• Hallo zusammen,

    ich habe nächstes Jahr im Mai vor, mit der Big über Polen in die Ukraine zu fahren und auch die Karpaten mitzunehmen. Was ich gehört habe: Sehr schlechte Straßen und teils schikanöse Polizisten.


    So heißt es zB auf der Seite karpaten-tour.de: "ACHTUNG! Motorradfahrer sollten bereits über eine mehrjährige, intensive Fahrpraxis verfügen und ihre Maschine beherrschen können. Die Strassen sind nicht für Funbikes oder Cafe-Racer geeignet. Kurven-Fetischisten sind hier völlig fehl am Platze. Auch mit sehr schweren Maschinen kann man arge Probleme bekommen."


    Was sind eure Erfahrungen? Ich würde mit Sozia und auch einiges an Gepäck fahren wollen. Bin gespannt auf eure Erfahrungen!


    VG

    baser

  • Ich würde Dir empfehlen, Dir Basiskenntnisse der polnischen und russischen Sprache anzueignen. Das kann schon mal die ein oder andere Tür im übertragenen Sinn öffnen.

    :moped: ....Nimm die Menschen, wie sie sind - es gibt keine anderen.

  • Ich war in Polen und der Slowakei. Straßen waren eher besser als bei uns, außer ganz am Ende der Welt. Siehe Reisebericht hier. Schotter habe ich nur als Umleitung genutzt, vermutlich nicht ganz legal aber interessant zu fahren.


    In der Ukraine war ich nicht.

    MO24 Team Reisen

  • Vielen Dank euch!


    Meine Freundin und Sozia ist Polin, was Sprach- und Kulturell natürlich Vorteile hat ;)


    Blahwas, vielen Dank, werde ich mir gleich Mal anschauen. Wer noch direkte Erfahrungen aus der Ukraine hat: Gerne her damit ;)

  • Ich war in Polen und der Slowakei. Straßen waren eher besser als bei uns, außer ganz am Ende der Welt. Siehe Reisebericht hier. Schotter habe ich nur als Umleitung genutzt, vermutlich nicht ganz legal aber interessant zu fahren.


    In der Ukraine war ich nicht.

    Nun ja das ist „Europäische Union“ - das ist eine andere Hausnummer in der Ukraine. Ein Bekannter ist mit einem Kumpel vor ein pasr Jahren mit 2 GSen da durch. Das war wohl schon hart. Aber die sind dann noch nördlich vom kaspischen Meer auf die Seidenstrasse von da aus bis Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan, Iran, Türkei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Österreich wieder nach Bayern.


    Geht also alles. Ich würde es nicht mehr machen - denke das würde mich wirklich überfordern. Aber eines will ich mit dem Motorrad auf jeden Fall mal machen, nämlich durch Norwegen an‘s Nordkapp. (Zur Einstimmung erst mal Südnorwegen)


    Gruß Guido

    :respekt: ist das Produkt einer guten Erziehung....

    Edited 2 times, last by Fafnir ().

  • Schotter habe ich nur als Umleitung genutzt, vermutlich nicht ganz legal aber interessant zu fahren.

    In der Ukraine ist das dann die Hauptverbindungsstraße :D

    *Lille*

  • Wir haben 2016 eine Ostrunde gemacht: Durch Polen, Ukraine bis runter nach Odessa, zurück Moldawien, Rumänien, ein bissel die Karpaten angekratzt, durch Ungarn, Slowakei und Tschechien wieder zurück. Also, die Straßen, die wir in der Ukraine gefahren sind, (und da war sogar Autobahn mit bei) verdienen diesen Namen nicht. Einfach übelster Zustand und ich bin aus DDR-Zeiten schlechte Straßen gewohnt gewesen. Teilweise waren die "Ausweichstrecken" links und rechts der eigentlichen Straße auf irgendwelchen Feldern besser zu befahren. Wir sind mit 3 GS und ich mit der R1200S gefahren, die GS haben die Sache einigermaßen überstanden, ich hab beide Felgen mit Durchschlägen eingebüßt.

    An sonsten eine wunderschöne Tour, landschaftlich schöne Ecken, die Menschen sind sehr gastfreundlich und hifsbereit.

    Ach ja, die Polizei in der Ukraine hat uns zwei mal abgezockt. Das erste mal der Klassiker: in den Alkomaten pusten, Anzeige 0,33, in der Ukraine sind bis 0,3 erlaubt. Hat meinen Kumpel 150 € gekostet. Das war in einer Kleinstadt gegen Mittag, wir haben uns am Abend vorher 21.00 Uhr nach einem Abendbrotsbier hingelegt, das Gerät konnte also gar keinen Rest mehr anzeigen. Wir haben dann am Abend von einem Ukrainer erfahren, warum doch. Die Geräte werden einfach vorher manipuliert und auf einen Wert eingestellt, der Ukrainer, mit dem wir am Abend gesprochen hatten, sagte: ein Einheimischer in der Ukraine lässt immer zuerst den Polizisten ins Gerät pustetn, um sicher zu sein, das es nicht manipuliert ist !

    Die zweite Abzocke an einem Kreisverkehr: Wir haben alle ordnungsgemäß am Kreisverkehr gehalten, es war feri, eingefahren und am anderen Ende kam die Kelle. Einer von uns hätte beim anhalten nicht beide Füße am Boden gehabt, das wäre in der Ukraine Vorschrift: 50€ In der Zeit haben zwei junge Ukrainer mit nem 3er BMW Kringel im Kreisverkehr gezogen, hat die Univormierten nicht gekümmert.

    Er macht die Knöpfe fest und drückt sie rein // Wir können alles und alles können wir sein Turbostaat

  • Der Bericht von Hollerboller klingt ja nicht so toll. Peinliche Frage: Hatte deine GS Speichenfelgen? Bisschen Abzocke muss man wohl einberechnet, was mich aber nicht wirklich abschreckt. Was kannst du sonst zu Land und Leuten, Landschaft sowie Gegenden/Spots sagen, die man unbedingt sehen muss?

  • Hallo "baser",

    schon wollte ich einen ausführlichen Bericht (eigene Erfahrungen) absetzen. Da las ich, dass deine Partnerin (Sozia) polnisch kann. Ein Problem hätte sich also schon aufgelöst. Ich bereiste zu Beginn der 2000'er Jahre diese Gegenden (Polen, Ukraine, Slowakei ) Ein Fahrt nach Bulgarien führte mich über die Tschechei, Ungarn u. Rumänien. Mit meinem Englisch bin ich in ländlichen Gebieten nie weit gekommen. Auch in Frankreich, Spanien und Italien nicht. Das lag nicht nur an meinem Englisch. Mein Russisch half mir hingegen in der Ukraine. Sei offen, sei freundlich, lächle (nicht aufgesetzt). Den Rest schaffst du mit Körpersprache. Ich habe damit beste Erfahrungen gemacht. Mein Freund, wenn er mit war, schickte mich immer vor, obwohl sein Englisch das bessere war. Ich zehre von diesen Erlabnissen immer noch. Die Menschen dort sind ungewohnt gastfreundlich und hilfsbereit. Die Polizei tritt fast überall viel autoritärer auf, als in Deutschland. Sind dafür aber auch anerkannter. Du musst das akzeptieren und den Kopf schuldbewußt nach unten senken. Deutsche gelten als arrogant und selbstherrlich. Zeige, dass es auch andere Deutsche gibt. In Rumänien überraschte mich auf einer Europa-Straße mitten auf meiner Fahrspur eine stehende kleine Birke im Dunkeln. Sie war in ein Kanalloch gesteckt, weil der Deckel fehlte. Eine halbe Stunde später überraschte mich bei stark blendenden Gegenverkehr ein unbeleuchteter Pferdewagen. Die nächste Übernachtungsmöglichkeit am Straßenrand war dann das Ende der Tagesetappe. Dort erfuhr ich von einem deutschen LKW-Fahrer, dass man ganz einfach nicht im Dunklen fährt. Bedenke bitte, meine Erfahrungen sind etwa 15 bis 20 Jahre alt.


    Reinhard

  • Nicht im dunkeln fahren ist immer 'ne gute Idee, besonders in dünn besiedelten Gebieten.

    MO24 Team Reisen

  • Meine R 1200 S hat Gussfelgen, durch die beiden Durchschläge war das hinten und vorn ein Totalschaden.

    Odessa war sehr schön, Stadt und Hafen sind sehenswert. Donaudelta fand ich auch recht interresant, aber Achtung, je weiter man rein fährt, um so mehr lästige Mücken.

    Die Menschen sind sehr gastfreundlich, wir haben drei mal ( durch Zufall )bei Einheimischen privat übernachtet.

    Er macht die Knöpfe fest und drückt sie rein // Wir können alles und alles können wir sein Turbostaat

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