Reisebericht Schotter Westalpen 2020

  • Dieser Reisebericht ist eine Fortsetzung von "Höhentreffen 2020". Das Intro schmalos kopiert:


    Jeweils im September 2020 treffen sich seit einigen Jahren um die 20 nette Leute aus dem Versysforum in Südtirol oder im Trentino, um dort eine Woche genüsslich Motorrad zu fahren. Als Basislager dient immer ein Hotel mit Halbpension. So kann man Tagestouren ohne Gepäck genießen. Diese Veranstaltung besuche ich sehr gerne, und nehme sie auch gern zum Anlass, südlich der Alpen weiter zu reisen. Für dieses Jahr konnte ich drei Mitfahrer gewinnen, die danach mit mir Schotterpässe in den Westalpen erobern wollen. Dafür werden wir Ferienwohnungen an wechselnden Orten verwenden.


    Mein Fuhrpark besteht im Moment aus Kawasaki Versys 650 und Yamaha MT-09. Davon eignet sich die Versys klar besser für den Schotterteil. Sie wurde noch zusätzlich mit einem robusten Unterfahrschutz, Enduro Fußrasten "Pivot Pegz" und schottertauglichen Reifen Conti TKC 70 aufgewertet, wobei ich für den asphaltlastigen ersten Teil der Reise noch einen Straßen-Vorderreifen verwende. Als Gepäcksystem genügen mir Tankrucksack, Topcase und ein Netz auf dem Soziussitz. Außerdem sind die Räder jetzt seriös goldfarben lackiert, weil ich das schön finde.




    Wer wissen will, wie ich eine Woche von Nürnberg gestartet bin und mich eine Woche im Trentino vergnügt habe, lese dort Reisebericht Höhentreffen 2020 Trentino

    Wo der Reisebericht endet, geht es hier weiter - Start ist in Lavarone im Trentino auf einer geländemäßig gepimpten Versys 650.


    Sa 12.9. Lavarone-Comer See


    Heute endet das Höhentreffen offiziell. Nach dem Abschied am Morgen geht es für Mirko und mich weiter zum Schotterteil, mit Zwischenübernachtung am Comer See. Dort trifft uns hoffentlich Luca. Chris ist leider ausgefallen, da seine KTM Elektrofieps hat. Nun muss Mirko die Orangene Farbe alleine hoch halten. Wir sind nicht besonders früh dran, haben es aber auch nicht besonders eilig.



    Das Wetter ist wie immer super. Der erste Passknacker ist erst der Passo Tonale, inkl. nerviger Anfahrt mit nerviger Autobahnmautstelle. Merken, künftig nicht mehr für 10 km auf die Mautobahn fahren: Wenn man dafür 2x anhalten und Umwege an den Mautstellen fahren muss, spart man keine Zeit und holt sich potentiell Ärger ins Haus: Autobahnstau, Wartezeiten an den Mautstellen, oder gar peinlich und zeitraubend an der falschen Schranke angestellt.


    Ganz oben am Tonale ist jetzt auch Tempo 60 nur für Motorräder - was natürlich niemanden interessiert. Die Polizei steht sogar auf der Passhöhe, die ist aber innerorts und daher ohnehin Tempo 50, außerdem messen sie nicht, sondern sprechen eher Autofahrer an - warum, weiß ich nicht. Danach geht's weiter westlich, nach Edolo, wo ich im Juli am Rückweg von Sardinien übernachtet habe. Das erste echte Highlight heute ist ein kleiner Umweg nach Norden, der Passo de la Foppa. Da gibt es einen Kaffee und ein Eis für uns.



    Dann geht's westlich auf die sehenswerte Höhenstraße Richtung Passo di Guseppa. Hier fährt sonst praktisch niemand, höchstens Radfahrer, und die wenigen Autofahrer machen auch sofort Platz.



    Nach der Abfahrt geht's weiter, Bundesstraßengebolze. Der Einstieg zum Passo San Marco ist schwer zu finden, wenn man ein Navi mit alten Karten hat, aber ein neuer Tunnel den Ort umfährt. Immerhin war es im Tunnel erfrischend kühl, denn es ist heute wieder recht heiß. Ich habe eigentlich keine große Lust mehr auf Kehren, daher darf Mirko in seinem Tempo vorfahren. Auf dem Weg nach oben steht etwas Polizei und Feuerwehr am Straßenrand und guckt bedröppelt. Rechts daneben, aber 300 Meter diagonal weiter unten, liegt ein kleiner Jeep mit den Rädern nach oben und eingeknickter A-Säule. Oha. Da keine Hektik und keine Rettung zu sehen ist, wurde/n der/die Insasse/n wohl schon versorgt. Gesund sah das nicht aus. Positiv dagegen die Aussicht allgemein und auf der Passhöhe.





    Auf der Abfahrt streitet sich ein entgegenkommender MV Agusta Fahrer mit einem Autofahrer. Leider hält er dafür nicht an, sondern fährt mir dabei so ziemlich direkt vors Vorderrad. Naja, da kommt man vorbei.



    Unten im Tal geht's rechts über ein paar Minipässe Richtung Lecco. Da haben wir im Mittel 3 Meter Straßenbreite und selten mehr als 100 Meter Geradeaus, das Ganze im Wald oder auch mal in einer ziemlich beeindruckenden Schlucht. Man wähnt sich fast in Frankreich. Das ist durchaus schick, aber auch anstrengend. So freuen wir uns auf die Pause, und beschließen dort auf den geplanten Abstecher zur Forcella di Olino zu verzichten, samt je 46 Kehren rauf und runter.


    Nach Lecco hat man dann schon eine sehr schöne Sicht auf den sehr schönen Comer See. Dann taucht die Straße in einen Tunnel ein, so kommt man wenigstens vorwärts. Leider ist am Ende Stau und wir stehen eine Weile - bis wir zu zaubern beginnen. Am Comer See ist es natürlich dicht bebaut und es viel Verkehr. Das drückt den Erholungswert, aber schön ist er trotzdem.



    Unsere Unterkunft ist trotz gesperrter Uferstraße leicht zu finden. Die Bude hat zwei Schlafzimmer mit je 2 Betten, ein Bad und eine Küche, und sie kostet nur 65 Euro für eine Nacht. Und Luca erscheint 5 Minuten nach uns – das ist mal klasse Timing!


    Leider trägt der Wirt keine Maske und hat ein Poster am Eingang, dass Covid eine abgekartete Impfkampagne ist. Als er weg ist, wird also erst mal gelüftet. Dabei kommen sofort 100 Stechmücken in die Wohnung. Jede Fewo und jedes Hotel hat (mindestens) einen Nachteil, den man vorher nicht rausfinden kann, aber vor Ort sofort: Hier sind es fehlende Fliegengitter und Verkehrslärm.


    Unser Abendessen gibt's fußläufig in der nächstbesten Pizza/Kebap-Bude. Draußen ist es zu laut wegen der Straße, also gehen wir rein, wo es zu laut ist wegen der Leute. Immerhin ist es gut durchlüftet, und geschmeckt hat's auch. Falafel für mich!



    Nach dem Döner Dinner geht's zu Fuß wieder heim und wir freuen uns auf die kommenden Tage. Es ist allerbestes Wetter angesagt.

  • So 13.9. Comer See - Cuneo


    Heute geht's noch Cuneo, über ein paar Passknacker auf Schweizer Gebiet, und was dann halt sonst noch so am Weg liegt. Mein Plan war 7 Uhr aufstehen, und 8 Uhr Abfahrt, und der wurde erstaunlicherweise auch so umgesetzt.



    Morgens um 8 hat man die Seeuferstraße noch für sich alleine. Wir fahren noch Norden und setzen mit der Fähre von Bellagio nach Griante über. Vorher kaufe ich noch die Tagesproduktion an Schoko-Hörnchen des örtlichen Bäckers, damit wir ein Frühstück haben. Der See ist natürlich auch sehr hübsch.




    Nach der Überfahrt war die Uferstraße stärker bevölkert und dichter besiedelt, aber noch ohne Stau zu befahren. Erster Passknackerpunkt des Tages ist Vetta Sighignola - ein Aussichtspunkt von Italien aus auf den Schweizer Teil des Tessin.



    Sehr schön hier, und ich treffe zufällig einen anderen Passknacker. Er ist mit seiner Frau unterwegs, jeder eine R1200GS, und will noch den Schweizer Landespreis. Danach geht's für uns kurz in die Schweiz. Der Punkt San Vitale verlockt mein Navi trotz Routingmodus "leicht" zu einer Abkürzung durch die verwinkelte Altstadt. Für Baslana müssen wir etwas länger durch Bebauung und dann eine schmale Strecke hoch. Oben ist es erfrischend kühl. Erstaunlich, wie warm es schon vormittags sein kann. Danach schnappen wir uns ein Cafe direkt am See, trotz Schweizer Preisen, und lassen die Seele baumeln.



    Es ist wirklich schön hier. Es fällt schwer, die Schweiz als Land ernst zu nehmen, so schön ist es da überall. Also wieder nach Italien! Es geht nicht auf schnellstem Weg nach Cuneo, sondern über ein paar Abstecher und intelligent gesetzte Wegpunkte, damit wir nicht auf dem Autobahnring von Mailand landen. Es ist aber viel Autobahn dabei - die ist leer und man kommt gut voran, aber ist es auch sehr langweilig. Aufregend ist noch ein recht neues Stück Autobahn, wo man ohne Bezahlhäuschen eine Mautstrecke fahren kann. Man muss einen Transponder-Kasten am Fahrzeug haben oder mit Nummernschild dort registriert sein. Hat man das nicht, muss man nachträglich bezahlen. Dazu muss man sich irgendwie bei irgendeiner Webseite oder App anmelden, wofür man zwei Wochen Zeit hat, sonst geht die Inkasso los. Wtf.


    Westlich von Turin verlassen wir endlich die Autobahn und fahren in die Berge, Richtung Verna. Auch hier typisch Italien, schmale Strecke, wenig Sicht, viel Kurven. Der Colle Pra Martino überrascht mit eine großen verfallenden Haus, wo man reinfahren kann, oder auch Parties feiern und Glasbruch hinterlassen. Oder Gummi.



    Sodann geht es über Bundesstraßen flott südlich. Die Laune steigt, als Berge am Horizont auftauchen und immer höher werden. Cuneo liegt genau davor, hat Alpen nach Westen und Süden. Bald erreichen wir die angegebene Anschrift unserer Unterkunft. Sie liegt etwas außerhalb und ist nicht so leicht zu finden, weil bei Booking falsche Koordinaten hinterlegt sind, und weil Hausnummer 4 nicht neben Hausnummer 2 ist, sondern dahinter in ihrer Einfahrt, wie sich telefonisch herausstellt. Dafür ist die Fewo sehr beeindruckend. Groß und modern, eigener Hof, eigener Zugang, alles sehr schick. Eigentlich haben wir das ganze Haus. Eine Kaffeemaschine mit Pads ist vorhanden zur Freude meiner kaffeetrinkenden Mitreisenden. Zu meiner Freude kralle ich mir das kleinere Schlafzimmer (zwei Doppelbetten) für mich alleine. Die anderen beiden müssen sich das große Schlafzimmer mit insgesamt drei Betten teilen. Dafür habe ich eine Etage höher Verkehrslärm. Da keine Gastro in der Nähe ist, müssen wir aber mit den Motorrädern zum Essen fahren. Dabei ergibt sich noch ein abendlicher Bummel durch Cuneo. Hier gibt es eine große Auswahl an Gastro und es ist erfrischend viel Leben in der Fußgängerzone, wobei die Covid-Schutzmaßnahmen durchgehend umgesetzt werden. In Italien weiss man, warum.



    Sehr zufrieden und voller Vorfreude geht's in die Federn.

  • Mo 14.9. LGKS


    Die Ligurische Grenzkammstraße ist das Hochamt der Reiseenduristen. Die wollen wir heute unter die Räder nehmen, von Nord nach Süd, und dann über Asphalt zurück. Es sind ca. 70 km Schotter zu bewältigen, was für jeden von uns eine Herausforderung ist.



    Luca und ich waren hier noch nie. Mirko war schon mal da. Entsprechend hoch sind unsere Erwartungen. Wir starten früh um 7:30, es ist noch recht frisch. Unterwegs kaufen wir noch Brötchen im letzten Ort vor dem Pass. Den Berg die Kehren hoch in den Nebel rein, oben werden gerade diverse Sportenduros vom Anhänger abgeladen – allseits breites Grinsen.


    Mirko macht den Guide, weil mein Navi hier keine Wege kennt und daher nicht sinnvoll navigieren will. Er beginnt mit einem kleinen Ausflug zum Fort Centrale, leider wegen Wolke mit ca. 15 Meter Sichtweite.



    Da die Strecke wegen vieler Abzweigungen nicht ganz klar ist, haben wir Luca im Nebel abgehängt, weil wir schon außer Sicht waren, als er mit wenden fertig war. Dann habe ich ihn gesucht und gefunden, und wir haben uns auf die LGKS selbst eingefädelt.



    Der Streckenzustand geht in anderen Ländern als Landstraße durch, doch dann kommt die Mautstelle. Die Befahrung kostet 15 Euro am Tag und es wird nur eine begrenzte Anzahl Tickets täglich verkauft. Weil das hier unser Highlight der Woche sein sollte haben wir sogar vorab reserviert.



    Direkt nach der Mautstelle wird der Zustand der Straße aber ziemlich schlecht. So im Hochnebel macht das nicht mal besonders viel Spaß, abgesehen vom irren „Wir ziehen das jetzt wirklich durch!“-Gefühl.



    Aber bald reisst der Himmel auf und wir haben super Aussicht und nur super Laune.



    Es ist schon etwas Betrieb hier, aber man kann meistens ungestört fahren. Jeder lässt jeden vorbei.




    Der Coolness Award geht an einen Passagier eines alten Land Rover Defender, der auf dem Dach mitfährt. Allgemein ist gute Stimmung - jeder ist froh, hier sein zu können.




    Besonders anstrengend ist der Abstecher zum Col Linaire, weil die Strecke steil und steinig ist. Umgekehrt sind wir nur auf Mirkos Anraten von einem Abstecher östlich des Monte Saccarello / Il Redentore.




    Wir fahren einen Abstecher nach Westen runter von der LGKS, der recht grob steinig ist. Zum Geröllfeld fehlt aber noch was, dafür sind enge Kurven drin. Luca flucht.



    Es gibt einen Mittelpunkt auf der LGKS, den Passo Montarello, wo es einen weiteren Einstieg gibt und noch eine Mautstation für Leute, die aus dieser Richtung kommen. Danach wird es plötzlich warm, waldig, es geht eher bergab und es stehen Bäume rum - Pinien sogar. Eindeutig Mittelmeerklima.


    Es ist anstrengend und wunderschön. Grund genug für viele Pausen. Dabei kann man auch fotografieren. Genau als wir am Colle Melosa nach 70 km Schotter wieder Ashpahlt erreichen gibt es ein Refugio, wo wir einkehren. Es ist zwar eigentlich geschlossen, aber zumindest kann man Getränke kaufen, draußen sitzen, und den Wasserhahn sowie das WC benutzen.


    Danach geht's über typisch italienische Straßenpässe nach Hause. Oft schlechter Straßenzustand, aber manchmal auch gut, und manchmal sogar mit toller Aussicht.



    Wir suchen zwar unterwegs noch ein Restaurant, werden aber nicht so recht fündig, auch nicht in dieser Ortsdurchfahrt.



    Es wird auch schon spät - keiner von uns will im Dunkeln in den Bergen Motorrad fahren. Also wieder heim, mit dem letzten Tageslicht angekommen, duschen, und in die Innenstadt. Wegen Montag ist weniger Auswahl, aber wir werden fündig: Es gibt Hamburger. Heute sind wir 270 km gefahren, davon 70 km Schotter. Es war anstrengend, aber auch einmalig schön. Für diese 70 km hat sich der Urlaub schon gelohnt!

  • Di 15.9. Maira-Stura-Kammstraße


    Heute fahren wir die MSKS als Tagestour. Danach sehen wir weiter.



    Der südöstliche Einstieg in die MSKS ist nicht weit von Cuneo und schon der Hinweg ist super schön. Es geht ein Tal entlang und dann in die Berge rein. Wir haben unvorstellbar geniale Aussichten schon vor dem ersten Pass, schöner als Dolomiten. Es geht überraschend weit auf Asphalt. Da kommt uns sogar 'ne Yamaha R1 entgegen - wow.


    Bald erreichen wir den Schotterteil und fahren in der Natur. Die MSKS ist ein Rundkurs - alle Abzweige sind gesperrt. Man kann Nord-Süd drüber fahren, manche Ex-Mitfahrer kennen vielleicht noch den Colle dei Morti / Colle Fauniera und den Colle d'Esischie (mit dem Schilderwald, der sehr schlechten Nordseite und der Schotter/Asphalt-Fahrtrichtungsregelung auf der Südseite. Wir fahren die MSKS im Uhrzeigersinn. Hier Pässe oder Sehenswürdigkeiten aufzuzählen erübrigt sich. Guckt einfach die Bilder.












    Zu befahren ist es einfacher als die LGKS, weil es weniger steinig und weniger steil ist. Danach runter ins Tal auf gut aussehendem Asphalt, der aber teilweise tückische Absackungen hatte. Dann die obligatorische Mittagseinkehr mit Panini.


    Um direkt zurück zu fahren ist es zu früh, für den geplanten weiteren Weg nach Norden zu spät - also fahren wir nur noch einen Schotterpass, und dann ist's gut. Colle Birrone heißt er und ist natürlich Passknacker Typ XXX. Die Navigation ist erfrischend unkompliziert, 8 km geradeaus laut Navi. In real ist auch zu erkennen was gemeint ist. Kilometerweit geht es über Asphalt, erst nach knapp 4 km kommt der versprochene Schotter.



    Das ist eher ein Traktorweg mit Grün in der Mitte und ein paar Steinen. Früher hätte uns sowas schockiert, heute rappeln wir drüber hinweg und fragen uns, wann's los geht. Oben warten schon ein paar Quads mit Gebrauchsspuren, Schweizer Kennzeichen und französischsprachigen Fahrern ü50. Gar nicht so dumm, Quad im Gelände, denn damit wird die erste von den zwei elementaren Regeln des Motorradfahrens im Gelände (und anderswo) plötzlich unwichtig:


    1. Halte nie an, außer du bist dir wirklich sicher.

    2. Fahre nicht dorthin, wo du nicht hin willst.


    An der Passhöhe biegen wir scharf rechts ab und fahren eine Höhenstraße nach Osten entlang.




    Der Boden ist feste Erde, minimal feucht, so dass es nur wenig staubt, und gerade genug Steine und Kies hier und da, damit man nicht zu übermutig wird. Also eigentlich sehr einfach zu befahren - wir sind ja inzwischen fast schon Profis. Als Weg runter schlägt mein Navi diesen hier vor, Richtung Süden.



    Ich finde ja, das wäre befahrbar, zumindest runter, und zumindest so weit man es im Moment sehen kann. Zurück ist 'ne andere Frage. Also lieber weiter ostwärts. Dieser Weg wird bald zu Asphalt, aber dank der Genialität meines Navis wird die Piste danach wieder unbefestigt, aber immerhin ohne Steine und damit sehr gut zu befahren. Wir passieren viele Holzarbeiten und sehen eine halbe Stunde keine PKW außer Panda 4x4 und SUV. Ich achte darauf, meine Mitfahrer nicht zu verlieren, und außerhalb Rufreichweite zu bleiben, denn ich bin gerade ziemlich begeistert davon, wie man das hier befahren kann.


    Am Heimweg wird noch eingekauft, Chips und Bier für gemütlichen Abend in der Fewo und das Frühstück für morgen. Die MSKS hat uns alle sehr beeindruckt - noch schöner als die LGKS, deutlich weniger anstrengend und einsamer. Dafür aber auch kürzer und es gibt keine (legalen) Abzweige.

  • Mi 16.9. Cuneo-Bardonecchia, Jafferau


    Heute verlagern wir uns nach Bardonecchia. Morgens wird erstmals in der Fewo gefrühstückt statt unterwegs und dann eingepackt. 8:30 kommt die Vermieterin und sammelt das Geld ein. Wir sind zeitgleich fertig und satteln die Moppeds. Ich muss noch ein paar Teile wieder anschrauben, aber das ist schnell erledigt. Außerdem putze ich ein wenig mit feuchten Tüchern und prüfe, ob noch alles fest ist. Sieht gut aus! Es geht mangels besserer Ideen auf schnellstem Weg nach Bardonecchia. Außerdem sollen wir bis zwischen 7 und 12 Uhr in die FeWo einchecken - höchst ungewöhnliche Zeiten, aber das sind eben die Öffnungszeiten des familieneigenen Kiosks. Immerhin sparen wir uns die Mautobahn, denn das wäre ein Umweg, und auf den Bundesstraßen ist man kaum ja langsamer unterwegs, zumindest, wenn man konsequent überholt.



    Nach der Hälfte der Strecke wird auch die Landschaft interessant, wenn sich rechts und links Berge jenseits der 2000 Meter auftürmen. Den Colle del Sestrière fahre ich erstmals von beiden Seiten und muss sagen, dass das eine in jeder Hinsicht richtig schöne Strecke ist. Tolle Landschaft, weite Radien, guter Straßenzustand, und dabei sehr breite Fahrspuren ermöglichen ein bequemes Vorwärtskommen. Es wird auch ein wenig frisch.


    In Bardonecchia haben wir Probleme mit der Navigation. Anscheinend wurden kürzlich einige Einbahnstraßen umgedreht, außerdem liegt unser Ziel in einer Fußgängerzone. Das mit den Einbahnstraßen nervt mich dermaßen, dass ich 80 Meter vor dem Zeil mit äußerster Vorsicht 50 Meter gegen die Richtung fahren will, aber ein Anwohner protestiert vehement und blockiert den Weg. Bestimmt ein ausgewanderter Deutscher. Die Mitfahrer kneifen auch und so irren wir noch 10 Minuten sinnlos durchs Dorf, weil jede Umfahrung immer nur zur nächsten führt. Irgendwann ist der Kiosk dann gefunden und ich lasse mir die Bude zeigen. Dazu geht es durch mehrere Treppenhäuser hoch, rechts, hinter, hoch, links, hinter, usw., aber die Bude selbst sieht toll aus. Sehr stylisch und durchgehend mit Naturholz eingerichtet. Das Einzelzimmer wird verlost, und Mirko ist der Sieger.


    Wir parken um, schleppen unsere sieben Sachen aufs Zimmer und finden eigentlich, dass wir auch gleich Mittagspause machen könnten. Also suchen wir uns eine Bar zwecks Pause mit Panini und Cola. Und ich kriege mein tägliches Eis.


    Danach geht's dann wieder auf die Moppeds, den Jafferau fahren! Dafür sind wir schließlich hier. Dafür fährt man zunächst ca. 10 km das Tal entlang und dann zum offiziellen Einstieg nach Salbertrand. Zunächst geht es eine 3 Meter breite Asphaltstrecke steil den Berg hoch, danach beginnt der unbefestigte Teil. In Summe etwa 22 km. Zunächst tue ich mich recht schwer. Es liegen durchgehend viele Steine rum, manchmal fährt man auch komplett auf Steinen, und es kommt immer wieder Gegenverkehr, so dass man dann auf der rechten Seite fahren und teilweise auch anhalten muss. Wir halten bei der ersten Gelegenheit mit Gebüsch, und ich stelle meinen Lenker so hoch wie möglich, damit ich besser im Stehen fahren kann. Das hilft wirklich sehr, fühlt sich allerdings im Sitzen zunächst sehr seltsam an. Aber man gewöhnt sich dran. Ein gewisses Grundtempo hilft dabei, Stabilität aufzubauen. Die Kreiselkräfte des Vorderrads führen das Motorrad ja erst ab ca. 20 km/h. Drunter muss der Fahrer balancieren, und das ist auf Dauer anstrengend. Natürlich muss man über 10 km/h seine Linie weiter planen und seinen Anhalteweg berücksichtigen, besonders, wenn man wie Luca und ich kein abschaltbares ABS hat. Dass ich das Standgas deutlich erhöht habe als Schutz vor ungewolltem Motorabwürgen hilft nicht gerade bei der Verwendung der Motorbremse. Vor lauter Fahren kommt man leider kaum zum Gucken. Man bewegt sich hier in absolut toller Natur. Die geniale Landschaft wird alle 100 Meter noch genialer und lädt ein, alle 2 Minuten anzuhalten zum gucken.



    Wir erreichen eine Kreuzung mit Abzweig zum Forte Pramand. Das ist eine kurze Strecke, oben ist ein Passknackerpunkt Typ XXX. Luca verweigert, aber Mirko und ich probieren es. Bald kommt eine steinige Kehre, und Mirko will sich den kommenden Teil zunächst zu Fuß anschauen. Das klingt nach einer guten Idee. Er geht den Weg bis zur nächsten Kehre und verweigert dann die Befahrung, weil einige Steinstufen drin sind, die sich nicht umfahren lassen. Ich finde die optisch nicht so hoch, und weil sie zur Hangseite sind, auch nicht so gefährlich. Außerdem sind es nur noch 50 Höhenmeter bis zum Passknacker! Also Dickschädel eingeschaltet und los. Es rappelt im Gebälk und teilweise laufe ich mehr als ich fahre, aber bis zur Steinstufe komme ich einigermaßen gut. Das Vorderrad kriege ich auf die Steinstufe hoch, aber am Hinterrad würge ich ab. Mist! Freundlicherweise reicht die Vorderradbremse, um nicht rückwärts zu rutschen. Das Anfahren wird jetzt schwer. Ich wundere mich irgendwie, dass das Hinterrad überhaupt noch den Boden berührt, aber beim nächsten Versuch spüre ich deutliche Traktion von hinten. Soll noch mal einer sagen, der TKC70 könne nix im Gelände. Jetzt muss ich nur noch hochkommen. Lange Beine helfen und tatsächlich klettert die Versys die Stufe hoch. Woohoo! Jetzt wird es etwas weniger stufig, und die Versys ackert sich tapfer im 1. Gang mit Schrittgeschwindigkeit den Berg empor. Nach der Kehre wird die Strecke wieder einfacher und bald erreiche ich das Fort Pramand. Man kann sogar aufs Dach fahren. Die Endorphine rauschen. Der helle Wahnsinn!




    Jetzt muss ich nur noch wieder runterkommen, ohne mit durch das ABS geöffneten Bremsen auf gerader Linie über die Stufen und die steinige Kehre jodelnd in den Abgrund zu rodeln. Das gestaltet sich als einfacher als gedacht. Man kann ruhig vorne ins ABS rein bremsen, das ABS öffnet zwar, schließt aber auch bald wieder. Mit der Hinterradbremse geht auch viel. Nur beides gleichzeitig sollte man dem Primitiv-ABS der Versys nicht zumuten.


    Zurück an der Kreuzung mit der Hauptstrecke wird Pause gemacht und ich genieße meinen Erfolg. Ab jetzt fällt mir alles leichter. Dass ein R1250GS-Fahrer im MX-Klamotten in den Abzweig reinfährt und kurz danach wieder da ist, weil er am "Geröllfeld" nicht weiterkam (meint er die Kehre?), ist zusätzlich Balsam aufs Ego. So geht's munter weiter.



    Bald kommt der legendäre Tunnel Galleria Monte Seguret.



    Der ist unbeleuchtet, einspurig, 876 Meter lang, kurvig, so dass man nicht sehen kann ob was entgegenkommt, und der Boden ist uneben, weil der ursprüngliche Steinbelag sich auflöst. Soweit alles cool, so lange sich nicht zwei Autos im Tunnel begegnen. Doch dann wird's richtig nass. Eine 20 Meter lange Pfütze auf voller Tunnelbreite möchte durchfahren werden. Da keine gestrandeten Motorradfahrer bis zur Hüfte drinstehen, kann es nicht so schlimm so sein - also durch da. Der letzte in der Gruppe zu sein beruhigt da auch. Die beiden vor mir fahren mit 25 km/h durch, und kommen durch, obwohl sie am Ende noch mal einen Schwall Wasser produzieren und anscheinend auch aufsetzen. Und tatsächlich, am Ende der Pfütze ist eine Stufe, die man wegen des Wassers nicht sehen kann. Bald danach ist der Ausgang erreicht und die Euphorie steht auf Maximum.



    Gute Laune allerseits. Ich drehe jetzt richtig auf. Auch die Strecke wird einfacher, weniger steinig. Ich setze mich nach vorne und lasse es laufen - je schneller, desto weniger Schläge. Die Felgen haben da vielleicht ein paar Rückfragen, aber egal - Tempo 40 geht schon und fühlt sich echt schnell an.



    Die Kehren sind überhöht und erdig statt steinig, da geht was. Dann kommen ein paar Kehren mit Rüttelpiste dazwischen. Da ist langsam fahren schlecht, und schnell fahren noch schlechter, aber kürzer. Hier sieht man links oben schon das Fort Jafferau.



    Als das vorbei ist, steht man recht verwirrt plötzlich oben auf der Höhe. War da links nicht ein Fort? Dorthin führt ein schmaler Weg. Es gibt kein "Gesperrt"-Schild, also hoch da. Es kostet etwas Mut, fährt sich aber gar nicht schwer. Und dann steht schon man auf dem Dach des Forts. Jippie! Mirko fährt auch hoch, Luca parkt am Abzweig und läuft hoch. Alle sind begeistert, und niemand ist umgefallen. So soll das sein. Die Rundumaussicht kann man auch etwas länger genießen.





    Runter könnte man anscheinend den gleichen Weg weiterfahren, über den Weg entlang der Skipiste. Der ist augenscheinlich nicht gesperrt, soll aber sehr steil sein. Sieht auch nicht so einladend aus.



    Die Teilnehmer mit nicht abschaltbarem ABS verzichten dankend. Außerdem war der Weg vorhin hier hoch schon schön, da kann man runter ja noch ein paar Fotos machen.






    Kurioserweise wartet die Polizei auf halbem Weg an der Strecke und guckt sich die Teilnehmer an, lässt mich aber ohne weiteres passieren. Vielleicht geht’s hier um Fahrzeuge ohne Nummernschild? Zurück auf Asphalt angekommen gibt’s eine Runde High 5. In Summe waren wir ca. 3 Stunden auf der Jafferau-Straße unterwegs.


    Zurück in Bardonecchia suchen wir wieder einen vernünftigen Weg zum BNB, verfranzen uns in Einbahnstraßen und Fußgängerzonen, und finden stattdessen noch Ex-MO24-User Uli67 mit seiner Beta Alp 4.0, der gerade mit Sportenduro und seinen Gleichgesinnten hier ist, und mit dem ich lose verabredet war, ohne es zu wissen. Coole Zufälle gibt’s!

  • Do 17.9. Assietta


    Nach unserer Leistung gestern und dem knappen Programm für heute „Assietta fahren“ verzichte mal auf die übliche Drill Instructor-Morgenroutine. Ausschlafen ist angesagt. Start war dann erst gegen 10:30. Wir steigen von Norden ein, via Susa, in die Assietta ein.



    Tourguide des Tages ist Mirko, und er schickt uns auf die Autobahn, inkl. Maustrecke. 7,30 Euro pro Nase für 30 km - uff. Naja. Dann noch volltanken und los geht’s. Es geht asphaltierte, enge Kehren hoch. Viele davon.



    Dann wird der Streckenverlauf etwas abwechslungsreicher, und bald fährt man auf Schotter. Auch hier fährt niemand, der nicht das gleiche Ziel hat wie wir: Sportenduros, Land Rover, staubige Reiseenduros aller Baujahre. In Summe ist wenig Betrieb. Man trifft die gleichen zwei 4er Gruppen immer mal wieder. Auch hier sind alle froh, überhaupt hier fahren zu dürfen, bis auf einen einzigen Schlaumeier, der mit der Sportenduro außerdem Wanderwege befährt. Sonst alles durchweg positiv. Ich will jetzt nicht jeden Abschnitt und jede Kurve beschreiben. Guckt einfach die Fotos ;)








    Es gibt sogar einen Profi-Fotografen, der ähnlich wie auf manchen Pässen der Route des Grande Alpes, vorbeifahrende Fahrzeuge fotografiert und die Fotos hinterher im Netz zum Verkauf anbietet. Luca schlägt zu.



    Naja, ein Profi. Wir sind Amateure.




    Und es geht weiter!



    Fahrerisch ist es die bisher einfachste von den langen Schotterstrecken. Da kommen auch Roller gut drüber. Es wäre auch mit reinen Straßenmotorrädern möglich, wenn man vorsichtig und langsam fährt, denn es liegen schon hier und da ein paar Steine rum. Wenn man nicht so vorsichtig ist, kriegt man eine V-Strom 1000 auch auf die Bodenplatte eingefedert - Luca tut sich aber nix, und die Suzi fährt stur weiter. Zumindest sobald beide Räder wieder auf dem Boden sind.


    Irgendwann ist man plötzlich wieder auf Asphalt. In Sestriere landen wir wieder auf der SP, und kehren in der ersten Bar ein. Das war jetzt schon ein sehr cooler Tag!


    Für den Nachmittag haben wir uns den Sommeiler vorgenommen, den höchsten regelmäßig legal anfahrbaren Punkt in den Alpen. Das mit dem regelmäßig legal ist so 'ne Sache, den darf man donnerstags nicht befahren. Und heute ist Donnerstag. Wer hat das denn geplant? Ich, weil wir sonst den Jafferau nicht fähren können hätten dürfen müssen sollen. Aber der Weg bis zum Refugio Scarfiotti, wo Schranke und Schild stehen, der ist auch schon sehr schön. Es gibt einen kleinen See und Wasserfälle zu bewundern.




    Das Refugio selbst hat leider geschlossen. Natürlich wäre der Col del Sommeiler der absolute Höhepunkt gewesen, aber wir respektieren die Sperrung - außerdem war ich da schon, und uns geht heute eh das Tageslicht aus. Im Dunkeln will man da nicht fahren.


    Zurück im Dorf und nach der Katzenwäsche gehen wir feierlich essen. Heute ist schließlich der letzte Abend in Italien. Also gibt's die Pizza nicht um die Ecke, sondern im besten Restaurant am Platz, und dazu noch Vorspeise. Lecker war's!

  • Fr 18.9. Bardonecchia - Brig


    Wir müssen alle irgendwie nach Hause kommen. Das liegt für alle im Norden. Brig in der Schweiz, direkt hinterm Simplonpass, erscheint uns geeignet - außerdem gibt es dort eine relativ günstige Fewo mit 3 Schlafzimmern für 158 Euro. Nur der Weg dorthin gibt Rästel auf: Am schönsten wäre es über Frankreich, Route des Grandes Alpes, Col du Vars, Col du Iseran. Leider ist es aus deutscher Sicht Covid-Risikogebiet, so dass man daheim in Quarantäne müsste. Und der Frejus-Tunnel würde 37 Euro kosten. Pro Motorrad. So bleibt dann noch der Weg über Gran San Bernardo, für den man allerdings durch das gesamte Aosta-Tal fahren müsste - was viel Zeit kostet, oder 30 Euro Autobahnmaut. So oder so verbringt man den Großteil des Tages auf der Autobahn und Schnellstraßen und ist schnell bei 500 km, wenn man in der Schweiz noch ein paar Pässe fahren will. Ich habe ja noch den Geheimplan, 2020 den Passknacker Landpreis Schweiz zu machen, und dafür wäre der Gran San Bernardo ideal. Allerdings sind auch in der Westschweiz seit dieser Woche Risikogebiete ausgewiesen, so dass das eher schwierig wird.


    Die Lösung ist dann Mirkos Vorschlag: Colle del Lis, dann immer nordöstlich, an Biella vorbei am Rande der Poebene, und dann über den Simplonpass nach Brig. Mit 420 km auf den ersten Blick ok, auf den zweiten Blick aber doch sehr herausfordernd, weil es fast durchgehend Kurvenstrecken sind, die wenig Sicht bieten und somit wenig Tempo ermöglichen. Außerdem muss man konsequent überholen und die Standzeit minimieren, wenn man nicht bei Dunkelheit über den Simplon fahren will. Dass ich mir einen Umweg über drei zusätzliche Passknackerpunkte zu Beginn der Route gewünscht habe hilft da auch nicht. Grüße vom Dickschädel ;)



    Naja, man kann nur anfangen. Zunächst geht es ohne Maut über die Autobahn im Tal, dann nach Norden, und dann wird's schnell schöner als erwartet, und wir haben die Straße weitgehend für uns. Nur die Ankunftszeit hängt irgendwie jenseits der 20 Uhr. Die Strecken sind tatsächlich schmal und unübersichtlich, oft auch im Halbschatten und ein wenig uneben, aber nicht ganz unbefahren.



    Gegen 12:30 kehren wir ein, mampfen unsere Beinahe-Paninis, und finden immerhin einen Wegpunkt, den man entfernen könnte. Danach schwingen wir uns wieder auf die Moppeds und in die Kurven. Die Ankunftszeit schmilzt jetzt endlich dahin. An diesem pompäsen Sakralbau war ich schon mal vor meiner Passknackerzeit.



    Aber diese lustigen Wasserüberleitungen hatte ich damals noch nicht in der Route.



    Und auch den folgenden findesteren Schmalspur-Tunnel nicht.



    Dafür gibt's dahinter lecker Kehren!



    Am Laggio Maggiore ist natürlich viel Verkehr am Freitagnachmittag. Es wird getankt und dann geht's auf Schnellstraße nördlich Richtung Schweiz. Leider haben wir eine Umleitung vor uns, die aber wenig Stress macht. Auch die Grenzer winken uns durch. Aber kalt wird's schon, und die Sonne ist auch bald hinter den Bergen. Der Simplonpass ist dann wieder richtig schön - ist ja auch Schweiz.



    Gegen 20 Uhr kommen wir in der Fewo an, Schlüssel per Safe, und dann rätseln wir etwas über den korrekten Stellplatz. Hinterher finde ich auch raus, warum: Nachrichten von Booking-Vermietern ergeben in der Booking-App mehr Sinn, weil dann Fotos dabei sind. Nach einer Schnellwäsche geht's zu Fuß 10 Minuten in die Innenstadt, wo richtig viel Nachtleben ist - wegen Corona im Freien, aber ohne Masken - Schweizer Sonderweg. Wir suchen uns zur Feier des letzten gemeinsamen Abends ein Thai-Restaurant und genießen diverse Aromen. Leider ist keine Kartenzahlung möglich, und der Wechselkurs bei Barzahlung in Euro ist 1:1. So nimmt sich der Wirt 5% Trinkgeld. Naja, 60 Euro für 3 Abendessen mit Getränk ist für die Schweiz noch günstig.

  • Sa 19.9. Birg - Pässe-Karussell - Chur


    Morgens ist der Abschied, da wir alle individuell weiterreisen werden. Gute Reise! Für mich geht's zur nächsten großen Tankstelle, Autobahnvignette kaufen. Dieser wird später noch nützlich werden, auch wenn sie für den einmaligen Gebrauch eigentlich zu teuer ist. Ich mache heute das Karussell aus Gotthard, Nufenen und Furka, und übernachte in Chur.



    Ich fahre also die Nordseite des Nufenen. Das sieht schon unten vielversprechend aus.




    Oben droht schlechtes Wetter jenseits der Passhöhe, also drehe ich um (wie geplant) - und da kommt mir Mirko entgegen. Großer Gruß, und weiter zum Grimsel. Ich schaffe den Weg aber nicht, ohne anzuhalten. Den Grimmsel hoch kommt man vor lauter Gucken kaum zum Fahren. Die Aussicht auf den Furka ist umwerfend.



    Und fahre ich dann auch hoch! Und da kommt mir noch mal Mirko entgegen! Hallo Hallo! Die Furkastraße ist dann über 10? 20? km fast noch schöner. Man muss nur mit all den anderen Motorrädern, Autos und Wohnmobilen klarkommen. 90% sind rücksichtsvoll, 9% dösig, und 2 Motorradfahrer kommen mir in nicht einsehbaren Kurven auf meiner Spur entgegen, obwohl klar Platz für 2 Spuren ist. Details! Den Gotthart fahre ich auf der neuen Straße von Nord nach Süd und auf der Tremalzo von Süd nach Nord.



    Dann geht's über den Oberalppass, wo ich eine Weile mit drei deutschen Cabrios fahre - Boxster, MX5, AMG E Cabrio – es passt ganz gut und gute Laune überall!



    Dann kommt der Abstecher zum Lukmanierpass. Hier man so viele Baustellenampeln, dass man mit Klapphelm und Tankrucksack locker 'ne große Schinkenplatte und 1-2 Weizen verdrücken könnte beim Warten. Aber gut, es ist auch schwieriges Terrain zum bauen. Mein weiteres Programm führt mich über zwei Almen, Cuolm Sura und Sutjenalm, da ist sehr wenig Tempo möglich.




    Dafür steht aber oben ein nettes Haus mit einem netten 911 Turbo Cabrio davor. Das lässt sich bestimmt aushalten.



    Für mich geht's den Berg runter, an deine Dorftanke im Gewerbegebiet, und dann südlich zwecks Kurvenspaß am Glaspass. Nicht so spektakulär wie das Pässekarussell, dafür aber eine 1a Motorradstrecke mit Kurven, Sicht, Grip und freier Bahn. Es gibt auch in der Schweiz die kleinen Freiheiten.


    Zurück nach Norden habe ich Stau im Tunnel auf der Mautobahn. Und dafür habe ich auch noch bezahlt! Als Ursache entpuppt sich ein Auffahrunfall zwischen zwei Autos. Da hätte man auch die Strecke vor einer Abfahrt sperren können, damit man in Ruhe aufräumen kann, aber hey. Macht man bei uns auch nicht anders.


    Eigentlich wollte ich kurz vor Chur noch zum Kunkelspass, obwohl die Hände bereits schmerzen. Aber dort braucht man eine Genehmigung, die zwar jeder für 10 Franken kriegt, die man aber nicht wie bei einer Mautstraße einfach direkt dort kaufen könnte. Es gibt sie Geschäftszeiten bei der Gemeindeverwaltung in Tamins, oder per SMS, wenn man ein Schweizer Handy hat. Oder man installiert eine App.



    Nö, darauf habe ich jetzt wirklich keine Lust mehr, also geht's ab zum Hotel. Das Hotel liegt in Chur am Rand der Fußgängerzone. Das heißt natürlich, dass man dort nirgends halten oder gar parken könnte. So behindere ich halt den Verkehr während ich einchecke, mir doch egal. Eine nette Passantin fragt ob ich Hilfe brauche und sie stimmt mir dabei zu, dass davon nicht die Welt untergehen wird. Das Hotel hat eine Garage für ein paar Motorräder, und da darf ich rein. Dazu muss ich nur ein paar Meter Fußgängerzone fahren. Dabei werde ich nicht mal von aufgebrachten Fußgängern gekreuzigt.


    Das Hotel ist eher rustikal. Es gibt Gemeinschafts-WCs und Duschen pro Etage, und zwar je 1. Au weia. Gut, dass wenig Betrieb ist. Das Abendessen zu finden, ohne pleite zu gehen, ist dann wieder eine Herausforderung, aber 15 Euro für Döner mit Cola am Hauptbahnhof geht in Ordnung. Menge und Qualität stimmen, und ich kann mit Karte zahlen. Vorsorglich zuvor konsultierte Geldautomaten hätten als kleinsten Schein übrigens 100 CHF gehabt.

  • So 20.9. Chur – Heim


    Heute geht’s früh los und ohne Umwege direkt nach Hause. Ich war lang genug weg und habe meine Freundin 2 Wochen nicht gesehen :( Es ist also kein einziger Wegpunkt im Navi, außer Dipoldsau (südlich von Bregenz), weil mein Navi noch nicht weiß, dass Österreich die Autobahn ab dort mautfrei gemacht hat. So liegt es ideal für den Wechsel von Schweizer zur Österreicher Autobahn. Außerdem bietet es sich für einen Tankstopp mit Frühstückseinkauf an. Weil es um 7 Uhr in den Sattel geht habe ich erstmals im Urlaub Regensachen an.


    Eigentlich läuft alles gut, bis es auf der A7 zur ewigen Tunnelbaustelle am Virngrundtunnel geht. Das war mir schon bewusst, und so achte ich auf Schilder – und die drohen sogar eine Vollsperrung an! Na Klasse. Immerhin ist eine Umleitung beschildert. Allerdings ist die Weiterfahrt auf der Autobahn an der Ausfahrt nicht gesperrt – sind die echt so abgefuckt, die Leute in eine Sackgasse fahren zu lassen? Und warum gibt’s noch keinen Rückstau? Ich habe keine Lust auf Experimente und nehme die Umleitung. Das Navi hilft dabei und hat eine wenig umständliche Umfahrung gefunden. Das klappt etwa 2/3 der Strecke ganz gut, auch wenn ich das Gefühl nicht loswerde, verarscht zu werden, und dass ich auch einfach Autobahn hätte fahren können. Das letzte Drittel der Umleitung ist dann davon geprägt, dass jeder Abzweig gesperrt ist, den das Navi vorschlägt – es sind wohl Ortsdurchfahrten im Stau erstickt oder mit LKW verstopft worden. Beides gibt es heute nicht, gesperrt ist trotzdem. Grmpf. Die Umleitung führt mich so weit von der Autobahn weg, dass ich bald merke, dass es sich kaum noch lohnt zur Autobahn A7 zurück zu fahren – so fahre stattdessen ich eine Weile über Land, und irgendwann dann noch auf die Autobahn A6, als ich ihr ohnehin schon nah war. Deutschland, deine Autobahnen *augenverdreh*


    Knapp vor dem Heimatdorf bei Nürnberg wird noch vollgetankt, soviel Zeit muss sein. Zwei Kreuzungen später nimmt mir ein Autofahrer die Vorfahrt. Dabei trug ich eine vollflächig grellneonfarbene Regenjacke. Deutschland, deine Autofahrer *augenverdreh* Warum passiert sowas eigentlich in Italien nie?


    13 Uhr bin ich daheim. Anhand der Rückmeldungen vom Rest der Truppe stellen wir fest, das wir alle ohne Un- und Umfall durch diesen Urlaub gekommen ist – eine tolle Sache!


    Fazit Zielgebiet:


    LGKS, MSKS, Assietta, Jafferau, Sommeeiler sind alles Traumstrecken für Reiseenduristen. Echte Enduristen werden sich vermutlich langweilen oder in Versuchung geführt, abseits der legalen Wege zu fahren. Das geht anderswo sicherlich besser und mit weniger genervten stillen Touristen. Die Einschränkungen der Befahrbarkeit, also gesperrte Wochentage und Abstecher, finde ich völlig in Ordnung. Ich habe mich oft gefragt, ob ich gerade nicht auch lieber auf einem e-Mountainbike sitzen würde (Gewicht 20-25 kg) statt auf einem Motorrad. Wobei es natürlich schon einen besonderen Charme hat, mit dem gleichen Fahrzeug absolut alles zu machen, inkl. Anreise. Und das zu DEM Preis ;)


    Fazit Ausrüstung:


    Der Versys 650 hat mir bewiesen, dass sie durchaus Reiseenduro kann. Und zwar sowohl Reise als auch Enduro. Dafür ist zwar Zubehör nötig, aber es geht nicht nur irgendwie, es macht auch richtig Spaß. Ich habe zu keinem Zeitpunkt über das Gewicht von 205 kg geflucht oder die 150 PS anderer Reiseenduros vermisst. Auf den meisten Strecken war ich der einzige mit einem 17" Vorderrad - da würde mehr schon mehr stabilisieren. An Defekten trat ein undichter Simmerring an der Gabel auf, was ich erst daheim bemerkt habe, und was nach 65000 km ruhig mal passieren darf. Zwei Schrauben haben das Weite gesucht. Eine davon hatte ich kurz vorher gelöst und wohl nicht wieder ordentlich festgezogen. Nach den Schotteretappen ist natürlich eine intensive Reinigung nötig.


    Der Hinterreifen in 150/70-17 statt 160/60-17 ist mega handlich und in Kurven ein unfairer Vorteil. Den erhöhten Querschnitt kann man auf Schotter gebrauchen, aber die dadurch verlängerte Übersetzung müsste man eigentlich mit einem größeren Kettenrad kompensieren. Der TKC 70 hinten ist super auf der Straße und überraschend gut auf Schotter. Der TKC 70 vorne ist neu unhandlich und widerwillig auf Asphalt, quasi eckig ab Werk, aber auf Schotter klar besser als das Tourenzeug. Auch wenn mal Kies oder Sand in der Kurve liegt bleibt man beruhigt und fährt mittendurch statt obendrüber.


    Mein China-Navi kann keine Tracks navigieren und hat nicht alle legalen Schotterstrecken im Kartenmaterial. Es kann zwar noch Luftlinien-Routing, ist dabei aber auf der LGKS abgestürzt. Mein Zumo 220 Zweitnavi hat Ladeprobleme. Fürs Smartphone hatte ich keinen Halter dabei. So war ich zum Hinterherfahren verdammt, fand das aber auch nicht schlimm. Fürs nächste Mal muss da eine Lösung her. Schotterstrecken sind aber das falsche Gebiet, um zum ersten mal mit Smartphone-Halter zu fahren.


    Motorrad-Klamotten auf so einer Tour sollten vor allem waschbar sein und nicht zu warm. Z-Liner haben da Vorteile. Ich hätte luftigere Handschuhe mitnehmen sollen. Die verlorene Regenhose habe ich durch die Billigste von Amazon Italien ersetzt, in Größe "lieber zu groß als zu klein" und die hat Taschen! Genauer gesagt hat sie Eingriffe für die Taschen der Hose drunter. Mit anderen Worten, sie hat 15 cm lange Schlitze an der Seite :) Auf die Idee muss man erstmal kommen. Als Kälteschutz funktioniert es trotzdem und die eine oder andere Stunde Regen geht damit vermutlich auch, wenn man Membranzeug drunter trägt. Zum Glück hatten wir nur 5 Minuten Regen auf dieser Tour, und beim Höhentreffen zuvor nur 5 Minuten leichten Regen. Auffällig war ansonsten noch, dass auf der LGKS plötzlich alle Reißverschlüsse schwergängig wurden an Jacke und Tankrucksack, vermutlich vom Staub. WD40 dabei haben hilft.


    Wieder mal bin ich mit Topcase und Tankrucksack gut zurecht gekommen und hatte wiedermal eigentlich zuviel Wäsche dabei. Das Mini-Gepäck auf dem Soziussitz sollte künftig ich noch in einen Beutel packen, denn zum zweiten Mal hat da etwas das Weite gesucht, hier die Regenhose.


    Fazit Reiseplanung:


    Cuneo ist ein prima Ausgangsort für LGKS und MSKS - verkehrsgünstig, lebendig und nah dran. Bardonecchia hat mir nicht ganz so gut gefallen, weil es ziemlich am Ende des Tals liegt und arg verwinkelt ist. Nächstes Mal würde ich mich mehr Richtung Osten (Susa) orientieren, und umständlich zu befahrende Innenstadtbereiche vermeiden. Ein Schlafzimmer pro Reisenden wäre natürlich noch komfortabler, aber die Auswahl an Unterkünften mit mehr als 2 echten Schlafzimmern (nicht Sofa) ist nicht so groß. Oft sind auch schon Einzelbetten ein Problem. Dafür war es mit 34 Euro pro Nacht und Nase günstig. Hotels kosten erheblich mehr als große Ferienwohnungen/-häuser und sind oft in jeder Hinsicht weniger schön.


    Fazit Urlaub:


    Summa Summarum mein bisher schönster Motorradurlaub. Ich habe viele Sachen zum ersten Mal gemacht und mich sehr dran erfreut. Es gab keine ernsthaften Schwierigkeiten. Manche davon hätte man durch Bewerfen mit Geld vermeiden können. Eigentlich Grund zur Begeisterung. Aber irgendwie... was tut man, wenn man ein großes Ziel erreicht hat? Wenn man sein Idol getroffen hat, und man sich nicht mehr drauf freuen kann? Wenn man danach wieder zuhause ist, und alle tun so, als wäre alles wie vorher? Quo Vadis, blahwas?


    Ich war auch ein wenig müde vom Tourguiding und bin froh, dass Mirko oft den Job übernommen hat. Immerhin, die Mitfahrer waren freundlich und geduldig mit mir. Es ist gut, wenn keine Diva dabei ist - mich selbst mal nicht mitgezählt ;) Noch 5 Passknackerpunkte fahren! Eis her! Ich will nicht im dunkeln fahren! ;)


    Ansonsten habe ich leider gesundheitliche Probleme an den Händen und an der linken Schulter. Motorradfahren klappte zwar besser als Bildschirmarbeit, aber ich hoffe dass die Experten über den Winter da eine nachhaltige Lösung finden.


    Mit Corona kann man in Italien gut umgehen, in der Schweiz habe ich mich an manchen Stellen unwohl gefühlt. Corona wird uns wohl noch eine Weile begleiten, hat mich diese Saison aber in Summe wenig eingeschränkt.


    Danke für's Lesen, jetzt ist Schluss. Bis zum nächsten Mal :)

  • Das Forum wäre ein großes Stück ärmer dran ohne deine tollen Berichte und Photos.


    Man wünscht sich man könnte so schön schreiben wie du.

  • Danke für diesen schönen Reisebericht. Wir finden bestimmt noch viele schöne Ziele. Es gibt auch was anderes Passknackerei. Zb Motorrad in der Gegend oder vor Kirchen und Burgen zu fotografieren. Ein Ziel gibst immer.

  • Das Forum wäre ein großes Stück ärmer dran ohne deine tollen Berichte und Photos.

    Besser kann man das nicht ausdrücken, finde ich. Ich werde wohl nie solche schönen Touren fahren (lässt sich die Familie nicht für begeistern), aber bei Deinen Berichten habe ich regelmäßig das Gefühl, dabei gewesen zu sein. Herzlichen Dank dafür!

    Und der Nächste, der seine Waffe wegwirft, ohne eine Zweite dabei zu haben, bezahlt einen Sack Goldmünzen. Das ist eine Unsitte! (Boindil Zweiklinge)

  • Wäre Neuland für uns. Vier Tage war ich mal alleine aus, an der französischen Nordseeküste mit Freundinnen. Ansonsten sind wir nicht so die Einzelgänger, dafür sind wir zu gern beisammen.

    Aber ich sag jetzt mal nicht "nie". Wer weiß, was sich ergibt.

    Und der Nächste, der seine Waffe wegwirft, ohne eine Zweite dabei zu haben, bezahlt einen Sack Goldmünzen. Das ist eine Unsitte! (Boindil Zweiklinge)

  • Wäre Neuland für uns. Vier Tage war ich mal alleine aus, an der französischen Nordseeküste mit Freundinnen. Ansonsten sind wir nicht so die Einzelgänger, dafür sind wir zu gern beisammen.

    Aber ich sag jetzt mal nicht "nie". Wer weiß, was sich ergibt.

    Der Trick ist, etwas zu finden, was die anderen gerne machen würden und wo man sie alleine hinschicken kann, dann ist es nicht so, dass man sie alleine lässt, sondern die machen X und du Y.

  • Super Bericht! Die Bilder machen weniger neidisch als Fernweh!!!! Schön das das Wetter mitgespielt hat. Danke für das Teilen.

    Gruß Markus
    Motorradneuling :cool:
    --"Freude am Fahren" kommt nicht von ungefähr---

  • Super Bericht! Die Bilder machen weniger neidisch als Fernweh!!!! Schön das das Wetter mitgespielt hat. Danke für das Teilen.

    Die Assietta wären wir letztes Jahr ja fast gefahren ;) Wir sind ja im Tal geblieben. Im Nachhinhein gesehen wäre es möglich gewesen mit unseren Nakeds und Gepäck, hätte aber halt länger gedauert.

  • Noch ein Update zur Nachbereitung: Mein Unterfahrschutz hat reichlich Gebrauchsspuren.


    Und Mirko wurde daheim in Jülich die KTM aus der Tiefgarage geklaut. Es ist eine KTM 1050 Adventure mit einer der höchsten Laufleistungen überhaupt (über 80000 km). Die Laufleistungen kann man halt nicht ablesen, wenn sie parkt, ätsch.


    Damit sind von den ursprünglich 2 für diese Reise angedachten KTMs aktuell 2 aus dem Rennen :sostupid:

    Edited once, last by blahwas ().

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