 6000€ wobei bei die alte ca 3500€ bringt. Die Differenz hab ich mir mit der Revision allemahl eingespart und kann die neue Maschine für die nächsten 6-8 Jahre relativ sorgen- und Revisionskostenfrei fahren. Meistens sind die jüngeren Modelle auch mit einigen Verbesserungen versehen, die nimmt man dann gerne mit.


    Letztlich ist das Motorrad nur Mittel zum Zweck, wenn sich da im Laufe der Zeit die Zweckerfüllung nicht mehr richtig einstellen will . . muss was anders her.

    Man gewöhnt sich mit der Zeit an vieles, verliert aber auch das Gefühl für das Bessere. ;)

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert !

  • Little Honda,


    ..dein Probefahrt-Erlebnis ..war in der Nord-Eifel..?

    "Kein Herz für Arschlöcher!"

  • Über den Sommer hab' ich einige Probefahrten mit verschiedenen Motorradtypen gemacht und mir mehrere Gebrauchte von privat angeguckt. Teilweise hab' ich dabei unglaubliches und auch recht lustige Situationen erlebt. Drei Motorräder haben mir besonders gut gefallen, die Honda CBF 500 in der alten Version mit 57 PS, die Royal Enfield Himalayan in der Version 2020 und zu meiner großen Überraschung, die Ducati Scrambler 800.


    Heute hab' ich erstmals ein elektrisch betriebenes Motorrad gefahren. Eine recht verrückte Erfindung und sehr eigenwillige Kreation. Mit einer Dauerakkuleistung von 6 kw fällt es in die Klasse der Leichtkrafträder mit 125 ccm, also fahrbar mit B196 und A1. Der Hersteller nennt es "Human Hybrid" und auf den ersten Blick könnte es durchaus mit einem futuristischen Fahrrad verwechselt werden.



    Dieses Fahrzeug wird von einem bürstenlosen Permanentmagnetsynchronmotor angetrieben. Doch das Teil hat keinen Gasgriff. Die Geschwindigikeit wird durch das Treten der Pedale (wie beim Fahrrad) gesteuert. Die Muskelkraft wird quasi elektronisch vervielfacht und vom Elektromotor umgesetzt.



    Der Antrieb des Hinterrades erfolgt über einen Riemen. Der Akku hat eine Dauerleistung von 5 kw, die Höchstleistung liegt bei 16 kw (= ca. 22 PS), die Kapatzität des Akkus beträgt 6,6 kw und er soll, gemäß Herstellerangabe, bis zu 500 Ladezyklen verkraften. Die Akkuladezeit bis zu einer Aufladung von 80% soll 4 Stunden betragen. Es kann an einer Haushaltssteckdose "aufgetankt" werden. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 90 km/h angegeben. In Abhängigkeit des Fahrergewichts, des Wegs (bergig oder flach) und des Tempos, kann eine Reichweite von bis zu 120 km erreicht werden.


    Am Vorderrad, das mit einem Reifen der Größe 1,85 x 17 ausgestattet ist, werkelt eine 30 cm Bremsscheibe mit einem radial montierten Vierkolbenbremssattel. Hinten ist ein Reifen 2,5 x 17 montiert und eine 22 cm Bremsscheibe mit einem Zweikolbenbremssattel tut ihren Dienst. Die Vorderradbremse wird, wie beim Motorrad üblich, mit der rechten Hand bedient, die hintere Bremse mit der linken Hand. Die Bremsen sind, wenn ich das richtig verstanden habe, ein combined system.



    Das "Motorfahrrad" hat drei verschiedene Fahrmodi, Eco, Normal und Sport. Eco ist für den Stadtverkehr, Normal für Überland und Sport, wenn's richtig flott werden soll. Dieses Teilchen darf grundsätzlich auf die Autobahn, wobei der Hersteller dabei eher an Stadtautobahnen, die oft auf 80 km/h beschränkt sind, dachte.



    Per Schlüssel wird das E-Motorrad in Betriebsbereitschaft gesetzt. Auf der rechten Seite befindet sich der Killschalter, ist er aus, dann können die Pedale getreten werden ohne, daß sich das Motorrad von der Stelle bewegt. Erst wenn der Schalter angemacht wird, ist auch die Kraftwandelung Pedaltritt gleich Antrieb aktiv.


    Die Blinker werden komisch bedient. Der für rechts befindet sich an der rechten Lenker Seite und der für links ist links angebracht. Es reicht nicht aus, diese Schalter nur anzutippen, nee, sie müssen ein paar Sekunden lang gedrückt werden damit sie auch wirklich die Blinkfunktion einschalten. Das Display ist für mich gewöhnungsbedürftig, da ich keine digitalen Anzeigen mag. Die Geschwindigkeit läßt sich einwandfrei ablesen, allem anderen, was da sonst noch so aufleuchtete, habe ich keine wirkliche Beachtung geschenkt.



    Das Fahrzeug ist mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Es ist sehr schmal gebaut und wirkt von vorne eher wie Fahrrad. Man nimmt auf einem weichen Fahrradsattel Platz, der für meine Beinlänge gerne etwas tiefer hätte sein können.


    Ein wenig Bauchgrummeln hatte ich schon vor dieser Probefahrt, da ich bisher weder mit einem Pedelec oder einem E-Fahrrad gefahren bin.


    Der Widerstand der Pedale ist so gut wie nicht vorhanden, es fühlte sich an, als würde ich ins Leere treten, trotzdem setzte sich das 120 kg schwere "Fahrrad" flockig in Bewegung. Das Anhalten an der Parkplatzausfahrt funktionierte problemlos, der Wiederantritt weniger, denn ich Dösbattel hatte das rechte Pedal unten stehen und mußte es erst durch einen beherzten Tritt rückwärts in die Startstellung bringen.


    Der Lenker war angenehm breit, für meinen Geschmack leider etwas zu weit vorne. In den Spiegeln hatte ich keine optimale Sicht nach hinten, denn deren Form ist zwar durchaus stylisch, nur leider laufen sie genau an dem Punkt spitz zu, an dem ich noch etwas sehen möchte.


    Auf gerade Strecke im Stadtverkehr hat dieses E-Motorrad einen stabilen Geradeauslauf und auch mit gemächlichen Treten erreichte ich 55 km/h. In Kurven verhielt es sich schwerfällig. Ich hatte Mühe es bei der Überlandfahrt mit ca. 70 km schön durch die Kurve zu bugsieren, gleichzeitig zu treten, daran zu denken, daß ein Pedal am Kurvenausgang oben sein sollte zwecks Antritt und dabei auch noch zu gucken, wie die Strecke weitergeht. Der Wechsel vom Modus Eco auf Normal funktionierte reibungslos.


    Die Bremsen sind für mich schwer zu beurteilen. Ja, sie stoppen das Fahrzeug ab, aber ich hatte kein Gefühl dafür, weil mir ein drehzahleweisendes Motorengeräusch gefehlt hat. Die Vorderradbremse kam mir erst etwas schwammig vor und packte dann doch recht forsch zu. Die Hinterradbremse biß sofort kräftig zu, was vielleicht auch an meiner mangelnden Erfahrung gelegen haben kann.


    Den Sattel fand ich unbequem, weil er einerseits zu breit und zu weich ist, andererseits kommen Stöße vom Untergrund knallhart durch, wobei ich trotzdem den Untergrund nicht so richtig durch den Popometer wahrnehmen konnte.


    Was ich vermißt habe, war die Möglichkeit irgendwo Gepäck zu verstauen oder anzubringen.


    Wer auf so einer E-Rockit unterwegs ist, wird ungläubig von allen anderen angestarrt. Das fremde Erscheinungsbild erschwert die Einordnung des Fahrzeugs. Entworfen wurde der Human Hybrid für das mühelose und schnelle Vorankommen im Stadtverkehr und für Überlandstrecken um die 50 km als Alternative zum Motorroller, sowie zum Spaßcruisen in der Freizeit.



    In der Tat, Spaß macht so ein ungewöhnliches Gefährt durchaus, doch der aufgerufene Preis von € 11.800 bremst den Enthusiasmus eines Spontankaufs deutlich. Staatliche Fördermöglichkeiten für E-Motorräder gibt es momentan nicht.


    Wer die Möglichkeit hat, bei einer Roadshow oder eine Messe dieses Pedal-Motorrad Probe zu fahren, sollte dies unbedingt tun. Es ist schwer zu beschreiben, wie man sich dabei fühlt. Irgendwie ein ulkiges Gefühl beim "Fahrradfahren" mit hoher Geschwindigkeit.


    (Nein, es ist kein Ersatz für meine olle Transalp. Ich war einfach neugierig auf dieses orginelle Unikum.)

    :moped: ....Nimm die Menschen, wie sie sind - es gibt keine anderen.

    Edited 3 times, last by LittleHonda: Tippfehler ().

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