Das war so ja nicht geplant: Nordspanien & Pyrenäen 2021

  • Landstraßen sind hier also schneller als Autobahn, wenn die Ortsdurchfahrten nicht wären. Die sind aber meistens ganz schön

    wobei die 80er begrenzung auf landstraße schon nervt, auch wenn man 10 drüber fährt.

  • Risikobereite Leute haben da andere Grenzen. Guck dir mal die französischen Gebühren an und rechne mal die Kontrolldichte gegen.

    Nicht dass ich dir jetzt irgendwas raten wollen würde, ichdochnicht. *immerbrav*

  • Die mautfreien Autobahnabschnitte sind i.d.R. in Ballungsgebieten. Die will man dann schon mitnehmen, weil die Ortsdurchfahrten noch weniger Spaß machen. Da wird auf beiden Streckentypen schon mal gemessen. Man kann aber auch Sachen machen, um schneller vorwärts zu kommen, die nicht gemessen werden - hab ich gehört. Warte bis dich einer überholt, und häng dich einfach dran. Völkerverständigung leicht gemacht ;)


    Und gute Reise! :)

  • Blitzer-Warn-Apps, meinst du hoffentlich.


    Die darf man übrigens nicht während der Fahrt verwenden, aber vor der Fahrt und in Fahrtpausen.

  • Risikobereite Leute haben da andere Grenzen. Guck dir mal die französischen Gebühren an und rechne mal die Kontrolldichte gegen.

    Ja sobald die Straßen ein D haben, wird kaum noch gemessen, will man aber auf den N straßen strecke und kurvig kombinieren, steht schon mal so ein blitzerdingens da.


    Einmal war es ganz toll, einfach ner Gruppe Locals mit denen ich an der tanke gelabert hatte hinterhergefahren, die wussten das da nix ist (und im zweifel wären sie zuerst reingefahren) da ging dann echt ein gutes tempo

  • Frankreich "betreten" habe ich übrigens mittels Waldsträßchen wo kein Arsch war. Ich war sehr erstaunt plötzlich ein blaues besterntes Schild mit einem F zu sehen. So umgeht man die Kontrollen scheinbar effektiv...legal?

    Klassiker. ich bin gespannt ob ich am 5. kontrolliert werde. Die Grenzübergänge im Ort sind auf jeden Fall frei.

  • Bin sehr gespannt auf dein Bericht denn wir fahren im September, auch mit einer Übernachtung in Frankreich, nach Asturien.

    Auf jeden Fall viel Spaß und immer eine Handbreit Teer unterm Vorderrad !

    Gruß aus Siegen


    Harry & Bully



    "Der,der am lautesten hupt"



    Wer bremst verliert !!

  • Blitzer-Warn-Apps, meinst du hoffentlich.


    Die darf man übrigens nicht während der Fahrt verwenden, aber vor der Fahrt und in Fahrtpausen.

    Ach echt? Danke für die Info, ich bin immer davon ausgegangen dass sie komplett verboten sind! Hat meinen Tag gerettet :D

  • Im Auto darf der Beifahrer die auch während der Fahrt nutzen.


    Aber das theoretische Verbot ist eh uninteressant. Wer will dir das denn nachweisen? Die Blitzer.de-App lässt sich auch im Hintergrund unsichtbar laufen lassen und sagt die Blitzer nur an.

    VG
    Michael

  • So 2 Tage fast nur geradeaus und Dauerregen. Unschön. Ich wollte eigentlich zumindest ein Foto am Spanienschild machen aber ich ab gar keins gesehen :?
    Aufeinmal waren alle Nummernschilder spanisch. Die Verkehrsschilder folgten.


    Polizeikontrolle? Nope.


    Hoffentlich reduziert sich der Regen morgen etwas...das war heute quasi ein Dauerschauer.

    Fotos hoffentlich dann mal bald.


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  • Der erste Tag Urlaub wird ausgeklungen :) Nach anfänglichem Dauerregen und fragwürdiger Navigation hatte ich beim Erblicken des Meeres zum erste Mal das Gefühl im Urlaub zu sein :)
    Die coronabedingten Einschränkungen fallen auch hier auf. Viele Restaurants sind zu, es gibt oft keine Karten, sondern der Kellner hastet nur schnell die Menu del Dia runter, was Essen bestellen eine echte Herausforderung werden lässt, wenn man wie ich nur ein paar Fetzen Spanisch spricht.


    Einige wenige Fotos habe ich gemacht, da es aber viel geregnet hat nicht besonders viele.


    Der Hotelhost hier ist selber Motorradfan und hat mir seine Triumph Tiger 1200 stolz präsentiert. Leider mussten wir beim Kettenschmieren feststellen, das ich mir heute was in den Reifen gefahren habe...sowas will man im Urlaub wirklich nicht.

    Nach leichtem ruckeln mit dem Finger fiel es heraus, eine Glasscheibe, ca. 5-6mm lang. Sie saß im Profilblock, der Reifen verliert keine Luft. Was nun? Da der Reifen nach dem Urlaub ohnehin gewechselt wird (mit der nächsten Inspektion im Juni) will ich jetzt wirklich keinen Reifenwechsel vornehmen müssen, auch wenn der Metzeler Karoo Street schon 6.000km runter hat.

    Ich habe das Motorrad auf den Seitenständer gestellt, wenn es bis morgen keinen Platten hat, kann der Reifen noch bis Juni draufbleiben. Mir ist bewusst, dass es echt gefährlich werden kann, wenn die Karkasse beschädigt ist aber ich halte das für unwahrscheinlich, da der Profilblock doch schon recht dick ist. 180 km/h fahre ich hier ohnehin nicht, auch in DE nur ungern.


    Anbei Fotos :)

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  • Mir ist bewusst, dass es echt gefährlich werden kann, wenn die Karkasse beschädigt ist aber ich halte das für unwahrscheinlich, da der Profilblock doch schon recht dick ist.

    Wenn etwas im Profilblock stecken bleibt aber nicht durchsticht, ist das vollkommen egal. Die Schlucht neben dem Block ist viel tiefer und breiter.

    Wenn man wegen so einem Kratzer den Reifen wechseln wollte, müsste man nach jeder anspruchsvolleren Schotterstrecke die Reifen wechseln.

    VG
    Michael

  • Denk ich mir auch mal. :)
    Der Reifen funktioniert auf der AT übrigens Top! Schlechter Asphalt bei Dauerregen...kein Problem für den Metzeler! ;)


    Da er leider ab ca. 110 km/h extrem laut wird überlege ich trotzdem noch ob er wieder drauf kommt oder was anderes ausprobiert wird. Insgesamt finde ich die "Adventure Touring" Reifen bisher alle besser als die "Straßenreifen für Adventure Motorräder" obwohl ich bisher nur 2x Adventure (Metzeler Karoo Street & Dunlop D610W) vs. 1x "Straßenreifen" (Continental CTA3) vergleichen kann.

    Ich glaube das agile der "Straßenreifen" passt für meinen Geschmack einfach nicht zur sonstigen Charakteristik einer hohen Reiseenduro mit breitem Lenker.

  • Ich hatte den Anakee 3 auf der GS und der war nicht mein Ding. Vom CTA3 habe ich des öfteren gehört das der wohl kippelig sein soll, oder auch „agil“. Ich habe nach dem MA3 dann auf Pirelli Scorpion Trail 2 gewechselt und werde dabei wohl bleiben, bzw. es kommt ja wohl wahrscheinlich bald der PST3. Aber das bessere ist zwar des guten Feind, derzeit wüsste ich aber nicht warum mir der Zweier nicht weiterhin reichen sollte.


    Ein in der Summe auf der GS wunderbarer Reifen.


    Viel Spaß weiterhin auf deiner Reise und alles Gute


    Guido

    :respekt: ist das Produkt einer guten Erziehung....

  • Heute war ein sehr langer Tag... Um Neun ging es in Ḷḷuarca los, aus dem Ort wollte ich so schnell wieder raus, siehe blahwas Bericht über den "Paten". In meinem Hotel war wohl alles tutti, solange ich mein Mopped versteckt habe. Ḷḷuarca liegt nämlich auch in Asturien.


    Um ca. 10:00 Uhr klingelt das Telefon gleich mehrmals. Mein Navi-i-Phone registrierte 2 Anrufe aus Barcelona, dann einen aus Kroatien und als ich Helm und Handschuhe endlich aus hatte klingelte es aus Berlin.

    Ich ging ran und ein Mitarbeiter von Booking.com meldete sich. Das Hotel in meinem nächsten Zielort (Santiago de Compostela) müsse unbedingt erfahren, wann ich ankomme. Geschätzt ca. 16:30 bis 17:30, ich hatte viele Kurven zu rauben.


    Das war dann okay, beim Weiterfahren dachte ich mir aber dann auch...passend zu Blahwas's Pate... vermutlich wartet nun die Polizei auf mich, wenn ich in Santiago ankomme :sostupid:

    Erstmal diesen Gedanken verdrängt, da klingte das Telefon wieder, diesmal aus Galician, also wo Santiago liegt. Es meldet sich eine sehr höfliche Frau..:"Hablas Espanol?" fragte sie flehend. "Los Siento, no hablo espanol; hablas ingles?" "A little bit".


    Sie erklärte mir dann, dass ich auf keinen Fall vor 08:00 Uhr Abends ankommen sollte, "because autorhorities and covid".

    Es scheint als sei auch hier das Übernachten problematisch. Also Route umgeplant, erst noch nach Fisterra, dem "Ende der Welt". Woher der Name kommt? Wohl weil man auf der einen Seite gefühlt die gesamte Westküste Spaniens (vielleicht sogar Portugal, bei guter Sicht) und überall sonst nur das blaue nichts (Wasser) sieht. Damals mussten die Menschen wirklich gedacht haben, das ist das Ende der Welt.


    Als ich mich von dort hungrig wieder aufmachte (verfluchte Siesta, keine Küche hatte geöffnet, deswegen gabs den ganzen Tag nur Churros con Chocolate und "Café Solo"), klingelte erneut das Telefon. "Sorry Senor, we have a problem, can we locate you to another place? Really nice". Nagut.

    Nun bin ich in einem ehemaligen Hospiz/Kloster/Hospicio (kirchliche Unterkunft für Jakobswegbestreiter) gelandet. Echt faszinierend, ein wenig gruselig, wer die Insidious Filme kennt aber echt schön.

    Bilder anbei, morgen kommen mehr.


    Ich mache morgen einen Tag Pause, inklusive PCR-Test, ehe es am Dienstag dann Richtung Osten geht. Ich habe mich dazu entschlossen nach Hause zu fahren, nicht auf dem schnellsten Weg aber zumindest richtungstechnisch, weil die Einschränkungen doch deutlich spürbar sind und ich am Ende niemanden in Schwierigkeiten bringen möchte. Auch Spanien ist nicht gut bereisbar momentan, Restaurants sind die meiste Zeit geschlossen. Urlaubsfeeling fehlt leider.


    Geplant ist noch Leon, dann einen kleinen Ort in den Pyrenäen, wo ich gezwungener Maßen auch zwei Tage verbringe (PCR-Test & Motorradtour in den Pyrenäen) ehe es am Testfolgenden Tag nach Frankreich und auf dem schnellsten Weg nach Belgien und schließlich DE geht, wo mich der 4. Test dieser Reise erwartet um dem Gesundheitsamt dies entsprechend nachweisen zu können. Anschließende Quarantäne und erneuter Test nach 5 Tagen (Freitestung).


    PS: Uncool: Ich hatte da wohl was auf der Linse :cursing:
    zum Glück hab ich noch die RAWs, werde die Zuhause ohnehin mal etwas bearbeiten.


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    ca. 2.414 Kilometer (keine genaue Zahl mehr)

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  • Ich hätte die Anrufe wohl nichtmal mitgekriegt, mein Handy liegt den Tag über im Tankrucksack, und wird eigentlich nur rausgeholt wenn ich orientierungslos bin, ein restaurant finden will und keins finde, oder spätnachmittags dann mal nach einem campground oder hotel schaue.


    Äusserst unangenehm das ganze, kann es verstehen wenn man da keinen Bock mehr hat.


    Und wie du sagst, zu Urlaub gehört auch Spaß haben, wenn alles zu ist, schwierig.

  • Es scheint als sei auch hier das Übernachten problematisch. Also Route umgeplant, erst noch nach Fisterra, dem "Ende der Welt". Woher der Name kommt? Wohl weil man auf der einen Seite gefühlt die gesamte Westküste Spaniens (vielleicht sogar Portugal, bei guter Sicht) und überall sonst nur das blaue nichts (Wasser) sieht. Damals mussten die Menschen wirklich gedacht haben, das ist das Ende der Welt.

    Fisterra ist das Ende des Jakobus-Pilgerweges. :)


    Man pilgert(e) bis Santiago di Compostela, umarmte in der Kathedrale die Statue des heiligen St.Jakob. Danach brachte man die restlichen 80km bis Fisterra hinter sich - dort gab es die berühmten Pilgermuscheln, die man sich dann mit nach Hause nahm.


    Man erlebte einen Sonnenunter- und Aufgang, hat sich gereinigt, seine Pilgerkleider auf den Felden am Meer verbrannt und die Pilgerreise damit beendet.

    *Lille*

  • Heute habe ich mich mal entspannt und mir Santiago de Campostela angeschaut. Dieses "Städtchen" hat das Potential meine Lieblingsstadt in Spanien zu werden :) Alles sehr zentral, sehr schöne Altstadt mit guten Restaurants, viele und schöne Parkanlagen. Universitätsstadt also sehr jung und lebendig.


    Fotos habe ich keine gemacht, hab mich heute nur treiben lassen. :)
    Ich weiß noch nicht wohin es morgen geht, ich bekomme Lust auf eine Wanderung, bei den ganzen Jakobsweg Souvenirs hier.


    Vermutlich fahre ich morgen Richtung Leon, wo ich dann vllt. wieder 2 Nächte bleibe und einen Tag für eine Wanderung nutze, oder ich fahre gleich weiter oder ich wandere in den Pyrenäen. Ich weiß es noch nicht.

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