Schweden 2021 - vielleicht klappt es ja diesmal

  • Hallo liebe Leute,

    bei meiner Vorstellung erwähnte ich bereits, dass ich sehr gerne auf (ultraleicht) Trekking-Tour gehe. Da es ein paar Interessenten zu dem Thema gab, dachte ich mir, ich lasse Euch an meiner nächsten Tour etwas teilhaben. Über Fragen oder Anregungen von Euch würde ich mich sehr freuen.

    Die letzte ernsthafte Runde habe ich vor Corona im Mai 2019 begangen. Damals ganz entspannt im Glaskogen Naturreservat.



    Ursprünglich wollte ich im darauffolgenden Spätsommer in die Provinz Härjedalen, um den Rogen und die Grenzregion zu Norwegen zu erkunden. Dies sollte die Generalprobe für länge Touren nördlich des Polarkreises werden. Diese Planung musste ich aber durch einen geplanten Jobwechsel absagen. Wollte damals keine Verletzung vor dem beruflichen Neustart riskieren. Hinterher ist man immer schlauer: Dann kam Corona und alle Planung war für die Grütze. Letztes Jahr im Sommer streckte ich dann wieder meine Fühler Richtung Landesgrenzen aus. Für mich persönlich war aber schnell klar, dass ohne geeignete Impfung eine Reise über Landessgrenzen hinweg nicht zu verantworten war. Trekking in DE ist für mich keine Option. Langweilig, zu dicht besiedelt und sowieso alles verboten. Also wieder nix.

    Da ich nun als komplett durchgeimpft (welch Wortschöpfung) gelte, keinerlei Tests machen muss :sostupid: und die Zahlen sowohl in Deutschland, Dänemark und Schweden Reisen zulassen...will ich es noch einmal versuchen, bevor es wieder kalt wird und der ganze Zirkus von vorne beginnt. Da ich auch explizit keinen Kontakt zu Menschen suche, kann ich das für mich vertreten, solange die Lage stabil bleibt.

    Aller guten Ding...NEIN! Gut Ding will w.....NEIN!! Was lange währt.....SCHNAU*E!!!!! Neulich wurde hier im Forum kurz über Selbstgespräche diskutiert. Ich möchte an dieser Stelle für meine Person feststellen: Nein, wir reden nicht miteinander.

    Hier einmal ein paar Impressionen zu meinem Ziel:
    Klick

    Das Wetter-Zeitfenster für nicht Suizid gefährdete Touristen schließt sich aber für die Region spätestens Ende Oktober. Das habe ich auf demselben Breitengrad schon an anderer Stelle erlernen dürfen :rolleyes: . Sehr angenehm ist es ab Mitte August - Mitte September (mildes Klima, wenig Frost, kaum bis keine Mücken mehr). Leider fällt ein wichtiger beruflicher Termin natürlich genau irgendwo in diese Zeitspanne. Näheres weiß ich aber erst Anfang August. Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Will ich aber dieses Jahr endlich wieder los, muss ich jetzt anfangen mit der Planung und Beschaffung.

    voraussichtliche Eckdaten:
    zwei Wochen Urlaub
    2.900 km mit dem Auto (zwei-drei Tage)
    90-120 km zu Fuß (sieben Tage, davon ein Pausentag, also eigentlich ganz easy)
    0 km mit dem Motorrad (ja, Sorry!)

    Das Alles in ca. 9-10 Tagen. Mehr Zeit habe ich dafür leider nicht zur Verfügung. Eine Anreise mit Motorrad habe ich wegen mangelnder Erfahrung und Zeit nicht in Erwägung gezogen.

    ...to be continued

    "Guten Morgen. Oh, und falls wir uns nicht mehr sehen, guten Tag, guten Abend und gute Nacht!" :wave:

    Edited once, last by Blitzer ().

  • Das klingt doch sehr spannen.


    Wenn der Zweck des Urlaubs zu 90% eh wandern ist, und man dort hin einfach nur Strecke machen will/muss macht es ja auch keinen Sinn, mit dem Motorrad dort hin zu fahren.


    Da ist das Auto wirklich weitaus sinnvoller einfach auch vom Platz was man mitnehmen kann.

  • Das klingt doch sehr spannen.

    Wenn der Zweck des Urlaubs zu 90% eh wandern ist, und man dort hin einfach nur Strecke machen will/muss macht es ja auch keinen Sinn, mit dem Motorrad dort hin zu fahren.


    Da ist das Auto wirklich weitaus sinnvoller einfach auch vom Platz was man mitnehmen kann.

    Genau so habe ich das auch gesehen. Und man kann dann vor Ort noch final aussortieren oder drauf packen.

    "Guten Morgen. Oh, und falls wir uns nicht mehr sehen, guten Tag, guten Abend und gute Nacht!" :wave:

  • Die Route:


    Da ich in der Region weiter östlich schon einmal war, weiß ich ungefähr, womit ich zu rechnen habe. Wie sagte es mal ein Niederländer, den ich traf: "veeeery rocky" :grin: .


    In DE gehe ich in der Regel 5-7 km/h mit Gepäck im Flachland. Im schwierigen Gelände kann es aber auch schnell nur 1 bis max. 2 km/h werden. Ich bin nur Durchschnitt und kein Athlet. Wenn ich 24km in bergigem Gebiet am Tag schaffe, ist das schon ganz okay. Ich kenne welche, die ziehen 30-40km+ am Tag ab. Und das über mehrere Tage. Selbst ohne Gepäck wäre da spätestens bei mir am zweiten Tag Feierabend :O . Und ich habe gelernt, dass das mit Routen genau wie mit jedem anderen Schlachtplan ist: Die überleben meist keine 5min im Gefecht.



    Deswegen habe ich knappe 90km Rundkurs um den Rogen eingeplant. Umwege sind ausdrücklich erwünscht. Da es dort den ein oder anderen Berg gibt. Mal sehen, ich bin ja auch etwas aus der Übung. Relative Höhenmeter knapp 2.000. Dürften also noch einige hinzukommen, bis jetzt geht die Planung nicht über SAC-T2 hinaus. Das ist eine allgemeingültige Klassifizierung von (Berg)Wanderwegen (1 leicht - 6 schon ziemlich Gaga).



    Diesmal war ich sogar so clever und habe die richtigen Auf und Abs erst auf die zweite Hälfte der Tour gelegt. Dann ist das Gepäck wegen der verbrauchten Nahrung schon bedeutend leichter. Auf dem Weg gibt es ein paar Unterstände und die ein oder andere Schutzhütte. Meist findet man dort nette Hinterlassenschaften von Gleichgesinnten:



    Habe auch schon manchmal die ein oder andere Ration da gelassen. Man weiß ja nie, ob die mal jemanden helfen kann.


    Da ich auch einen Teil in Norwegen begehen will, muss ich noch schauen, wie bis dahin die "Einreisebestimmungen" sind. Aktuell müsste ich mich nur online registrieren, glaube ich. Andererseits dürfte diese Art der Ein- und Ausreise vielleicht auch nicht sonderlich ins Gewicht fallen :/ .


    ...to be continued

    "Guten Morgen. Oh, und falls wir uns nicht mehr sehen, guten Tag, guten Abend und gute Nacht!" :wave:

  • Was die Verpflegung angeht, da bin ich gerade dabei. Kommt noch :grin: .


    Wasserversorgung ist in Skandinavien tatsächlich gar kein Problem. Einen kleinen Wasserfilter sollte man immer dabei haben, vielleicht als Backup noch einen Blister Reinigungstabletten. Aber ab dem Breitengrad kannst Du das Wasser auch so trinken. Das ist kristallklar. Aber ich nutze immer mindestens den Filter, es kann immer sein, dass einen Kilometer flussaufwärts ein verendetes Tier im Wasser liegt. Dann hat der Arsch Kirmes :O . Man kann das Wasser auch abkochen. Damit das aber etwas bringt, muss man das Wasser min. 15-20 Minuten kochen lassen. Kostet wieder mehr Treibstoff und somit mehr Gewicht.

    "Guten Morgen. Oh, und falls wir uns nicht mehr sehen, guten Tag, guten Abend und gute Nacht!" :wave:

  • Die Anreise:


    Anstatt der sonst üblichen Anreise mit Bus und Bahn, nehme ich den pandemiefreundlichen Firmenwagen. So bleiben nur Spritkosten, die sich bei meiner Semmel arg in Grenzen halten. Damit bin ich wenigstens maximal flexibel und ein nicht unerheblicher Teil der Planung entfällt. Auf eine Fähre verzichte ich (da kann ich auch gleich Bahn fahren). Gute 1.400km einfache Strecke. Das wird ein ordentlicher Ritt. Dafür aber spätestens ab Malmö nix Verkehr mehr und ich kann bis an das Reservat heranfahren und dort auf dem Parkplatz das Auto abstellen. Für gewöhnlich ist die Anreise mit Bus/Bahn und Taxi meist schon ein kleines Abenteuer für sich. Wobei Bahnfahren in Skandinavien kein Vergleich zu DE ist :pinch: . Alles sauber, alle freundlich und hilfsbereit und pünktlich!!!


    Kalorienzählerei:


    Ich hasse es. Essen ist bei der Planung für mich immer das nervigste. Wenn man aber möchte, dass der Körper nicht mehr rumzickt als unbedingt nötig, kommt man um eine sinnvolle Zusammenstellung nicht herum. Erschwerend kommt hinzu, dass ich einigermaßen anspruchsvoll bin und mich nicht tage- oder wochenlang von Schokoriegeln ernähren möchte <X .


    Meistens nutze ich eine Kombi aus (teuren) gefriergetrockneten Trekkingmahlzeiten. Für eine kurze Tour geht das aber noch klar. Diese sind recht lecker und es gibt eine große Auswahl. Außerdem sind die Nährstoffe entsprechend fertig abgestimmt. Dazu noch Snacks in Form von irgendwelchen Riegeln und Nüsse (ganz wichtig) und Früchten. Alles getrocknet natürlich. Oft wird viel Zucker mitgenommen (Schokolade z.B.) als Energielieferant. Ist aber nur von kurzer Dauer und danach hat der Körper ein down und ist auf turkey :kiffer: . Nicht gut. Besser sind komplexe Kohlenhydrate (Reis, Kartoffeln, versch. Gemüse, Obst und NÜSSE!). Diese baut der Körper nur langsam ab und hat so länger etwas von der Mahlzeit. Nüsse sind besonders wegen dem hohen Fettanteil sehr gute Begleiter. Das Verhältnis von Gewicht zu Kalorien/Kohlenhydrate ist top. Und sie sind schnell auch unterwegs verdrückt. Auf langen Touren wird oft Olivenöl mitgenommen. Einen bis zwei Esslöffel in die Mahlzeit sind gern 200kcal+. War bei mir aber nie nötig. Ich bin bewusst unterkalorisch unterwegs. Esse also weniger, als ich sollte. Ich trage genug Reserven mit mir rum. Nach so einer Woche habe ich dann gut 5kg weniger drauf. Das hält bei mir ein paar Monate an und Frauchen machts auch glücklich. Werde also ca. 2.200-2.500 kcal pro Tag einplanen. Mehr bekomme ich sowieso nicht runter. Da ist dann auch Reserve für ca. 1-2 Tagen mit einkalkuliert, falls ich doch länger mache oder es Probleme gibt.



    Flüssignahrung sollte auch nie unterschätzt werden :thumbup: . Natürlich UL umgefüllt.



    ...to be continued

    "Guten Morgen. Oh, und falls wir uns nicht mehr sehen, guten Tag, guten Abend und gute Nacht!" :wave:

  • Hast du eigentlich bei sowas irgend eine ART GPS Unfallwarner oder sonst etwas dabei oder

    ist dort im Nationalpark überall Handyempfang (was mich in den Skandinavischen Ländern nicht wundern würde)


    Hört sich ja nicht so an als wären das Wege wo jeden Tag 100 Leute vorbeikommen und wo man schnell Hilfe kriegt wenn man sich durch einen Sturz ein Bein bricht, 30km von der nächsten Straße enfernt

  • Hast du eigentlich bei sowas irgend eine ART GPS Unfallwarner oder sonst etwas dabei oder

    ist dort im Nationalpark überall Handyempfang (was mich in den Skandinavischen Ländern nicht wundern würde)


    Hört sich ja nicht so an als wären das Wege wo jeden Tag 100 Leute vorbeikommen und wo man schnell Hilfe kriegt wenn man sich durch einen Sturz ein Bein bricht, 30km von der nächsten Straße enfernt

    Also dort ist sogar für schwedische Verhältnisse definitiv kein Empfang mehr. Da ist man dann wirklich in der Wildnis. Das sind dann 2-3 Tagesmärsche bis zur nächsten echten Straße. Je nachdem, wo es passiert. Aber ja, ich besorge mir noch ein kleines SatCom Gerät. Anders lässt mich meine Frau nicht weg. Aber Gesellschaft ist immer irgendwo in der Nähe. Das beruhigt ungemein ^^ :



    Im Oktober 2018 nur wenige 100km entfernt vom Rogen. An dem Morgen fand ich alles an Spuren, was Skandinavien zu bieten hatte. Vom Hasen bis zum Elch.

    "Guten Morgen. Oh, und falls wir uns nicht mehr sehen, guten Tag, guten Abend und gute Nacht!" :wave:

  • Mit den Kalorien ist das so eine Sache. Läuft man nur ein bis zwei Wochen, zerrt der Körper dann gut von den eigenen Reserven (was ich ja gezielt einsetze). Läuft man länger, speichert der Körper die Belastung als normal ab. Ab dann kommt der Heißhunger, dann kannst Du fressen bis der Arzt kommt, egal was, egal wie viel. Der Körper greift dann nicht mehr Reserven an, sonder verlangt alles sofort. Aber bis ich mal die Zeit für so eine Wanderung habe, werde ich wohl zu alt sein.

    "Guten Morgen. Oh, und falls wir uns nicht mehr sehen, guten Tag, guten Abend und gute Nacht!" :wave:

  • In der Femundsmarka war ich auch 2 x mal ein paar Tage unterwegs, einmal mit Kajak und einmal mit Rucksack. Ziemlich unwegsames Gelände war das teilweise. Das ist allerdings schon

    seeehr lange her. Da gabs Trekkingnahrung glaub ich noch gar nicht, ein paar Tütensuppen, Kaffeepulver und jede Menge selbst gefangenen Fisch gabs da zu essen, sonst eigentlich nix...

    Wenn da irgendwas passiert wäre....ohne Mobilnetz oder Sattelefon.....(1986)



    Ob der Kahn da noch existiert?

  • Dänemark ist ab dem 25.07. ein „einfaches“ Risikogebiet. Ich werde aus der Scheisse nicht mehr schlau. Soweit ich das verstanden hatte, muss ich nun theoretisch diese digitale Einreiseanmeldung durchführen. Außer man ist nur durchgereist. Kann ich aber schlecht beweisen, wenn ich nur mit Auto zum Trekking und zurück gefahren bin. Wenn ich aber geimpft bin, kann ich mich von irgendwelchen Quarantäneregelungen freistellen lassen bla bla bla…


    Dazu muss ich dann das auf der Seite auch wieder hochladen ,keine Ahnung was als Impfnachweis wirklich zählt und der QR-Code wurde zum Beispiel nicht explizit erwähnt. Ich raste bald aus.


    Ich glaub, den ganzen Dreck kann ich knicken.

    "Guten Morgen. Oh, und falls wir uns nicht mehr sehen, guten Tag, guten Abend und gute Nacht!" :wave:

  • Bin dem Ganzen ja noch einen Abschluss schuldig :sostupid: .


    Bin damals spontan Ende Juli abgefahren, um etwaige Beschränkungen noch ein Schnippchen zu schlagen. Mein Fazit ist etwas durchwachsen. Ich glaube, ich hätte mir die Tour sparen können.


    Abfahrt war Freitag Abend. Mit einem zweistündigen Nickerchen auf einem gemütlichen Rastplatz in Schweden am sehr frühen Samstag konnte ich auch die ganzen 1.400km (17h) sehr zügig mit Tempomat durchziehen. Die Straßen in Schweden sind definitiv nix für Motorrad *gähn*.



    Ankunft dann am Samstag gegen 18 Uhr. Dann noch umziehen und das Geraffel anlegen. Start um 19 Uhr, ca. 2h vor Sonnenuntergang. Ich war noch keine 10min los, fing der Regen an. "Super, das passt ja schon mal" dachte ich mir. Geplant war ca. 10km in den 2h zu schaffen, damit ich einen geplanten Übernachtungsplatz erreiche. Das hat auch geklappt. Der Regen wurde immer stärker. Nach der Ankunft hatte ich keine Lust mehr das Zelt aufzubauen und habe unter einem Mini-Unterstand gepennt. Klappte hervorragend. Alles blieb trocken und ich schlief sofort ein. Aber der Tag war auch lang genug.


    Noch nie so viele Tiere auf einer Tour gesehen. Regelmäßig Rebhühner, welche meckernd meine Anwesenheit quittierten. Ein irres Eichhörnchen, welches mich fast über den Haufen gerannt hätte. War gerade mitten in seinen "5min" (Baum rauf, Baum runter), ich war völlig uninteressant. Und Rentiere. Überall. Ständig. Als Wanderer hat man die Anweisung min. 100m Abstand zu halten. Doof nur, dass das noch niemand den Tieren gesagt hat.


    10,X kg für 7 Tage inkl. Futter und 1l Wasser.


    Packliste, wen es interessiert: https://lighterpack.com/r/209jql


    Impressionen allgemein:










    Warum war die Tour nun so lala? Eine Schwedin erzählt mir, dass ein Übertritt nach Norwegen nicht möglich wäre. Gesperrt. Bei Corona verstehen die Norweger kein Spaß, sodass ich es auch nicht riskieren wollte. Auf schwedischer Seite hätte ich mich noch länger durchschlagen können, aber es war nicht sonderlich viel Wildnis zu spüren. Landschaftlich wunderschön, aber es war "voll". Für meinen Geschmack zu viele Menschen. Und das Schlimmste? Alles Deutsche :sostupid: :grin: . Da hätte ich auch gleich in den Schwarzwald fahren können. Durch die Einschränkungen durch Corona scheinen viele ähnliche Pläne wie ich gehabt zu haben.


    So bin ich nach 4 Tagen wieder los.1.400km in 14h Stunden und das nur mit Tempomat. Familie war froh, dass ich früher zu Hause war. Ich weniger :D .

    Ansonsten war es ärgerlich, da sowohl ich als auch die Ausrüstung hervorragend funktioniert hatten. Das ist keine Selbstverständlichkeit.

    "Guten Morgen. Oh, und falls wir uns nicht mehr sehen, guten Tag, guten Abend und gute Nacht!" :wave:

    Edited once, last by Blitzer ().

  • Blitzer

    das alte Problem, dass man doch gerne da wo es geil ist, gerne alleine wäre.

    Die tollen Aussichtspunkte in Norwegen, an denen wir waren, waren vor 30 Jahren sicher auch schöner, als man da mit 3 Freunden alleine gewesen wäre und nicht am Himmel 3 Drohnen rumflogen und 200 Leute da waren.


    aber da sind wir leider ein Jahrhundert zu spät dran.


    Ich las mal vor Jahren Tagebucheinträge eines reichen Engländers aus den frühen 30er Jahren.


    da hat Tourismus teilweise so funktioniert, dass er zu einem Schloss hinfuhr, klingelte und da sowas nur eine handvoll Male im Jahre passierte, damals die Schlossherren meist gerne einen rumführten, zumindest wenn sie sahen das man selbst von Adel oder zumindest Geldadel war.


    da musste man sich nicht durch japanische Tourigruppen durchprügeln ;)


    https://2.bp.blogspot.com/-sGbAw4gbNVQ/W1qXZDQGqhI/AAAAAAABg3I/O7RTVn5iNpIEvg_dFOEPTbV7ryCui-DAQCLcBGAs/s1600/France%2Bin%2Bthe%2B1930s%2B%25281%2529.jpg

  • Tipp: Mont Saint Michel besuht man abends :) Wir haben dort übernachtet (Wohnmobil), den Mittag dem Womo verschlafen und sind dann erst zum Abendessen rübergefahren. Der Bus pendelt zumindets im Sommer die ganze Nacht hindurch.


    Haben uns dann erst das Kloster angeschaut. "Nocturn" Tour mit Lichtanimationen. Danach dann Abendessen. Da waren die Gassen leer.

    *Lille*

  • Ansonsten einfach die Ziele anpeilen, wo es deutlich weniger Touristen gibt.


    Warum am Gardasee in der Schlange stehen, wenn man ne viertel Stunde weiter am Ledrosee und am Idrosee weit und breit seine Ruhe hat?


    Warum auf der Sellarunde im Stau stehen, wenn man am Fedaia völlig frei fahren kann?


    Das ist nichts anderes als ordentliche Urlaubsplanung.


    Gruß,

    Thomas

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!