GP 3/19(?) Portimao/POR (MotoGP, Moto2, Moto3)

  • Michelin könnte Reifen bauen die locker 5 Renndistanzen halten, wenn sie das wollen würden. Das Fahrerfeld würde sich dann Runde für Runde wie ein Kaugummi ohne Zweikämpfe auseinander ziehen. Ich will diese Bridgestone Zeit nicht nochmal.

    Die Reifen halten doch auch, man braucht nur die harte Mische verwenden.
    OK, dann ist man halt langsamer, aber genau das ist das Problem.
    Da muss sich jedes Team an einen Kompromiss zwischen Grip und Verschleiss herantasten.
    Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht. (Mit nur den zwei Faktoren)
    Man muß den Reifen auch im richtigen Temperaturfenster halten um Grip und Verschleiss zu kontrollieren.
    Dann kommen noch weitere Faktoren hinzu, wie Fahrgefühl, Stabilität, Bremsverhalten etc. 300PS, 60°Schräglage, 1,7g Bremskräfte...

    Einfach zu behaupten, man könne doch einfach mal so einen Reifen bauen, der hält und funktioniert halte ich für falsch und zu einfach dahergesagt. (sorry)
    Das ist, als wenn ich behaupte: Xy könnte doch einfach einen Motor mit 400PS bauen, wenn sie nur wollten.
    Weiterhin glaube ich nicht, dass bewusst schlechte Reifen produziert werden um die Rennen ausgeglichener zu gestalten.

  • Einfach zu behaupten, man könne doch einfach mal so einen Reifen bauen, der hält und funktioniert halte ich für falsch und zu einfach dahergesagt. (sorry)
    Das ist, als wenn ich behaupte: Xy könnte doch einfach einen Motor mit 400PS bauen, wenn sie nur wollten.

    Mit dem 400 PS Motor hast Du natürlich recht. Denn den gab es in der MotoGP bislang noch nicht.

    Bei den Reifen ist das aber anders. Wie bereits angedeutet wurde, hat Bridgestone als sie der Reifenlieferant in der MotoGP waren, ebensolche gebaut, die das ganze Rennen durchgehalten haben ohne "Reifenmanagement". Deswegen würde man (als Laie) annehmen, dass das jetzt 10 Jahre später auch möglich sein sollte. Und deswegen ist das nicht einfach nur so dahergesagt, meiner Meinung nach, sondern fußt auf den genannten ganz konkreten Annahmen.


    Ich weiß aber auch nicht genau, was jetzt richtig ist....

    In der Bridgestone-Ära waren immer dieselben vorne: Nämlich die besten Fahrer - oder besser gesagt das beste Paket aus Fahrer und Motorrad. Dadurch konnte sich sehr deutlich herauskristallisieren, wer das beste Paket war. Damals waren das über mehrere Jahre hinweg Rossi, Lorenzo, Stoner, Pedrosa. Heute ist das anders. Keiner kann sich mehr deutlich von den anderen abheben. Mal ist der vorne, mal der. Nie weiß man, ob es daran liegt, dass der Fahrer so gut ist oder ob es einfach nur an den Reifen liegt, die auf dieser Rennstrecke mit diesem Motorrad funktionieren und mit jenem nicht. Außnahme war bislang Marquez: Bei dem scheint(!) es so zu sein, dass er nicht wegen der Honda so viel gewonnen hat, sondern trotz ihr.


    Wenn ich wählen könnte, würde ich mich wahrscheinlich für die heutige Michelin-Situation entscheiden. Einfach weil die MotoGP so eine gute Show abliefert. Trotzdem vermisse ich auch ein bißchen die Bridgestone-Ära als sich die besten Fahrer deutlicher abhebn konnten ohne den heutigen "Zufallsparameter" Michelin.

  • Wenn ich da so an Rennen 2012 oder 2013 als ein gewisser JL99 drei Runden lang den Hammer fallen ließ und wir dann 90% Prozessionsfahrten sehen durften, nee danke.

    Dann lieber so eine Lotterie wie jetzt.

  • Ich wünsche mir eine Lotterie wie jetzt - aber eben nicht, weils eine Reifen-Lotterie ist, sondern weil das Feld organisch so eng beinander ist :)

  • Außnahme war bislang Marquez: Bei dem scheint(!) es so zu sein, dass er nicht wegen der Honda so viel gewonnen hat, sondern trotz ihr.

    wobei marquez ja oft schnell vorne war, dadurch saubere linie fahren konnte, keine Abgase vor sich, nicht kämpfen musste, was ja alles reifenverschleiß minimiert. was gerade bei den anfälligen Reifen heutzutage dann im ja sogar noch mehr einen Bonus verschafft.

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