Berlin will parkende Motorräder auf Gehwegen nicht länger dulden

  • hört sich jetzt eventuell blöd an, aber das ist ja persönliches Pech


    wer keinen eigenen Parkplatz hat, muss schauen, wo er einen legalen findet.


    Freundin hätte auch gerne einen Bus, aber da sie in Tübingen damit noch mehr Parkplatzprobleme hätte als jetzt schon mit ihrem Polo, bleibt es eben bei Pologröße.


    Genau das ist auch die Argumentation von Politikern, Städteplanern und Umweltaktivisten.


    Sie orientieren sich an ihren eigenen Wunschvorstellungen oder an populistischen Strömungen. Und die derzeit, und wahrscheinlich auch in Zukunft, gegen den motorisierten Individualverkehr gerichtet (vordergründig gegen jene mit Verbrenner).


    Niemand nimmt den status quo als Maßstab. Und der ist nun mal, dass über 40 Millionen Fahrzeuge zugelassen sind - und irgendwo fahren und parken / abgestellt werden müssen.


    Ich befürchte, dass wenn der Rückbau der Individualverkehr-Infrastruktur bzw. das verzögern / nicht genehmigen von Infrastrukturmaßnahmen so weitergeht, es in Zukunft auch für die angedachte Elektro-Massenmobilität schlecht aussieht. Denn auch alternative Antriebsformen müssen die Infrastruktur des heutigen Individualverkehrs nutzen. Und sie benötigen möglicherweise eine komplett neue Infrastruktur für das "Tanken" - und zwar in ausreichender Anzahl.


    Als Gesetzgeber würde ich verfügen: Wohnbauten müssen mindestens einen Stellplatz pro Wohneinheit auf eigenem Grund und Boden aufweisen, ansonsten gibt es keine Baugenehmigung.

    Grüsse aus dem Westzipfel


    Harry aka schredder66

  • Quote

    Genau das ist auch die Argumentation von Politikern, Städteplanern und Umweltaktivisten.

    In ganz vielen Städten ist das auch einfach die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger die da kein Bock mehr drauf haben.


    Der Handelsverband in Saarbrücken fordert mehr Parkplätze, aber schon jetzt steht man in der Innenstadt ständig im Stau. Vielleicht lohnt es doch Mobilität neu zu denken.

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  • Ja, das ist der Fall. Das führt zu vermehrten Tiefgaragen im städtischen Bereich und im Speckgürtel zu Neubaugebieten, wo die Häuser im Kreis um die Parkplätze angelegt werden. Die Parkplätze haben schnell mehr Grundfläche als die zugehörigen Wohneinheiten. Problematisch sind natürlich Altbauten bei verdichteter Bebauung, womöglich auch noch in Hanglage.


    Die öffentlichen Stellplätze bezahlen wir alle, und kriegen auch noch ungefragt Autoverkehr mit Abgasen und Lärm dazu. Davon profitieren aber nur die Autofahrer. Das war bisher selbstverständlich, und diese Selbstverständlichkeit aufzuheben ist ein großer Schritt.


    Ich kann mich noch an die Empörung über Elektro-Stehroller erinnern. Da wurden im TV Anwohner in München gezeigt, bei denen jetzt ab und zu mal ein Stehroller aufm Gehweg steht, die sich darüber beschwert haben. Im Bildhintergrund waren ungelogen 60% der Fläcke geparkte Autos mit Staubschicht oben drauf. Da fährt ja keiner weg, wenn er nicht unbedingt muss, weil er sonst nie wieder einen Parkplatz findet.:wacko:

    MO24 Team Reisen

  • Genau das ist auch die Argumentation von Politikern, Städteplanern und Umweltaktivisten.

    Naja, aber es ist eben auch so, dass die öffentlichen Parkplätze nicht mehr geworden sind, aber die Bürger munter mehr autos gekauft haben.


    Wenn sich jeder morgen in Berlin ein Zweitauto kauft, kann er doch auch nicht alles vollstellen und dann sagen "ja aber ich kann nicht anders"


    Wer sich eine Wohnung ohne eigenen Parkplatz mietet oder kauft, weiß ja das er dies tut und sollte auch so planen.

    Deswegen kaufe ich mir zb keine Hänger, weil ich nicht wüsste wo ich ihn hinstellen soll ;)


    Freundin wohnt in der Innenstadt einer Großstadt ohne kostenlose Parkplätze und da steht ihr Bully den sie aus Nostalgie eben behält (und weil die Allrad T3 in gutem Zustand im WErt immer weiter hochgehen) eben 20 STraßenbahnminuten entfernt in den Aussenbezirken.


    Und eigentlich ist die Gesetzeslage ja auch so, wie du sie eigentlich willst. bei Neubauten müssen pro Wohneinheit ein Parkplatz gebaut werden.


    Es hat schon seinen Grund wieso in Asien viele Städte einem die Zulassung eines Autos nur erlauben, wenn man einen Parkplatz nachweisen kann.

  • Ich sehe mich und meine +1 irgendwie schon seit ca. einem Jahr in 2-3 Jahren in Berlin wohnend :grin:


    Daher schaue ich ab und an mal in den Wohnungsmarkt...mit Stellplatz/Garage sieht es da IN Berlin sehr düster aus. Lediglich in den Randbezirken kriegt man evtl. was. Selbst wenn man bereit ist 1000€ kalt für eine 2-Zimmer Wohnung zu bezahlen.


    Da freut man sich als Moppedfahrer :)

    Da kann ich ja nur meinen Umzug nach Düsseldorf wiederholen. Auto verkaufen und fürs Mopped eine Tiefgarage im ungefähren Umfeld suchen.


    Nur hab ich das Auto gerade erst gekauft und will das gar nicht wieder verkaufen :grin:

  • Berlin als Moppedfahrer? Ähm, nein. 200km Anfahrt bis in den Harz.

    Kein Autozug vor Ort. Nichts als plattes Land.


    Wenn du im Speckgürtel wohnt bist du aber stellenweise schnell in der Stadt. Von Teltow aus 15 Mins mit der Bahn bis zum Hbf. Woher ich das weiss.. meine Firma hat in Teltow einen Standort.

  • Gibt es einen Grund?


    Gruß,

    Thomas

    Martin will zu mir ;)

    mit Stellplatz/Garage sieht es da IN Berlin sehr düster aus.

    Jep, laut meinen Bekannten soll man aber relativ easy einen Parkausweis bekommen, nur die Frage was dann auf den Parkplatz passt und wo der ist...

  • Berlin als Moppedfahrer? Ähm, nein. 200km Anfahrt bis in den Harz.

    Kein Autozug vor Ort. Nichts als plattes Land.


    Wenn du im Speckgürtel wohnt bist du aber stellenweise schnell in der Stadt. Von Teltow aus 15 Mins mit der Bahn bis zum Hbf. Woher ich das weiss.. meine Firma hat in Teltow einen Standort.

    Ein Kumpel hat mal in Müncheberg (heißt das so?) gewohnt. Das sah recht Moppedfreundlich aus eigentlich.

    Gibt es einen Grund?


    Gruß,

    Thomas

    Für meine +1 bietet Berlin die besten Jobaussichten. Für mich die besten Karrierechancen.


    Man muss das halt dann wieder so sehen:
    IN Berlin brauch ich kein Auto, wenn ich am Rand oder außerhalb wohne, finde ich was mit Parkplatz.

    Das hatte sich in Düsseldorf so zu 1000% bestätigt.


    Nur Mopped will man ja doch irgendwo an der Wohnung haben :)

  • Für meine +1 bietet Berlin die besten Jobaussichten. Für mich die besten Karrierechancen.

    Bei dem Bundesweit schlechtesten Gehalt - zumindest in der freien Marktwirtschaft. Gibt ja nen Grund weshalb ich keinen Job in Berlin mehr habe.



    IN Berlin brauch ich kein Auto

    Das stimmt für den inneren Cityring/S-Bahnring ... 70% der Berliner wohnen aber außerhalb dieses Citykerns und da sieht es dann Mau aus ... inkl. das Carsharing nicht existiert. Aber das Thema hatte wir an anderer Stelle schon mal. ... aber ja wenn Zeit kein Rolle spielt und Du auf Ankunftszeiten nicht angewiesen bist, funktioniert das. Früher zu meinem Freund, mit den Öffis: 1:30 Stunden ! ... Auto 40 Minuten. Von mir zu einem meinem alten Arbeitgeber in Mariendorf mit den Öffis gute Stunde mit dem Auto 30 Minuten. Noch schlimmer war mein letzter Job, mit dem Auto 8 Minuten - öffis 50 Minuten ! Jaja der ÖPNV ist hier klasse ... (Ironie)


    Wenn du im Speckgürtel wohnt bist du aber stellenweise schnell in der Stadt. Von Teltow aus 15 Mins mit der Bahn bis zum Hbf.

    Das sind aber sehr spezielle Cases, muss man fairer weise sagen. Nach offiziellem Fahrplan (ich wohn nicht weit weg von S-Bahn Teltow) geht das auch nicht in 15 Minuten.



    Eventuell gibt es zu Deinem Slot eine direkte Region Bahn, das ist dann meist eine wirklich geniale Verbindung. So geht es mir zukünftig wenn ich weiter Rausgezogen bin, von dort geht es nur per Regio für mich in die Stadt. Damit bin ich aber schneller am Potsdamer Platz/Alex/Friedrichsstraße als derzeit mit Bus/s-Bahn von mir in Berlin aus. Allerdings wüsste ich nicht wozu ich das machen sollte *lach*


    Man kann immer Glück haben das die Verbindung die man gerade braucht echt gut ist, aber das ist definitiv nicht der Standardfall sondern eher der Glücksfall. Früher hatte ich so eine Verbindung zu meinen Eltern, bin bei mir aus der Wohnung quasi in den u-bahn geplumpst, 20 Minuten später bei ihnen aus der u-bahn ohne umsteigen rein, wenn man glück hat passt das so.

  • Ich finde die verallgemeinende Aussage "...wer in der Stadt wohnt, braucht kein Auto..." etwas verwirrend.


    Wichtig zu betrachten wären m.M.n.:

    - die Größe der Stadt und deren Infrastruktur (ÖPNV und Individualverkehr)

    - lebe ich in der Stadt und arbeite ausserhalb, oder sind Wohn- und Arbeitsort gleich

    - nutzte ich das Auto / Motorrad überwiegend zum pendeln

    - spielt sich mein soziales Leben hauptsächlich in der Stadt ab

    - gibt es mobile Alternativen

    - wie und wo werden die Besorgungen erledigt


    Ich stimme zu, dass man neue Verkehrskonzepte denken und wagen muss. Aber, so meine ich, die kommt nicht mit Zwang. Denn die Erfahrung zeigt, dass es zu den Zwangsmaßnahmen meistens keine geeigneten Alternativen gibt. Wichtiger wäre es, einen großen gesellschaftlichen Wandel hinzubekommen. In dem nicht nur die Verkehrskonzepte in Frage gestellt werden, sondern allgemein unsere Lebensweise. Aber das ist unsexy.

    Grüsse aus dem Westzipfel


    Harry aka schredder66

  • Quote

    Wichtiger wäre es, einen großen gesellschaftlichen Wandel hinzubekommen. In dem nicht nur die Verkehrskonzepte in Frage gestellt werden, sondern allgemein unsere Lebensweise. Aber das ist unsexy

    Da haben wir die letzten 30 Jahre leider verpennt... Mit Blick auf die Klimakrise haben wir keine Jahrzehnte mehr Zeit.

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  • Klar kommt auf die Stadt an. Aber wenn ich wegen Jobaufnahme nach Berlin ziehe suche ich mir entweder was mit Parkplatz, also bleibt das Auto oder was, wo ich einen angenehmen Öffi-Weg habe. Also an der U-/S-/Buslinie ohne Umstiegszeit o.ä.


    Ich hab das ÖPNV Netz in Berlin als recht angenehm empfunden. Aber Düsseldorf z.B. ist da besser.


    Wir kommen aber vom Thema ab :)

  • :grin::grin:;);)

    . . . als ich das las, dachte ich an einen verfrühten oder verspäteten Aprilscherz. Die Meldung stammt aber vom 17.Dez.'20. Die Begründung für diese Entscheidung lautet:

    "fahrradähnlichen Breite und Gewichtsklasse der Kompaktwagen." Der Minister des Verkehrsministeriums trägt seinen Namen nicht zu unrecht. Mal sehen, wo er in 2 Jahren "arbeitet"

    Da Motorräder noch viel mehr Ähnlichkeiten gegenüber Fahrrädern aufweisen, dürften diese also auch den Fahrradweg benutzen - logo.


    Reinhard

  • Richtig - und zwar aus dem Postillion ... das ist SARTIERE !!!

    . . . ich kenne weder "Postillion" noch habe ich eine Mitgliedschaft bei facebook, instagram, twitter & Co. Habe mir noch nie eine Bild-Zeitung gekauft. Auf Netflix verzichte ich frohgemutes. Ich kenne nicht nur den Begriff "Satiere", ich weiß auch was Satire ist. Hätte nie vermutet, dass das auch Satire ist. Deshalb meine Bitte an Frank-RE: Bitte Satire kennzeichnen für Motorradfahrer, die, wie ich, elektronische Analphabeten sind.


    Reinhard

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